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Arbeitsmigranten im Kalten Krieg

Title: Arbeitsmigranten im Kalten Krieg

Term Paper , 2009 , 43 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Monika Roth (Author)

Politics - Political Systems - Germany

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Summary Excerpt Details

Der Kalte Krieg war Ausdruck einer Systemkonkurrenz Sozialismus/Planwirtschaft versus Liberalismus/Marktwirtschaft. Sowohl der Ostblock unter Führung der Sowjetunion als auch die Westmächte unter Führung der USA versuchten, ihr Einflussgebiet auszudehnen und andere Staaten durch Bündnisse auf ihre Seite zu ziehen. Diese Bemühungen waren insbesondere in den Jahren nach Kriegsende – 1950er und 1960er – intensiv, da sich der gesamte Konflikt des Kalten Krieges erst entfaltete und viele der jungen Republiken in Europa noch instabil waren. In den 1970er und speziell den 1980ern hatte sich die Lage konsolidiert, die Verteilung der europäischen Staaten zwischen den Blöcken lag fest, die wechselseitigen Bedrohungsszenarien zwischen den Weltmächten USA und UdSSR nahmen ritualisierten Symbolcharakter an und wurden seltener.
Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit, wie Gastarbeiter (Westdeutschland) bzw. Vertragsarbeiter (Ostdeutschland) im Rahmen der Systemkonkurrenz wahrgenommen und ob sie für eine politische Einflussnahme instrumentalisiert wurden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffe und Definitionen

1.1 Propaganda

1.2 Massengesellschaft und Massenkommunikation

1.3 ‚Gastarbeiter‘ und ‚Vertragsarbeiter‘

2 Gastarbeiter in der Bundesrepublik

2.1 das Entsendeland Italien

2.2 das Entsendeland Türkei

2.3 Arbeitskräfteanwerbung in der BRD

2.4 Propaganda aus der DDR

2.5 Gegenmaßnahmen in der BRD

2.6 Rückwirkung nach Italien

2.7 Rückwirkung in die Türkei

3 Vertragsarbeiter in der Deutschen Demokratischen Republik

3.1 Die Entsendestaaten Vietnam und Mosambik

3.2 Arbeitskräfteanwerbung in der DDR

3.3 Reaktionen aus der BRD

3.4 Rückwirkung auf die Entsendeländer

4 Vergleich zwischen der Arbeitsmigration in die BRD und der Arbeitsmigration in die DDR

5 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der Systemkonkurrenz zwischen Ost und West während des Kalten Krieges auf die Politik gegenüber Arbeitsmigranten in beiden deutschen Staaten. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie politische Rahmenbedingungen, Anwerbepraktiken und die Wahrnehmung der Migranten durch die jeweilige Staatsführung von der Konfrontation der Blöcke geprägt waren.

  • Einfluss der Systemkonkurrenz auf die Anwerbeabkommen
  • Vergleichende Analyse der Situation in BRD und DDR
  • Rolle von Propaganda und staatlicher Überwachung
  • Motivation und Lebensbedingungen der Arbeits- bzw. Vertragsarbeiter
  • Rückwirkungen der Migration auf die Herkunftsländer

Auszug aus dem Buch

2.4 Propaganda aus der DDR

Insbesondere in den 1950er Jahren bemühte sich die DDR, die entwurzelten und verunsicherten Gastarbeiter in der BRD für den Kommunismus zu gewinnen. Sie bemühte sich durch Propaganda und Agitation ein positives Bild vom Arbeiter- und Bauernstaat zu vermitteln sowie ihre Kritik am westlichen Staats- und Wirtschaftsmodell darzustellen. Da die DDR international nicht anerkannt war und entsprechend international keine diplomatischen Beziehungen unterhalten konnte, hoffte sie nun, indirekt über die Migranten in der Bundesrepublik deren Öffentlichkeit in den Herkunftsländern zu erreichen. Bezüglich der italienischen Migranten in der Bundesrepublik bildete sich bald eine Zusammenarbeit der italienischen kommunistischen PCI und der SED in der DDR. So bemühten sich 1956 kommunistische Jugendverbände Italiens gemeinsam mit DDR-Funktionären, Gastarbeiter in der BRD zu erreichen und zu beeinflussen. Auch der italienische den Kommunisten nahe stehende Gewerkschaftsbund CGIL beteiligte sich an Aktionen, die vom ‚Kampfbüro Ausländischer Arbeiter‘ der SED in Berlin-Pankow ab Mitte der 1950er Jahre insbesondere für italienische, spanische und türkische Gastarbeiter durchgeführt wurden. Bedeutsam waren des Weiteren italienische Journalisten, die eine Akkreditierung für beide deutsche Staaten besaßen und daher problemlos jederzeit die innerdeutsche Grenze passieren konnten. Sie bildeten neben ihrer journalistischen Tätigkeit eine Verbindung zwischen dem Zentralkomitee der SED und der PCI. Die Beeinflussung der italienischen Arbeiter in bundesdeutschen Fabriken war beträchtlich, so jedenfalls eine Einschätzung des italienischen Innenministeriums in Rom1961.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Begriffe und Definitionen: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Begriffe Propaganda, Massengesellschaft und die historische Einordnung von ‚Gastarbeiter‘ im Westen und ‚Vertragsarbeiter‘ im Osten.

