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Vier gewinnt - Ein kritischer Blick auf das Linguistic Category Model

Titel: Vier gewinnt - Ein kritischer Blick auf das Linguistic Category Model

Hausarbeit , 2011 , 19 Seiten

Autor:in: Nico Dietrich (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Theorien, Modelle, Begriffe

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Ob in Kochrezepten, Zeitungen, im Fernsehen oder beim Umgang mit unseren Mitmenschen, Sprache ist überall. Sprache bestimmt unseren Alltag. Eine Welt ohne Sprache (und Schrift) ist unvorstellbar. Sprache ist dabei in erster Linie ein Mittel zur Kommunikation. Sprache verrät neben Alter, Herkunft und Bildung aber noch wesentlich mehr über den Sprecher. Beispielsweise manifestieren sich Stereotype und Vorurteile auch über die Wortwahl. Einen bekannten Ansatz zur Erforschung dieser „linguistischen Stereotype“ stellt der Linguistic Intergroup Bias (LIB), der im Wesentlichen auf die Forschungen von Maass et al. zurückgeht, dar. Zum LIB existiert mittlerweile eine Fülle von Arbeiten in verschiedensten Bereichen, sodass es unnötig erscheint, sich auch in diesem Text damit zu befassen. Stattdessen widmet sich die vorliegende Arbeit mit dem Linguistic Category Model (LCM) einer wesentlichen Grundlage des LIB. Das LCM wurde von Gün Semin und Klaus Fiedler anhand einer systematischen Aufbereitung früherer Befunde im Jahr 1988 entwickelt und in der Folgezeit noch erweitert. Der Grundgedanke des Modells besteht in der Bildung verschiedener Wortklassen, denen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben werden können. Aus der Verwendung verschieden klassifizierter Wörter wiederum lassen sich Rückschlüsse auf kognitive Prozesse des Sprechers ziehen.
Das LCM wurde von seinen Begründern mehrfach getestet und gilt in der Wissenschaft als allgemein anerkannt, zumal auf seiner Grundlage mehrere neue Konzepte entstanden. Kritische Betrachtungen zum LCM findet man dagegen kaum. Diese Arbeit wird sich daher einer kritischen Auseinandersetzung mit dem linguistischen Kategorienmodell widmen. Zunächst ist es dafür notwendig, die einzelnen Kategorien als auch mögliche Unterscheidungskriterien vorzustellen. In der Folge wird kurz auf die empirische Prüfung und die zugeschriebenen Eigenschaften eingegangen, bevor einige Problemfälle in Bezug auf das LCM diskutiert und seine Grenzen aufgezeigt werden. Abschließend folgt noch ein kurzer Überblick über die auf Basis des Modells begründeten Konzepte sowie eine Zusammenfassung der Erkenntnisse.
Es soll noch darauf hingewiesen werden, dass der Umfang dieser Arbeit begrenzt ist und somit nur die wesentlichsten Punkte angesprochen werden können. Weiterhin muss angemerkt werden, dass die vorgebrachten Kritikpunkte mehrheitlich nicht (empirisch) belegbar sind, da es sich um eigene Überlegungen des Autors handelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Linguistische Kategorienmodell

2.1 Kategorien

2.2 Unterscheidungsansätze und Eigenschaften

2.3 Empirische Prüfung

3. Defizite und Grenzen

3.1 Problemfälle

3.2 Grenzen des Modells

4. LCM in der Forschung

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Linguistic Category Model (LCM), um dessen theoretische Fundierung, empirische Robustheit und praktische Grenzen bei der Analyse sprachlicher Phänomene zu hinterfragen.

  • Theoretische Grundlagen und Kategorisierungssystematik des LCM
  • Methodische Unterscheidungskriterien und deren Validität
  • Kritische Analyse von Problemfällen und Modellgrenzen
  • Anwendungsbereiche des LCM in der sozialpsychologischen Forschung

Auszug aus dem Buch

2. Das Linguistische Kategorienmodell

Linguistische Konzepte spielen in interpersonalen Beziehungen eine wichtige Rolle und waren bereits im Vorfeld Gegenstand sozialpsychologischer Forschung. SEMIN und FIEDLER kritisieren aber, dass „they have not been subjected to a more systematic analysis with regard to their psychological implications as linguistic categories.“ (SEMIN & FIEDLER, 1988, 558). Die Autoren beschäftigten sich daher vor allem mit der Konstruktion eines „general framework for the cognitive implications of linguistic categories“ (ebd.). Basierend auf den Forschungen von BROWN und FISH (1983) sowie von SEMIN & GREENSDALE (1985) entwickelten SEMIN und FIEDLER mit dem Linguistischen Kategorienmodell (LCM) eine übergreifende Systematik. Beim LCM handelt es sich um ein „model of interpersonal language that has been designed to analyze communicative acts.“ (ANOLLI et al., 2006, 238f.), bei dem „[t]he intriguing empirical regularities underlying […] refer to differences between word classes beyond the meaning of specific words.“ (FIEDLER, 2008, 182). Diese dem LCM zugrunde liegende Differenzierung verschiedener Kategorien soll im Folgenden kurz beschrieben werden.

