In dem vorliegenden Bericht werde ich meine Erwartungen an das vierwöchige Praktikum, so wie, meine Erfahrungen, Befürchtungen und Beobachtungen während dieser Zeit darlegen.
Im ersten Kapitell werde ich die städtische X-Grundschule vorstellen, um dem Leser einen ersten Einblick in mein Umfeld meines Praktikums geben zu können. Anschließend erläutere ich meine Befürchtungen vor dem Praktikum, um den Leser einen genauen Einblick in meine Ängste und Erwartungen zu geben.
In meinem nächsten Abschnitt „die Klasse 1b“ kann sich der Laie meine genaue Situation vor Augen führen. Vor allem aber, durch die Auswertung der Beobachtungsbögen, kann ich meine Situation besser schildern und dem Leser einen Einblick in die Klassensituation geben.
Einhergehend werde ich einen Bezug zu meiner spezifischen Fragestellung herstellen und das Lesekonzept „Lesen durch Schreiben“ von Reichen aus seinem Buch mit dem Titel „Hannah hat Kino im Kopf“, sowie dessen Umsetzung an der X-Grundschule in der ersten Klasse 1b erläutern.
Darauffolgend werde ich das Lesekonzept von J. Reichen mit der Umsetzung in der Klasse 1b vergleichen.
In meinem Fazit werde ich meine Befürchtungen, Erwartungen kurz wieder geben, um anschließend diese mit meinen Erfahrungen zu reflektieren. Ebenso gebe ich das Lesekonzept und die Umsetzung in der Klasse 1b wieder, um beides besser diskutieren zu können. Meine eigene Meinung wird hierbei nicht außen vorgelassen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die städtisch evangelische X-Grundschule
3. Erwartungen an das Praktikum und die Lerngruppe
3.1 Meine Erwartungen
3.2 Die Klasse 1b
3.3 Die Auswertung der Beobachtungsbögen
4. Vorstellung der Methode: „Lesen durch Schreiben“ von J. Reichen
4.1 Lesedidaktisches Prinzip: Lesen durch Schreiben
4.2 Lernpsychologisches Prinzip: Selbstgesteuertes Lernen
4.3 Schulpädagogisches Prinzip: Werkstattunterricht
5. Beobachtung des Konzepts „Lesen durch Schreiben“ in der Klasse 1b
6. Vergleichung
7. Persönliches und fachliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die eigenen Erwartungen, Erfahrungen und Beobachtungen während eines vierwöchigen Schulpraktikums an einer Grundschule kritisch zu reflektieren. Im Zentrum steht dabei die Untersuchung der Anwendung des schriftsprachlichen Lernkonzepts „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen Reichen in einer ersten Klasse im Vergleich zur theoretischen Konzeption.
- Vorstellung des schulischen Umfelds der X-Grundschule
- Analyse des Anfangsunterrichts in der Klasse 1b
- Erläuterung der theoretischen Prinzipien von Reichens „Lesen durch Schreiben“
- Vergleich zwischen Konzept und unterrichtlicher Praxis
- Reflexion der Rolle als Praktikant und der fachlichen Erkenntnisse
Auszug aus dem Buch
4. Vorstellung der Methode: „Lesen durch Schreiben“ von J. Reichen
„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken.“
Bei der Lernmethode „Lesen durch Schreiben“ von Jürgen Reichen steht eine Grundtatsache im Vordergrund. Er geht davon aus, dass das Lernen jedes Kindes immer ein Prozess sei, der nicht von einer Lehrperson übertragen werden kann. Jedes Kind muss für sich selbst lernen und somit auch lernen wollen. Auch wenn die Lehrperson oder die Eltern noch so qualifiziert sind, kann nur das Kind selbst für sich entscheiden, ob es lernen möchte. Aus diesem Grund kann der Lehrer bei dieser Methode nur als Moderator fungieren und nur begrenzt den Lernprozess steuern und kontrollieren.
Im Mittelpunkt dieser Methode stehen der Spaß und die Motivation des Kindes, die Förderung des Individuums, so wie die Kreativität jedes Kindes und der folgende Nebeneffekt, das Lesen.
