Das Tripelmandat gilt als zentrale professionsethische Grundlage Sozialer Arbeit. Am Beispiel der stationären Jugendhilfe analysiert diese Arbeit, wie sich staatliche Steuerungslogiken, rechtliche Rahmungen und organisationale Bedingungen auf die praktische Ausbalancierung der Mandate auswirken. Dabei wird insbesondere die strukturelle Dimension von Macht in den Blick genommen: Nicht nur im direkten Verhältnis zwischen Fachkräften und Jugendlichen, sondern auch durch Finanzierungsmechanismen, Dokumentationsanforderungen und Hilfeplanverfahren entstehen institutionelle Einflussfaktoren, die professionelle Handlungsspielräume prägen. Die Analyse verbindet professionstheoretische Ansätze mit Perspektiven der Kritischen Sozialen Arbeit und leistet einen differenzierten Beitrag zur Diskussion um Autonomie, Verantwortung und Machtsensibilität in hochregulierten Hilfesettings.
- Arbeit zitieren
- Daniel Schwarz (Autor:in), 2025, Das Tripelmandat der Sozialen Arbeit aus der Perspektive der Kritischen Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1704662