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Die Commedia dell´arte als Kunstmotiv. Jacques Callots "Balli di Sfessania"

Title: Die Commedia dell´arte als Kunstmotiv. Jacques Callots "Balli di Sfessania"

Term Paper (Advanced seminar) , 2007 , 18 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Sophie Nagel (Author)

Theater Studies, Dance

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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit setzt sich mit unterschiedlichen Darstellungen der Commedia dell´arte auseinander. Schwerpunkt innerhalb der Analyse soll ein Kupferstich aus dem beginnenden 17. Jahrhundert in Italien bilden, wo die sogenannte Stegreifkomödie im 16. Jahrhundert aufkam. Mittels des beiliegenden Bildmaterials sollen die frühen Aufführungen auf der sogenannten „Wanderbühne“ untersucht werden, wie man sie auf den Marktplätzen Italiens und später in ganz Europa antreffen konnte.

Nach einer ausführlichen Einführung in die Thematik, die mit einer Gegenüberstellung der zum Teil konträren Forschungsmeinungen verbunden wird, folgt die Beschreibung und Analyse einer Radierung von Jacques Callot und Einordnung des dort dargestellten Theaterraums in den entsprechenden kunstgeschichtlichen und sozio-politischen Kontext. Wesentliche Stilisierungselemente der Commedia dell´arte wie Improvisation, Sprachduktus, Dialektik der Schauspieler, u.ä. finden als nichtvisuelle Gestaltungsmittel innerhalb der Bild- und Raumanalyse keinen Platz. Es sollen aber zumindest Bedeutung und eventuelle historisch bedingte Wandlungsprozesse der Masken und Kostüme in die Untersuchung miteinfließen.

Abschließend werden die gewonnen Ergebnisse dieser Arbeit im Epilog zusammengetragen. Ziel ist es, mögliche Intentionen des Künstlers für die entsprechende Darstellung des Theaterraums herauszuarbeiten und anhand vorliegender Primär- und Sekundärquellen innerhalb des historischen Kontext der Realismusfrage nachzugehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Prolog

B. Einführung in die Thematik

C. Bildquellen zur Commedia dell´arte im 17. Jahrhundert

I. Jacques Callot, „Balli di Sfessania“ (ca. 1622)

D. Epilog

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Darstellung der Commedia dell'arte anhand einer Radierung des Künstlers Jacques Callot aus dem frühen 17. Jahrhundert. Ziel ist es, das Verhältnis zwischen historischen Aufführungspraktiken auf Marktplätzen, der kunsthistorischen Einordnung im Kontext des Manierismus und der Frage nach dem Realismus in der bildlichen Darstellung des Theaters zu analysieren.

  • Ursprung und Entwicklung der Commedia dell'arte im 16. und 17. Jahrhundert
  • Die Rolle von Improvisation, Masken und Kostümen als Gestaltungsmittel
  • Analyse des Werks "Balli di Sfessania" von Jacques Callot
  • Das Konzept des "Theaters im Theater" und die Differenzierung von Wirklichkeitsebenen
  • Der sozio-kulturelle Kontext des Marktplatztheaters und der italienischen Renaissance

Auszug aus dem Buch

I. Jacques Callot, „Balli di Sfessania“ (ca. 1622)

Bei der ausgewählten Bildquelle handelt es sich laut Gerda Baumbach um eine Radierung des lothringischen Künstlers Jacques Callot aus dem Jahre 1622. Paul C. Castagno hingegen ordnet Callots einzigartige Sammlung mit Motiven der Commedia dell´arte, die unter dem Namen „Balli di Sfessania“ erschienen, zeitlich bereits ein Jahr zuvor ein. Callot lebte ungefähr von 1592 bis 1635 und dürfte die grotesken Radierungen nach seiner Rückkehr 1621 in Nancy angefertigt haben. Das hier zu untersuchende Bildmaterial stellt Teil eines 24 Drucke umfassenden Zyklus dar. Im Vordergrund des Bildes sieht man zwei groteske Figuren, die mit den Namen Razullo. und Cucurucu. untertitelt sind. Beide Figuren stehen im Ausfallschritt zueinander gewandt, wobei ihre jeweils linken Füße zum vorderen Mittelpunkt des Bildes zeigen. Damit rahmen sie das Spektakel im Hintergrund des Bildes, bzw. lenken den Blick des Betrachters auf das optisch zurücktretende Schauspiel.

