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Partizipationsmöglichkeiten für Reichsritter im Alten Reich am Beispiel des Aufstieges der Familie Schönborn

Title: Partizipationsmöglichkeiten für Reichsritter im Alten Reich am Beispiel des Aufstieges der Familie Schönborn

Term Paper (Advanced seminar) , 2010 , 28 Pages

Autor:in: Marco Wirrer (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age

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Summary Excerpt Details

Die reichsritterlichen von Schönborn erlebten in der Frühen Neuzeit einen außergewöhnlichen Aufstieg, welcher der Familie einen Bekanntheitsgrad einbrachte, der bis in die heutige Zeit den vieler Fürstenhäuser übersteigt. In der Welt des Alten Reiches gelang den von Schönborn der Aufstieg von „armen Westerwälder Edelleuten“ zu einem der einflussreichsten Adelshäuser des Reiches. (1) Die reichsritterschaftliche Tradition in den mittelrheinisch-fränkischen Bistümern ermöglichte den Reichsrittern eine Machtoption, welche die Schönborns im Familienverbund außergewöhnlich erfolgreich zu nutzen wussten. Über den Einfluss in den Domkapiteln erarbeiteten sie sich die Voraussetzungen um als Fürstbischöfe in die oberste Reihe der Fürsten des Reiches zu gelangen. Als Vorüberlegung zu einer Analyse dieses Erfolges, muss zuerst das Regierungssystem der Bistümer besprochen werden, auf welche die Schönborns ihr Augenmerk richteten. Im Folgenden gilt es zu untersuchen, wie der außergewöhnliche Aufstieg möglich war: Dies soll durch die Erstellung eines Kataloges an Faktoren geschehen, welche von der Familie zielstrebig verfolgt wurden und gewährleisteten, dass die Schönborns in der Zeit von 1642 bis 1756 zu maßgeblichem politischen Einfluss im Reich kamen und ihren Besitz um ein Vielfaches vergrößern konnten. Besonders deutlich werden die Ziele und Strategien der Schönborns an den Bestrebungen das Erreichte auch für die nächsten Generationen zu festigen und zu erhalten. Weiterhin soll die Frage behandelt werden inwieweit der Aufstieg der Schönborns ein Charakteristikum der reichsritterschaftlichen Partizipation im Alten Reich war, oder ob ihre Erfolgsgeschichte nur ein außergewöhnliches Extrem darstellt. Die ganzheitliche Sichtweise auf das Zusammenwirken der einzelnen Faktoren soll einen Einblick in die gesellschaftlichen Zusammenhänge im Alten Reich, sowie ein Beispiel für soziale Mobilität in einer von den Zeitgenossen als rigide angesehenen Ständegesellschaft, bieten. Die Quellenlage zur Thematik ist trotz eines ausgeprägten Forschungsinteresses an der Geschichte des Hauses Schönborn, jüngst deutlich geworden durch die Veröffentlichung einer einschlägigen Familienbiographie von Sylvia Schraut, teilweise problematisch. [...]

==
(1) Jürgensmeier,Aufstieg.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Vom Reichsritter zum Reichsgrafen: Aufstiegsmöglichkeiten im Alten Reich

2 Der Aufstieg der Familie Schönborn

2.1 Konzentration auf das mittelrheinisch-fränkische Bistumssystem

2.2 Faktoren des Aufstieges

2.2.1 Interdependenz der Faktoren

2.2.2 Familienbewusstsein, Generationendenken, Familienhabitus

2.2.3 Patronage

2.2.4 Nepotismus

2.2.5 Heiratspolitik

2.2.6 Erziehung

2.2.7 Besitzerwerb

2.2.8 Standeserhebung

2.2.9 Repräsentation

2.3 Systemgrenzen

3 Einordnung

4 Bibliographie

4.1 Quellen

4.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die außergewöhnliche Karriere der Familie Schönborn in der Frühen Neuzeit, die den Aufstieg von einfachen Reichsrittern zu einem der einflussreichsten Adelshäuser des Heiligen Römischen Reiches schaffte. Im Zentrum steht die Analyse eines spezifischen Kataloges an Faktoren und Strategien, die diesen sozialen Aufstieg zwischen 1642 und 1756 ermöglichten und absicherten.