Von Beginn der ersten Klasse lernen die Kinder mithilfe der Buchstabentabelle das Alphabet und somit das Verschriften. Die Tabellen sind nach dem „Anlautprinzip“ angeordnet. Die Kinder sehen z.B. im linken Teil einen Esel und eine Ente und daneben den Buchstaben „E“. Bei dem Buchstaben „E“ sehen die Kinder zwei Zeichnungen, da es im Deutschen davon jeweils zwei Varianten des Selbstlautes gibt, den kurzen und den langen Selbstlaut. Die Kinder können den Buchstaben zu den Wörtern zuordnen, da sie diese schon kennen. Haben die Kinder dieses System verstanden, können sie alle Wörter der Welt schreiben, jedoch nicht lesen. Dies vermittelt den Kindern, dass sie das Verschriften ganz alleine geschafft haben und es stärkt deren Selbstbewusstsein. J. Reichen behauptet: „Das eigentliche Lesen stellt sich nach einiger Zeit des Selber - Schreibens von selbst ein: Lesenkönnen entsteht aus dem Schreiben.“
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Darstellung der Intention des Praktikumsberichts sowie der chronologischen Vorgehensweise und der Fragestellung.
2. Die städtisch evangelische X-Grundschule: Beschreibung der strukturellen Rahmenbedingungen und des pädagogischen Leitbilds der Schule.
3. Erwartungen an das Praktikum und die Lerngruppe: Reflexion der persönlichen Erwartungen und Ängste sowie eine detaillierte Charakterisierung der Klasse 1b und der Beobachtungsmodalitäten.
4. Vorstellung der Methode: „Lesen durch Schreiben“ von J. Reichen: Theoretische Einführung in das Konzept nach Jürgen Reichen mit seinen drei zentralen Prinzipien.
5. Beobachtung des Konzepts „Lesen durch Schreiben“ in der Klasse 1b: Dokumentation der praktischen Umsetzung und der unterrichtlichen Methoden im konkreten Schulalltag.
6. Vergleichung: Kritische Gegenüberstellung des theoretischen Konzepts mit den beobachteten Diskrepanzen und Übereinstimmungen in der Praxis.
7. Persönliches und fachliches Fazit: Zusammenfassende Reflexion der eigenen beruflichen Entwicklung und der Wirksamkeit des Lernkonzepts.
Schlüsselwörter
Lesen durch Schreiben, Jürgen Reichen, Anfangsunterricht, Grundschule, Schulpraktikum, Anlauttabelle, Selbstgesteuertes Lernen, Werkstattunterricht, Fächerübergreifend, Unterrichtsbeobachtung, Schriftspracherwerb, Pädagogische Reflexion, Lernprozess, Lehrerrolle, Unterrichtsmethodik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert und reflektiert die Erfahrungen eines vierwöchigen Orientierungspraktikums an einer Grundschule, wobei der Fokus auf dem schriftsprachlichen Lernkonzept „Lesen durch Schreiben“ liegt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung des Konzepts nach Jürgen Reichen, die Organisation des Grundschulalltags und die praktische Umsetzung sowie Reflexion von Lernmethoden im ersten Schuljahr.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist der Vergleich zwischen der theoretischen Konzeption „Lesen durch Schreiben“ und der beobachteten Unterrichtspraxis in der Klasse 1b, um zu evaluieren, wie das Konzept in den Schulalltag integriert wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf teilnehmender Beobachtung und der systematischen Auswertung von Beobachtungsbögen, ergänzt durch eine Literaturanalyse der Konzepte von Jürgen Reichen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl die theoretischen Prinzipien (Lesedidaktik, Lernpsychologie, Schulpädagogik) als auch die konkrete Beobachtung des Unterrichts, inklusive der Lehrermethoden und Klassenorganisation, dargestellt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lesen durch Schreiben, Anlauttabelle, Selbstgesteuertes Lernen, Schulpraktikum und Unterrichtsbeobachtung charakterisiert.
Wie bewertet die Autorin die Anwendung der Anlauttabelle in der Praxis?
Die Autorin stellt fest, dass die Anwendung der Anlauttabelle für einige Kinder mühsam ist und zu Frustration führen kann, wenn diese sich entmutigt fühlen, weshalb manche Kinder das Wort lieber nach Gehör schreiben.
Inwieweit konnte das fächerübergreifende Prinzip umgesetzt werden?
Die Beobachtung zeigt, dass die fächerübergreifende Arbeit in der untersuchten Klasse nur teilweise umgesetzt wurde, da insbesondere im Mathematikunterricht die fächerübergreifenden Bezüge weitgehend fehlten.
- Quote paper
- Pia Brinkkoetter (Author), 2008, Das Konzept "Lesen durch Schreiben" an der Grundschule. Bericht über das Orientierungspraktikum, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169573