Ziel dieser Arbeit ist es, ein von mir, im Zuge der Lehrveranstaltung „das qualitative
Interview“, durchgeführtes Interview in transkribierter Form darzustellen. Im Anschluss
daran sollen die bedeutungsvollen, narrativen Strukturen des Gesagten herausgearbeitet
werden, um zu hinterfragen welche Thematiken und Schwierigkeiten sich für Jugendliche,
die sich im Übergangsstadium zwischen Schule und Arbeit, somit im Arbeitsfindungsprozess,
befinden, welche als Probanden innerhalb dieser Untersuchung befragt wurden,
ergeben. Als Vorgangsweise wurde dafür ein offenes Leitfadeninterview, mit der
Zielsetzung dem Befragten möglichst viel Erzählungsfreiraum zu geben, verwendet, da sich
durch Selbiges die „subjektiven Bedeutungsstrukturen, die sich im freien Erzählen […]
herausschälen [lassen], sich [ jedoch in] einem systematischen Abfragen aber verschließen
[würden]“ (Mayring, 2002: S.72), herausgearbeitet werden können. „Ziel des
Intensivinterviews ist es im Rahmen […] der Forschung genaue Informationen vom
Befragten, unter besonderer Berücksichtigung von Sprache und Bedürfnissen zu erlangen.
[…]“ (Friedrichs 1985: S. 247f) Somit sucht diese Arbeit das durchgeführte Interview
möglichst genau zu beschreiben, ferner die sich daraus ergebenden Vor- und
Durchführungsschritte, sowie damit verbundene Problematiken zu beschreiben und im
letzten Teil der Arbeit das Gesagte anhand der Analysemethode der „grounded theory“ zu
hinterfragen.
1. Einleitung 1
2. Zugang zum Feld 1
2.1. Gatekeeper 1
2.2. Anfangssituation 2
2.3. Befragungsatmosphäre 2
3. Methode 3
3.1. Kriterien eines qualitativen Interviews 3
4. Leitfaden 4
4.3. Pretest 4
4.4. Rolle des Forschers 4
4.5 Problematiken 5
5. Hauptteil 6
5.1. Transkriptionsverfahren 6
5.2. grounded theory 6
6. Interpretation 7
6.1. zentrales Thema 8
6.2. Kontext 8
6.3. ursächliche Bedingungen 9
6.4. intervenierende Bedingungen 11
6.5. Handlungsstrategien 13
6.6. Konsequenzen 13
7. Schlussfolgerungen 14
8. Konklusion 14
9. Literaturnachweiß 15
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zugang zum Feld
2.1. Gatekeeper
2.2. Anfangssituation
2.3. Befragungsatmosphäre
3. Methode
3.1. Kriterien eines qualitativen Interviews
4.2. Der Leitfaden
4.3. Pretest
4.4. Rolle des Forschers
4.5. Problematiken
5. Hauptteil
5.1. Transkriptionsverfahren
5.2. grounded theory
6. Interpretation
6.1. zentrales Thema
6.2. Kontext
6.3. ursächliche Bedingungen
6.4. intervenierende Bedingungen
6.5. Handlungsstrategien
6.6. Konsequenzen
7. Schlussfolgerungen
8. Konklusion
9. Transkription
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit widmet sich der qualitativen Analyse narrativer Strukturen in einem Experteninterview mit einer Jugendlichen, um die Herausforderungen und Beweggründe während des Übergangsprozesses von der Schule in die Arbeitswelt zu untersuchen. Im Zentrum steht dabei die methodische Aufarbeitung eines Leitfadeninterviews mittels der "grounded theory".
- Analyse des Berufsfindungsprozesses von Jugendlichen
- Einflussfaktoren durch soziales Umfeld, Familie und Freunde
- Methodische Anwendung der "grounded theory"
- Reflexion über die Rolle der Interviewerin und Interviewsituation
- Untersuchung von Entscheidungskriterien bei der Studienwahl
Auszug aus dem Buch
4.4. Rolle des Forschers
Der Entwicklung und somit die etwaig auftretenden Schwierigkeiten einer konkreten Interviewsituation lassen sich nur schwer vorab planen. Somit hängt der Erfolg des Interviews wesentlich von den Fähigkeiten der Interviewerin ab. Qualifikationen für den positiven Verlauft einer Befragung sind neben persönlicher und sozialer Kompetenz, die Fähigkeit des spontanen Kodierens und richtig gesteuerten Nachfragens der Interviewerin, welche sich in komplikativen Situationen durch richtige ad hoc Entscheidungen und Konzentration auf den Gesprächsinhalt, speziell durch die Fähigkeit des passenden Abweichens vom Fragebogen zugunsten intensiverer Erkundigungen zeigt. (vgl. Hopf 1991: S.177) Für eine positive Gesprächsentwicklung sind neben genannten Kompetenzen auch „nonverbale Gesprächssignale“ (Helfferrich 2005: S. 86) ausschlaggebend, die neben der Gesprächssteuerung vor allem der positiven Resonanz der Forscherin gegenüber der Befragten, ferner der Gefühlsvermittlung und des Aufbaus einer Beziehung zwischen Interviewerin und Interviewpartnerin dienen. (vgl. ebd. S. 86f) Diese Signale werden mittels Blickkontakt, Körperhaltung, Mimik, Gestik, Tonfall, Lautstärke und Pausen vermittelt und drücken die emotiven Gesprächsgehalte seitens beider Gesprächspartner aus. (vgl. ebd. S. 87)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Ziels, ein qualitatives Interview zu transkribieren und anhand narrativer Strukturen zu analysieren.