  • Die gezielte Nutzung des mittelrheinisch-fränkischen Bistumssystems als Machtbasis.
  • Die Bedeutung von Familienbewusstsein, Patronage und Nepotismus für den Ämtergewinn.
  • Die strategische Rolle von Heiratspolitik und gezielter Erziehung der Nachkommen.
  • Die Rolle von Repräsentation und Baupolitik zur Festigung des sozialen Status und der Macht.

Auszug aus dem Buch

2.2.2 Familienbewusstsein, Generationendenken, Familienhabitus

Ein Aufstieg im System der Reichskirche war eine langfristige Angelegenheit und erlaubte keine Konzentration auf die individuelle Erfolgsgeschichte der einzelnen Familienmitglieder, sondern erforderte eine generationenübergreifende Konzentration der verfügbaren Ressourcen. Nur die andauernde Ausrichtung des ganzen Familienverbundes auf dieses Ziel konnte den erwünschten Erfolg bringen. Eine eine eben solche Einstellung brachten die von Schönborn mit, da ein solches Denken im genossenschaftlich eingestelltem Reichsrittertum nach Meinung Schröckers weit verbreitet war: „Dieser Adel dachte nicht kurzfristig im Rahmen eines einzigen Lebens, sondern kontinuierlich in mehreren Generationen aus der Vergangenheit als auch in die Zukunft.“

Eine solche langfristige Weichenstellung und somit eine Grundlegung für den schönbornschen Aufstieg war die Entscheidung der Familie für den katholischen Glauben und das Bestreben durch das Konnubium mit stiftsfähigen Familien Einfluss in den Domkapiteln zu erhalten. Erst durch diese beiden Entscheidungen am Beginn des 17. Jahrhunderts war der Weg in die Domkapitel der Reichskirche für die Familie geöffnet. Die Konzentration auf den Aufstieg in diesen Domkapiteln führte zu einer generationenübergreifenden Konstanz in der Familienpolitik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vom Reichsritter zum Reichsgrafen: Aufstiegsmöglichkeiten im Alten Reich: Einführung in die Thematik und Fragestellung zur sozialen Mobilität und den Erfolgsfaktoren der Familie Schönborn innerhalb der reichsritterlichen Tradition.

2 Der Aufstieg der Familie Schönborn: Detaillierte Analyse der verschiedenen, miteinander verknüpften Faktoren wie Patronage, Heiratspolitik und Baupolitik, die den Machtausbau der Familie vorantrieben.

2.1 Konzentration auf das mittelrheinisch-fränkische Bistumssystem: Untersuchung der strukturellen Voraussetzungen in den Bistümern, die den Schönborns als Aufstiegsplattform dienten.

2.2 Faktoren des Aufstieges: Überblick über die methodische Katalogisierung der familienpolitischen Strategien.

2.2.1 Interdependenz der Faktoren: Erläuterung der wechselseitigen Abhängigkeit aller auf den Machtgewinn ausgerichteten Bemühungen.

2.2.2 Familienbewusstsein, Generationendenken, Familienhabitus: Analyse der langfristigen, auf Generationen angelegten Planung der Familienpolitik.

2.2.3 Patronage: Beschreibung des Aufbaus von Beziehungsnetzwerken zur Sicherung von Einfluss bei Bischofswahlen.

2.2.4 Nepotismus: Erörterung der gezielten Förderung von Familienmitgliedern zur Festigung der Machtpositionen.

2.2.5 Heiratspolitik: Untersuchung der Rolle von Verbindungen mit einflussreichen Adelsfamilien zur Ausweitung des Beziehungsgeflechts.

