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Zur Shop-Startseite › Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Der Machtbegriff Foucaults im Kontext der Werkphasen

Von der Archäologie zur Ethik des Selbst

Titel: Der Machtbegriff Foucaults im Kontext der Werkphasen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2009 , 34 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Tim Schröder (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wer sich von einem kulturwissenschaftlichen Standpunkt aus dem Machtbegriff nähert, kommt an Michel Foucault nicht vorbei. Dessen Gesamtwerk wird üblicherweise chronologisch in drei Phasen eingeteilt: 1) die am Grundbegriff des „Diskurses“ orientierte „Archäologie“ der 1960er, 2) die um den Begriff der „Macht“ herum gebaute „Genealogie“ der 1970er und 3) die „Ethik“ der „Sorge um sich“ aus den 1980er Jahren. Vorrangiges Ziel dieses Aufsatzes ist es, die Entwicklung des Machtbegriffs Foucaults im Rahmen der genealogischen Phase nachzuvollziehen. Wenn man sich aber
auf die Suche nach den Spuren der Macht bei Foucault begibt, wird schnell deutlich, dass eine chronologische und thematische Umgrenzung keineswegs eindeutig möglich ist. Die Machtthematik ist bereits in der Archäologie angelegt und wird auch in der Phase der Ethik nicht suspendiert. Zudem stehen alle drei Themenbereiche in engem Bezug zueinander. Es wird deshalb die Aufgabe sein, den genealogischen Machtbegriff Foucaults mit Bezug auf das Ge-
samtwerk kritisch zu rekonstruieren. Nimmt man das Gesamtprojekt als Maßstab, so kommt der Kritik an Foucaults ubiquitärem Machtbegriff, so wird sich am Ende zeigen, ihr Gegenstand abhanden. Die Kritik muss an anderer Stelle ansetzen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das „Projekt“ Foucaults und das Erbe Nietzsches

3. Archäologie: Vom Schweigen des Wahnsinns zur Diskursanalyse

4. Genealogie: Die explizite Frage nach der Macht

4.1 Vom Problem diskursiver Ordnung zur Genealogie

4.2 Überwachen und Strafen (1975)

4.3 Sexualität und Wahrheit I: Der Wille zum Wissen (1976)

4.4 Geschichte der Gouvernementalität (1978)

5. Die Ethik des Selbst

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert kritisch die Entwicklung des Machtbegriffs bei Michel Foucault innerhalb seiner genealogischen Werkphase. Das primäre Ziel ist es, Foucaults Verständnis von Macht – eingebettet in das gesamte Werk und im bewussten Bezug zu Nietzsches Denken – nachzuvollziehen und dabei die Verschiebung von einer archäologischen Diskursanalyse hin zu einer expliziten Macht- und Gouvernementalitätsanalyse aufzuzeigen.

  • Foucaults archäologische Phase als Ausgangspunkt der Machtthematik
  • Die Genealogie als methodische Neuausrichtung und Machtanalyse
  • Machttechnologien, Dispositive und Disziplinierung im Werk Überwachen und Strafen
  • Die Analyse der Biopolitik und Gouvernementalität in den Sexualitätsstudien und Vorlesungsreihen
  • Die Wende zur Ethik des Selbst als Möglichkeit der Überschreitung von Machtverhältnissen

Auszug aus dem Buch

4.2 Überwachen und Strafen (1975)

In Überwachen und Strafen. Die Geburt des Gefängnisses befasst sich Foucault nun erstmals monographisch mit der genealogischen Rückführung des diskursiven Wissens auf Machttechnologien. Thema des Buches ist eine „Genealogie der heutigen Wissenschaft/ Justiz-Komplexes“ und der schon zuvor behandelten Praktiken der Einsperrung (ÜS:33). Foucault nähert sich auch hier der „Geschichte der Gegenwart“ (ebd.: 43) im Vergleich historischer „Serien von Elementen“ (ebd.:170). Als Genealoge folgt er dabei der Regel, die Strafe nicht allein als Konsequenz juristischer Gesetze und wissenschaftlicher Diskurse, sondern „in der Perspektive der politischen Taktik zu betrachten“ – und damit als Machtwirkung (ebd.: 34).

Dabei steht nun der Körper im Vordergrund. Da die Macht auf den Körper ziele und dort auf „subtile“ und detaillierte Weise wirke, spricht Foucault auch von einer „Mikrophysik der Macht“, eine „Technologie“, „die von den Apparaten und Institutionen eingesetzt wird“ (ebd.: 38). Die Grundthese lautet demgemäß, „dass sich die Art und Weise, in welcher der Körper von den Machtverhältnissen besetzt wird, transformiert hat [...] Es soll also der Versuch unternommen werden, die Metamorphose der Strafmethoden von einer politischen Technologie des Körpers her zu untersuchen, aus der sich vielleicht eine gemeinsame Geschichte der Machtverhältnisse und der Erkenntnisbeziehungen ablesen lässt“ (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in das dreiphasige Gesamtwerk Foucaults ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Entwicklung des Machtbegriffs innerhalb der genealogischen Phase zu rekonstruieren.

