Die vorliegende Diplomarbeit ist in der SKF GmbH am Standort Schweinfurt in Zusammenarbeit der Bereiche Energy Management und Controlling entstanden. Der Initiator der Einführung eines Konzeptes zur verbrauchsorientierten Energieverrechnung (hier: Strom) war Herr Ennulat aus der Energy Management Abteilung Elektrik. Ebenfalls auf Kundenseite beteiligt war die unter Leitung von Herrn Beller stehende Abteilung Controlling Service Units aus dem Bereich Finanz- und Rechnungswesen.
Bei der Entwicklung des Konzeptes waren beide Bereiche gleichermaßen bedeutend und notwendig. Aus dem Controlling stammen die Angaben zu der Höhe der Stromkosten sowie zur Kostenentstehung und ihrer Struktur. Aus dem Bereich Energy Management war hauptsächlich die Abteilung Elektrik maßgeblich beteiligt. Sie stellte die Stromverbrauchswerte und ihre derzeitige Struktur für die Entwicklung und Erarbeitung des Konzeptes zur verbrauchsorientierten Verrechnung der Stromkosten zur Verfügung.
Die Diplomarbeit gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Kapitel. Beginnend mit dem einleitenden Kapitel 1 wird die SKF-Unternehmensgruppe als ein weltweit agierender Konzern vorgestellt. Es folgt eine Beschreibung der Ausgangssituation mit Hinführung auf die Problemstellung dieser Diplomarbeit, der konkreten Aufgabenstellung und der Abgrenzung der einzelnen Themen.
In Kapitel 2 wird das „7-Ebenen-Konzept“ und der „Lern- und Lösungszyklus (Solution Cycle)“ als Vorgehensweise und Anwendungsmethode innerhalb der Diplomarbeit dargestellt und erläutert.
Das nachfolgende Kapitel 3 dient dazu, die Methoden „Lösungsansätze und Lernen“ und „Solution Cycle“ gezielt als Versuchsanwendung zur Entwicklung eines Konzeptes zur verbrauchsorientierten Verrechnung der Stromkosten in der SKF GmbH am Standort Schweinfurt im Detail umzusetzen. Hier im Hauptteil finden alle acht Phasen, die zu drei Hauptmodi zusammengefasst werden, ihre Anwendung.
Die Diplomarbeit schließt mit Kapitel 4 „Fazit und Ausblick“. Darin erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der Kundenlösung als Ganzes und es wird ein weiterführender Blick auf zukünftig noch auszuschöpfende Potenziale gerichtet.
SKF (schwed. Svenska Kullagerfabriken) ist eine weltweit tätige Unternehmensgruppe unter Leitung der AB SKF in Schweden. Das Unternehmen wurde im Jahr 1907 gegründet und ist zurzeit einer der weltweit führenden Hersteller von Lager und Lagereinheiten, Dichtungen, Mechatronik-Bauteilen, Schmiersystemen und damit verbundene Dienstleis...
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 SKF GmbH
1.2 Ausgangssituation und Problemstellung
1.3 Aufgabenstellung und Themenabgrenzung
2. Anwendungsmethoden und Vorgehensweise
2.1 Das „7-Ebenen-Konzept“
2.2 Lern- und Lösungszyklus (Solution Cycle)
3. Lösungsansätze und Lernen
3.1 Perzeptive Phasen als Anwendung
3.1.1 Erkennen
3.1.2 Klären
3.2 Kreative Phasen als Anwendung
3.2.1 Kreieren, Lösen
3.2.2 Auswählen, Bewerten, Planen
3.2.3 Realisieren, Umsetzen, Verändern
3.3 Reflexive Phase als Anwendung
3.3.1 Kontakten
3.3.2 Lernen
3.3.3 Beenden
4. Fazit und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit hat zum Ziel, ein fundiertes Konzept für eine präzisere, verbrauchsorientierte innerbetriebliche Stromkostenverrechnung innerhalb der SKF GmbH am Standort Schweinfurt zu entwickeln, um Transparenz beim Energieverbrauch zu schaffen und Einsparpotenziale identifizierbar zu machen.
