In der vorliegenden Hausarbeit wird die Thematik jugendlicher Widerstandsgruppen in Deutschland während des Nationalsozialismus unter dem Aspekt des Täter-Opfer-Diskurses behandelt.
Im ersten Teil erfolgt zunächst ein historischer Exkurs, der die Entstehung, Beweggründe und Bedeutung von Widerstandsgruppen in Deutschland zusammenfasst. Darüber hinaus wird ein grober Überblick über bekannte Widerstandsgruppen in Deutschland sowie ihre Motivation, das faschistische Herrschaftssystem zu bekämpfen, gegeben. Anschließend wird im zweiten Teil des folgenden Kapitels die Opposition im Raum Leipzig in den Fokus gerückt und dabei auf die sogenannten „Leipziger Meuten“ eingegangen, die sich als Nachreiter linkssozialistischer Widerstandsgruppen einsetzten.
Dies dient als Kontext für den zweiten Teil dieser Arbeit, in dem die Darstellung der Leipziger Meute im Roman „Bis die Sterne zittern“ des 1979 geborenen Leipziger Autors Johannes Herwig² analysiert wird. Dabei wird ihre Zusammensetzung im Roman anhand der Differenzkriterien Class und Gender untersucht sowie ihre Position als Täter oder Opfer thematisiert. Zur Unterstützung des letztgenannten Punktes dienen einige Textausschnitte, die sowohl ihr oppositionelles als auch ihr systemkonformes Handeln markieren.
Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse in einem Fazit festgehalten und eine persönliche Einordnung der Meute im Täter-Opfer-Diskurs vorgenommen.
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- Anonym (Author), 2023, Jugendliche Widerstandsgruppen im Nationalsozialismus – Täter oder Opfer?, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1685544