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Die Wirtschaftsunternehmen der SS

Ein auf Zwangsarbeit aufgebautes Wirtschaftsimperium?

Title: Die Wirtschaftsunternehmen der SS

Seminar Paper , 2007 , 32 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Christian Schmitt (Author)

Politics - History of Political Systems

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Summary Excerpt Details

Die Schutzstaffel (SS) unter Leitung des „Reichsführer-SS“ Heinrich Himmler war nicht nur eines der wirkungsvollsten Terror- und Vernichtungsinstrumente des nationalsozialistischen Regimes, sondern entwickelte sich sukzessive auch zu einem nicht unbedeutenden Wirtschaftfaktor des Dritten Reiches. Keine andere Organisation verzeichnete in den zwölf Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft einen solchen Machtzuwachs. Neben der Besetzung leitender Ämter im Polizeiwesen, Innenministerium, Heeresrüstung und -verwaltung errang die SS auch großen Einfluß in der Außen-, Spionage- und Wirtschaftspolitik. Dabei sicherten die Unterorganisationen der Verwaltungs- und Wirtschaftsämter der SS die notwendige Unabhängigkeit und somit letztlich auch eine noch stärkere Stellung im nationalsozialistischen Machtgefüge. Unter Leitung des SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Oswald Pohl entstand sukzessive eine große Wirtschaftsorganisation mit einer Vielzahl von verschiedenartigen Betrieben. Zeitweilig arbeiteten für den SS-Konzern 1.500 Mitarbeiter in der Berliner Zentrale.
In den Untersuchungen über das nationalsozialistische Deutschland wurde die wirtschaftliche Betätigung der SS lange Zeit nicht näher betrachtet. Erst in jüngster Geschichte interessierte sich die Wissenschaft für dieses Thema und die SS-Wirtschaft erfuhr eine tiefergehende Betrachtung in der Literatur. In seiner 2003 publizierten Habilitationsschrift „Die Wirtschaft der SS“ beschäftigte sich der renommierte Forscher zur Geschichte deutscher Konzentrationslager, Professor Hermann Kaienburg, in einer ausführlichen, deskriptiven Weise mit diesem umstrittenen Bereich der Geschichte des Dritten Reiches. Bereits zwei Jahre zuvor hatte sich auch Jan-Erik Schulte in seiner Dissertation unter dem Titel „Zwangsarbeit und Vernichtung: Das Wirtschaftsimperium der SS“ der Thematik gewidmet. Dabei arbeitete Schulte mehr die Motivationsstruktur und Karrieremuster der SS-Wirtschaftsoberen, sowie die spezifischen Mechanismen der SS-Bürokratie heraus. Beide Schriften bearbeiten das Thema äußerst umfassend und verwenden hierbei verschiedene Blickwinkel, was einen weitreichenden Einblick über die SS-Wirtschaftstätigkeit gibt. Als eine der ersten befasste sich Enno Georg bereits 1963 in seinem Buch „Die wirtschaftlichen Unternehmungen der SS“ mit dem Thema. In der Breite kann das Werk jedoch nicht an die neueren Arbeiten von Schulte und Kaienburg heranreichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Historie der SS-Wirtschaft

2.1 Der Aufbau der SS-Wirtschaftbetriebe

2.1.1 Die wirtschaftliche Betätigungen in den Konzentrationslager

2.1.2 Die ersten SS-Großunternehmen

2.2 Die Reorganisation und Expansion

2.3 Die SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt und der SS-Rüstungskonzern

2.4 Das rüstungswirtschaftliche Engagement der SS in der zweiten Kriegshälfte und das Scheitern der SS Wirtschaft

2.5 Die SS-Geldgeschäfte

2.6 Die SS-Unternehmen

2.7 Die Persönlichkeiten der SS-Wirtschaft

2.7.1 Oswald Pohl

2.7.2 Dr. Hans Hohberg

3. Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen

4. Diskurs über die wirtschaftliche Betätigung der SS

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Entstehen, die Organisation und das letztliche Scheitern der SS-eigenen Wirtschaftsunternehmen. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwiefern es sich hierbei um ein schlagkräftiges, auf Zwangsarbeit basierendes Wirtschaftsimperium handelte oder ob andere, machtpolitische Beweggründe im Vordergrund standen.