- Analyse und Optimierung der bestehenden Energieverrechnungsprozesse
- Einsatz des „7-Ebenen-Konzepts“ zur hierarchischen Strukturierung der Messstellen
- Anwendung des „Lern- und Lösungszyklus“ (Solution Cycle) als methodischer Rahmen
- Konzeptionierung einer automatisierten Energieverbrauchserfassung und -auswertung
- Integration von Kennzahlensystemen zur kontinuierlichen Überwachung und Erfolgskontrolle
Auszug aus dem Buch
1.2 Ausgangssituation und Problemstellung
„Reducing energy consumption in our operations has never been so important.“ (Rob Jenkinson – SKF Group)
Bereits vor 20 Jahren wurde die Umweltpolitik von SKF veröffentlicht. Hiernach folgten viele Maßnahmen für nachhaltiges Wirtschaften, wie zum Beispiel die Zertifizierung des Konzerns nach ISO14001 oder OSHAS18001, sowie die Einführung eines Verhaltenskodex und Nachhaltigkeitstraining für alle Mitarbeiter (Vgl. SKF Gruppe (2010a)).
Das Ziel war eine positive Umweltbilanz durch Reduzierung interner negativer Einflüsse auf die Umwelt und eine Steigerung von positiven Einflüssen. Seit 2002 wurden diese Ziele zu Einsparung von CO2 Emissionen verfolgt und ab dem Jahr 2006 heißt das Ziel: eine jährliche CO2–Einsparung von mindestens 5% - unabhängig vom Umsatzwachstum (Vgl. SKF Gruppe (2010b)).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Unternehmens, der Problemstellung sowie der Zielsetzung der Diplomarbeit im Kontext der verbrauchsorientierten Energieverrechnung.
2. Anwendungsmethoden und Vorgehensweise: Erläuterung des „7-Ebenen-Konzeptes“ und des „Lern- und Lösungszyklus“ als methodische Grundlage der Untersuchung.
3. Lösungsansätze und Lernen: Detaillierte Anwendung der methodischen Phasen auf die Praxis der Stromverrechnung in der SKF GmbH, inklusive Prototyping und Simulationsstudien.
4. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Projektergebnisse und Ausblick auf zukünftige Optimierungspotenziale in der betrieblichen Energiewirtschaft.
Schlüsselwörter
Energiecontrolling, Stromkostenverrechnung, SKF GmbH, 7-Ebenen-Konzept, Solution Cycle, Energieeffizienz, Messstellen, Prozessmodellierung, Kostenstellengliederung, Energiekennzahlen, Nachhaltigkeit, Lastmanagement, Simulationsstudie, Kostentransparenz, Innovationsmanagement
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines Konzepts zur genaueren, verbrauchsorientierten innerbetrieblichen Verrechnung von Stromkosten bei der SKF GmbH am Standort Schweinfurt.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind Energiemanagement, systemisches Innovationsmanagement, Kostenrechnung und die technische Messstellenstrukturierung.
Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?
Das primäre Ziel ist es, durch die Erarbeitung eines neuen Verrechnungsverfahrens Transparenz über den Stromverbrauch zu erlangen, um Kostensenkungen und effizientere Energieverbräuche zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es werden das „7-Ebenen-Konzept“ zur strukturellen Einordnung sowie der „Lern- und Lösungszyklus“ (Solution Cycle) zur methodischen Projektsteuerung und Prozessentwicklung eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden die theoretischen Phasen (Perzeptive, Kreative und Reflexive Moden) konkret auf die Versuchsanwendung zur Entwicklung des Energiekonzepts übertragen und praktisch reflektiert.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Energiecontrolling, Stromkostenverrechnung, SKF GmbH, 7-Ebenen-Konzept, Solution Cycle und Prozessmodellierung.
Warum wird im Projektverlauf von der Software Microsoft Excel auf die Lösung „flowchief“ gewechselt?
Im Zuge der Realisierung stellte sich heraus, dass das vorhandene System für eine vollautomatische, detailreiche Erfassung bis auf Maschinenebene zu komplex für Excel war, weshalb eine spezialisierte Softwarelösung erforderlich wurde.
Welche Rolle spielt die „7-Ebenen-Struktur“ für die praktische Umsetzung?
Sie dient als hierarchisches Ordnungssystem, um Messdaten nach Werken, Bereichen, Gebäuden und Anlagen systematisch zuzuordnen und so die Basis für eine verursachungsgerechte Kostenverrechnung zu bilden.
- Quote paper
- Albert Holstein (Author), 2010, Entwicklung eines Konzeptes zur verbrauchsorientierten Energieverrechnung in der SKF GmbH, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171365