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Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der rechtlichen Betreuung von alleinerziehenden Müttern

Title: Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der rechtlichen Betreuung von alleinerziehenden Müttern

Diploma Thesis , 2009 , 93 Pages , Grade: gut

Autor:in: Ines van Grieken (Author)

Social Work

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Diplomarbeit ist im Rahmen der Diplomprüfungen des
Studienganges Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik/ Sozialarbeit entstanden und beschäftigt sich mit der
Fragestellung, ob alleinerziehende Mütter eine besondere Form der
rechtlichen Betreuung benötigen. Ziel dieser Arbeit ist die Analyse von Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der Betreuungsarbeit von
alleinerziehenden Müttern.

Zunächst wird auf die Grundlagen der rechtlichen Betreuung
eingegangen; neben der Person des Betreuten rückt der Berufsbetreuer in den Fokus der Betrachtung. Die Betreuerpraxis kann im Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit angesiedelt werden; in diesem Kontext sind insbesondere die erwünschten Kompetenzen eines Berufsbetreuers sowie Aspekte der Gesprächsführung von Interesse.

Es folgt die Erläuterung der Lebensform „Alleinerziehend“ im Hinblick auf die elterliche Sorge und die rechtliche Betreuung inklusive einer exemplarischen Darstellung von Leistungen zur Existenzsicherung, die vor allem für alleinerziehende Elternteile von Bedeutung sind.

Zum besseren Verständnis werden nachfolgend Leistungen und andere
Aufgaben des Kinder- und Jugendhilferechtes sowie eine Abgrenzung zur
rechtlichen Betreuung beschrieben.

Um die Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der Betreuungsarbeit
alleinerziehender Mütter zu erörtern, werden in einem praktischen Anteil dieser Arbeit sechs Fälle anonymisiert dargestellt. Die Fallschilderungen beschreiben auf der einen Seite alleinerziehende Frauen, die rechtlich betreut werden, auf der anderen Seite geht es um genau diese Frauen in ihrer Rolle als Mutter.

Der Betreuer wird oftmals mit Angelegenheiten bezüglich der Kinder der zu betreuenden Person konfrontiert; dieser Aspekt wirft die oben bereits formulierte Frage auf, ob alleinerziehende Mütter eine besondere Form der rechtlichen Betreuung benötigen.

Im Fazit werden abschießend die bedeutsamsten Aspekte der vorherigen
Kapitel zusammengefasst und die Ergebnisse der Fallschilderungen im
Hinblick auf die Fragestellung diskutiert.

Der Sprachgebrauch des Begriffes „Betreuung“ meint im Kontext dieser
Arbeit die „rechtliche Betreuung“ nach § 1896 ff. BGB.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde auf eine durchgehende Nennung beider Geschlechter verzichtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLAGEN DER RECHTLICHEN BETREUUNG

