In einer dynamischen Umwelt, gekennzeichnet durch zunehmende Globalisierung, sich permanent verschärfenden Wettbewerb, schnelle Technologien, immer kürzer werdende Produktlebenszyklen sowie Veränderungen der Kundenwünsche, reichen Finanzkennzahlen allein nicht mehr aus, um Unternehmen erfolgreich zu steuern. Darüber hinaus sollen Unternehmen einen systematischen Aufbau erfolgsrelevanter Fähigkeiten und eine schnelle und gezielte Anpassung an alle Veränderungen im Unternehmensumfeld generieren. Um langfristige und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu erzielen, benötigen die Unternehmen
künftig ein “strategisches Bewusstsein“, eine Strategie, die sich praktikabel im Unternehmensalltag anwenden lässt und dort als wirkungsvolles Steuerungs- und Führungsinstrument funktioniert.
Dies ist der Kontext, in dem das Instrument Balanced Scorecard zu sehen ist. Hier handelt es sich nicht, wie bei vielen anderen Managementmethoden, um eine Modetheorie. Die Wirkung der BSC liegt in der Fähigkeit, Unternehmen – unabhängig von ihrer Größe – einen strategischen Handlungsrahmen zu geben, um Veränderungen dauerhaft zu gestalten.
Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über das Controlling-Instrument Balanced Scorecard. Dazu wird zuerst auf die Charakterisierung und die Ziele des Balanced Scorecard-Ansatzes eingegangen. Im Weiteren werden die vier klassischen Perspektiven des Konzeptes erläutert sowie ihre Zielsetzungen und ihre typische Maßgrößen. Anschließend wird die Rolle der BSC als ein adäquates
Werkzeug zur Strategieumsetzung angedeutet. Das dritte Kapitel stellt eine bedeutende Weiterentwicklung der Balanced Scorecard vor. Abschließend wird im Fazit nochmal auf die Bedeutung des BSC-Konzeptes, seine abschließende Beurteilung und weitere künftige Entwicklungen hingewiesen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Darstellung und Analyse der Balanced Scorecard
2.1 Definition und Ziele der Balanced Scorecard
2.2 BSC als Performance-Measurement-System
2.2.1 Perspektiven der Balanced Scorecard
2.3 BSC als Management-System zur Strategieumsetzung
3 Weiterentwicklung der Balanced Scorecard
3.1 Strategy Maps
3.1.1 Prinzipien der Strategy Maps
3.1.2 Perspektiven der Strategy Maps
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Balanced Scorecard als Instrument zur strategischen Unternehmenssteuerung in einem dynamischen Marktumfeld und analysiert deren Potenzial zur effektiven Strategieumsetzung sowie deren Weiterentwicklung durch das Konzept der Strategy Maps.
- Charakterisierung und Ziele des Balanced Scorecard-Ansatzes
- Analyse der vier klassischen Perspektiven der Balanced Scorecard
- Die Rolle der BSC als Werkzeug zur Strategieimplementierung
- Weiterentwicklung durch Strategy Maps und deren Prinzipien
- Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge in der Unternehmensführung
Auszug aus dem Buch
3.1 Strategy Map
Eine Strategy Map ist ein Diagramm, das eine einheitliche und konsistente Beschreibung einer Strategie liefert und die Erschaffung und das Management von Maßgrößen ermöglicht. Hiermit stellt die Strategy Map die bis dato fehlende Verbindung zwischen Formulierung und Realisierung der Strategie her. Jede einzelne Kennzahl ist in eine logische Ursachen-Wirkungs-Beziehung eingebunden, die die angestrebten Ergebnisse der Strategien mit ihren Ursachen verknüpft. Strategy Map legt somit den Fokus auf die Verwandlung von immateriellen Vermögenswerten zu materiellen Werten im Hinblick auf Kunden und Finanzen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Notwendigkeit moderner Steuerungsinstrumente in einem globalisierten, dynamischen Unternehmensumfeld und führt in das Konzept der Balanced Scorecard ein.
2 Darstellung und Analyse der Balanced Scorecard: Dieses Kapitel definiert die Balanced Scorecard, beleuchtet ihre Ziele, ihre Funktion als Performance-Measurement-System und ihre Rolle als strategisches Managementsystem.
3 Weiterentwicklung der Balanced Scorecard: Das Kapitel stellt die Strategy Map als wichtige Weiterentwicklung vor und erläutert deren Prinzipien sowie die spezifischen Perspektiven zur Verknüpfung von Strategie und Wertschöpfung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Balanced Scorecard als ganzheitliches Managementinstrument zusammen und bewertet ihr Potenzial für zukünftige Herausforderungen.
Schlüsselwörter
Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Performance-Measurement, Strategy Maps, Unternehmenssteuerung, Finanzperspektive, Kundenperspektive, Prozessperspektive, Lern- und Entwicklungsperspektive, Ursachen-Wirkungs-Beziehungen, Strategisches Management, Immaterielle Vermögenswerte, Wertschöpfungskette, Controlling, Unternehmensführung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Balanced Scorecard (BSC) als Instrument zur Steuerung von Unternehmen und deren Weiterentwicklung durch Strategy Maps.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die Definition der BSC, die vier klassischen Perspektiven der Unternehmenssteuerung und die Verknüpfung von Strategien mit operativen Prozessen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, den Nutzen der Balanced Scorecard für die Strategieumsetzung aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie Strategy Maps dabei helfen, die Lücke zwischen Strategieformulierung und Realisierung zu schließen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den theoretischen Rahmen und die Anwendungsmöglichkeiten der Balanced Scorecard basierend auf führender Fachliteratur fundiert darzustellen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung und Analyse des BSC-Konzepts sowie die Untersuchung von Strategy Maps als weiterführendes Instrument.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Balanced Scorecard, Strategieumsetzung, Strategy Maps, Performance-Measurement und Controlling beschreiben.
Was unterscheidet die BSC von rein finanziellen Steuerungssystemen?
Im Gegensatz zu rein finanzorientierten Systemen betrachtet die BSC zusätzlich die Perspektiven Kunden, interne Prozesse sowie Lernen und Entwicklung, um einen ganzheitlichen Überblick zu ermöglichen.
Welche Rolle spielt das "double loop learning" in der BSC?
Das "double loop learning" ermöglicht ein kritisches Hinterfragen der hinter den Strategien liegenden Annahmen, wodurch die Organisation strategisch lernfähig bleibt.
Warum ist die Lern- und Entwicklungsperspektive für die BSC entscheidend?
Sie schafft die notwendige Infrastruktur, besonders im Bereich Humankapital und Informationstechnologie, um die Ziele der anderen drei Perspektiven überhaupt erreichen zu können.
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- Dancho Uzunov (Author), 2011, Darstellung, Analyse und Weiterentwicklung der Balanced Scorecard, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/170061