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Niederdeutsch im aktuellen Sprachgebrauch

Title: Niederdeutsch im aktuellen Sprachgebrauch

Seminar Paper , 2008 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Franziska Theresa Miethe (Author)

German Studies - Linguistics

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Neben der hochdeutschen Sprache wurde das Niederdeutsche lange nicht gepflegt und wenig beachtet. Das liegt an der oft negativen Auffassung von Dialekten und der geringen Achtung, die den Menschen, die sie sprechen, entgegengebracht wird. Von Generation zu Generation gibt es dadurch immer weniger Menschen, die die niederdeutsche Sprache beherrschen.
Diese Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwieweit überhaupt noch niederdeutsch gesprochen wird. Auch soll geklärt werden, in welcher Situation das Niederdeutsche dem Hochdeutschen vorgezogen wird.
Dabei soll es auch um das bestehende Vorurteil gehen, dass das Sprechen von Dialekten ein Zeichen für eine geringe Bildung sei.
Die verschiedenen Statistiken und Untersuchungen, die dazu herangezogen werden, beschäftigen sich größtenteils mit speziellen Orten oder größeren Gebieten.
Da hier aber der gesamte Sprachraum untersucht werden soll können die angegebenen Werte höchstens als Richtwerte gelten.
Dazu habe ich eine eigene kleine Befragung in meinem Heimatdorf Velstove (Stadt Wolfsburg) durchgeführt, die sich aber nur auf einige spezielle Fragen konzentriert und so keineswegs als empirische Untersuchung gelten kann, da sie nur an Einzelpersonen durchgeführt wurde.
Sie dient nur dazu, auf einige spezielle Sachverhalte hinzuweisen und auf besondere Fragen genauer einzugehen.
Näher werde ich darauf in Punkt 3 eingehen, wenn ich mich mit der Frage beschäftige, in welchen Situationen die niederdeutsche Sprache angewendet wird und wann ihr das Hochdeutsche vorgezogen wird.
Dabei hilft die Befragung, die Gründe für einige Tatsachen zu klären, die in statistischen Untersuchungen nicht berücksichtigt werden können.
Unter Punkt 4 wird dann untersucht, inwieweit die niederdeutsche Sprache (wieder) gepflegt wird und was zu ihrem Erhalt unternommen wird.
Dabei soll geklärt werden, wie weit tatsächlich ein Imagewandel stattgefunden hat, durch den das Niederdeutsche wieder mehr Beachtung findet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer spricht niederdeutsch?

3. In welchen Situationen wird niederdeutsch gesprochen?

3.1. Private Verwendung des Niederdeutschen

3.2. Öffentliche Verwendung des Niederdeutschen

4. Die Pflege der niederdeutschen Sprache als Kulturgut

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den aktuellen Status der niederdeutschen Sprache im Hinblick auf ihre Verbreitung, die Anwendungssituationen im privaten und öffentlichen Raum sowie die Bemühungen zu ihrem Erhalt als Kulturgut. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Gründe für den Rückgang der Sprachverwendung sowie auf den Imagewandel des Niederdeutschen in der heutigen Gesellschaft.

  • Analyse der demografischen und geografischen Verteilung von Niederdeutsch-Sprechern.
  • Differenzierung zwischen privatem Sprachgebrauch und öffentlicher Verwendung.
  • Untersuchung von sozialen Vorurteilen und deren Auswirkung auf das Sprachverhalten.
  • Bewertung von Institutionen und kulturellen Maßnahmen zur Pflege der Sprache.
  • Betrachtung der Rolle des Niederdeutschen in modernen Kontexten wie Popkultur und Medien.

Auszug aus dem Buch

3.1. Private Verwendung des Niederdeutschen

Ein Grund dafür, dass die Verwendung des Niederdeutschen immer weiter zurückgeht, ist das Schwinden der nach außen geschlossenen Dorfgemeinschaft. Durch die zunehmende Mobilität der Dorfbewohner und die Verlagerung von Einkaufsmöglichkeiten aus dem Dorf in die Stadt öffnet sich die einst geschlossene Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl geht verloren. Dass dieses Zusammengehörigkeitsgefühl aber notwendig für die regelmäßige Verwendung des Niederdeutschen ist, zeigt das von mir angeführte Beispiel auf der nächsten Seite.

Eine Sprachstudie aus den 70er Jahren, in der die soziale Bewertung von unterschiedlichen deutschen Dialekten untersucht wurde, hat ergeben, dass zumindest zu dieser Zeit der hamburgische, also niederdeutsche, Dialekt auf der Beliebtheitsskala ganz oben lag. Dies zeigt, dass das allgemeine Image des Niederdeutschen keineswegs so negativ wie oft vermutet ist. Dabei wurden Menschen aus verschiedenen Gebieten Deutschlands nach ihren dialektalen Vorlieben gefragt.