2.1 VORAUSSETZUNGEN FÜR EINE BETREUUNG

2.2 UMFANG UND DAUER EINER BETREUUNG

2.3 AUFGABENKREISE DES BETREUERS

2.3.1 Personensorge

2.3.2 Vermögenssorge

2.3.3 Allgemein

2.4 AUSWIRKUNGEN EINER BETREUUNG

2.5 DAS GERICHTSVERFAHREN

2.6 DER BETREUER

2.6.1 Die Betreuerauswahl

2.6.2 Kompetenzen eines Betreuers

2.6.3 Das Gespräch mit dem Betroffenen als wichtiger Bestandteil innerhalb der Betreuung

3. DIE BEDEUTUNG DER LEBENSFORM „ALLEINERZIEHEND“ IM HINBLICK AUF DIE ELTERLICHE SORGE UND DIE RECHTLICHE BETREUUNG

3.1 LEBENSFORM „ALLEINERZIEHEND“

3.2 DIE ELTERLICHE SORGE

3.3 EINGRIFFE IN DIE ELTERLICHE SORGE

3.4 AUSWIRKUNGEN EINER BETREUUNG AUF DIE ELTERLICHE SORGE

3.5 EXEMPLARISCHE DARSTELLUNG VON LEISTUNGEN ZUR EXISTENZSICHERUNG

3.5.1 Elternzeit und Elterngeld

3.5.2 Kindergeld und Kindesunterhalt

3.5.3 Ehegattenunterhalt und Betreuungsunterhalt

3.5.4 Arbeitslosengeld II und Sozialgeld

3.5.5 Sozialhilfe, Eingliederungshilfe und Persönliches Budget

4. DAS KINDER- UND JUGENDHILFERECHT IN BEZUG AUF DIE RECHTLICHE BETREUUNG

4.1 GRUNDLAGEN DES KINDER- UND JUGENDHILFERECHTS

4.2 LEISTUNGEN DER JUGENDHILFE

4.3 ANDERE AUFGABEN DER JUGENDHILFE

4.4 LEISTUNGEN DER KINDER- UND JUGENDHILFE UNTER DEM ASPEKT DER BETREUUNG

4.5 ABGRENZUNG DES KINDER- UND JUGENDHILFERECHTS VON DER BETREUUNG

5. ZUSTÄNDIGKEITEN UND GRENZEN INNERHALB DER RECHTLICHEN BETREUUNG VON ALLEINERZIEHENDEN MÜTTERN

5.1 EIGENES VORGEHEN

5.2 FALLSCHILDERUNGEN

5.2.1 Frau A. (* 1973)

5.2.2 Frau B. (* 1969)

5.2.3 Frau D. (* 1970)

5.2.4 Frau J. (* 1973)

5.2.5 Frau K. (* 1983)

5.2.6 Frau N. (* 1951)

6. DARSTELLUNG DER PROBLEMATIK SOWIE DENKBARE LÖSUNGSANSÄTZE

7. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der rechtlichen Betreuung von alleinerziehenden Müttern. Die Forschungsfrage fokussiert dabei, ob diese spezifische Zielgruppe aufgrund ihrer doppelten Belastung als Mutter und Betreute eine besondere Form der rechtlichen Betreuung benötigt und wie die Schnittstellen zwischen Betreuungsrecht und Kinder- und Jugendhilferecht in der Praxis ausgestaltet sind.

  • Rechtliche Grundlagen und Voraussetzungen der Betreuerbestellung
  • Bedeutung der Lebensform "Alleinerziehend" für elterliche Sorge und Betreuungsarbeit
  • Abgrenzung von rechtlicher Betreuung und Kinder- und Jugendhilferecht
  • Analyse realer Fallschilderungen zur Identifikation von Kompetenzkonflikten
  • Diskussion von Lösungsansätzen für eine bessere interdisziplinäre Vernetzung

Auszug aus dem Buch

5.2.2 Frau B. (* 1969)

Die Betreuung von Frau B. besteht seit Oktober 2000 und umfasst den Aufgabenkreis „Gesundheitssorge“, der „Aufenthaltsbestimmung“, der „Vermögenssorge“ sowie die „Geltendmachung von Ansprüchen auf Sozialhilfe und Unterhalt“.

Es war erforderlich für Frau B. auf ihren Antrag hin eine Betreuerin mit dem genannten Aufgabenkreis zu bestellen, weil sie aufgrund einer der in § 1896 Abs. 1 Satz 1 BGB aufgeführten Krankheiten bzw. Behinderungen, nämlich einer psychischen Erkrankung in Form einer „Persönlichkeitsstörung“ nicht in der Lage ist, diese Angelegenheiten selbst zu besorgen.

Frau B. arbeitete als Prostituierte in einem gewaltaffinen Milieu. Sie floh von dort und kam zunächst im Frauenhaus unter. Anlässlich eines Krankenhausaufenthaltes lernte sie die spätere Betreuerin kennen. Frau B. hatte keinerlei Zukunftsperspektive und Motivation. Im Gespräch wirkte sie aufgeregt, nervös, ungeduldig und explosiv. Im November 2000 nach Entlassung aus dem Krankenhaus bezog sie eine eigene Wohnung. Hier gab es umgehend Streitigkeiten mit den Nachbarn, da Frau B. nicht adäquat reagieren konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet den demografischen Wandel und die wachsende Zahl an Betreuungen bei alleinerziehenden Müttern als Grundlage für die Untersuchung.

2. GRUNDLAGEN DER RECHTLICHEN BETREUUNG: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Voraussetzungen, die Aufgabenbereiche des Betreuers sowie die Anforderungen an das Gerichtsverfahren und die Auswahl des Betreuers.