2. Zugang zum Feld: Erläuterung der Auswahl der Interviewpartnerin durch Gatekeeper und der Bedeutung der Interviewsituation.
3. Methode: Darstellung der theoretischen Kriterien für ein qualitatives Interview, wie Reichweite, Spezifität und Neutralität.
4.2. Der Leitfaden: Begründung für den Einsatz eines problembezogenen Leitfadens zur Strukturierung und Vergleichbarkeit.
4.3. Pretest: Beschreibung des Probeinterviews zur Testung des Leitfadens und zur Schulung der Interviewtechnik.
4.4. Rolle des Forschers: Analyse der notwendigen Kompetenzen des Interviewers, inklusive nonverbaler Signale und professioneller Distanz.
4.5. Problematiken: Reflektion über situative Schwierigkeiten im ersten Interview, wie suggestive Fragen und eigene Unsicherheit.
5. Hauptteil: Überblick über die Transkriptionsregeln und die methodische Einordnung in die "grounded theory".
5.1. Transkriptionsverfahren: Definition der Vorgaben für die schriftliche Übertragung des Interviews.
5.2. grounded theory: Theoretische Herleitung der Auswertungsmethode zur Transformation narrativer Daten in wissenschaftliche Kategorien.
6. Interpretation: Anwendung des Analyserahmens auf die Aussagen der Probandin anhand zentraler Kategorien.
6.1. zentrales Thema: Darstellung der Studienwahlentscheidung der Probandin.
6.2. Kontext: Analyse der lebensweltlichen Hintergründe und sozialen Beziehungen.
6.3. ursächliche Bedingungen: Identifikation der Motive hinter der Berufsentscheidung.
6.4. intervenierende Bedingungen: Untersuchung von äußeren Einflüssen auf den Berufswunsch.
6.5. Handlungsstrategien: Beschreibung der bereits unternommenen Schritte zur Umsetzung der Ziele.
6.6. Konsequenzen: Schlussbetrachtung der Entscheidung im Hinblick auf soziale Strukturen.
7. Schlussfolgerungen: Synthese der Ergebnisse zum komplexen Entscheidungsnetzwerk Jugendlicher.
8. Konklusion: Persönliches Fazit der Autorin zum Forschungsprozess und Gewinn für den eigenen Horizont.
9. Transkription: Wiedergabe des vollständigen Interviewprotokolls.
Schlüsselwörter
Qualitatives Interview, Berufsfindungsprozess, Jugendliche, Grounded Theory, Leitfadeninterview, Sozialforschung, Lebenswelt, Narrative Strukturen, Interviewführung, Transkription, Feldzugang, Peergroup, Studienwahl, Arbeitswelt, Berufsorientierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht den Übergangsprozess von Jugendlichen von der Schule in die Arbeitswelt anhand eines narrativen Leitfadeninterviews.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Berufs- und Studienwahl, dem Einfluss des sozialen Umfelds (Familie und Freunde) sowie der Rolle von Medien und Freizeitgestaltung.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Herausarbeitung subjektiver Bedeutungsstrukturen und Motive einer Jugendlichen in Bezug auf ihren Berufsfindungsprozess.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse verwendet?
Es wird das Verfahren der "grounded theory" genutzt, um aus dem transkribierten Interview systematisch Kategorien und Konzepte zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil des Dokuments behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Transkription des Interviews sowie die detaillierte Interpretation der Aussagen in Schlüsselkategorien wie Kontext, Handlungsstrategien und Konsequenzen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie qualitatives Interview, Berufsfindung, Grounded Theory und Jugendforschung beschreiben.
Wie geht die Autorin mit dem Einfluss ihres sozialen Netzwerks als "Gatekeeper" um?
Die Autorin reflektiert kritisch über die Nutzung persönlicher Kontakte, um Vertrauen aufzubauen und den Zugang zum Forschungsfeld zu erleichtern.
Welche Bedeutung misst die Befragte dem Faktor "Freizeit" in ihrem zukünftigen Beruf bei?
Freizeit spielt eine zentrale Rolle; die Probandin sucht gezielt nach einem Beruf, der ihr aufgrund von Ferien und Arbeitszeitgestaltung Freiraum für Hobbys und Reisen ermöglicht.
Wie bewertet die Befragte den Einfluss digitaler Medien auf ihre soziale Interaktion?
Sie schätzt die praktische Nutzbarkeit für den Informationsaustausch, empfindet die Kommunikation jedoch teilweise als oberflächlich und bedauert den Verlust des persönlichen, familiären Kontakts.
- Quote paper
- MMag. Catrin Neumayer (Author), 2010, Das qualitative Interview, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/169372