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Zur Shop-Startseite › BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Der Bullwhip-Effekt in der Supply-Chain

Ursachen und Gegenmaßnahmen

Titel: Der Bullwhip-Effekt in der Supply-Chain

Seminararbeit , 2011 , 13 Seiten , Note: 1

Autor:in: Martin Lenz (Autor:in)

BWL - Beschaffung, Produktion, Logistik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Zur Herstellung von verkaufsfähigen Produkten, arbeiten heute praktisch alle Unternehmen in mehrstufigen Wertschöpfungsketten (vgl. Schulte 2009, S.19) zusammen. Dies resultiert zum einen aus der weltweiten Globalisierung und der daraus entstandenen Arbeitsteilung und zum anderen aus der Konzentration der einzelnen Unternehmen auf deren Kernkompeten-zen. Diese Zusammenarbeit, verlangt einen um ein vielfaches höheren Koordinationsauf-wand zwischen den beteiligten Gliedern, als dies bei beinahe unabhängigen Einzelunter-nehmen nötig wäre. Da es aber in der heutigen Wirtschaft kaum mehr Unternehmen gibt, die ohne Lieferanten auskommen bzw. die nicht selbst als Lieferant fungieren, sind beinahe alle Unternehmen Teil einer Wertschöpfungskette. (z.B. Bäcker – Mehllieferant, Schlosser – Stahlgroßhandel – Walzwerk – Stahlwerk – Kohlegrube)

Jede Absatzkette kann somit als System betrachtet werden, welches sich aus verschiedenen Subsystemen (den einzelnen Gliedern) zusammensetzt. Die Betrachtung eines gesamten Systems (z.B. Kunde – Einzelhandel – Großhandel – Produzent – Lieferant) wird als Supply Chain (vgl. Schulte 2009, S.14) bezeichnet. Das Supply Chain Management bezeichnet den Versuch mittels moderner Informations- und Kommunikationstechnologien die gesamte Kette abzubilden und somit plan- und steuerbar zu machen.

Somit ist für Optimierungen nicht der Erfolg einzelner Unternehmen entscheidend, sondern deren Wirkungen auf die gesamte Kette, was eine extreme Komplexität zur Folge hat.

Auf Grund schwankender Auftragseingänge, fließen Güterströme zwischen den Gliedern der Absatzkette nicht stetig. Durch verschiedene, zusammenwirkende Ursachen, kommt es innerhalb der Kette zu unternehmerischem Fehlverhalten, welches sich negativ auf die gesamte Kette auswirkt. Dieser Effekt wird Bullwhip Effekt genannt. Ziel dieser Arbeit ist es, das Phänomen des Bullwhip Effekts -auch „Wishplash“ oder „Whipsaw“ – Effekt gesprochen- zu erläutern, und geeignete Gegenmaßnahmen aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Bullwhip-Effekt

2.1. Auswirkungen in der Kette bzw. auf deren Glieder

3. Ursachen des Bullwhip Effekts

3.1. Unbeständige Nachfrage (demand forecast updating)

3.2. Bündelbestellungen (Order Batching)

3.3. Burbidge Effekt (nicht synchrone Bestellperioden)

3.4. Preisschwankungen (Price Fluctuation) und Mengendegressionseffekt

3.5. Engpasspoker und Mengenkontierung (Rationing and shortage gaming)

4. Auswirkungen des Bullwhip Effekts

5. Vermeidungsmöglichkeiten, Gegensteuerung,…

5.1. Beachtung von unbeständiger Nachfrage

5.2. Übernahme der Verantwortung für die Bestände des Kunden (VMI)

5.3. Vermeidung von Auftragsbündelung

5.4. Vermeidung von Engpasspoker und Mengenkontierung

5.5. Gleichförmige Preispolitik

5.6. Bewusstseinsbildung, Schulungsmaßnahmen

6. Schlussbetrachtung

7. Literaturnachweis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Seminararbeit untersucht das Phänomen des "Bullwhip-Effekts" (Peitschenschlageffekt) in mehrstufigen Wertschöpfungsketten, analysiert dessen systemische Ursachen und identifiziert Ansätze zu dessen Reduktion.

  • Identifikation der Ursachen von unkontrollierten Nachfrageschwankungen in der Supply Chain.
  • Analyse der Auswirkungen des Effekts auf Kosten, Bestände und Lieferzuverlässigkeit.
  • Untersuchung von Strategien wie Vendor Managed Inventory (VMI) und Informationsintegration.
  • Bewertung der Rolle von Preispolitik und Prognoseverfahren in der logistischen Kette.
  • Darstellung der Bedeutung von Bewusstseinsbildung durch Planspiele wie das Beer-Distribution-Game.

Auszug aus dem Buch

3.2. Bündelbestellungen (Order Batching)

Jeder Verkauf von Ware führt im Regelfall zur direkten Reduktion der Warenbestände des Verkäufers (außer dieser fertigt nur auf Anfrage und bestellt auch nur dann Ware). Bei reinen Händlern, könnten diese Bestellungen direkt an deren Lieferanten weiter gegeben werden, bei produzierenden Unternehmen, könnte jede Bestandsreduktion sofort nachproduziert werden, so würde der tatsächliche Bedarf in der Lieferkette direkt an die nächst höhere Stufe weitergegeben werden.

