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Die Stadtkohorte von Lugdunum

Militärische Schutztruppe oder Sicherheitspolizei nach römischem Vorbild?

Title: Die Stadtkohorte von Lugdunum

Term Paper , 2011 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Patrick Charell (Author)

World History - Early and Ancient History

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Summary Excerpt Details

Augustus gründete ca. 13 n. Chr. die cohortes urbanae unter dem Befehl des praefectus urbi als Sicherheitspolizei der Stadt Rom. Als einzige weitere ihrer Art in Europa ist die Stadtkohorte von Lugdunum ein Unikum in der römischen Provinzverwaltung. Die räumliche Entfernung zu Rom wirft Fragen auf: Was ist so besonders am antiken Lyon? War diese cohors urbana in Gallien tatsächlich derselbe Typ Einheit wie die Namensvetter in Rom, oder verbirgt sich hinter dem Namen schlicht eine Schutztruppe in einem besetzen Gebiet, die von ihrem Gründer Augustus aus Einfachheit und mangels eines besseren Begriffes nach der römischen Sicherheitspolizei benannt wurde?

Diese Arbeit wird, soweit es der vorgegebene, beschränkte Rahmen zulässt, ein möglichst vollständiges Bild der lugduner Kohorte von ihrer Gründung ca. 15 n.Chr. bis zur Auflösung im 3. Jahrhundert erstellen. Gleichzeitig soll ein Vergleich des Arbeitsfeldes, der Aufgaben und der inneren Struktur zwischen der lugduner und den römischen Einheiten angestellt werden, um etwaige Gemeinsamkeiten oder Unterschiede offen zu legen, wobei geschichtswissenschaftliche und archäologische Forschungsergebnisse wie auch zeitgenössische literarische und epigraphische Quellen Verwendung finden werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Stadtkohorte von Lugdunum

2.1 Das Einsatzfeld im Vergleich

2.1.1 Wirtschaftliche Bedeutung

2.1.1.1 Lugdunum: Handelsknoten und Zentrum Galliens

2.1.1.2 Die Münzprägeanstalt

2.1.2 Geographische Ausdehnung und „Dichte“ der Cohorten

2.2 Aufgabenbereich der cohors urbana im Vergleich zu Rom

2.2.1 Kriminalität als Alltagserscheinung

2.2.2. Sicherung der öffentlichen Ruhe

2.2.3. Gefahrenpotentiale: Die Plebs und Aufstände

2.3 Innere Struktur

2.3.1 Unterbringung

2.3.2 Nummerierung der cohortes urbanae

2.3.3 Rekrutierungsschicht der Offiziere und Mannschaftsgrade im Vergleich

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Funktion der Stadtkohorte im antiken Lugdunum (Lyon) und analysiert, ob es sich dabei um eine spezialisierte Schutztruppe oder eine klassische Sicherheitspolizei nach römischem Vorbild handelte, indem sie einen direkten Vergleich zu den Einheiten in Rom zieht.

  • Historische Einordnung der lugduner Stadtkohorte von der Gründung bis zur Auflösung.
  • Vergleich der Aufgabenbereiche und der polizeilichen Arbeitsweise mit den römischen Pendants.
  • Topographische und strategische Bedeutung der Kasernenstandorte und der Münzprägeanstalt.
  • Analyse der sozialen Rekrutierungsschicht und der kameradschaftlichen Strukturen innerhalb der Kohorte.
  • Untersuchung der strukturellen Gemeinsamkeiten zwischen Lugdunum und Rom als Verwaltungszentren.

Auszug aus dem Buch

2.2.1. „Echte“ Polizeiarbeit der Kohorten

„The streets of Rome at night were unlit and dangerous for travellers.“

Dieser etwas drastische Satz von Harries gilt für das Rom der Republik und Kaiserzeit, aber auch für das gesamte römische Reich. Kriminalität in der Antike darf nicht mit modernen Maßstäben gemessen werden: Sie gehörte weit mehr zum Alltag als heute und wurde „bis zu einem gewissen Grade für unausrottbar“ gehalten. Bezüglich Lugdunums finden sich Hinweise, dass die Stadtkohorte mit Räuberbanden zu kämpfen hatte. Mommsen betont vor allem die Funktion der cohortes urbanae als „Präventivpolizei“, d.h. ihre Bewachung von öffentliche Gebäuden, Plätzen und Straßen – welche auch die Hauptschauplätze von kriminellen Handlungen waren (s. Kap. 2.1.1). Die spontane Kompetenz der patrollierenden Kohorten beschränkte sich auf Sklaven und „Gesindel“. Im Falle Lugdunums zählt der „Guide du Lyon“ die Aufgaben der dortigen cohors auf:

„[...] chargée du maintien de l’ordre [...] de la protecion des autorités et de l’administration, de la garde de la Monnaie, de l’aide à la Justice.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung steckt den Forschungsrahmen ab, definiert die Fragestellung nach der Natur der lugduner Stadtkohorte und gibt einen Überblick über die verwendete Literatur und Quellenlage.