Die beiden Sozialforscher konzentrieren sich in ihren Arbeiten auf Verben und Adjektive. Während letztere sich auf Eigenschaften von Personen beziehen, beschreiben Verben stets Handlungen oder mentale Zustände. Verben wiederum werden in der Originalversion des LCM von 1988 in drei verschiedene Klassen unterteilt. Deskriptive Handlungsverben (descriptive action verbs, DAV1) referieren auf eine singuläre, durch Dritte eindeutig beschreibbare Handlung. Weiterhin nennen die Autoren interpretative Handlungsverben (interpretative action verbs, IAV), die ebenfalls einzelne Handlungen charakterisieren, welche leicht verifizierbar sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung der Sprache als Mittel zur Kommunikation sowie als Indikator für Stereotype ein und skizziert die kritische Zielsetzung der Arbeit bezüglich des Linguistic Category Models.

2. Das Linguistische Kategorienmodell: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und die inhaltliche Systematik der verschiedenen Wortklassen des Modells sowie deren Weiterentwicklungen.

2.1 Kategorien: Hier werden die spezifischen Verb- und Adjektivklassen sowie deren Abstraktheitsgrad detailliert beschrieben.

2.2 Unterscheidungsansätze und Eigenschaften: Dieser Abschnitt beleuchtet die semantischen und psychologischen Kriterien, die zur Abgrenzung der verschiedenen Kategorien herangezogen werden.

2.3 Empirische Prüfung: Es wird untersucht, inwiefern das theoretische Konstrukt des LCM durch empirische Studien gestützt und validiert wurde.

3. Defizite und Grenzen: In diesem Teil werden kritische Schwachstellen des Modells, insbesondere bei der Handhabung komplexer sprachlicher Phänomene, diskutiert.

3.1 Problemfälle: Hier werden spezifische Herausforderungen wie die Einordnung von Substantiven und die Problematik der Selbstklassifizierung thematisiert.

3.2 Grenzen des Modells: Dieses Kapitel erörtert die natürlichen Einsatzgrenzen des Modells in Bezug auf die Sprachvielfalt und die Analyse unterschiedlicher Mediengattungen.

4. LCM in der Forschung: Es wird ein Überblick über die Anwendungsmöglichkeiten des LCM in verschiedenen sozialpsychologischen Forschungsfeldern gegeben.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über den Erkenntniswert und die zukünftige Anwendbarkeit des Modells ab.

Schlüsselwörter

Linguistic Category Model, LCM, Sprache, Sozialpsychologie, Kategorisierung, Verben, Adjektive, Linguistic Intergroup Bias, LIB, Abstraktheit, Kognition, Kommunikation, Sprachanalyse, Inhaltsanalyse, Attribution.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Analyse des Linguistic Category Models (LCM), einem einflussreichen Modell der Sozialpsychologie zur Untersuchung von Sprache und kognitiven Prozessen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die Systematik der Wortklassen, die empirische Überprüfung des Modells sowie dessen Anwendungsmöglichkeiten und methodische Defizite.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist eine kritische Hinterfragung des LCM, um sowohl dessen wissenschaftliche Robustheit zu bestätigen als auch die Grenzen des Modells bei komplexen sprachlichen Analysen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende empirische Befunde und methodische Ansätze zum LCM zusammenführt und kritisch bewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Vorstellung der Modellkategorien, die Untersuchung ihrer empirischen Validierung sowie die Diskussion von Problemfällen und Grenzen bei der praktischen Anwendung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Linguistic Category Model, Sprachanalyse, Abstraktheit, Sozialpsychologie und Linguistic Intergroup Bias.

Wie unterscheidet das LCM zwischen Verben und Adjektiven?

Die Unterscheidung erfolgt über den Grad der Abstraktheit: Während Verben Handlungen oder Zustände referenzieren, beschreiben Adjektive hochgradig abstrakte Eigenschaften von Personen.

Warum wird die Anwendung des Modells auf andere Sprachen hinterfragt?

Das Modell orientiert sich stark an der englischen Sprache. Da verschiedene Sprachen unterschiedliche morphologische und semantische Strukturen aufweisen, ist eine direkte Übertragbarkeit problematisch.

Inwieweit spielt die Person des Autors bei der Kritik eine Rolle?

Der Autor merkt an, dass es sich bei einem Teil der vorgebrachten Kritikpunkte um eigene Überlegungen handelt, die nicht zwingend empirisch belegt sind.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vier gewinnt - Ein kritischer Blick auf das Linguistic Category Model
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Autor
Nico Dietrich (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
19
Katalognummer
V171515
ISBN (Buch)
9783640909049
ISBN (eBook)
9783640910991
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Linguistic Intergroup Bias Linguistic Category Model Kategorienmodell LIB LCM Semin state verbs Statusverben Adjektiv adjective Verben sprachliche Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nico Dietrich (Autor:in), 2011, Vier gewinnt - Ein kritischer Blick auf das Linguistic Category Model, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171515
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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