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Mythos Realismus - Zur Ontologie der Fotografie

Analoge / Digitale Fotografie

Title: Mythos Realismus - Zur Ontologie der Fotografie

Seminar Paper , 2011 , 19 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Art - Photography and Film

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Summary Excerpt Details

Schaut man sich einschlägige Titel kulturwissenschaftlichen Arbeiten zur analogen und digitalen Fotografie an, so erweckt dies den Eindruck als unterscheide sich das Wesen der digitalen Fotografie so fundamental von dem der analogen, als sei letztere tot. Herta Wolf sieht das „Ende des fotografischen Zeitalters“ gekommen, Rötzer beschreibt die digitale Fotografie als „Fotografie nach der Fotografie“, und für W. J. Mitchel ist die Fotografie seit 1989 tot bzw. verdrängt. Weiterhin findet nicht nur Lunenfeld das digitale Foto doch sehr „dubitativ“. Doch wie kommen die Autoren auf eine solche Annahme?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung Die digitale Fotografie – Eine Fotografie nach der Fotografie?

2. Theoretische Ansätze zur Ontologie der Fotografie

2.1 Der semiotische Ansatz: Im Moment der Bildproduktion

2.2 Die Vertiefung des Referenten

2.3. Fotografie als soziale Praxis

3. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht auf Basis der Theoriegeschichte der Fotografie die Authentizitätsannahmen digitaler Bilder und hinterfragt, ob sich eine eigenständige Ontologie der Fotografie jenseits menschlicher Konstruktionen bestimmen lässt.

  • Analyse der ontologischen Verschiebung durch die Digitalisierung
  • Kritische Betrachtung des semiotischen Ansatzes in der Fotografie
  • Untersuchung des Konzepts der "Vertiefung des Referenten"
  • Einordnung der Fotografie als soziale und diskursive Praxis
  • Hinterfragung des Realitätsanspruchs technischer Bildmedien

Auszug aus dem Buch

2.1 Der semiotische Ansatz: Im Moment der Bildproduktion

Fotografie bedeutet „Lichtschrift“17, also eine Visualisierung von Lichtimpulsen, die zu Bildern werden. In der klassischen Definition ist sie also eigentlich nichts anderes als ein Aufzeichnungsverfahren, eine Technik der Einschreibung eines stabilen, durch Lichtstrahlung erzeugten Bildes. Die Verwendung eines Apparates ist dafür nicht notwendig, ebenso wenig, dass der Gegenstand auf dem Bild tatsächlich der Gegenstand der Außenwelt ist. Das Merkmal dieses Bildes aber liegt darin, dass es als Ergebnis natürlichen Prozesses auftritt: Die Figuren, die die Lichtbündel auf der Platte oder dem Film erzeugen, erscheinen als die Spur eines Objekts der wirklichen Welt, dessen Bild sich ohne Eingriff des Menschen in den Film einschreibt. Hierher kommt die vermeintliche Realität, die viele Wissenschaftler18 im analogen Bild sehen. Roland Barthes konstatierte, dass die Fotografie „mit dem Finger auf ein bestimmtes Gegenüber“ deute und „an diese reine Hinweis-Sprache gebunden“19 sei. Für diese „langage déictique“ hält er den linguistischen Begriff der „Referenz“ beziehungsweise den des „Referenten“ bereit.20 Damit meint Barthes das „Bezugsobjekt“ der Fotografie, also das, „was sie darstellt. [...] „Photographischen Referenten“ nenne ich nicht die möglicherweise reale Sache, auf die ein Bild [...] verweist, sondern die notwendig reale Sache, die vor dem Objekt platziert war und ohne die es keine Photographie gäbe.“21

Zwar ist fraglich, ob sich linguistische beziehungsweise sprachphilosophische Theoreme überhaupt bildtheoretisch analogisieren und auf Bilder übertragen lassen (ein fraglicher Punkt wäre die Ausdrucks-Bezugnahme in eine Bild-Bezugnahme). Damit wäre zunächst erst einmal zu klären, ob es so etwas wie eine unmittelbare Bezugnahme von Bildern überhaupt geben kann oder ob bei der Frage nach bildlicher Referenz nicht „stärker auf Aspekte ihres kommunikativen Einsatzes, das heißt auf pragmatische Aspekte“22 eingegangen werden müsste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung Die digitale Fotografie – Eine Fotografie nach der Fotografie?: Das Kapitel führt in die Debatte über den Status der digitalen Fotografie ein und stellt die Frage, ob die Digitalisierung eine fundamentale ontologische Zäsur darstellt.

