Das Praktikum gehört zum Rahmen des Moduls 11 und stellt den Praxis Teil da. Der Praxis Teil sieht in meinem Fall 10 Einheiten a 1,5 Stunden vor. Da ich zum einen Unterricht mit den VorkonfirmandenInnen und zum anderen mit den HauptkonfirmandenInnen habe, ist in den ersten fünf Stunden mein Mentor Herr Pastor A. und in den zweiten fünf Stunden Frau Diakonin B.
Ich habe mich bewusst dafür entschieden mein Praktikum zu teilen, um zum einen eben den Unterricht bei einem Pastor zu erfahren und zum anderen bei einer Diakonin. So habe ich die Möglichkeit die Verschieden Berufsgruppen zu erfassen und in mein Handeln mit einfließen zu lassen. Ich habe schon ab der zweiten Unterrichtseinheit mit arbeiten können, da ich mich vorab immer mit dem Pastor getroffen habe und wir zusammen die Unterrichtsplanung entworfen haben. Der Unterricht findet wöchentlich statt und umfasst 1,5Stunden.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1 Situationsanalyse
1.1 Die St. X- Kirchengemeinde in Y Z
1.1.1 Die Gemeinde
1.1.2 Stellenbesetzung in der Kirchengemeinde
1.2 Das KU- Modell
1.2.1 Rahmenbedingungen für den Konfirmandenunterricht
1.2.2 Unterrichtsmaterialien
1.2.3 Unterrichtsraum und Ausstattung
1.2.4 Wichtige Elemente des bisherigen Unterrichts
1.3 Die Gruppe
2 Thema und Ziele
2.1 Themenwahl
2.1.1 Bibelstellen zum Thema Zehn Gebote
2.1.2 Unterschiede zu den Zehn Geboten im Buch Deuteronomium
2.1.3 Die Zehn Gebote nach Martin Luther
2.3 Exegese
2.3.1 Aussage des Siebten Gebotes
2.4 Didaktische Analyse
2.4.1 Einordnung des Themas in die Unterrichtreihe
2.5 Lernziele
3 Der Unterrichtsentwurf
3.1 Der Unterrichtsverlauf
3.2 Beschreibung und Begründung der Methoden
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit dient der Dokumentation einer Lehrprobe im Rahmen des Konfirmandenunterrichts. Ziel ist es, den Unterrichtsentwurf zum siebten Gebot („Du sollst nicht stehlen“) unter Berücksichtigung der spezifischen Rahmenbedingungen, der Zielgruppe und einer didaktischen Aufarbeitung zu planen und zu begründen.
- Analyse der kontextuellen Rahmenbedingungen der Kirchengemeinde und der Lerngruppe
- Exegese des siebten Gebots und Einordnung in den Dekalog
- Didaktische Reflexion der Bedeutung des Gebots für die Lebenswelt Jugendlicher
- Strukturierung und methodische Gestaltung einer 90-minütigen Unterrichtseinheit
Auszug aus dem Buch
2.3 Exegese
Im 13 Jh. wird der Dekalog Kirchenamtlich empfohlen. In ihm findet ein Wechselspiel von Verboten und Geboten statt. Das Wort ,,Dekalog" steht für he dekálogos nomothesia und bedeutet übersetzt, das aus zehn Worten bestehende Gesetz. Bei Ex 20 stehen die Zehn Gebote unmittelbar mit dem Bundesschluss zusammen, den Gott mit den Menschen schließt. In Dtn 5 wird daran erinnert, deshalb kann man davon ausgehen das man es mit einer Nacherzählung zu tun hat. Durch diese Doppelte Erwähnung ist eine Hervorhebung bereits gewährleistet. Der Dekalog ist ein in sich abgeschlossenes Kapitel. Die Zehn Gebote sind in zwei Tafeln eingeteilt. Auf der ersten Tafel wird sich mit Gott befasst, auf der zweiten geht es in die zwischenmenschliche Beziehung, es sind die Sozial Gebote. Der Mensch wird in allen Geboten unmittelbar angesprochen. Der Anfang wird mit den Jahwe reden gebildet. Hier spricht Gott von sich aus der Ich Perspektive. Die Sozial Gebote sind in aller Kürze und Knappheit geschrieben und fangen meist mit „ Du sollst“ an. In der ethischen Diskussion der Zehn Gebote kommen einige Fragen auf. Eine Seite spricht davon das die sie längst überholt sind. Sie stammen aus einer vergangenen Zeit in der eine Agrarkultur herrschte. Die Grenzen der Zehn Gebote sind fließend, sie enthalten keine Strafen und man erfährt nicht was passiert, wenn man sich gegen sie richtet.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Situationsanalyse: Beschreibung des kontextuellen Umfelds der Kirchengemeinde, des KU-Modells sowie der spezifischen Gruppendynamik und Leistungsstärke der Konfirmanden.
2 Thema und Ziele: Herleitung der Themenwahl unter Berücksichtigung exegetischer Hintergründe, theologischer Einordnung und didaktischer Lernzielformulierungen für die Unterrichtseinheit.
3 Der Unterrichtsentwurf: Detaillierte Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs in sechs Schritten sowie eine methodische Begründung für die gewählten Vermittlungsformen.
Schlüsselwörter
Konfirmandenunterricht, Siebtes Gebot, Du sollst nicht stehlen, Dekalog, Didaktik, Religionspädagogik, Unterrichtsentwurf, Lehrprobe, Kirchengemeinde, Sozialgebot, Ethik, Gruppendynamik, Konfirmation, Exegese, Jugendbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit dokumentiert eine schriftliche Ausarbeitung für ein religionspädagogisches Praktikum, das sich auf eine geplante Lehrprobe im Konfirmandenunterricht konzentriert.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Situationsanalyse der Kirchengemeinde, der exegetischen Auseinandersetzung mit dem siebten Gebot sowie der methodischen Planung einer Unterrichtsstunde.
Was ist das primäre Ziel des Unterrichtsentwurfs?
Das Ziel ist es, den Jugendlichen die Aktualität des Gebots „Du sollst nicht stehlen“ zu vermitteln und sie für die verschiedenen Facetten und Motive des Stehlens zu sensibilisieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus Situationsanalyse, exegetischer Untersuchung der biblischen Texte und didaktischer Planung, die auf dem Prinzip des entdeckenden Lernens und des Austauschs basiert.
Was ist Gegenstand des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Rahmenbedingungen, die theologische Herleitung des Themas sowie die detaillierte Planung und Begründung des Unterrichtsverlaufs.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Konfirmandenunterricht, Didaktik, Ethik, Zehn Gebote, Gruppenprozesse und methodischer Wechsel.
Warum wurde das siebte Gebot als Thema gewählt?
Der Autor sieht in der aktuellen Lebenswelt der Jugendlichen durch Gruppendruck und neue Konsumreize einen hohen Bedarf, sich kritisch mit dem Thema Eigentum und Diebstahl auseinanderzusetzen.
Welche Rolle spielt die Methodik im Unterrichtsentwurf?
Es wird bewusst ein Wechsel zwischen Einzelarbeit und Diskussionsrunden im Stuhlkreis gewählt, um sowohl die individuelle Auseinandersetzung als auch den gemeinschaftlichen Ideenaustausch zu fördern.
- Quote paper
- Christian Müller (Author), 2010, Portfolio zur Lehrprobe im Konfirmandenunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168921