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Die Neue Synagoge Oranienburger Straße - Ein Erinnerungsort im Stadtbild Berlins

Title: Die Neue Synagoge Oranienburger Straße - Ein Erinnerungsort im Stadtbild Berlins

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 28 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Veronique Grawe (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II

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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit soll die Liberale Neue Synagoge in der Oranienburger Straße in Berlin-Mitte als Erinnerungsort im Stadtbild Berlins, auf seinen Erinnerungs- und Bedeutungsgehalt und seinen Symbolcharakter untersucht werden. Die Studierenden, die an dem sechs Semester währenden Projekt „Deutsche Erinnerungsorte“ teilnahmen, welches geleitet von Etienne François und Hagen Schulze an der Freien Universität ab 1998 stattfand, haben unterschiedliche deutsche Erinnerungsorte untersucht und ihre Ergebnisse in einem
Buch zusammengefasst. Auffallend dabei ist, dass kein deutsch-jüdischer Erinnerungsort in Berlin untersucht wurde. Das gleiche gilt für das dreibändige Werk von Hagen Schulze und Etienne François. Hier gilt es eine Untersuchung anzuregen, denn in Berlin finden sich zahlreiche Spuren jüdischer Vergangenheit, die auf das Engste mit der deutschen Geschichte und der Geschichte Berlins verbunden sind. Wir finden jüdische Friedhöfe, Krankenhäuser,
Synagogen, das Jüdische Gemeindezentrum in der Fasanenstraße und das Jüdische Museum, um nur einige zu nennen. Vielleicht liegt es daran, dass wir auf keine homogene Nationalgeschichte zurückblicken können, in der die jüdischen Berliner selbstverständlich Teil der deutschen Nation waren und die Katastrophe des Nationalsozialismus alle unsere
Erinnerungen überlagert. Auch die meisten deutschen Erinnerungsorte tragen die Geschichte des Bruchs durch den Nationalsozialismus in sich, durch jeden Topos, der die deutsche Nationalität verkörpert, ziehen sich die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit. Da durch die Wiedervereinigung
Deutschlands ein neues Nationalgefühl in das Bewusstsein der Deutschen dringt, und wir nicht unschuldig, unbelastet und, ähnlich den Franzosen, bejahend damit umgehen können, erscheint das Erinnern an das Geschehene umso wichtiger. Viele deutsche Erinnerungsorte
scheinen „in gewisser Weise veraltet“, ihren kennzeichnenden Charakter finden wir in der zweiten Hälfte des 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.4 Auf welche Weise die Neue Synagoge einen vielleicht spezifisch modernen Erinnerungsort darstellt, soll Teil dieser Untersuchung sein. Zentrale Frage soll sein, ausgehend von der Entstehungsgeschichte der Synagoge, über ihre Zeit im Nationalsozialismus, in der DDR und bis zu ihrer Wiedereröffnung im Jahr 1995, was gerade dieses Bauwerk zu einem Erinnerungsort macht,
woran es erinnert und wen es vielleicht sogar mahnen soll?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Gedächtnis, Erinnerung und ihre Orte

2. Jüdisches Leben in Berlin

2.1 Die Synagoge

2.2 Große Synagogen

3. Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße

3.1 Die Synagoge in der Reichspogromnacht 1938

3.2 Die Ruine in Ostberlin

4. Der Wiederaufbau

4.1 Das Wiederherstellungskonzept

4.2 Der Symbolcharakter der Synagoge einst

4.3 Der Symbolcharakter der Synagoge heute

4.4 Die Synagoge heute als Erinnerungsort

4.5 Ein Erinnerungsort im Erinnerungsort

4.6 Das Gespräch mit Hendrik M. Kosche

4.7 Das Interview im Umfeld der Synagoge

5. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße als Erinnerungsort im Stadtbild Berlins und analysiert ihren historischen Bedeutungsgehalt sowie ihren wandelnden Symbolcharakter von der Entstehungsgeschichte bis zur Wiedereröffnung 1995. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie dieses Bauwerk heute als Ort des Gedenkens und Mahnens im kollektiven Gedächtnis fungiert.

  • Historische Einordnung der Synagoge im Kontext jüdischen Lebens in Berlin.
  • Analyse des architektonischen Konzepts und der Rolle des Zentrums „Centrum Judaicum“.
  • Bedeutung des Ortes als Symbol für Integration, Zerstörung und Wiederaufbau.
  • Empirische Untersuchung der heutigen Wahrnehmung mittels eines Passanten-Interviews.

Auszug aus dem Buch

Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße

Als die jüdische Gemeinde 1857 eine Kommission bildete, um den Bau einer neuen Synagoge zu planen, sollte ein Bauwerk entstehen, das zu einem der ersten großen Synagogen Preußens und zu der Zeit seiner Einweihung im Jahr 1866 eines der größten der Welt werden sollte. Die alte Gemeindesynagoge in der Heidereutergasse, die 1671 von dem christlichen Architekten Michael Kemmeter errichtet wurde, konnte die Anzahl der Juden in Berlin nicht mehr fassen. Der Neubau einer Synagoge wurde nach 1850 immer nötiger, da die Zuwanderung von Juden aus dem Osten immer mehr zunahm.

