Das Thema dieser Arbeit umfasst die neutestamentarische Maria Magdalena, wobei hier die Aufmerksamkeit auf das Johannesevangelium (später JohEv) gelenkt wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Persönlichkeit Maria Magdalena
3. Die Kreuzigung
4. Die Auferstehung
4.1 20,1.2
4.2 20,3-10
4.3 20,11-13
4.4 20,14-18
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von Maria Magdalena im Johannesevangelium, wobei der Fokus auf ihrer Charakterisierung durch die johanneische Redaktion sowie ihrer Funktion als Zeugin bei der Kreuzigung und Auferstehung Jesu liegt.
- Charakterisierung der Persönlichkeit Maria Magdalenas
- Analyse der Kreuzigungsszene unter Berücksichtigung der Frauen als Zeuginnen
- Untersuchung der Auferstehungserzählung und Marias Begegnung mit dem Auferstandenen
- Herausarbeitung von Marias Status als Jüngerin und Botin der Auferstehung
Auszug aus dem Buch
20,14-18
In dieser zentralen Stelle begegnet Maria dem Auferstandenen. Zunächst erkennt sie diesen jedoch nicht und verwechselt sie ihn mit einem Gärtner. Dies geschieht wohl deshalb, weil sich das Grab Jesu in einem Garten befand (19,41). Von diesem möchte sie nun erfahren, wo sie den Leichnam finden könne, damit sie ihn wieder holen könne. Dies treibt die Verwechslung auf die Spitze, sodass der Auferstandene das Missverständnis auflöst, indem er sie beim Namen ruft, was sie zum umwenden bewegt. Maria ist hier die erste und auch einzige Frau, welche im JohEv von Jesus mit ihrem Namen angesprochen wird. Maria macht ihr Erkennen deutlich, indem sie Jesus mit „Rabbuni“ anspricht. Die ist die aramäische Entsprechung für „Rabbi“, was übersetzt „mein Lehrer/Meister“ bedeutet. Nun erklärt der Auferstandenen seinen Aufstiegt und gibt Maria den Auftrag, zu ihren Geschwistern zu gehen, um die Auferstehung zu verkündigen. Maria von Magdalena kommt diesem Auftrag nach und verkündigt ihren Brüdern und Schwestern: „Ich habe den Herrn gesehen!“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der neutestamentarischen Maria Magdalena im Johannesevangelium ein und skizziert das methodische Vorgehen der Untersuchung.
2. Die Persönlichkeit Maria Magdalena: In diesem Kapitel wird versucht, Marias Herkunft und Identität anhand der wenigen johanneischen Angaben sowie ergänzender Quellen zu bestimmen.
3. Die Kreuzigung: Hier wird Marias Rolle als eine der anwesenden Zeuginnen bei der Kreuzigung Jesu und ihre Einordnung in die Anhängerschaft betrachtet.
4. Die Auferstehung: Dieser Abschnitt analysiert detailliert die verschiedenen Versgruppen der Auferstehungsgeschichte, von der Grabentdeckung bis zur persönlichen Begegnung mit dem Auferstandenen.
5. Schluss: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zentrale Rolle sowie die besondere Bedeutung von Maria Magdalena als Jüngerin im Johannesevangelium.
Schlüsselwörter
Johannesevangelium, Maria Magdalena, Auferstehung, Kreuzigung, Jüngerin, Apostolin, Zeugin, Identität, Magdala, Jesus Christus, Verkündigung, Rabbuni, Neues Testament, Exegese, Charakterisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Rolle und Bedeutung von Maria Magdalena im Johannesevangelium.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Schwerpunkte liegen auf der Charakterisierung Marias, ihrer Funktion als Zeugin bei der Kreuzigung und ihrer zentralen Stellung in der Auferstehungsszene.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Bedeutung und Rolle Maria Magdalena innerhalb des johanneischen Textes übernimmt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine exegetische Analyse der entsprechenden Textpassagen im Johannesevangelium vorgenommen, ergänzt durch den Einbezug anderer neutestamentarischer Quellen zur Identitätsfindung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Persönlichkeit Marias, ihrer Rolle bei der Kreuzigung und eine detaillierte Exegese der Auferstehungsgeschichte in Kapitel 20.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Johannesevangelium, Maria Magdalena, Auferstehung, Jüngerin und Zeugenschaft.
Warum wird Maria Magdalena im Evangelium explizit als "die Magdalenerin" bezeichnet?
Diese Herkunftsbezeichnung dient zur Unterscheidung von anderen Marien und verweist auf ihren Herkunftsort Magdala, was darauf hindeutet, dass sie nicht mehr in ihrer Heimat ansässig war.
Welche Bedeutung hat das "Rabbuni" in der Begegnung mit dem Auferstandenen?
Die Anrede verdeutlicht Marias persönliches Erkennen des Auferstandenen als ihren Lehrer und fungiert als Höhepunkt ihres theologischen Erkenntnisprozesses.
- Quote paper
- Claudia Löb (Author), 2010, Maria Magdalena im Johannesevangelium, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168478