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Brandverhütung mit dem Feuerlöscher

Conflict settlement durch das Ohrid Framework Agreement

Title: Brandverhütung mit dem Feuerlöscher

Term Paper (Advanced seminar) , 2011 , 32 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Daniel Helwig (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security

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Summary Excerpt Details

Die Arbeit untersucht die langfristig befriedende Wirkung des Ohrid Framework Agreement (OFA), welches 2001 einen mazedonischen Bürgerkrieg verhindern konnte.
Um eine Aussage über die Chancen der Dauerhaftigkeit des interethnischen Friedens in Mazedonien zu treffen, wird ein Analyseraster entwickelt, anhand dessen dafür maßgebliche Einflüsse isoliert werden. Hierfür wird zunächst die besondere Natur eines ethno-nationalen Konflikts vorgestellt und dessen Begründung in einer systematischen Schlechterstellung einer ethno-nationalen Gruppe verdeutlicht. Daraus abgeleitet, erfolgt im Anschluss eine Darstellung von Erfordernissen zur Konfliktregulierung. Es wird hierfür eine Unterscheidung von Konfliktmanagement und Conflict settlement vor-
genommen. Folgend auf den Nachweis, dass insb. die Konkordanzdemokratie zur nachhaltigen Regulierung innerstaatlicher ethnischer Konflikte geeignet ist, wird diese Form demokratischer Entscheidungsfindung hinsichtlich ihrer institutionellen Bausteine untersucht. Damit sie dauerhaft zu Kompromiss und Konsens führen kann, sind begünstigende Faktoren nötig, welche in einem nächsten Abschnitt vorgestellt werden. Aus den theoretischen Erkenntnissen über die Dauerhaftigkeit von konkordanzdemokratischer Konfliktregulierung wird schließlich das anzuwendende Analyseraster formuliert. Das Fallbeispiel OFA wird begonnen durch den Nachweis einer systematischen
Schlechterstellung der albanischen Bevölkerung. Gezeigt wird, dass das Rahmenabkommen versucht, der Diskriminierung durch die Etablierung institutioneller Bausteine einer Konkordanzdemokratie Herr zu werden. Den Vorgaben des Rasters folgend, wird der Implementierungsprozess der OFA-Bestimmungen untersucht und dieser als widerwillig und nicht von Einigungswillen getragen qualifiziert. Weiterführend wird gezeigt, dass die Komposition der begünstigenden Faktoren auch nach fortschreitender Implementierung gegen eine Dauerhaftigkeit spricht. Die Ausführungen führen zu dem Schluss, dass das OFA selbst nicht genügt, um Mazedonien dauerhaft von ethno-nationalem Konflikt zu befreien. Die Implikationen dieses Schlusses für konkordanzdemokratische Konfliktregulierung allgemein als auch für die Verantwortung der internationalen Gemeinschaft für eine Stabilisierung der mazedonischen Situation, werden im abschließenden Teil der Arbeit behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einführung

II. Ethno-nationaler Konflikt

III. Konfliktregulierung

IV. Konkordanzdemokratie und power-sharing

IV.1 Institutionelle Bausteine

IV.2 Begünstigende Faktoren und Analyseraster

V. Mazedonien und das OFA

V.1 Interethnische Beziehungen

V.2 Power-sharing durch das OFA

VI. Chancen auf Dauerhaftigkeit?

VI.1 Umsetzungsprobleme

VI.2 Faktorenkomposition

VII. Fazit und Implikationen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob das Ohrid Framework Agreement (OFA) als institutionelles Instrument ausreicht, um den ethnischen Konflikt in Mazedonien dauerhaft zu befrieden, oder ob es lediglich als kurzfristiger Mechanismus zur Konfliktbeendigung diente. Das Ziel ist es, anhand eines theoretisch fundierten Analyserasters die Nachhaltigkeit der interethnischen Friedenslösung zu bewerten.

  • Analyse von ethno-nationalen Konflikten und Mechanismen der Konfliktregulierung.
  • Untersuchung der Konkordanzdemokratie und ihrer institutionellen Power-sharing-Elemente.
  • Kritische Würdigung des Implementierungsprozesses des OFA in Mazedonien.
  • Überprüfung der begünstigenden Faktoren für einen dauerhaften Friedenszustand.
  • Bewertung der Rolle internationaler Akteure und der EU für die Stabilität des Landes.

Auszug aus dem Buch

I. Einführung

„Wo liegt die Grenze des Erträglichen, bei der die Balance kippen würde?“

„Nicht weit weg.“ Kiro Gligorov, 12. April 1999

Gligorov bestätigt mit seiner Äußerung eine Situation, welche nur zwei Jahre später in einen Aufstand albanischer Paramilitärs in Mazedonien münden sollte. Das Ziel der National Liberation Army (NLA) war hierbei nicht etwa die Abspaltung eines mehrheitlich von Albanern besiedelten Gebietes im Norden des Landes. Vielmehr beanspruchte sie für sich, durch ihr Handeln den mazedonischen Staat zu einer elementaren Neuausrichtung seines Verhältnisses zur größten nationalen Minderheit bewegen zu wollen. Die langandauernde systematische Schlechterstellung von über einem Fünftel dessen Bevölkerung nährte einen ethnischen Schwelbrand, der schließlich im März 2001 umso heftiger aufflammte.