  • Historische Entwicklung und Aufbauphasen der SS-Wirtschaft
  • Strukturelle Organisation (WVHA) und personelle Führung
  • Die Rolle der Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen als Basis des SS-Konzerns
  • Finanzierungsmodelle und Kooperationen mit der Privatwirtschaft
  • Analyse des Scheiterns im Kontext von Ideologie vs. ökonomischer Realität

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die wirtschaftliche Betätigungen in den Konzentrationslager

Parallel zu dem zuvor beschriebenen privatwirtschaftlichen Engagement baute die SS unter Leitung des Verwaltungschef-SS Oswald Pohl konsequent die Werkstätten der ihr unterstellten Konzentrationslager (KZ) aus. Zu Beginn beschränkte sich die wirtschaftliche Tätigkeit der Häftlinge nur auf interne Arbeiten zur Selbstversorgung der Konzentrationslager. Die Werkstattbetriebe, mit Ausnahme des Konzentrationslagers Dachau, waren deshalb zunächst sehr klein. Erst Ende 1936 kam die Idee auf, die KZ-Häftlinge als billige Arbeitskräfte in Werkstätten auch außerhalb der Konzentrationslager einzusetzen.5 Der größer werdende Arbeitskräftemangel im Deutschen Reich gefährdete zunehmend den Plan der Reichsführung bis 1940 eine kriegsfähige Armee und Wirtschaft zu formen. Die sich auftuende Lücke bei den Arbeitskräften konnte nur durch den Einsatz von KZ-Häftlingen geschlossen werden. So mussten in den nächsten Jahren vermehrt Gefangene auch außerhalb der Konzentrationslager eingesetzt werden.

Um die steigende Nachfrage nach Arbeitskräften zu befriedigen, musste die SS auch immer mehr Personen in den Konzentrationslagern internieren. Es kam zu einer regelrechten Verhaftungswelle. Dabei achtete die SS bewusst auf die Arbeitsfähigkeit der zu verhaftenden Personen. Nicht einsatzfähige, somit wirtschaftlich unrentable Personen hatten Glück und wurden verschont. Aufgrund der zunehmenden gesamtwirtschaftlichen Bedeutung der Arbeitskräfte aus den Konzentrationslagern wuchs innerhalb der SS langsam die Sorge über einen Kontroll- und Kompetenzverlust beim Häftlingseinsatz. Erst eine Kooperation mit dem „Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt“ Albert Speer konnte diese Sorge ausräumen und sicherte der SS die vollständige Kontrolle über den Arbeitseinsatz der KZ-Häftlinge. Laut Abkommen sollten die Gefangenen für die gigantischen städtebaulichen Neubaumaßnahmen der Nationalsozialisten, besonders in der Reichshauptstadt Berlin, eingesetzt werden. Himmler und die SS behielten somit die Kontrolle über die KZ-Häftlinge, während Speer sich die nötigen Arbeitskräfte für seine Bauvorhaben gesichert hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Rolle der SS als Wirtschaftsfaktor und Darlegung des Forschungsinteresses an der SS-Wirtschaft.

2. Die Historie der SS-Wirtschaft: Historischer Überblick über die Entstehung und den Aufbau der betrieblichen Aktivitäten unter der SS.

2.1 Der Aufbau der SS-Wirtschaftbetriebe: Analyse der frühen Gründungsphase und der Etablierung wirtschaftlicher Strukturen.

2.1.1 Die wirtschaftliche Betätigungen in den Konzentrationslager: Untersuchung der Ausweitung von Häftlingsarbeit von der Eigenversorgung zum externen Einsatz.

2.1.2 Die ersten SS-Großunternehmen: Darstellung der Gründung der ersten Großvorhaben wie der DESt.

2.2 Die Reorganisation und Expansion: Beschreibung der strukturellen Neuordnung ab 1939 und der Einbindung professioneller Wirtschaftsmanager.

2.3 Das SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt und der SS-Rüstungskonzern: Erläuterung der Bündelung der SS-Aktivitäten unter dem WVHA zur Effizienzsteigerung im Krieg.

