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Rechtsextremismus und Gewalt

Ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Autoren und den Theorien Heitmeyers

Title: Rechtsextremismus und Gewalt

Term Paper (Advanced seminar) , 2009 , 15 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Pascal Ludwig (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison

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Im Allgemeinen ist die moderne Rechtsextremismusforschung als ein schwieriges Feld zu verstehen. Dies liegt vor allem daran, dass in der Forschergemeinschaft keine allgemeingültigen Definitionen zu den verschiedenen Begrifflichkeiten existieren. Selbst wenn verschiedene Autoren denselben Begriff nutzen, ist nicht auch automatisch dasselbe damit gemeint. Es existiert somit keine allgemeingültige Definition in der Fachliteratur um das Phänomen Rechtsextremismus zu erklären. Dennoch existieren viele verschiedene Beschreibungen zum Thema Rechtsextremismus, jedoch nehmen diese teils widersprüchliche Formen an. Dies erschwert sowohl die Rechtsextremismusforschung im Allgemeinen also auch den Zugang in dieses Themenfeld. [Druwe 1996]
Eine allgemeingültige Definition scheint daher sehr schwierig und wird auch von manchen Autoren als unmöglich angesehen. [Butterwegge 2002: 11-25]
Diese Heterogenität der Begrifflichkeiten und nicht Vorhandensein einer exakten Wissenschaftssprache verhindert auch laut Druwe das Zustandekommen einer sinnvollen wissenschaftlichen Diskussion in der Forschergemeinschaft. [Druwe 1996]
Es scheint also kein leichtes Unterfangen zu sein, sich an eine Fragestellung aus der Rechtsextremismusforschung heranzuwagen.
Im Speziellen beschäftigt sich diese Hausarbeit mit der These Heitmeyers, dass Rechtsextremismus und Gewalt untrennbar miteinander verknüpft sind. Daraus resultiert die Fragestellung, warum dies der Fall ist und ob die genannte These das Phänomen Gewalt im Rechtsextremismus zutreffend erklärt.
Um diese Fragestellung zu lösen, werden zu Beginn dieser Arbeit die Begriffe „Rechtsextremismus“ und „Gewalt“ definiert. Dies erwies sich im Nachhinein als problematisch, da beide Begriffe mit heterogenen Vorstellungen behaftet sind. Im folgenden Kapitel werden zuerst die Vorstellungen Heitmeyers zu Rechtsextremismus und Gewalt charakterisiert, später wird genauer auf verschiedene Autoren zu den Themen „Rechtsextremismus“ und „Rechtsextremismus und Gewalt“ eingegangen.
Es folgt eine vergleichende Analyse der verschiedenen Ansichten zu Ursachen von Rechtsextremismus und rechtsextremer Gewalt.
In der abschließenden Schlussfolgerung wird noch einmal auf die eingangs erwähnte These und Fragestellung eingegangen und ein abschließendes Fazit gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1. Definition Rechtsextremismus

2.2. Definition Gewalt

3. Theoretische Ansätze

3.1. Heitmeyer

3.2. Gründe für Rechtsextremismus

3.3. Gründe für rechtsextreme Gewalt

4. Vergleich

5. Schlussfolgerung

6. Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die These von Wilhelm Heitmeyer, dass Rechtsextremismus und Gewalt untrennbar miteinander verbunden sind. Ziel ist es, die theoretischen Hintergründe dieser Verknüpfung zu analysieren, die Ursachen hinter rechtsextremer Gewalt zu beleuchten und zu prüfen, ob die zugrunde liegenden Erklärungsmodelle das Phänomen wissenschaftlich plausibel abbilden.

  • Vergleichende Analyse verschiedener rechtsextremismustheoretischer Ansätze.
  • Untersuchung von Desintegrationsprozessen als Ursache rechtsextremer Orientierungen.
  • Analyse des SOLIE-Schemas zur Erklärung rechtsextremer Gewaltdynamiken.
  • Diskussion der Rolle gesellschaftlichen Wandels und Statusverlusts.
  • Abgleich der Position Heitmeyers mit anderen politikwissenschaftlichen Theorien.

Auszug aus dem Buch

3.1. Heitmeyer

Heitmeyer prägt in seinen Werken den Begriff der „rechtsextremen Orientierung“. Damit sind sozialstrukturelle, sozial-interaktive und individuelle Desintegrationsprozesse im Laufe der Sozialisation gemeint. Diese Orientierungen sind die Folge der Verarbeitung der genannten Desintegrationsprozesse. Jedoch kann man Erklärungen von rechtsextremistischen Einstellungen nicht Verallgemeinern, sondern muss sich immer auf den Einzelnen beziehen. So entsteht Rechtsextremismus aus der Verarbeitung von so genannten Ohnmachtserfahrungen wie Unsicherheit oder Vereinzelung. Hieraus resultiert, laut Heitmeyer, eine ausgeprägte Gewaltakzeptanz. Auf diese Art und Weise werden Sicherheit und Zugehörigkeit gefühlt. [Druwe 1996 + Nohlen 2003: 426]

Es entwickelt sich in rechtsextremen Bewegungen eine Ideologie der Ungleichheit, welche auf das Recht des Stärkeren, also natürliche Hierarchien, verweist und sich Gewalt als normale politische Aktionsform aneignet. [Druwe 1996 + Nohlen 2003: 426]

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Schwierigkeit einer allgemeingültigen Definition des Rechtsextremismus und führt die zentrale Fragestellung zur untrennbaren Verknüpfung von Rechtsextremismus und Gewalt ein.