Für den Neubau schrieb die Gemeindeverwaltung einen Wettbewerb aus, den Vorsitz führte der protestantische Architekt Eduard Knoblauch. Dieser Wettbewerb war einmalig in der Geschichte des Synagogenbaus und der deutschen Baukunst des 19. Jahrhunderts überhaupt, denn es durften sogar ausländische Architekten daran teilnehmen. Dem Anschein nach erreichte der Wettbewerb nicht das gewünschte Resultat, denn Knoblauch wurde mit einem neuen Entwurf beauftragt. Sein Vorschlag wurde von der Regierung Anfang des Jahres 1859 angenommen und im Mai desselben Jahres wurden die Bauarbeiten aufgenommen. Die Bauarbeiten benötigten durch seine aufwendige Architektur viel Zeit. Verschärft wurde das Problem durch Kriegsvorbereitung und daraus resultierende Materialknappheit.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Erinnerungsorte ein und definiert das Ziel, die Neue Synagoge in ihrem symbolischen und historischen Kontext zu analysieren.

1. Gedächtnis, Erinnerung und ihre Orte: Es erfolgt eine theoretische Herleitung des Begriffs „Erinnerungsort“ und dessen Bedeutung für die moderne Kulturwissenschaft und nationale Identitätsbildung.

2. Jüdisches Leben in Berlin: Das Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung jüdischen Lebens in Berlin und die Bedeutung von Synagogen als religiöse und gesellschaftliche Zentren.

3. Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße: Eine detaillierte Darstellung der Baugeschichte sowie der dramatischen Ereignisse während der Reichspogromnacht und des Verfalls zur Ruine in der DDR-Zeit.

4. Der Wiederaufbau: Untersuchung der Rekonstruktionskonzepte und der symbolischen Neuausrichtung des Gebäudes durch die Stiftung Centrum Judaicum.

5. Fazit: Zusammenfassende Auswertung der Erkenntnisse aus Theorie und empirischem Interview sowie die Reflexion über die Rolle der Synagoge als lebendiger Erinnerungsort.

Schlüsselwörter

Neue Synagoge, Oranienburger Straße, Erinnerungsort, Jüdisches Leben, Berlin, Nationalsozialismus, Centrum Judaicum, Wiederaufbau, Reichspogromnacht, Architektur, Identität, Gedächtnis, Jüdische Gemeinde, Symbolcharakter, Kulturerbe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Neuen Synagoge in Berlin-Mitte als einem bedeutenden Erinnerungsort, der die wechselvolle Geschichte des jüdischen Lebens in Deutschland zwischen Integration, Verfolgung und Neuanfang widerspiegelt.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Zentral sind die historische Entstehungsgeschichte des Gebäudes, seine Zerstörung im Nationalsozialismus, die Zeit als Ruine in der DDR sowie der politische und architektonische Prozess des Wiederaufbaus ab 1988.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist zu untersuchen, was das Bauwerk zu einem modernen Erinnerungsort macht, wie es an die Geschichte erinnert und inwiefern sich sein Symbolgehalt im Laufe der Jahrzehnte verändert hat.

Welche wissenschaftlichen Methoden wurden für die Untersuchung verwendet?

Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und historiographischen Einordnung nutzt die Verfasserin ein Experteninterview mit dem Referenten der Jüdischen Gemeinde sowie eine empirische Befragung von 35 Passanten zur Wahrnehmung des Ortes.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung, die historische Einbettung jüdischen Lebens in Berlin, die spezifische Bau- und Zerstörungsgeschichte der Synagoge sowie die Analyse des Wiederaufbaukonzepts und die Auswertung der durchgeführten Interviews.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind „Erinnerungsort“, „Neue Synagoge“, „Centrum Judaicum“, „jüdisches Leben in Berlin“ sowie der „Symbolcharakter“ als Mahnmal für Toleranz und gegen das Vergessen.

Welche Rolle spielt der Polizist Wilhelm Krützfeld für die Arbeit?

Die Arbeit würdigt den mutigen Einsatz des Polizisten während der Reichspogromnacht 1938, da er durch sein entschlossenes Handeln die Zerstörung des Gebäudes verhinderte und somit als ein eigener, individueller Erinnerungsort für Zivilcourage gilt.

Warum wird im Interview betont, dass die Synagoge vor 1933 kein „Erinnerungsort“ war?

Laut den Aussagen im Interview spiegelte die Synagoge zu dieser Zeit das liberale Selbstbewusstsein und die erfolgreiche Assimilation des Berliner Judentums wider; sie war ein Zentrum lebendigen Glaubens und keine Stätte, die primär als „Gedenkort“ an eine vergangene Tragödie konzipiert war.

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Details

Title
Die Neue Synagoge Oranienburger Straße - Ein Erinnerungsort im Stadtbild Berlins
College
Free University of Berlin  (Geschichts-und Kulturwissenschaft)
Course
Deutsche Erinnerungsorte im Stadtbild Berlins
Grade
1.0
Author
Veronique Grawe (Author)
Publication Year
2008
Pages
28
Catalog Number
V170696
ISBN (eBook)
9783640900190
Language
German
Tags
neue synagoge oranienburger straße erinnerungsort stadtbild berlins
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Veronique Grawe (Author), 2008, Die Neue Synagoge Oranienburger Straße - Ein Erinnerungsort im Stadtbild Berlins, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170696
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