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Bilanzerstellung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz

Zur Annäherung an internationale Bilanzierungsstandards aus der Sicht des Unternehmers

Title: Bilanzerstellung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz

Scientific Essay , 2011 , 17 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Matthias Zoephel (Author)

Business economics - Accounting and Taxes

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Summary Excerpt Details

„Jeder Kaufmann ist verpflichtet, Bücher zu führen und in diesen seine Handelsgeschäfte und die Lage seines Vermögens…ersichtlich zu machen (§ 238 (1) HGB) …Er hat …für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres ein Inventar aufzustellen (§ 240 (2) HGB).“ So will es das Handelsgesetz. „Bei Gewerbetreibenden, die aufgrund gesetzlicher Vorschriften verpflichtet sind – nämlich bereits durch das Handelsgesetz – Bücher zu führen und regelmäßig Abschlüsse zu machen (§ 5 (1) EStG, oder die ohne eine solche Verpflichtung Bücher führen und regelmäßig Abschlüsse machen (§ 4 (1) EStG – nach dem Einkommensteuergesetz -, ist für den Schluss des Wirtschaftsjahres das Betriebsvermögen…anzusetzen.“ So will es das Einkommensteuergesetz.

Mit dem in 1989 eingeführten Wohnungsbauförderungsgesetz wurde in Gestalt des § 5 (1) Satz 2 EStG direkten Eingriff des Steuerrechts in das Handelgesetz Tür und Tor geöffnet, wo es heißt: „Steuerrechtliche Wahl-rechte bei der Gewinnermittlung sind in Übereinstimmung mit der handelsrechtlichen Jahresbilanz auszuüben.“ Die Umkehrung der Maßgeblichkeit war geboren, die einzig das Ziel hatte, temporär Steuervergünstigungen zum Zwecke einer Minderung der Steuerschuld für einen bestimmten Personenkreis aus subventionellen Gründen zu erreichen und hatte gewollt die Absicht, dass der darauf resultierende Bilanzausweis eben nicht die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnissen widerspiegelt. Das Steuerrecht zwang die Handelbilanz an bestimmten Stellen in ein steuerliches Korsett. Durchbrochen wurde der Maßgeblichkeitsgrundsatz also durch das Einkommensteuerrecht selbst und durch die Finanzrechtsprechung, was allerdings auch die Gefahr beinhaltet, dass nicht mehr zu unterscheiden ist, ob das Handelbilanzrecht oder das Steuerbilanzrecht durch eventuell nicht eindeutige BFH-Urteile gepflegt werden soll, denn nur die Pflege des Handelsbilanzrechts darf sich auch auf das Handels-gesetz auswirken.

Durch die Abschaffung der Öffnungsklauseln im HGB und der umgekehrten Maßgeblichkeit im EStG wurde die Ausgangsituation eine totale Einheitsbilanz erstellen zu können grundlegend verändert, denn Grundvoraussetzung ist, dass Handelsbilanzrecht und Steuerbilanzrecht identische Regelung enthalten oder zumindest keine sich wesentlich widersprechenden Regelungen, was die Möglichkeit einer Aufstellung einer totalen Einheitsbilanz unter Berücksichtigung des Bilanzmodernisierungsgesetzes nur noch schwieriger, noch begrenzter macht als bisher (Meyndt 2009)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

Maßgeblichkeitsgrundsatz

II. Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG)

Allgemeines

Abriss der wichtigsten Änderungen

Befreiung von handelsrechtlichen Publizitätsregeln

Veränderte Ansatzvorschriften

Veränderte Bewertungsvorschriften

Veränderte Ausweisvorschriften

Veränderte Berichterstattungspflichten

Konzernspezifische Neuerungen

Übergangsregelungen

III. Auswirkungen des BilMoGs à latente Steuern

Schaubild – HGB vor und nach BilMoG und im Vergleich

Zur internationalen Rechnungslegungsvorschriften

IV. Schlussbemerkung

V. Quellen-Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bilanzerstellung aus der Sicht des Unternehmers und analysiert, inwieweit dadurch eine Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards erreicht wurde.

  • Analyse des Maßgeblichkeitsgrundsatzes und der historischen Entwicklung des BilMoG.
  • Detaillierte Darstellung der Änderungen bei Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften.
  • Untersuchung der Konsequenzen für die Berichterstattungspflichten und Konzernstrukturen.
  • Vertiefende Betrachtung der Auswirkungen auf die Bilanzierung latenter Steuern.
  • Bewertung der Kostenaspekte und praktischen Umsetzungsherausforderungen für Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

Auswirkungen des BilMoGs à latente Steuern

Die Neufassung der §§ 274 und 306 HGB zur Abgrenzung latenter Steuern in der handelsrechtlichen Rechnungslegung stellt eine wesentliche Veränderung dar.