3. DIE BEDEUTUNG DER LEBENSFORM „ALLEINERZIEHEND“ IM HINBLICK AUF DIE ELTERLICHE SORGE UND DIE RECHTLICHE BETREUUNG: Hier werden die elterliche Sorge, Eingriffe in diese und relevante Sozialleistungen zur Existenzsicherung für Alleinerziehende detailliert dargestellt.

4. DAS KINDER- UND JUGENDHILFERECHT IN BEZUG AUF DIE RECHTLICHE BETREUUNG: Dieser Abschnitt beschreibt die Angebote der Jugendhilfe und zieht eine notwendige Abgrenzung zur rechtlichen Betreuung.

5. ZUSTÄNDIGKEITEN UND GRENZEN INNERHALB DER RECHTLICHEN BETREUUNG VON ALLEINERZIEHENDEN MÜTTERN: Anhand von sechs Fallbeispielen werden die alltäglichen Probleme und die Grenzen der Betreuerzuständigkeit in der Praxis analysiert.

6. DARSTELLUNG DER PROBLEMATIK SOWIE DENKBARE LÖSUNGSANSÄTZE: Es werden die Erkenntnisse aus den Fallstudien zusammengefasst und Ansätze für eine bessere Vernetzung und Kooperation zwischen Institutionen diskutiert.

7. FAZIT: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Thematik und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Ansätze für alleinerziehende Betreute.

Schlüsselwörter

Rechtliche Betreuung, Alleinerziehende Mütter, Kindeswohl, Sorgerecht, Sozialpädagogik, Berufsbetreuer, Jugendhilfe, SGB VIII, Vermögenssorge, Personensorge, Fallstudien, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Existenzsicherung, psychische Erkrankung, Hilfeplanverfahren

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Abgrenzungen bei der rechtlichen Betreuung alleinerziehender Mütter, insbesondere im Hinblick auf die Überschneidungen mit dem Kindeswohl und dem Kinder- und Jugendhilferecht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das deutsche Betreuungsrecht, die elterliche Sorge, soziale Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende sowie die praktischen Erfahrungen von Berufsbetreuern im Umgang mit Familienkonstellationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, wo die Zuständigkeiten der Berufsbetreuer enden, wenn es um Belange der Kinder geht, und ob eine spezialisierte Betreuungsform für alleinerziehende Mütter notwendig wäre.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Fallstudien, in denen sechs anonymisierte Fälle aus der Betreuungspraxis analysiert und im Hinblick auf die Fragestellung reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in rechtliche Grundlagen, die Analyse der Lebensform "Alleinerziehend", die Beschreibung des Kinder- und Jugendhilferechts sowie die Auswertung der Fallschilderungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen zählen rechtliche Betreuung, Kindeswohl, Sorgerecht, Sozialpädagogik, Berufsbetreuung, Jugendamt und Hilfe zur Erziehung.

Warum ist das Thema "Alleinerziehend" für Betreuer so relevant?

Da der Betreuer zwar nur für die Mutter zuständig ist, die Lebenssituation der Mutter jedoch untrennbar mit den Kindern verknüpft ist, entstehen in der Praxis häufig auftragsfremde Aufgaben für den Betreuer.

Welche Rolle spielt die Kommunikation in der Betreuungsarbeit?

Eine zielgerichtete Gesprächsführung ist entscheidend, um trotz möglicher psychischer Erkrankungen oder Sprachbarrieren das Vertrauen der Klientin zu gewinnen und die Wünsche der betroffenen Person im Sinne der Selbstbestimmung zu wahren.

Was schlägt die Autorin als Lösung für die Praxis vor?

Die Autorin plädiert für eine stärkere Vernetzung und Kooperation zwischen dem Jugendamt und den Betreuern, um durch gemeinsame Teamgespräche und eine ganzheitliche Hilfeplanung eine effizientere Unterstützung zu gewährleisten.

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Details

Title
Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der rechtlichen Betreuung von alleinerziehenden Müttern
College
University of Vechta  (Institut für Soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften)
Grade
gut
Author
Ines van Grieken (Author)
Publication Year
2009
Pages
93
Catalog Number
V169977
ISBN (Book)
9783640885084
ISBN (eBook)
9783640885145
Language
German
Tags
Diplomarbeit alleinerziehend Mütter rechtliche Betreuung Fallbeispiele
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ines van Grieken (Author), 2009, Zuständigkeiten und Grenzen innerhalb der rechtlichen Betreuung von alleinerziehenden Müttern, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169977
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