2 Die Stadtkohorte von Lugdunum: Dieses Hauptkapitel analysiert das wirtschaftliche und geographische Umfeld der Stadt, vergleicht das Aufgabenprofil der Kohorte mit dem der römischen Einheiten und untersucht deren innere Organisation sowie Rekrutierung.

3. Fazit: Das Fazit beantwortet die Ausgangsfrage und kommt zu dem Schluss, dass die lugduner Kohorte keine singuläre Schutztruppe, sondern ein fester Bestandteil der römischen Sicherheitspolizei war, deren Struktur und Aufgaben sich kaum vom römischen Vorbild unterschieden.

Schlüsselwörter

Stadtkohorte, Lugdunum, Cohors urbana, Sicherheitspolizei, Römisches Reich, Augustus, Münzprägeanstalt, Antike Kriminalität, Militärgeschichte, Präventivpolizei, Stadtverwaltung, Epigraphik, Sozialstruktur, Provinzhauptstadt, Kaiserzeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Stadtkohorte in Lugdunum (dem antiken Lyon) und hinterfragt deren genaue Funktion innerhalb der römischen Provinzverwaltung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen der Vergleich des Aufgabenbereichs der lugduner Kohorte mit den Einheiten in Rom, die topographische Anbindung an die städtische Münze sowie die innere militärische Struktur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob die lugduner Kohorte eine reine „Schutztruppe“ für die lokale Münze war oder ob sie als vollwertige Sicherheitspolizei nach dem Modell der städtischen cohortes urbanae in Rom fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine geschichtswissenschaftliche Analyse von antiken literarischen Quellen, epigraphischen Funden (Inschriften) sowie archäologischen Befunden zur Topographie von Lugdunum.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine wirtschaftliche Analyse des Standorts Lugdunum, eine Untersuchung der polizeilichen Aufgabenbereiche (Kriminalitätsbekämpfung, Sicherheit) und eine Betrachtung der Rekrutierung und internen Organisation.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Cohors urbana“, „Lugdunum“, „Sicherheitspolizei“, „Präventivpolizei“ sowie die Rolle der Soldaten als integrale Bestandteile der römischen Reichsinfrastruktur.

Welche besondere Rolle spielt die Münzprägeanstalt in Lugdunum für die Stadtkohorte?

Die Münzprägeanstalt war von zentraler Bedeutung für das Imperium, und die Anwesenheit der Kohorte wird oft mit der Bewachung dieser Einrichtung in Verbindung gebracht, wobei die Arbeit dies als Teil einer allgemeinen Sicherheitsaufgabe einordnet.

Wie bewertet der Autor die Aufstandsgefahr in Lugdunum im Vergleich zu Rom?

Der Autor stellt fest, dass in Lugdunum keine der römischen Plebs vergleichbare unruhige Masse existierte, Aufstände jedoch gelegentlich von unterworfenen Stämmen ausgingen, was die Anwesenheit militärischer Einheiten rechtfertigte.

Was sagen die epigraphischen Funde über die soziale Struktur der Soldaten aus?

Grabinschriften zeigen eine tiefe Kameradschaft, die sich über Standesunterschiede hinwegsetzte, und belegen, dass die Truppen in Lugdunum mehrheitlich aus Italikern bestanden.

Welches Gesamtfazit zieht der Autor bezüglich der „gallischen“ Identität der Einheit?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass man nicht von einer „gallischen“ Kohorte sprechen kann; sie war eine rein römische Einheit, die lediglich an die spezifischen administrativen und geographischen Gegebenheiten Lugdunums angepasst wurde.

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Details

Title
Die Stadtkohorte von Lugdunum
Subtitle
Militärische Schutztruppe oder Sicherheitspolizei nach römischem Vorbild?
College
LMU Munich  (Historicum)
Course
Basiskurs "Verbrechen und Strafe im alten Rom"
Grade
1,0
Author
Patrick Charell (Author)
Publication Year
2011
Pages
20
Catalog Number
V171734
ISBN (eBook)
9783640915460
ISBN (Book)
9783640915927
Language
German
Tags
Rom Lyon Stadtkohorte cohors urbana Gallien Frankreich Sicherheitspolizei Polizei Münze Lugdunum Lugdunensis Provinz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Charell (Author), 2011, Die Stadtkohorte von Lugdunum, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171734
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