Da dies aber zu einem extrem hohen Transportaufkommen und einem immensen Aufwand in der Erstellung der Aufträge führen würde, werden zugunsten einer kosteneffizienten Beauftragung und wirtschaftlichen Transporten, die nötigen Ressourcen gebündelt bestellt. Unterstützt wird dies zusätzlich durch Mindestbestellmengen, Chargengrößen oder Staffelpreise.

Ein weiterer Grund für das Zusammenfassen von Bestellungen liegt in der heutigen Arbeitsweise von MRP und ERP Systemen, diese lösen den Bedarf an Vorprodukten, Halbteilen und Rohmaterial in zyklischen Abständen (Monat, Wochen...) auf. Auch dies hat zur Folge dass der tatsächliche Kundenbedarf für den Lieferanten nicht mehr nachvollziehbar ist. (Lee, Padmanabhan & Seungjin 1997a, S5)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit erläutert die hohe Komplexität moderner Wertschöpfungsketten und definiert den Bullwhip-Effekt als Folge unternehmerischer Fehlsteuerungen.

2. Der Bullwhip-Effekt: Dieses Kapitel definiert den Effekt als Aufschaukeln von Bestellschwankungen entlang der logistischen Kette und beschreibt dessen negative Auswirkungen auf die Glieder der Supply Chain.

3. Ursachen des Bullwhip Effekts: Hier werden die fünf Hauptursachen analysiert, darunter unbeständige Nachfrageprognosen, Auftragsbündelungen, unsynchrone Bestellzyklen, Preisschwankungen und Engpasspoker.

4. Auswirkungen des Bullwhip Effekts: Das Kapitel listet die negativen Folgen wie gestiegene Herstellung-, Lager- und Transportkosten sowie sinkendes Vertrauen zwischen den Partnern auf.

5. Vermeidungsmöglichkeiten, Gegensteuerung,…: Es werden Strategien zur Eindämmung vorgestellt, darunter verbesserter Informationsaustausch, VMI, gleichförmige Preisgestaltung und Schulungen mittels Planspielen.

6. Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst zusammen, dass der Effekt zwar reduziert, aufgrund der systemischen Komplexität jedoch kaum vollständig eliminiert werden kann.

7. Literaturnachweis: Dieses Kapitel listet alle verwendeten Quellen und Literaturangaben auf.

Schlüsselwörter

Bullwhip-Effekt, Supply Chain Management, Logistik, Wertschöpfungskette, Nachfrageschwankungen, Bestellbündelung, Vendor Managed Inventory, Prognose, Informationsfluss, Engpasspoker, Lagerhaltung, Kapazitätsplanung, Preisschwankungen, Supply Chain, Beer-Distribution-Game

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit behandelt den sogenannten Bullwhip-Effekt, ein Phänomen, bei dem sich kleine Nachfrageschwankungen entlang einer Lieferkette nach oben hin massiv verstärken.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Ursachenanalyse dieses Effekts sowie auf konkrete operative und strategische Gegenmaßnahmen zur Optimierung der gesamten Supply Chain.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Phänomen des Bullwhip-Effekts verständlich zu erläutern und Strategien aufzuzeigen, wie Unternehmen diesen Effekt durch Kooperation und bessere Planung minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der systematischen Analyse logistischer Konzepte sowie der Darstellung von Wirkungszusammenhängen in der Supply Chain.

Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Beschreibung der Auslöser (wie Bündelbestellungen oder Prognosefehler) und die Vorstellung von Gegenstrategien wie VMI (Vendor Managed Inventory).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Publikation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Supply Chain, Bullwhip-Effekt, Informationsaustausch, Kapazitätsplanung und unternehmensübergreifende Optimierung.

Was versteht die Arbeit unter dem „Engpasspoker“?

Es beschreibt das Verhalten von Kunden, die ihre Bestellmengen künstlich erhöhen, wenn sie fürchten, dass ihre Aufträge aufgrund von Lieferengpässen nur anteilig erfüllt werden.

Warum ist das Beer-Distribution-Game in dieser Arbeit wichtig?

Es dient als pädagogisches Werkzeug, um das Bewusstsein für die Dynamik und die Probleme bei der Koordination in der Supply Chain zu schärfen, da es den Effekt interaktiv erfahrbar macht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Bullwhip-Effekt in der Supply-Chain
Untertitel
Ursachen und Gegenmaßnahmen
Hochschule
Fachhochschule Vorarlberg GmbH
Note
1
Autor
Martin Lenz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
13
Katalognummer
V171123
ISBN (eBook)
9783640903184
ISBN (Buch)
9783640903436
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bullwhip Peitschenschlageffekt Forrester-Aufschaukelung Supply Chain
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Martin Lenz (Autor:in), 2011, Der Bullwhip-Effekt in der Supply-Chain , München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171123
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Leseprobe aus  13  Seiten
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