2.4 Das rüstungswirtschaftliche Engagement der SS in der zweiten Kriegshälfte und das Scheitern der SS Wirtschaft: Untersuchung des gescheiterten Versuchs, ein autarkes Rüstungskonglomerat zu etablieren.

2.5 Die SS-Geldgeschäfte: Analyse der Finanzierung des SS-Konzerns durch Kredite von Großbanken.

2.6 Die SS-Unternehmen: Auflistung und Kategorisierung der verschiedenen Geschäftsbereiche und Holding-Strukturen.

2.7 Die Persönlichkeiten der SS-Wirtschaft: Porträts der zentralen Akteure Pohl und Hohberg.

2.7.1 Oswald Pohl: Lebenslauf und Rolle von Pohl beim Aufbau der SS-Wirtschaft.

2.7.2 Dr. Hans Hohberg: Rolle von Hohberg als ökonomischer Kopf der SS-Wirtschaft.

3. Zwangsarbeit von KZ-Häftlingen: Analyse der Bedingungen und der Bedeutung der Häftlingsarbeit für das Regime.

4. Diskurs über die wirtschaftliche Betätigung der SS: Kritische Reflexion der Forschungsthesen zur Effizienz und Zielsetzung der SS-Wirtschaft.

5. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse zum Scheitern der SS-Wirtschaft und Einordnung in das NS-System.

Schlüsselwörter

Schutzstaffel, SS-Wirtschaft, Konzentrationslager, Zwangsarbeit, Wirtschaftsimperium, SS-Wirtschafts-Verwaltungshauptamt, WVHA, Oswald Pohl, Hans Hohberg, Kriegswirtschaft, Rüstungsproduktion, Deutsche Wirtschaftsbetriebe, Nationalsozialismus, Arbeitseinsatz, Ausbeutung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und den Betrieb der wirtschaftlichen Aktivitäten der SS während der Zeit des Nationalsozialismus sowie deren Versuche, sich als eigenständiger Wirtschaftsfaktor zu etablieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Aufbau des SS-Konzerns, die Rolle des WVHA, die Nutzung von KZ-Häftlingen als Zwangsarbeiter und die Finanzierung durch Banken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die kritische Beantwortung der Frage, ob die SS tatsächlich ein effizientes Wirtschaftsimperium aufbaute oder ob ihre Unternehmungen primär machtpolitischen und ideologischen Zielen untergeordnet waren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur, Dissertationen, Habilitationsschriften und Primärquellen des Bundesarchivs basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, die Organisationsstruktur, die Personalia (Pohl/Hohberg), die Rolle der Häftlingsarbeit und den wirtschaftlichen Diskurs.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie SS-Wirtschaft, Zwangsarbeit, KZ-Häftlinge, Wirtschafts-Verwaltungshauptamt und Raubwirtschaft beschreiben.

Welche Bedeutung hatte das WVHA für das SS-Wirtschaftssystem?

Das WVHA fungierte als zentrale Steuerungsinstanz, die Verwaltung, Bauwesen und Wirtschaft unter einer Führung vereinte, um die Effizienz im Krieg zu steigern.

Warum wird die SS-Wirtschaft letztlich als gescheitert angesehen?

Sie scheiterte, da sie nie in der Lage war, eine eigenständige, schlagkräftige Rüstungsindustrie aufzubauen und ihre Produktivität durch die menschenverachtende Ausbeutung und schlechte Organisation stets gering blieb.

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Details

Title
Die Wirtschaftsunternehmen der SS
Subtitle
Ein auf Zwangsarbeit aufgebautes Wirtschaftsimperium?
College
Free University of Berlin
Grade
2,0
Author
Christian Schmitt (Author)
Publication Year
2007
Pages
32
Catalog Number
V167368
ISBN (eBook)
9783640838219
ISBN (Book)
9783640840007
Language
German
Tags
wirtschaftsunternehmen zwangsarbeit wirtschaftsimperium
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Schmitt (Author), 2007, Die Wirtschaftsunternehmen der SS, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/167368
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