Es gibt ein interessantes Buch mit dem Titel "Dummheit in der Geschichte der Menschheit". Die Deutschen kommen darin nicht besonders gut weg. Die Haltung zur friedlichen Nutzung der Atomenergie liefert gewiß Material dazu, denn diese ungeheure Zusammenballung an Unwissenheit, Ideologie, Verbohrtheit und eben als tierisch anzusehender Dummheit ist in der Welt einmalig. Ein Land von etwa 80 Millionen Einwohnern, dessen Gesamtbildungsniveau ständig sinkt, das immer mehr Zuzug von ungebildeten und Unausgebildeten erhält, das keine natürlichen eigenen Energiequellen besitzt bzw. die, die es hatte, stillegt und zumauert, das sich aus eigenen Flächen nicht einmal ernähren kann, das dann noch durch Informationsmanipulation und Politiker nach dem Abschalten der wichtigsten Energiequellen ruft, muß in Summa hochgradig verblödet sein.
Dieselbe Bevölkerung, die in fast einem halben Jahrhundert keinen ernsthaften Kernreaktorunfall verzeichnen mußte, nimmt jedes Jahr die Größenordnung von 10000 Verkehrstoten gleichmütig zur Kenntnis; ebenso eine immense Zahl von Toten und unheilbar Kranken durch Suchtmittel wie Nikotin Alkohol und sonstige Drogen; ebenso eine steigende Kriminalität mit zahlreichen Mordopfern. Kollektive Angst gegen solche Dinge ist unbekannt oder sehr wenig ausgeprägt. Angst als Gefühlszustand, der Lebensbeeinträchtigung oder Lebensbedrohung vermittelt, deren Ursachen und Folgen sind in einem gerade heute lesenswerten Artikel von Kurt Reumann in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 5.9. 1981 unter "Unsere Angstgesellschaft" zusammengefaßt. Dort wird auch die Behauptung wiedergegeben, daß nur Anhänger einer wohlbekannten Sekte überleben würden, weil nur sie sich gegen radioaktive Strahlen zu immunisieren verstünden. Unter "German Angst" sind im Netz zahlreiche Einträge und Bücher, auch aus anderen Ländern, zu finden. Kann man dies alles anders als heuchlerisch und dumm nennen ? Und: Qui bono ?
Inhaltsverzeichnis
1. Aufbau der Atome, Periodensystem der Elemente, Isotope
1.1 Atomkern (Protonen, Neutronen) und Atomhülle (Elektronen, Chemische Verbindung)
1.2 Manche Isotope sind durch Atomkernzerfall radioaktiv, d.h. sie senden ganz spontan aus
2. Stabilität von Atomen/Isotopen, Radioaktivität, Halbwertszeit, Strahlenarten
2.1 Stabilität von Atomkernen ist eine Frage der Bindungskräfte zwischen den Kernbausteinen. Es gibt Stoffe/Atome, die natürliche Radioaktivität aufweisen, die von selbst zerfallen.
2.2 Dabei ist die Halbwertszeit eine wichtige Größe. Halbwertszeit ist diejenige Zeit, in der die Hälfte einer großen Ausgangszahl identischer radioaktiver Atomkerne zerfällt. Es gibt Halbwertszeiten von Bruchteilen von Sekunden bis zu Milliarden von Jahren.
3. Radioaktivität wird charakterisiert durch...
3.1 Art der Teilchen/Strahlung, die vom Kern ausgesandt werden (siehe 1.2)
3.2 die Energie, die diese Teilchen haben
3.3 die Halbwertzeit des radioaktiven Zerfalls (siehe 2.2)
4. Energie, Kernenergie, Bindungsenergie, Energiefreisetzung, E = m. c2
4.1 Im Atomkern sitzen Protonen und Neutronen dicht gepackt, zusammengehalten durch Kernkräfte; den Neutronen kommt die Rolle eines "Kernkitts" zu.
4.2 Zeichnet man ein Diagramm mit senkrechter Achse (Ordinate, y-Achse) "Mittlere Bindungsenergie pro Nukleon) und waagerechter Achse (Abszisse, x-Achse) "Massenzahl", so zeigt sich, daß mit zunehmender Massenzahl die Bindungsenergie schwächer wird, es kann labile Kerne geben.
4.3 Wird ein schwerer Kern in zwei mittelschwere Kerne gespalten, so wird Energie befreit, weil kleine Kerne eine deutlich größere Bindungsenergie haben als ein großer Kern. Die o. a. bekannte Formel zeigt, daß mit geringer Masse riesige Energien freigesetzt werden können. Das ist für Kraftwerke interessant, das sucht auch das Militär zu nutzen.
