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Die Stoffgeschichte von Shakespeares “Romeo and Juliet”

Titel: Die Stoffgeschichte von Shakespeares “Romeo and Juliet”

Seminararbeit , 2009 , 17 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Charlotte Seeger (Autor:in)

Literaturwissenschaft - Vergleichende Literaturwissenschaft

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

[…] From forth the fatal loins of these two foes
A pair of star-crossed lovers take their life;
Whose misadventured piteous overthrows
Doth with their death bury their parent’s strife. […]1

Die Geschichte der beiden Liebenden Romeo und Julia - durch den Hass ihrer Familien getrennt, doch durch ihre Liebe, die schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist, noch im Tod vereint – ist in der Weltliteratur ein außerordentlich beliebtes Thema. Zahlreiche Male ist diese Fabel in allen möglichen Varianten rezipiert worden. Nicht nur in der Literatur, auch in der Musik und der bildenden Kunst erfreut sie sich großer Beliebtheit.
Der Stoff ist tief verwurzelt in alten Mythen und Sagen der verschiedensten Kulturen und Nationen. Er wurde erst von Generation zu Generation mündlich überliefert, bis die daraus entstandenen Geschichten letztendlich niedergeschrieben wurden. Das Motiv der „Verbotenen Liebe“, bzw. der Liebenden, die durch widrige Umstände getrennt sind, zieht sich durch zahlreiche literarische Werke, sei es die tragische Geschichte von „Tristan und Isolde“ oder aber die von „Pyramus und Thisbe“.
Ziel dieser Arbeit ist es, den Weg des Stoffes, von der Volkssage bis hin zur Shakespear‘schen Tragödie zu erläutern. Zu Beginn wird kurz auf den „Ur-Stoff“ eingegangen und dargestellt, wie dieser sich weiterentwickelt hat. Daraufhin wird eine Chronologie der Quellen, die auf Shakespeare hindeuten, aufgeführt, an der die „Reise des Stoffes“ ersichtlich werden soll. Außerdem soll untersucht werden, welche Motive auftreten und wie diese in der Literatur verarbeitet wurden. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht dann die Analyse und der Vergleich zweier der Schlüsselszenen, an denen herausgearbeitet werden soll, wie die Liebe der beiden tragischen Figuren literarisch dargestellt wird. Schließlich gibt das Fazit rückblickend Einsicht in die Ergebnisse der Arbeit und stellt die wichtigsten Erkenntnisse noch einmal vor.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Entstehung des „Romeo und Julia" – Stoffs

2.1. Motive

2.2. Stoffe

3. Von Italien nach England: Die Quellen zu „Romeo and Juliet“

4. Schlüsselszenen im Vergleich

4.1. Die Ballszene

4.2. Die „Balkon/-Gartenszene“

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung des "Romeo und Julia"-Stoffes von frühen Volkssagen über italienische Novellen bis hin zu William Shakespeares berühmter Tragödie. Das Ziel ist es, die Evolution der zentralen Motive, die Rezeption durch verschiedene Autoren und die spezifische literarische Gestaltung der Schlüsselszenen zu analysieren, um herauszuarbeiten, wie sich die Darstellung der tragischen Liebe über die Jahrhunderte verändert hat.

  • Analyse der Ursprungsmotive und Stoffgeschichte
  • Vergleichende Untersuchung der Quellen von Masuccio, Bandello und Brooke
  • Detaillierte Analyse der Ballszene und der Balkon-/Gartenszene
  • Untersuchung der sprachlichen Gestaltung und Metaphorik
  • Darstellung der Entwicklung von der moralisierenden Erzählung hin zum künstlerischen Meisterwerk

Auszug aus dem Buch

4.1. Die Ballszene

Bandellos unglücklich verliebter Romeo begibt sich zum Fest der Capulets, um sich - dem Rat seiner Freunde folgend - nach anderen Schönheiten umzusehen. Als er Julia erblickt ist es augenblicklich um ihn geschehen. Er verliebt sich in die Unbekannte. Mit Julia geschieht das Gleiche. Romeo erscheint ihr als der „schönste und reizendste Jüngling, den man finden möge“25. Die frisch aufkeimende Liebe wird auffällig oft mit „Feuer-Metaphern“ bebildert.

Die Leidenschaft wird als eine „frisch auflodernde Flamme“26 beschrieben und die Liebesblicke, die sie sich zuwerfen, sind „feurig und strahlend“27. Der sogenannte „Fackeltanz“ führt sie sogar zusammen. Romeo wärmt Julias kalte Hände, sie setzt Romeo mit „der Glut ihrer schönen Augen in Brand“. Er fordert sie auf ihm zu helfen, die „mächtige Feuersbrunst zu ertragen, damit er nicht verbrenne und zu Asche werde“28. Diese Metaphern deuten auf eine starke Leidenschaft hin, jedoch im Gegenzug auch auf die Gefahr, die durch diese Liebe entstehen kann. Sie wird beispielsweise auch durch Oxymora wie „das süße Gift der Minne“29 dargestellt.

