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Selbstmord als soziologisches Problem

nach Emile Durkheim "Der Selbstmord"

Title: Selbstmord als soziologisches Problem

Research Paper (undergraduate) , 2008 , 28 Pages , Grade: 2,4

Autor:in: Thomas Beck (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Was sind nun tatsächlich die Ursachen für Selbstmord?
Bereits vor über hundert Jahren hat sich Emile Durkheim mit genau dieser Frage auseinander gesetzt und seine Ergebnisse in dem Buch „Der Selbstmord“ veröffentlicht.
Die vorliegende Arbeit soll Durkheims Theorien zum Thema Selbstmord darstellen, einen Überblick über Kritikpunkte zu seiner Arbeit geben und erläutern, inwiefern seine Ausführungen in der heutigen Gesellschaft noch aktuell sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsdefinition nach Durkheim

3 Selbstmord, ein Soziologisches Problem

3.1 Geisteskrankheit

3.2 Rasse, Erblichkeit

3.3 kosmische Faktoren

3.4 Nachahmung

3.5 Schlussfolgerung

4 Die Selbstmordtypen nach Durkheim

4.1 Der Egoistische Selbstmord

4.2 Der Altruistische Selbstmord

4.3 Der anomische Selbstmord

4.4 Der fatalistische Selbstmord

5 Diskussion und persönliche Würdigung

6 Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Émile Durkheims soziologische Theorie zum Selbstmord, indem sie seine zentralen Thesen darstellt, kritisch hinterfragt und deren Relevanz für die heutige Gesellschaft prüft.

  • Darstellung der soziologischen Ursachen von Selbstmord nach Durkheim
  • Differenzierung der vier Selbstmordtypen: egoistisch, altruistisch, anomisch und fatalistisch
  • Kritische Auseinandersetzung mit der methodischen Vorgehensweise und den empirischen Belegen
  • Analyse der Aktualität soziologischer Selbstmordfaktoren in modernen Gesellschaften

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Selbstmord im Internet“, so lautet die Überschrift eines Artikels auf „Spiegel-Online“ vom 21.11.2008. „In den USA hat ein 19-Jähriger vor einem Netzpublikum Selbstmord begangen. Die Zuschauer in dem Live-Webcast sollen den Jugendlichen US Medien zufolge sogar angestachelt haben.“ (Spiegel-Online)

In diesem Bericht geht es um einen jungen Mann aus den USA, der sich mit einer Überdosis von Medikamenten das Leben nimmt. An sich ist sowas allenfalls in der Regionalpresse eine Meldung wert, würde aber nicht international für Aufsehen sorgen. Das Besondere, was eben diesen Fall augenscheinlich so berichtenswert macht, ist die Tatsache, dass er das „live“ via Web Cam, über das Internet und vor Publikum tat. Besonders erwähnt wird in den Massenmedien gern der Umstand, dass der Selbstmörder von den Zuschauern auch noch ermutigt wurde (wobei gern verschwiegen wird, dass es auch jene gab, die ihn versucht haben von seinem Vorhaben abzubringen).

Solche Ereignisse werden anschließend gern medienwirksam aufbereitet und sofort beginnen Politiker und sogenannte Fachleute damit, Ursachen für solche Taten zu suchen. Gefunden werden diese dann häufig z.B. in den Massenmedien, in der Popkultur und im Internet. Welche Erklärungsansätze wirklich Sinn ergeben sind, bleibt meist offen und „mediale Schnellschüsse“ sind schwer von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu unterscheiden. Was sind nun tatsächlich die Ursachen für Selbstmord?

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet anhand eines aktuellen Beispiels die öffentliche Diskussion um Selbstmord und führt in die Zielsetzung ein, Durkheims Theorien und deren heutige Relevanz zu untersuchen.

2 Begriffsdefinition nach Durkheim: Durkheim grenzt den Begriff wissenschaftlich ein, indem er Selbstmord als Tod definiert, der auf eine Handlung oder Unterlassung des Opfers zurückgeht, wobei das Ergebnis vorausgewusst wird.

3 Selbstmord, ein Soziologisches Problem: Dieses Kapitel widerlegt psychologische, biologische und klimatische Erklärungsansätze und begründet, warum Selbstmord ein gesellschaftliches Phänomen ist.

4 Die Selbstmordtypen nach Durkheim: Hier werden vier durch soziale Faktoren bedingte Selbstmordtypen (egoistisch, altruistisch, anomisch, fatalistisch) anhand ihrer sozialen Rahmenbedingungen klassifiziert.

5 Diskussion und persönliche Würdigung: Eine kritische Auseinandersetzung mit Durkheims Thesen, die sowohl methodische Schwachstellen aufzeigt als auch die heutige Gültigkeit einzelner Aspekte diskutiert.

6 Zusammenfassung: Ein resümierender Überblick über die Definition, die Typologisierung und die bleibende Bedeutung von Durkheims soziologischem Ansatz.

Schlüsselwörter

Selbstmord, Durkheim, Soziologie, Kollektiverscheinung, Egoistischer Selbstmord, Altruistischer Selbstmord, Anomischer Selbstmord, Fatalistischer Selbstmord, Integration, Regulation, Soziales Milieu, Gesellschaftskritik, Wissenschaftliche Theorie, Individualisierung, Moderne Gesellschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Émile Durkheims klassischem Werk „Der Selbstmord“ und untersucht dessen soziologische Perspektive auf dieses Phänomen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Definition des Selbstmordes, der Widerlegung individueller Ursachen und der Einteilung in vier spezifische soziale Selbstmordtypen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Durkheims Theorien darzustellen, kritisch zu bewerten und deren Relevanz für aktuelle gesellschaftliche Zustände zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die literarische Analyse und Interpretation von Durkheims Theorien sowie den Vergleich mit nachfolgenden soziologischen Kritiken.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Begriffsbestimmung, die soziologische Abgrenzung von individuellen Faktoren sowie die detaillierte Beschreibung der vier Selbstmordtypen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Soziologie, soziale Integration, gesellschaftliche Regulation, Anomie, Individualisierung und der kollektive Charakter des Selbstmordes.

Warum spielt die Religion in Durkheims Theorie eine so wichtige Rolle?

Laut Durkheim wirkt Religion als prophylaktischer Faktor, da sie durch ihre Organisation und Traditionen eine Gemeinschaft bildet, die das Individuum besser integriert und so das Risiko für egoistische Selbstmorde senkt.

Was unterscheidet den anomischen vom egoistischen Selbstmord?

Während beim egoistischen Selbstmord das Individuum aufgrund fehlender Integration in die Gesellschaft entfremdet ist, resultiert der anomische Selbstmord aus einer fehlenden oder instabilen sozialen Reglementierung von Bedürfnissen.

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Details

Title
Selbstmord als soziologisches Problem
Subtitle
nach Emile Durkheim "Der Selbstmord"
College
University of Applied Sciences Gera-Eisenach
Course
Soziologie
Grade
2,4
Author
Thomas Beck (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V171033
ISBN (eBook)
9783640900527
ISBN (Book)
9783640900640
Language
German
Tags
selbstmord problem emile durkheim selbstmord
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Beck (Author), 2008, Selbstmord als soziologisches Problem, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/171033
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