2. Das „Projekt“ Foucaults und das Erbe Nietzsches: Hier wird das übergreifende Projekt Foucaults und seine tiefe theoretische sowie existenzielle Auseinandersetzung mit Nietzsche als Grundlage seiner Machtanalyse dargelegt.

3. Archäologie: Vom Schweigen des Wahnsinns zur Diskursanalyse: Dieser Abschnitt analysiert die archäologische Phase, in der Machtphänomene bereits präsent sind, aber noch primär als nicht-diskursive Mechanismen untersucht werden.

4. Genealogie: Die explizite Frage nach der Macht: Dieses Hauptkapitel befasst sich mit dem Übergang zur Genealogie und der detaillierten Untersuchung von Machttechnologien in Foucaults bedeutendsten Werken der 1970er Jahre.

5. Die Ethik des Selbst: Das Kapitel beleuchtet die Wende zu den antiken Ethiken und die Frage, wie das Subjekt in der strategischen Arbeit an sich selbst Machtverhältnisse überschreiten kann.

6. Fazit: Der Schluss fasst Foucaults Leistung als kritischer Denker zusammen, der Macht als komplexes, lokales und globales Beziehungsgeflecht neu begründet hat.

Schlüsselwörter

Michel Foucault, Macht, Genealogie, Archäologie, Gouvernementalität, Dispositiv, Macht/Wissen, Disziplinierung, Subjektivierung, Widerstand, Ethik des Selbst, Biopolitik, Diskurs, Machttechnologien, Kritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Ausdifferenzierung des Machtbegriffs im Gesamtwerk von Michel Foucault, mit einem Schwerpunkt auf seiner genealogischen Phase.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das Verhältnis von Wissen und Macht, die Disziplinierung des Körpers, das Konzept des Dispositivs sowie die spätere Analyse von Gouvernementalität und der Ethik des Selbst.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Arbeit?

Ziel ist die kritische Rekonstruktion des genealogischen Machtbegriffs Foucaults, um aufzuzeigen, wie er sich von einer archäologischen Diskursanalyse zu einem differenzierten Instrumentarium zur Analyse von Herrschafts- und Subjektivierungsprozessen entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit folgt einer methodisch-rekonstruktiven Vorgehensweise, welche die Texte Foucaults chronologisch und thematisch im Lichte seiner eigenen philosophischen Entwicklung und seiner Nietzsche-Rezeption analysiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der archäologischen Phase, die explizite Machtanalyse der Genealogie (unter anderem anhand von Überwachen und Strafen) sowie die Untersuchung der Gouvernementalität und der ethischen Spätwerke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Macht, Genealogie, Archäologie, Gouvernementalität, Dispositiv, Wissen/Macht-Komplex, Disziplinierung und Ethik des Selbst.

Inwiefern spielt der Begriff des „Dispositivs“ eine Rolle für Foucaults Verständnis von Macht?

Das Dispositiv ist für Foucault ein entscheidendes Netz aus diskursiven und nicht-diskursiven Elementen, das Machtbeziehungen strategisch verknüpft und die Art und Weise reguliert, wie Wissen und Macht in einer Gesellschaft funktionieren.

Welche Funktion hat die „Ethik des Selbst“ im Spätwerk Foucaults?

Die Ethik des Selbst dient nicht der Etablierung neuer Normen, sondern als Versuch, das Subjekt in die Lage zu versetzen, durch Technologien der Selbsttransformation strategisch auf Machtverhältnisse einzuwirken und diese im alltäglichen Handeln zu überschreiten.

Ende der Leseprobe aus 34 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Machtbegriff Foucaults im Kontext der Werkphasen
Untertitel
Von der Archäologie zur Ethik des Selbst
Hochschule
Universität Bremen
Note
1,0
Autor
Tim Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
34
Katalognummer
V168246
ISBN (eBook)
9783640851805
ISBN (Buch)
9783640851843
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Ethik des Selbst Selbsttechnik Foucault Macht Der Wille zum Wissen Sexualität und Wahrheit Gouvernementalität Nietzsche Diskursanalyse Diskurs Dispositiv Überwachen und Strafen Genealogie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Tim Schröder (Autor:in), 2009, Der Machtbegriff Foucaults im Kontext der Werkphasen, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/168246
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  34  Seiten
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