Interessant ist aber, dass die Hamburger selbst ihren Dialekt sehr viel negativer einordneten, als z. B. Münchner den ihren. Dies zeigt, dass das schlechte Image des Niederdeutschen aus dem eigenen Sprachraum und von den Sprechern selbst kommt. So müssen bei vielen Verwendern des niederdeutschen Dialekts schlechte Erfahrungen mit diesem vorliegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Rückgangs der niederdeutschen Sprache ein und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit inklusive einer eigenen Befragung.

2. Wer spricht niederdeutsch?: Dieses Kapitel beleuchtet statistische Daten zur Sprachkompetenz, differenziert zwischen aktiver und passiver Beherrschung und untersucht regionale Unterschiede im Sprachgebrauch.

3. In welchen Situationen wird niederdeutsch gesprochen?: Hier wird analysiert, in welchen Lebensbereichen das Niederdeutsche Anwendung findet und welche soziokulturellen Gründe für den Rückgang bzw. die Beibehaltung der Mundart existieren.

3.1. Private Verwendung des Niederdeutschen: Dieser Abschnitt thematisiert das Schwinden dörflicher Strukturen und die Auswirkungen auf die Weitergabe der Sprache innerhalb der Familie.

3.2. Öffentliche Verwendung des Niederdeutschen: Hier wird der Einsatz der Sprache in Medien, Politik und Werbung sowie der damit verbundene Imagewandel diskutiert.

4. Die Pflege der niederdeutschen Sprache als Kulturgut: Dieser Teil beschreibt institutionelle und zivilgesellschaftliche Bemühungen zur Bewahrung der Sprache durch Lesewettbewerbe, Theater und Vereine.

5. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Niederdeutsch trotz Rückgangs durch ein verbessertes Image und bewusste Kulturpflege als Zweitsprache überlebt.

Schlüsselwörter

Niederdeutsch, Sprachgebrauch, Dialekt, Kulturgut, Sprachkompetenz, Soziolinguistik, Sprachwandel, Regionalsprache, Identität, Mundartpflege, Sprachverlust, Zweitsprache, Norddeutschland, Sprachverwendung, Sprachvarietät.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Status der niederdeutschen Sprache in der modernen Gesellschaft, insbesondere mit dem Rückgang des Sprachgebrauchs und den Bemühungen um ihren Erhalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Kernbereichen zählen die soziale Bewertung von Dialekten, der Unterschied zwischen privater und öffentlicher Sprachverwendung sowie die Funktion des Niederdeutschen als regionales Identifikationsmerkmal.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für den stetigen Rückgang der niederdeutschen Sprache aufzuzeigen und zu klären, inwieweit ein Imagewandel stattgefunden hat, der die Sprache als wertvolles Kulturgut neu etabliert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse existierender statistischer Untersuchungen und sprachwissenschaftlicher Studien, ergänzt durch eine eigene, ergänzende Befragung in einem Dorf bei Wolfsburg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung zur Sprachkompetenz verschiedener Generationen, die Analyse privater und öffentlicher Kontexte des Sprachgebrauchs sowie die Darstellung institutioneller Maßnahmen zur Kulturpflege.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Niederdeutsch, Kulturgut, Sprachwandel, Soziolinguistik, Dialekt und regionale Identität.

Warum wird Niederdeutsch heute meist als Zweitsprache gelernt?

Da Eltern in früheren Jahrzehnten oft aus Sorge vor Nachteilen in der Schule nur Hochdeutsch mit ihren Kindern sprachen, wurde die Kette der Erstsprachvermittlung unterbrochen; heute dient Niederdeutsch eher als bewusste Erweiterung der eigenen Sprachkompetenz.

Welche Rolle spielt das Ohnsorg Theater in diesem Kontext?

Das Theater dient als bedeutendes Medium der Kulturvermittlung, das durch seine Bekanntheit und Medienpräsenz maßgeblich dazu beiträgt, das Niederdeutsche positiv im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.

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Details

Title
Niederdeutsch im aktuellen Sprachgebrauch
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Germanistik)
Course
Proseminar: Sprachgeschichte im Überblick
Grade
1,0
Author
Franziska Theresa Miethe (Author)
Publication Year
2008
Pages
12
Catalog Number
V171429
ISBN (eBook)
9783640908264
ISBN (Book)
9783640918522
Language
German
Tags
niederdeutsch sprachgebrauch Dialekt Vorurteile
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Theresa Miethe (Author), 2008, Niederdeutsch im aktuellen Sprachgebrauch, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171429
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