Inwiefern haben Israel und Palästina die Chance auf einen eigenen Staat und Gleichberechtigung, unter Berücksichtigung des historischen und aktuellen Konfliktverlaufs, seiner Konsequenzen sowie der bestehenden Machtverhältnisse?
Seit der Staatsgründung Israels 1948 stehen zwei Völker mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Prägungen in einem fortdauernden Konflikt. Die Gründung Israels wurde von vielen Konfliktparteien als aggressive und teils kolonialistische Handlung interpretiert, was die Grundlage für jahrzehntelange Spannungen legte. Beide Seiten beanspruchen das historische Palästina als ihr angestammtes Territorium und streben eine Vertreibung des jeweils anderen Volkes an. Bisherige Bemühungen um gerechte territoriale Regelungen blieben ohne nachhaltigen Erfolg.
Obgleich der Konflikt primär territorial motiviert ist, weisen ihn religiöse Narrative auf, die rationale Verhandlungen erschweren. Emotionale, mitunter irrationale Argumentationsstrategien prägen den Diskurs und hemmen eine stabile Friedensordnung. Historische Analysen zeigen, dass zahlreiche Friedensversuche scheiterten; entscheidend ist jedoch nicht die Zahl der gescheiterten Prozesse, sondern die dahinterliegenden strukturellen Hindernisse und Motivationen.
Der israelisch-palästinensische Konflikt forderte bereits unzählige Menschenleben. Er ist kein reiner Religionskonflikt, sondern ein territorialer Konflikt mit religiös aufgeladenen Elementen, in dem das umstrittene Land als heilig und als Eigentum einer bestimmten Gemeinschaft beansprucht wird.
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- Janis Hindelang (Author), 2017, Israel-Palästina-Konflikt. Eine Chance auf Frieden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1692064