2. Definitionen: In diesem Kapitel werden die komplexen und heterogenen Begriffe Rechtsextremismus und Gewalt im wissenschaftlichen Kontext definiert und abgegrenzt.

3. Theoretische Ansätze: Das Kapitel erläutert die Theorie Heitmeyers zur rechtsextremen Orientierung sowie diverse Erklärungsmodelle für die Ursachen von Rechtsextremismus und rechtsextremer Gewalt.

4. Vergleich: Es findet eine vergleichende Gegenüberstellung der Theorien von Heitmeyer, Lipset, Falter, Kornhauser und Stöss statt, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Ursachenbestimmung herauszuarbeiten.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Heitmeyers Erklärungsansatz trotz unterschiedlicher theoretischer Ausprägungen in der Fachwelt nachvollziehbar bleibt.

6. Ausblick: Der Ausblick thematisiert mögliche zukünftige Forschungsfragen, etwa den Einfluss aktueller Finanzkrisen auf die Dynamik von Rechtsextremismus und Gewalt.

Schlüsselwörter

Rechtsextremismus, Gewalt, Heitmeyer, Desintegrationsprozess, Sozialisation, SOLIE-Schema, Ideologie der Ungleichheit, Statusverlust, Massengesellschaft, Politische Konfessionalismus, Rechtsextreme Orientierung, Gewaltakzeptanz, Extremismusforschung, Gruppendynamik, Soziale Desintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen rechtsextremen Weltanschauungen und der Anwendung von Gewalt, insbesondere auf Basis der Theorien von Wilhelm Heitmeyer.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Schwerpunkten gehören Definitionsprobleme in der Extremismusforschung, die Bedeutung gesellschaftlicher Desintegrationsprozesse und die Analyse von Ursachen für Gewalt im rechtsextremen Spektrum.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, zu prüfen, ob die These Heitmeyers – dass Rechtsextremismus und Gewalt untrennbar verknüpft sind – wissenschaftlich haltbar ist und ob sie das Phänomen Gewalt zutreffend erklären kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende Literaturanalyse, bei der die Theorien verschiedener Autoren (Heitmeyer, Lipset, Falter, Kornhauser, Stöss) gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Begriffe, die detaillierte Darstellung von Theorien zur Entstehung von Rechtsextremismus sowie einen anschließenden Vergleich dieser Theorien hinsichtlich ihrer Ursachenbestimmung.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Schlagworte sind Rechtsextremismus, Gewalt, Desintegration, SOLIE-Schema, Statusverlust und Extremismusforschung.

Was genau ist das SOLIE-Schema von Heitmeyer?

Das SOLIE-Schema steht für Sozialisation, Organisation, Legitimation, Interaktion und Eskalation. Es beschreibt den Prozess, wie aus gesellschaftlichen Bedingungen letztlich gewalttätiges Handeln in rechtsextremen Kontexten entsteht.

Wie unterscheidet sich Heitmeyers Ansatz von dem anderer Forscher wie Lipset oder Kornhauser?

Während viele Forscher den Fokus stärker auf den sozialen Wandel als Ursache für den Aufstieg von Parteien legen, stellt Heitmeyer die direkte Verknüpfung von Rechtsextremismus und einer systematischen Gewaltakzeptanz durch Desintegration in den Mittelpunkt.

Welche Rolle spielt die "ideologische Ungleichheit" in der Argumentation des Autors?

Heitmeyer führt aus, dass rechtsextreme Gruppierungen eine Ideologie der Ungleichheit verfolgen, in der Gewalt nicht als Ausnahme, sondern als normales politisches Mittel zur Behauptung in natürlichen Hierarchien gesehen wird.

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Details

Title
Rechtsextremismus und Gewalt
Subtitle
Ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Autoren und den Theorien Heitmeyers
College
Johannes Gutenberg University Mainz
Grade
2,0
Author
Pascal Ludwig (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V169910
ISBN (eBook)
9783640883219
ISBN (Book)
9783640883363
Language
German
Tags
Rechtsextremismus Gewalt Heitmeyer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Pascal Ludwig (Author), 2009, Rechtsextremismus und Gewalt, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169910
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