Diese Bildsprache weist außerdem auf ein naturhaftes Geschehen außerhalb der von Menschen geschaffenen Werteordnungen hin. Diese Liebe ist damit also nicht gesellschaftsfähig. Romeo spricht und benimmt sich wie es in der Minnedichtung üblich war. Er bewundert ihre Schönheit, nennt sie „Herrin“30 und bietet ihr seine Dienste an. Sie erscheint unerreichbar für ihn, wie im damaligen Minneideal üblich. Die „Kennenlern-Szene“ ist mit langen, schwülstigen Reden erfüllt, die die plötzlich aufkommende Leidenschaft der jungen Liebenden darstellen, jedoch auch mit Hinweisen auf die Gefahr, die auf Romeo und Julia lauert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die zeitlose Faszination der Romeo und Julia-Geschichte ein, erläutert die Wurzeln in Mythen und Sagen und definiert das Ziel der Arbeit, den Weg des Stoffes bis zu Shakespeare zu analysieren.

2. Die Entstehung des „Romeo und Julia" – Stoffs: Dieses Kapitel untersucht die Schwierigkeiten der Quellenforschung für Urstoffe und analysiert die zentralen Motive wie die „heimliche Liebesbeziehung“ sowie die stoffliche Entwicklung anhand klassischer Beispiele.

3. Von Italien nach England: Die Quellen zu „Romeo and Juliet“: Hier wird die chronologische Entwicklung der schriftlichen Überlieferung von Masuccio über Luigi da Porto und Matteo Bandello bis hin zu Arthur Brooke detailliert nachgezeichnet.

4. Schlüsselszenen im Vergleich: Dieser Hauptteil analysiert die dramaturgische Umsetzung der Ballszene sowie der Balkon-/Gartenszene in den Versionen von Bandello, Brooke und Shakespeare.

5. Fazit: Das Fazit fasst die literarische Entwicklung zusammen und hebt hervor, wie Shakespeare durch seine bildreiche Sprache und die Charaktergestaltung das Werk von einer moralisierenden Erzählung zu einer tiefgründigen, künstlerischen Tragödie erhob.

Schlüsselwörter

Romeo und Julia, Shakespeare, Stoffgeschichte, Quellenanalyse, Motivanalyse, Ballszene, Balkon-Gartenszene, Minneideal, Petrarkismus, Liebesmotiv, Weltliteratur, Quellenvergleich, Stoffentwicklung, Tragödie, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der literarischen Genealogie der Romeo und Julia-Geschichte und untersucht, wie sich der Stoff von frühen Sagen bis hin zu Shakespeares weltberühmter Tragödie gewandelt hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der Stoffmotive, die verschiedenen Quellen der Erzählung, der Wandel von der moralisierenden zur emotionalen Darstellung sowie der literarische Vergleich spezifischer Schlüsselszenen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Weg des Stoffes von der Volkssage zur Shakespear'schen Tragödie zu erläutern und herauszuarbeiten, wie sich die Darstellung der Liebe durch verschiedene Autoren im Laufe der Jahrhunderte entwickelt hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse und ein komparatistischer Vergleich von Quellentexten (Bandello, Brooke) mit Shakespeares Drama durchgeführt, wobei ein besonderer Fokus auf Metaphorik und Szenenaufbau liegt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenanalyse (von Italien nach England) und den detaillierten Vergleich zweier Schlüsselszenen – der Ballszene und der Balkon-/Gartenszene – zwischen den Bearbeitungen von Bandello, Brooke und Shakespeare.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stoffgeschichte, Quellenanalyse, Motivanalyse, Petrarkismus und die literarische Entwicklung der Tragödie charakterisiert.

Warum spielt das „Minneideal“ eine wichtige Rolle in der Analyse der Ballszene?

Das Minneideal dient als kultureller Rahmen, innerhalb dessen die frühen Autoren ihre Charaktere agieren ließen; der Wandel von diesem starren Ideal hin zu echterer, ebenbürtiger Kommunikation ist ein zentrales Unterscheidungsmerkmal bei Shakespeare.

Wie unterscheidet sich Shakespeares „Balkon-Gartenszene“ von seinen Vorgängern?

Im Gegensatz zu den eher nüchternen oder moralisierenden Vorgängern bei Brooke und Bandello nutzt Shakespeare die Szene, um Julia als erwachsene, reflektierte Frau darzustellen, die Konventionen hinterfragt und eine tiefere, wahrhaftige Liebe einfordert.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Stoffgeschichte von Shakespeares “Romeo and Juliet”
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz  (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
PS Die "schönsten" Liebesgeschichten
Note
2,0
Autor
Charlotte Seeger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
17
Katalognummer
V171352
ISBN (eBook)
9783640906567
ISBN (Buch)
9783640906734
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Liebesgeschichten Shakespeare Stoffgeschichte Romeo Juliet Julia
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Charlotte Seeger (Autor:in), 2009, Die Stoffgeschichte von Shakespeares “Romeo and Juliet”, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171352
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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