Die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse hat sich als systematische Methode zur Untersuchung von Kommunikationsinhalten in den Sozialwissenschaften etabliert. Sie entwickelte sich aus der traditionell quantitativ orientierten Inhaltsanalyse, weist aber einige wichtige Unterschiede auf (Mayring, 2015). Historisch lässt sich die Entwicklung der qualitativen Inhaltsanalyse bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Damals begannen Forscher wie Siegfried Kracauer, die rein quantitative Herangehensweise zu kritisieren und forderten eine stärkere Berücksichtigung qualitativer Aspekte (Kuckartz, 2018). In den folgenden Jahrzehnten entwickelten sich verschiedene Ansätze der qualitativen Inhaltsanalyse, wobei die strukturierende Variante besonders von Philipp Mayring geprägt wurde (Schreier, 2014). Heute wird die qualitativ strukturierende Inhaltsanalyse in vielen Bereichen der Sozialforschung eingesetzt, um Texte, Bilder oder andere Kommunikationsinhalte systematisch auszuwerten. Sie ermöglicht es, große Datenmengen regelgeleitet zu analysieren und dabei sowohl manifeste als auch latente Inhalte zu erfassen (Kuckartz, 2018). Im Gegensatz zu quantitativen Ansätzen liegt der Fokus nicht primär auf der Auszählung von Häufigkeiten, sondern auf dem Verstehen von Bedeutungen und Zusammenhängen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2024, Wissenschaftliches Arbeiten. Qualitative Forschungsmethoden und strukturierende Inhaltsanalyse, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/1673000