2.2.6 Erziehung: Darstellung der intensiven Ausbildungsprogramme für die männlichen und weiblichen Familienmitglieder.

2.2.7 Besitzerwerb: Analyse der Vermögensmehrung zur Sicherung der sozialen und politischen Unabhängigkeit.

2.2.8 Standeserhebung: Untersuchung der Erlangung des Reichsgrafentitels als Mittel zur sozialen Anerkennung.

2.2.9 Repräsentation: Betrachtung der Baupolitik und des Mäzenatentums als Instrumente zur Machtdemonstration und Nachweltgestaltung.

2.3 Systemgrenzen: Reflexion über die Faktoren, die ab der Mitte des 18. Jahrhunderts zum Ende des außerordentlichen Aufstiegs führten.

3 Einordnung: Fazit und Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der Übertragbarkeit der Faktorenanalyse auf andere Familien.

4 Bibliographie: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur.

4.1 Quellen: Verzeichnis der historischen Dokumente und editierten Briefwechsel.

4.2 Sekundärliteratur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Fachpublikationen.

Schlüsselwörter

Schönborn, Reichsritterschaft, Aufstieg, Reichskirche, Patronage, Nepotismus, Heiratspolitik, Bistumssystem, Fürstbischöfe, Barock, Machtpolitik, Familienpolitik, Ständegesellschaft, Soziale Mobilität, Repräsentation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hauptseminararbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den sozialen Aufstieg der Familie Schönborn in der Frühen Neuzeit und analysiert, wie es der Familie gelang, als reichsritterliches Geschlecht maßgeblichen politischen Einfluss im Alten Reich zu gewinnen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Strategien der Familienpolitik, insbesondere die Rolle von Beziehungsnetzwerken, kirchlichen Ämterbesetzungen, Vermögensaufbau und kultureller Repräsentation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erstellung eines Faktorenkatalogs, der erklärt, welche gezielten Maßnahmen der Familie Schönborn den rasanten Aufstieg und den über Jahrzehnte anhaltenden politischen Erfolg ermöglichten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Faktorenanalyse, um die Interdependenz verschiedener sozialer und politischer Strategien zu untersuchen und deren Beitrag zum Erfolg der Familie zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden einzelne Instrumente wie Nepotismus, Patronage, gezielte Erziehung, Heiratspolitik und Baupolitik detailliert dargestellt und ihre Verflechtung untereinander aufgezeigt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe sind Schönborn, Reichskirche, Patronage, Nepotismus und die spezifischen Partizipationsmöglichkeiten der Reichsritterschaft im Bistumssystem.

Welche Rolle spielte die Baupolitik für die Familie Schönborn?

Die Baupolitik diente als "Memorialoffensive", um den Einfluss der Familie dauerhaft im Stadtbild zu manifestieren und den Anspruch auf eine Stellung auf Augenhöhe mit bedeutenden Fürstenhäusern zu untermauern.

Warum endete der Erfolg der Familie ab der Mitte des 18. Jahrhunderts?

Der Autor führt dies unter anderem auf eine Ermüdung des Ehrgeizes nach der dritten Generation, einen Mangel an männlichen Nachkommen sowie eine wachsende Ablehnung innerhalb des Adels aufgrund der zu starken Machtkonzentration zurück.

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Details

Title
Partizipationsmöglichkeiten für Reichsritter im Alten Reich am Beispiel des Aufstieges der Familie Schönborn
College
University of Würzburg  (Institut für Geschichte)
Author
Marco Wirrer (Author)
Publication Year
2010
Pages
28
Catalog Number
V169980
ISBN (eBook)
9783640884902
ISBN (Book)
9783640885046
Language
German
Tags
partizipationsmöglichkeiten reichsritter alten reich beispiel aufstieges familie schönborn
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Wirrer (Author), 2010, Partizipationsmöglichkeiten für Reichsritter im Alten Reich am Beispiel des Aufstieges der Familie Schönborn, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169980
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