Das Übersee-Museum in Bremen ist eines der meistbesuchten Museen der Bundesrepublik Deutschland. Der Exkursionsort wurde ausgesucht, da man (Grundschul-)Kindern die Institution Museum dort näher bringen kann, indem man die Herangehensweise so arrangiert, dass sie bei ihnen Interesse und Neugier weckt und ihnen natürlich Spaß bereitet.
Je eine knappe Sach-, didaktische und methodische Analyse gewähren einen kurzen Einblick in die mögliche Arbeit vor Ort.
Gegenstand dieses Exkursionsberichts ist die Dauerausstellung „Ozeanien“ (nicht das Museum an sich).
Inhaltsverzeichnis
Sachanalyse – Beschreibung des Exkursionsortes
Didaktische Analyse – Lernen von und mit der Ausstellung Ozeanien
Methodischer Vorschlag zur Erkundung von Ozeanien
Ozeanien-Rallye
Lösungszettel der Ozeanien-Rallye
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Dieser Exkursionsbericht verfolgt das Ziel, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Grundschulkindern ein Museumsbesuch in der Dauerausstellung „Ozeanien“ methodisch ansprechend gestaltet werden kann, um Interesse zu wecken und eine Auseinandersetzung mit fremden Kulturen zur Identitätsbildung anzuregen.
- Sachanalyse der Dauerausstellung „Ozeanien“ im Überseemuseum Bremen
- Didaktische Einordnung des Museumsbesuchs als Lernort
- Förderung des Perspektivwechsels und der Ich-Kompetenz durch Kulturenvergleich
- Methodische Gestaltung der Museumserkundung mittels Rallye und kreativer Transferaufgabe
- Praktische Vorbereitungshilfen für Lehrkräfte
Auszug aus dem Buch
Didaktische Analyse – Lernen von und mit der Ausstellung Ozeanien
Eine Ausstellung in einem Museum ist an sich kein Lernort, der in direkter Verbindung zu der Lebenswelt und –wirklichkeit der Kinder steht. Zwar wird beinahe jedes Kind im Grundschulalter einmal ein Museum besucht haben, doch wird dabei mehr erworben als das bloße Sachwissen der Exponate? Die Ausstellung Ozeanien bietet zum einen eben dieses reichhaltige Angebot an Exponaten (wie bereits erwähnt) und damit direkt verbundenes Wissen. Des Weiteren bietet die Auseinandersetzung mit der fremden Kultur, ihrer spezifischen Lebensweise, ihrer Weltanschauung und ihrer Lebenswelt, also der Natur in Ozeanien, für die Kinder die Möglichkeit des Perspektivwechsels. Durch das Hineinversetzen in die Kultur der Menschen in Ozeanien mit all ihren illustrierten Facetten, die sich von der eigenen und den bekannten Lebensweisen unterscheidet, können die Kinder Rückschlüsse auf ihre individuelle Kultur, auf ihre persönliche Lebensweise ziehen (Bsp. „Die Kinder dort gehen nicht zur Schule, ich schon“, „Für manche Menschen in Ozeanien befindet sich die Welt auf dem Rücken eines Krokodils, wie sehe ich das?“). Aus den entdeckten Unterschieden können die Kinder sich über ihre eigene Kultur, ihre Art zu Leben, ihre Weltsicht und die sie umgebende Tier- und Pflanzenwelt bewusst werden. Dieses Bewusstsein um die eigene Person unterstützt die Identitätsfindung und fördert somit die Ich-Kompetenz.
Zusammenfassung der Kapitel
Sachanalyse – Beschreibung des Exkursionsortes: Dieser Abschnitt beschreibt die geografische Definition Ozeaniens und erläutert den Aufbau der Ausstellung im Überseemuseum Bremen, die sich in 13 Themeninseln gliedert.
Didaktische Analyse – Lernen von und mit der Ausstellung Ozeanien: Das Kapitel reflektiert den musealen Raum als Lernort und betont das Potenzial des Kulturenvergleichs für die Ich-Kompetenz und Identitätsfindung von Grundschulkindern.
Methodischer Vorschlag zur Erkundung von Ozeanien: Hier wird ein konkretes didaktisches Konzept vorgestellt, das eine Rallye zur Orientierung mit einer anschließenden kreativen Transferaufgabe zur Gegenüberstellung eigener und fremder Lebenswelten kombiniert.
Ozeanien-Rallye: Dieses Kapitel stellt die Arbeitsmaterialien für die Schüler zur Verfügung, bestehend aus sieben Aufgaben, die zum Erkunden der Ausstellung anregen.
Lösungszettel der Ozeanien-Rallye: Dieser Teil enthält die korrekten Antworten sowie das Lösungswort zur Kontrolle für die Lehrkraft.
Schlüsselwörter
Ozeanien, Überseemuseum Bremen, Exkursionsbericht, Sachunterricht, Grundschule, Kulturenvergleich, Identitätsfindung, Museumspädagogik, Ozeanien-Rallye, Lernort Museum, Perspektivwechsel, Didaktik, Lebenswelt, Handlungsorientierung, kulturelle Bildung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Exkursionsbericht?
Die Arbeit behandelt die didaktische und methodische Planung eines Museumsbesuchs für Grundschulkinder in der Dauerausstellung „Ozeanien“ des Überseemuseums Bremen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Sachanalyse der Ausstellungsregion Ozeanien, die didaktische Begründung eines Kulturenvergleichs und die praktische Umsetzung durch eine Rallye.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Museumsbesuch als Lernort so zu arrangieren, dass Schüler durch den Vergleich mit fremden Lebenswelten ihre eigene Ich-Kompetenz und Identität reflektieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die pädagogische Sach- und Didaktikanalyse sowie die Entwicklung eines handlungsorientierten methodischen Konzepts für den Unterricht.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Beschreibung der Exponate, die pädagogische Reflexion über den Kulturenvergleich und einen konkreten methodischen Leitfaden für die Klassen 3 bis 4.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Ozeanien, Museumspädagogik, Identitätsfindung, Kulturenvergleich und Handlungsorientierung im Sachunterricht beschreiben.
Wie ist die „Ozeanien-Rallye“ aufgebaut?
Die Rallye besteht aus sieben gezielten Suchaufgaben, deren Antworten ein Lösungswort ergeben und die Kinder dazu anregen, sich systematisch in der Ausstellung zu orientieren.
Welche Rolle spielt die Transferaufgabe nach der Rallye?
Die Schüler sollen einen Gegenstand aus der Ausstellung mit einem Äquivalent aus ihrer eigenen Kultur vergleichen und dies bildlich darstellen, um eine tiefere Auseinandersetzung zu ermöglichen.
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- M.Ed. Georg Rabe (Author), 2006, Exkursionsort: Dauerausstellung „Ozeanien“ im Überseemuseum Bremen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170185