Durch das BilMoG wird vom bisher anzuwendenden Timing-Konzept (Deferral Method) auf das Temporary-Konzept (Liability Method) über-gegangen. Das Timing-Konzept basiert auf der dynamischen Bilanztheorie und verfolgt die periodengerechte Erfolgsermittlung. Es ist GuV-orientiert und weist latente Steuern in einem Rechnungsabgrenzungsposten aus. Es erfolgt keine Anpassung an geänderte Steuersätze, da die Berechnung im Zeitpunkt der Entstehung erfolgt. Ganz anders beim Liability-Konzept, das auf der statischen Bilanztheorie basiert und die richtige Darstellung von Forderungen und Verbindlichkeiten verfolgt (Henselmann 2010). Es ist bilanzorientiert und weist aktive Steuern als Forderungen sowie passive Steuern als Verbindlichkeiten aus. Zudem erfolgt eine Anpassung der eingetretenen Änderungen in jeder Periode, z.B. wenn sich die Steuersätze ändern.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Beleuchtet den historischen Kontext des Maßgeblichkeitsgrundsatzes und die grundsätzliche Beziehung zwischen Handels- und Steuerbilanz.

II. Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG): Bietet einen Überblick über die Entstehung des Gesetzes sowie die substanziellen Änderungen in Ansatz, Bewertung, Ausweis und Berichterstattung.

III. Auswirkungen des BilMoGs à latente Steuern: Detaillierte Untersuchung der Umstellung vom Timing- auf das Temporary-Konzept bei der Bilanzierung latenter Steuern.

IV. Schlussbemerkung: Reflektiert die praktischen Konsequenzen, Kostenbelastungen und die zukünftige Verantwortung der Unternehmer durch die BilMoG-Anwendung.

V. Quellen-Anhang: Listet die für die Erstellung der Arbeit herangezogene Literatur auf.

Schlüsselwörter

BilMoG, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Maßgeblichkeitsgrundsatz, Rechnungslegung, latente Steuern, Temporary-Konzept, Bewertungsvorschriften, Ansatzvorschriften, Ausweisvorschriften, Unternehmersicht, Bilanzmodernisierungsgesetz, Jahresabschluss, Konzernrechnungslegung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Bilanzierungsänderungen durch das Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) und deren praktischen Auswirkungen auf deutsche Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das BilMoG, die damit verbundene Annäherung an internationale Standards, Änderungen im HGB sowie die spezifische Neuregelung der latenten Steuern.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aus Sicht des Unternehmers aufzuzeigen, wie sich die Neuregelungen durch das BilMoG auf die Bilanzaufstellung auswirken und welche Herausforderungen dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Auswertung der gesetzlichen Neuregelungen des BilMoG im Vergleich zum alten Recht sowie zu internationalen Standards.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt detailliert die Änderungen bei Ansatz-, Bewertungs- und Ausweisvorschriften, neue Berichterstattungspflichten sowie die komplexe Umstellung bei der Abgrenzung latenter Steuern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind BilMoG, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Temporary-Konzept und Rechnungslegung.

Warum ist die Umstellung auf das Temporary-Konzept so relevant?

Das Temporary-Konzept stellt eine fundamentale Abkehr vom bisherigen Timing-Konzept dar und erfordert eine bilanzorientierte Sichtweise, die hohe Anforderungen an die Planung und Datenbereitstellung im Unternehmen stellt.

Welchen Einfluss hat das BilMoG auf die Kosten der Unternehmen?

Das BilMoG führt zu einem erhöhten Bilanzierungsaufwand, der durch Beratungs-, Personal- und Umstellungskosten sowie eine komplexere Rechnungslegung die finanzielle Belastung für Unternehmen erhöhen kann.

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Details

Title
Bilanzerstellung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz
Subtitle
Zur Annäherung an internationale Bilanzierungsstandards aus der Sicht des Unternehmers
College
University of Hamburg
Course
MSc Entrepreneurship
Grade
2,3
Author
Matthias Zoephel (Author)
Publication Year
2011
Pages
17
Catalog Number
V171574
ISBN (Book)
9783640909155
ISBN (eBook)
9783640911370
Language
German
Tags
bilanzerstellung bilanzmodernisierungsgesetz annäherung bilanzierungsstandards sicht unternehmers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Zoephel (Author), 2011, Bilanzerstellung nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171574
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