Castagno erwähnt diese Art des „framing“ als bezeichnend für Callots Werke und betont die behutsame Komposition der Massenszene zwischen den gespreizten Beinen. Aus dieser Beobachtung schließt er auf eine doppelte Kompositionsfunktion, welche dazu diene den Fokus des Betrachters gleichzeitig auf die Aktion im Hintergrund und die beiden Hauptfiguren auf der vorderen Bildebene zu lenken. Dieser „doubling effect“ kreiere eine Art visuelles Wortspiel und würde durch den sehr niedrig angelegten Fluchtpunkt und die damit verbundene extreme Vernachlässigung, bzw. Verkleinerung der Figuren im Hintergrund besonders wirkungsvoll.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Prolog: Der Prolog führt in das Forschungsinteresse ein, die Commedia dell'arte anhand zeitgenössischer Kupferstiche zu untersuchen und die künstlerischen Intentionen sowie den sozio-politischen Kontext zu beleuchten.

B. Einführung in die Thematik: Dieses Kapitel erläutert die Ursprungsgeschichte der Commedia dell'arte und analysiert ihre Komplexität sowie die Bedeutung von Improvisation und der sozialen Rolle des Marktplatzes als "Spiegel des Lebens".

C. Bildquellen zur Commedia dell´arte im 17. Jahrhundert: Hier wird der Fokus auf Jacques Callots Werk "Balli di Sfessania" gelegt, wobei insbesondere die räumliche Komposition, die "Manierismus"-Stilistik und das Verhältnis der dargestellten Ebenen zueinander analysiert werden.

I. Jacques Callot, „Balli di Sfessania“ (ca. 1622): Dieser Unterabschnitt vertieft die formale Analyse der Radierung, bespricht die Rollen der Figuren Razullo und Cucurucu und hinterfragt die Authentizität der Darstellung in Bezug auf reale Aufführungspraktiken.

D. Epilog: Der Epilog fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und betont die Schwierigkeit, eine endgültige Realismus-Interpretation der bildlichen Quellen zu leisten, da das Medium der Commedia selbst von Diskontinuität geprägt ist.

Schlüsselwörter

Commedia dell'arte, Jacques Callot, Balli di Sfessania, Stegreifkomödie, Manierismus, Theater im Theater, Improvisation, Marktplatz, Razullo, Cucurucu, Radierung, Bühnenbild, Maskenspiel, Kunstgeschichte, Italienische Renaissance.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Darstellungen der Commedia dell'arte im 17. Jahrhundert, wobei der Fokus auf einem spezifischen Kupferstich von Jacques Callot liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit beleuchtet die Entstehungsgeschichte der Commedia dell'arte, die Bedeutung von Improvisation, die Rolle von Kostümen und Masken sowie die räumliche Gestaltung von Aufführungen auf Marktplätzen.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, die Intention des Künstlers hinter der Darstellung des Theaterraums zu ergründen und anhand der Quellen zu prüfen, inwieweit eine "Realismusfrage" in der bildlichen Dokumentation der Commedia gerechtfertigt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus kunsthistorischer Bild- und Raumanalyse, ergänzt durch eine intensive Literaturrecherche zur Theatergeschichte der Renaissance und des Barock.

Was wird im inhaltlichen Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Radierung "Balli di Sfessania" von Jacques Callot, insbesondere das kompositorische "Framing" der Figuren Razullo und Cucurucu sowie das Konzept des "Theaters im Theater".

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Commedia dell'arte, Manierismus, Bildanalyse, Improvisation und die historische Rekonstruktion von Theaterformen.

Was bedeutet das von Castagno beschriebene "Framing" bei Callot?

Es beschreibt die Technik, bei der die vordergründig agierenden Hauptfiguren den Blick des Betrachters auf das eigentlich intendierte Schauspiel im Hintergrund lenken und so eine doppelte Kompositionsfunktion erfüllen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit zur "Realismusfrage"?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine originalgetreue Rekonstruktion der Commedia dell'arte unmöglich ist, da das Medium selbst – sowohl das Theater als auch die Radierung – von künstlerischer Subjektivität und Diskontinuität geprägt ist.

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Details

Title
Die Commedia dell´arte als Kunstmotiv. Jacques Callots "Balli di Sfessania"
College
University of Vienna  (Theater-, Film- und Medienwissenschaft)
Course
PS Bild- und Raumkonzepte
Grade
1,5
Author
Sophie Nagel (Author)
Publication Year
2007
Pages
18
Catalog Number
V167575
ISBN (eBook)
9783668170896
ISBN (Book)
9783668170902
Language
German
Tags
commedia kunstmotiv jacques callots balli sfessania
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sophie Nagel (Author), 2007, Die Commedia dell´arte als Kunstmotiv. Jacques Callots "Balli di Sfessania", Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167575
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