2. Theoretische Ansätze zur Ontologie der Fotografie: Hier werden verschiedene theoretische Perspektiven diskutiert, die versuchen, das Wesen der Fotografie und ihren Bezug zur Wirklichkeit zu bestimmen.

2.1 Der semiotische Ansatz: Im Moment der Bildproduktion: Dieses Kapitel analysiert die Fotografie als technisches Aufzeichnungsmedium und diskutiert den semiotischen Zeichencharakter sowie die Rolle der Lichtstrahlung als Spur des Referenten.

2.2 Die Vertiefung des Referenten: Der Fokus liegt hier auf W. T. Mitchells Theorie, die die Digitalisierung nicht als Ende des Realitätsbezugs, sondern als Verschiebung der Bild-Kultur begreift.

2.3. Fotografie als soziale Praxis: Dieses Kapitel argumentiert, dass die Bedeutung und der Realitätsanspruch von Fotografien maßgeblich durch soziale Regeln, Kontexte und diskursive Praktiken bestimmt werden.

3. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass eine eigenständige, vom Menschen losgelöste Ontologie der Fotografie nicht existiert, da der „Realitätsbezug“ primär auf sozialer Praxis und Diskursen beruht.

Schlüsselwörter

Fotografie, Digitale Fotografie, Ontologie, Referent, Bildproduktion, Semiotik, Realitätsbezug, Authentizität, Soziale Praxis, Diskurs, Bild-Kultur, Indexikalität, Abbildung, Wahrnehmung, Medienphilosophie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Bestimmung der Ontologie der Fotografie im Übergang von der analogen zur digitalen Bildproduktion.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Beziehung zwischen Bild und Wirklichkeit (Referenz), der Einfluss der Digitalisierung auf das Bildverständnis sowie die Rolle sozialer und kultureller Kontexte bei der Interpretation von Fotografien.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die These zu belegen, dass das „Reale“ in der Fotografie nicht durch eine technisch-materielle Eigenschaft definiert ist, sondern durch menschliche Konstruktion und soziale Praxis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeschichtliche Analyse, die verschiedene medientheoretische und semiotische Ansätze (u.a. Barthes, Mitchell) vergleicht und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine semiotische Betrachtung der Bildproduktion, eine Diskussion über die „Vertiefung des Referenten“ in der digitalen Ära sowie die Einbettung der Fotografie in soziale Handlungssysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Ontologie, Referent, Authentizität, soziale Praxis und digitale Bildkultur definiert.

Warum lehnt die Autorin/der Autor die Existenz einer „eigenständigen Ontologie der Fotografie“ ab?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Realitätsbezug eines Bildes keine objektive Eigenschaft des Mediums selbst ist, sondern immer durch den kulturellen und sozialen Kontext konstituiert wird.

Welche Rolle spielt die „Vertiefung des Referenten“ bei W. T. Mitchell?

Mitchell argumentiert, dass die Digitalisierung nicht den Bezug zur Wirklichkeit auflöst, sondern neue, komplexere Formen der Bildnutzung und -zirkulation ermöglicht, die den Referenten eher vertiefen als eliminieren.

Wie verändert die Digitalisierung laut dieser Arbeit den „Realitätsanspruch“ von Bildern?

Die Digitalisierung zeigt, dass Realität ein Konstrukt ist; die Technik der Bildverarbeitung verdeutlicht, dass Fotografien nicht „naturgegeben“ wahr sind, sondern immer in einen diskursiven Rahmen eingebettet sind.

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Details

Title
Mythos Realismus - Zur Ontologie der Fotografie
Subtitle
Analoge / Digitale Fotografie
College
Leuphana Universität Lüneburg
Course
Digitale Fotografie
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2011
Pages
19
Catalog Number
V170247
ISBN (Book)
9783640889754
ISBN (eBook)
9783640890132
Language
German
Tags
mythos realismus ontologie fotografie analoge digitale fotografie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2011, Mythos Realismus - Zur Ontologie der Fotografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170247
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