Im August des gleichen Jahres gelang es, die Kampfhandlungen zu beenden und die NLA zu ihrer bereitwilligen Entwaffnung durch die NATO zu bewegen. Voraussetzung hierfür war der Abschluss des Ohrid Framework Agreements (OFA). Ein Abkommen, welches unter maßgeblicher Beteiligung von Europäischer Union (EU), USA und anderen internationalen Akteuren zwischen Albanern und Mazedoniern geschlossen werden konnte. Nicht nur beendete es die akute Gewalt, sondern sollte auch den Rahmen für verfassungspolitische Reformen vorzeichnen, um den Albanern künftig angemessene politische Teilhabe sowie ethnische Selbstbestimmung zukommen zu lassen. Um dem Gefühl „Bürger zweiter Klasse“ zu sein effektiv entgegenzuwirken, greift das OFA auf die Einführung konkordanzdemokratischer Elemente zurück.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einführung: Das Kapitel stellt die Problemstellung des Konflikts zwischen Mazedoniern und Albanern sowie die Rolle des Ohrid Framework Agreements (OFA) als potenziellen „Feuerlöscher“ vor.

II. Ethno-nationaler Konflikt: Es werden theoretische Grundlagen ethno-nationaler Konflikte definiert und die systemische Schlechterstellung von Minderheiten als Eskalationsgrund analysiert.

III. Konfliktregulierung: Dieses Kapitel unterscheidet zwischen kurzfristigem Konfliktmanagement und langfristigem conflict settlement als Strategien der Konfliktbearbeitung.

IV. Konkordanzdemokratie und power-sharing: Es wird erörtert, wie konkordanzdemokratische Ansätze durch Machtteilung und institutionelle Vorkehrungen Konflikte einhegen können.

IV.1 Institutionelle Bausteine: Vorstellung der spezifischen Instrumente wie Proporz, Vetorechte und Gruppenautonomie zur Umsetzung der Konkordanzdemokratie.

IV.2 Begünstigende Faktoren und Analyseraster: Formulierung eines Analyserasters basierend auf elf Bedingungen, die für den Erfolg einer Friedenslösung entscheidend sind.

V. Mazedonien und das OFA: Analyse des mazedonischen Kontextes, der historischen Diskriminierung und der Einführung des OFA als Reformrahmen.

V.1 Interethnische Beziehungen: Beleuchtung der strukturellen Benachteiligung der albanischen Minderheit vor Ausbruch der Gewalt.

V.2 Power-sharing durch das OFA: Untersuchung der konkreten institutionellen Maßnahmen des OFA zur Integration der albanischen Minderheit.

VI. Chancen auf Dauerhaftigkeit?: Kritische Auseinandersetzung mit der tatsächlichen Wirkung der Reformen auf die Friedensstabilität.

VI.1 Umsetzungsprobleme: Darstellung der widerwilligen Implementierung der OFA-Bestimmungen durch die politischen Eliten.

VI.2 Faktorenkomposition: Prüfung der begünstigenden Bedingungen, die zeigt, dass die Voraussetzungen für einen dauerhaften Frieden in Mazedonien ungünstig sind.

VII. Fazit und Implikationen: Zusammenfassendes Ergebnis, dass das Ziel eines umfassenden conflict settlement mit dem OFA bisher nicht erreicht wurde.

Schlüsselwörter

Ohrid Framework Agreement, Mazedonien, Ethno-nationaler Konflikt, Konfliktregulierung, Konkordanzdemokratie, Power-sharing, Minderheitenschutz, Institutionelles Design, Politische Eliten, Ethnische Diskriminierung, Konfliktmanagement, Friedenssicherung, Balkan-Konflikte, Institutionelle Reformen, Nationale Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Effektivität des Ohrid Framework Agreements bei der dauerhaften Beilegung des ethno-nationalen Konflikts in Mazedonien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Modelle der Konkordanzdemokratie, die Dynamik ethnischer Konflikte und die praktische Umsetzung institutioneller Reformen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob das OFA lediglich als kurzfristiger „Feuerlöscher“ für akute Gewalt diente oder ob es die institutionellen Voraussetzungen für einen nachhaltigen Friedenszustand schafft.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoriegeleitete Analyse, basierend auf einem aus der Literatur abgeleiteten Analyseraster, um das Fallbeispiel Mazedonien zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Konfliktregulierung sowie die detaillierte empirische Untersuchung der Implementierung des OFA und der Faktorenkomposition.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Ohrid Framework Agreement, Konkordanzdemokratie, Power-sharing und ethno-nationaler Konflikt.

Wie bewertet der Autor die Rolle der mazedonischen politischen Eliten?

Der Autor konstatiert, dass die Umsetzung des OFA durch eine widerwillige Haltung der Eliten geprägt war, welche das Abkommen oft als aufgezwungen kommunizierten.

Warum kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass ein dauerhafter Frieden gefährdet ist?

Aufgrund des Fehlens wesentlicher begünstigender Faktoren, wie etwa einer gruppenübergreifenden Loyalität oder überlappender Mitgliedschaften, sieht der Autor das Ziel eines echten conflict settlement als bisher unerreicht an.

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Details

Title
Brandverhütung mit dem Feuerlöscher
Subtitle
Conflict settlement durch das Ohrid Framework Agreement
College
University of Passau
Grade
1,7
Author
Daniel Helwig (Author)
Publication Year
2011
Pages
32
Catalog Number
V171816
ISBN (Book)
9783640912902
ISBN (eBook)
9783640914081
Language
German
Tags
Ohrid Framework Agreement Ohrid Framework Agreement Konfliktbearbeitung Mazedonien Conflict Conflict settlement Conflict management Balkan Frieden ethnischer Konflikt ethnisch Ethnien Albaner Mazedonier konkordanzdemokratie schneckener
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniel Helwig (Author), 2011, Brandverhütung mit dem Feuerlöscher, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171816
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