2 Gastarbeiter in der Bundesrepublik: Analysiert die Anwerbepolitik der BRD in den 1950er und 60er Jahren, die politischen Hintergründe der Herkunftsländer und die Versuche der DDR, diese Arbeitskräfte ideologisch zu beeinflussen.

3 Vertragsarbeiter in der Deutschen Demokratischen Republik: Beschreibt die Anwerbung aus ‚Dritten Welt‘-Staaten ab den 1970er Jahren unter den Bedingungen der sozialistischen Planwirtschaft, die strenge Isolation der Migranten und die staatlichen Reglementierungen.

4 Vergleich zwischen der Arbeitsmigration in die BRD und der Arbeitsmigration in die DDR: Stellt die unterschiedlichen politischen Strategien, Motive und Wirkungen der Migrationspolitik in beiden deutschen Staaten direkt gegenüber.

5 Fazit: Fasst zusammen, dass die Migrationspolitik in beiden Staaten stark von der Systemkonkurrenz geprägt war, wobei die BRD eine dynamischere Entwicklung unter zivilgesellschaftlichem Druck zeigte, während die DDR an statischen, kontrollorientierten Strukturen festhielt.

Schlüsselwörter

Kalter Krieg, Arbeitsmigration, Gastarbeiter, Vertragsarbeiter, Systemkonkurrenz, BRD, DDR, Propaganda, Anwerbeabkommen, Sozialismus, Marktwirtschaft, Integration, Überwachung, Entspannungspolitik, Migrationsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Umgang mit ausländischen Arbeitskräften in der BRD und der DDR unter dem besonderen Einfluss der bipolaren Weltordnung des Kalten Krieges.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die staatliche Anwerbepolitik, die Nutzung von Medien zur Beeinflussung (Propaganda), die Kontrolle der Migranten sowie die Rückwirkungen dieser Migration auf die Herkunftsländer der Arbeiter.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Kernfrage untersucht, wie der Kalte Krieg und die Systemkonkurrenz zwischen Ost und West die Migrationspolitik, die Anwerbung und die Wahrnehmung von Arbeitsmigranten in beiden deutschen Staaten strukturiert und beeinflusst haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Untersuchung verwendet?

Es handelt sich um eine vergleichende historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, zeitgenössischen Quellen und dokumentierten Anwerbeabkommen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Gastarbeiter in der Bundesrepublik, die Vertragsarbeiter in der DDR, und schließt mit einem detaillierten Vergleich der beiden Systeme ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Typische Begriffe sind Kalter Krieg, Gastarbeiter, Vertragsarbeiter, Systemkonkurrenz, Anwerbeabkommen und DDR-Außenpolitik.

Warum war die Zusammenarbeit zwischen SED und PCI für die DDR so wichtig?

Die DDR nutzte die Zusammenarbeit mit der italienischen kommunistischen Partei (PCI), um über die dortigen Strukturen Einfluss auf italienische Gastarbeiter in der BRD zu gewinnen, da sie selbst keine direkten diplomatischen Beziehungen zur Bundesrepublik unterhielt.

Wie unterschied sich die Integration in der BRD von der in der DDR?

Während die Isolation in der DDR zum offiziellen politischen Programm gehörte und streng überwacht wurde, resultierte die mangelnde Integration in der BRD eher aus einer anfangs geplanten zeitlich begrenzten Rotation und einer über lange Zeit ignoranten Integrationspolitik.

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Details

Title
Arbeitsmigranten im Kalten Krieg
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Projektkurs: Die deutsche Teilungsgeschichte 1945 bis 1990
Grade
2,3
Author
Monika Roth (Author)
Publication Year
2009
Pages
43
Catalog Number
V167923
ISBN (Book)
9783640843909
ISBN (eBook)
9783640848232
Language
German
Tags
Arbeitsmigration deutsch-deutsche Geschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Monika Roth (Author), 2009, Arbeitsmigranten im Kalten Krieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167923
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