5. Kettenreaktion, gebremst und ungebremst
5.1 Aus verschiedenen Gründen benutzt man für die Spaltung eines Atoms hoher Massenzahl Neutronen. Z. B. spaltet ein auftreffendes Neutron ein Uranatom. Dabei werden als Spaltprodukte neue 2...3 Neutronen frei, die spalten jetzt mehrere Atome, es gibt immer mehr Neutronen (="Generationen" von Neutronen). Geeignete Isotope für so etwas sind U235 und Pu239. Die kommen in der Natur vor, sind aber dort so stark mit Anderem vermischt, daß man sie einem Anreicherungsprozeß unterziehen muß.
5.2 Eine wie vor ablaufende Vervielfachungsreaktion nennt man Kettenreaktion. Die kann in extrem kurzen Zeiten (10 hoch minus 8 Sekunden o. ä.!) ablaufen und stellt dann eine nukleare Explosion dar: Ungebremster/ungesteuerter Ablauf, Kernwaffe.
5.3 Ein Kernreaktor ist so konstruiert, daß eine Kettenreaktion wie bei einer Atombombe ausgeschlossen werden kann. Sein Zweck ist Lieferung von Wärme, die Heißdampf für Dampfturbinen-Stromgeneratoren erzeugt. Aber: Der radioaktive Zerfall, die Kernreaktion kann nicht einfach ausgeschaltet werden, deshalb entsteht in jeden Fall Wärme, und zwar große Wärmemengen. Da jedes Material nur eine begrenzte Hitzebeständigkeit aufweist, ist die Kühlung das A und O bei einem Kernkraftwerk. Übrigens benötigen auch konventionelle Kraftwerke, sogar die "Erneuerbaren Energien"-Wasserkraftwerke erhebliche Kühlwassermengen !
5.4 Wenn die Kühlung ausfällt, die Wärme nicht abgeleitet werden kann, versagen die Materialien, die die Kernreaktion von der Außenwelt trennen: Radioaktive Stoffe, Spaltprodukte werden dann freigesetzt und den natürlichen Einflüssen wie Wind, Regen, Flora und Fauna überlassen.
6. Biologische Auswirkungen ionisierender Strahlung
6.1 Hochenergetische/elektrisch geladene Teilchen erzeugen Ionen. Hochenergetisch bedeutet bei
6.2 "Sternschnuppen-Effekt"
6.3 Teilchenart, Teilchenenergie, Ionendichte
6.4 Der Mensch ist ein durch und durch elektrisches Wesen
6.5 Wirkung radioaktiver Strahlung in Wasser, Elektrolyten, Gewebe(n)
6.6 (Bio-)Chemische Strahlenwirkung im Körpergewebe
6.7 Segen oder Fluch: Medizinische Nutzung, Energieerzeugung, Waffen und Sonstiges in Verbindung mit Radioaktivität/Ionisierender Strahlung
6.8 Strahlenkrankheiten, Akutschäden, Spätschäden, generationenübergreifende Schäden
6.9 Medizinische Maßnahmen gegen Schäden durch radioaktive Bestrahlung
7. Erfahrungen
7.1 Der bewußte Umgang mit radioaktiven Stoffen kann auf wenig mehr als 100 Jahre zurückblicken.
7.2 Feuer als Analogie.
8. Naturheilverfahren
8.1 Naturheilverfahren stammen aus Zeiten ohne menschenverursachte Radioaktivität.
8.2 Wie können alte Naturheilverfahren gegen neue Gesundheitsgefahren helfen ?
8.3 Naturheilverfahren, Naturwissenschaft und Hochtechnologie müssen keine Gegensätze sein.
9. Dummheit, Angst, Ungewißheit, Manipulation, Politik, Zukunftsszenarien - und Folgen.
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die physikalischen Grundlagen der Radioaktivität, deren biologische Auswirkungen auf den menschlichen Organismus sowie die gesellschaftliche und politische Wahrnehmung der Kernenergie. Dabei wird ein Bogen gespannt von den technischen Mechanismen der Energiegewinnung hin zur kritischen Reflexion über kollektive Ängste und den potenziellen Beitrag von Naturheilverfahren im Umgang mit strahlungsbedingten Gesundheitsbelastungen.
- Physikalische Grundlagen des Atomaufbaus und der Radioaktivität
- Technische Prozesse der kontrollierten und unkontrollierten Kettenreaktion
- Biologische Interaktion ionisierender Strahlung mit menschlichem Gewebe
- Sozio-politische Aspekte der Kernenergie und der Umgang mit Angst in der Gesellschaft
- Integrative Ansätze von Naturheilverfahren bei radiologischen Belastungen
Auszug aus dem Buch
6.2 "Sternschnuppen-Effekt"
Man kann sich einen Durchtritt eines hochenergetischen Teilchens so vorstellen wie eine Sternschnuppe, die einen leuchtenden Schweif in der Atmosphäre erzeugt. Im Gewebe ist der Schweif eine Reihe von Ionen, die da unkontrolliert gebildet werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufbau der Atome, Periodensystem der Elemente, Isotope: Dieses Kapitel erläutert die atomaren Grundstrukturen sowie die Definition und Eigenschaften von Isotopen.
2. Stabilität von Atomen/Isotopen, Radioaktivität, Halbwertszeit, Strahlenarten: Hier werden die Kernbindungsstabilität, das Phänomen des Zerfalls und die Bedeutung der Halbwertszeit beschrieben.
3. Radioaktivität wird charakterisiert durch...: Zusammenfassung der physikalischen Parameter, die eine radioaktive Quelle definieren, wie Teilchenart und Energie.
4. Energie, Kernenergie, Bindungsenergie, Energiefreisetzung, E = m. c2: Behandlung der energetischen Zusammenhänge bei Kernspaltungsprozessen.
5. Kettenreaktion, gebremst und ungebremst: Erläuterung der Mechanismen der nuklearen Kettenreaktion, unterteilt in die kontrollierte Nutzung im Reaktor und die unkontrollierte Form in Waffen.
6. Biologische Auswirkungen ionisierender Strahlung: Detaillierte Betrachtung der Ionisationsvorgänge im menschlichen Körper und der daraus resultierenden medizinischen Konsequenzen.
7. Erfahrungen: Historischer Rückblick auf den Umgang mit Radioaktivität und der Vergleich technischer Sicherheitsstrategien mit der Nutzung des Feuers.
8. Naturheilverfahren: Untersuchung, wie komplementärmedizinische Ansätze zur Regulation und Unterstützung bei Strahlenbelastungen beitragen können.
9. Dummheit, Angst, Ungewißheit, Manipulation, Politik, Zukunftsszenarien - und Folgen.: Eine kritische Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Wahrnehmung der Kernenergie und dem Phänomen der kollektiven Angst.
Schlüsselwörter
Radioaktivität, Kernspaltung, Ionisierende Strahlung, Halbwertszeit, Kernreaktor, Strahlenkrankheit, Elektrophysiologie, Naturheilverfahren, Kernenergie, Strahlenbiologie, Energiepolitik, Atomkern, Isotope, Äquivalentdosis, Sicherheitstechnik
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema dieses Buches?
Die Arbeit behandelt ein breites Spektrum von den physikalischen Grundlagen der Radioaktivität über deren biologische Effekte auf den Menschen bis hin zu einer gesellschaftskritischen Analyse der Kernkraftnutzung.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Schwerpunkte liegen auf Kernphysik, Reaktortechnik, Strahlenbiologie, medizinischen Auswirkungen, historisch gewachsenen Sicherheitsstandards und den soziopolitischen Reaktionen auf Nukleartechnologien.
Was ist die primäre Zielsetzung der Arbeit?
Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis der physikalisch-technischen Zusammenhänge zu vermitteln und diese in den Kontext einer rationalen, ganzheitlichen Betrachtung von Risiken und medizinischer Prävention zu stellen.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer interdisziplinären Analyse, die physikalische Grundlagen, medizinische Befunde und eine systemtheoretische Betrachtung gesellschaftlicher Prozesse verknüpft.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Erklärung von Kernzerfallsprozessen, die technische Nutzung der Kernkraft, die Wirkungsweise ionisierender Strahlung auf biologische Systeme und eine kritische Auseinandersetzung mit "German Angst" und politischer Manipulation.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Schlagworte sind Radioaktivität, Kernenergie, biologische Strahlenwirkung, ganzheitliche Heilansätze und die kritische Analyse gesellschaftlicher Angststrukturen.
Wie erklärt der Autor den "Sternschnuppen-Effekt" im Körpergewebe?
Der Autor vergleicht den Durchtritt eines hochenergetischen Teilchens durch biologisches Gewebe mit dem Leuchten einer Sternschnuppe; der Schweif steht dabei symbolisch für eine Reihe unkontrolliert erzeugter Ionen.
Welche Rolle spielen Naturheilverfahren im Kontext der Strahlenbelastung?
Sie werden nicht als Ersatz für Schulmedizin gesehen, sondern als ergänzender Ansatz, um die körperliche Regulation, Entlastung und Kräftigung nach belastenden Einflüssen zu fördern.
Wie bewertet der Autor die öffentliche Diskussion zur Kernkraft?
Der Autor übt scharfe Kritik an einer seiner Ansicht nach auf Unwissenheit und Ideologie basierenden "Angstgesellschaft", die technische Risiken einseitig bewertet und dabei den Nutzen der Technologie negiert.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Ing. Eberhard W. Eckert (Autor:in), 2011, Radioaktivität, Strahlenkrankheit, Diagnose und Naturheilverfahren, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170446