Die hausarbeit ist im Rahmen eines Seminars über Kulturmarketing an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg entstanden. Das Seminar befasste sich hauptsächlich mit der Implementierung von strategischen Kulturmarketingkonzepten.
Die Fragestellung, die der Arbeit zugrunde liegt, ist, welche innerbetrieblichen Probleme bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketings in einer Kultureinrichtung entstehen können. Hierfür wird zunächst dargestellt was strategisches Marketing überhaupt ist und wie der Implementierungsprozess aussehen kann. Im Anschluss daran werden die Probleme, die bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketings in den Bereichen der Unternehmensphilosophie und der Zielfindung, der Organisationsstruktur und des Personals entstehen können, benannt. Danach werden Lösungsansätze für diese beschrieben Probleme aufgeführt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Implementierung eines strategischen Marketings
3. Innerbetriebliche Probleme bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketings in einer Kultureinrichtung und mögliche Lösungsansätze
3.1 Unternehmensphilosophie und Zielsetzung
3.2 Organisation
3.3 Personal
4. Fazit
5. Bibliographie
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die spezifischen innerbetrieblichen Barrieren, die bei der Einführung von strategischem Marketing in Kultureinrichtungen auftreten, und erarbeitet hierfür praxisorientierte Lösungsansätze unter Berücksichtigung von Change-Management-Aspekten.
- Analyse des Begriffs und der Bedeutung von strategischem Marketing im Kulturbetrieb
- Herausforderungen in der Unternehmensphilosophie und bei der Zielfindung
- Strukturelle Probleme in der Organisationsentwicklung
- Psychologische Widerstände und Kompetenzbedarfe beim Personal
- Strategien zur erfolgreichen Implementierung und Überwindung von Widerständen
Auszug aus dem Buch
3.3 Personal
Die vorangegangen Ausführungen zeigten bereits, dass dem Personal, also den Mitarbeitern und dem Management eines Unternehmens bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketing eine außerordentlich wichtige Rolle zukommt.
Für die Mitarbeiter einer kulturellen Einrichtung bedeutet die erstmalige Implementierung eines strategischen Marketings "drastische (...) und schwer zu bewältigende Veränderungen." Denn "oft verrät die vor der Einführung von Veränderungen notwendige Ist-Bestandsaufnahme überraschende Leistungsschwächen, dringend nach Verbesserung verlangende Praktiken und unerwartete Lücken, Konflikte oder Zeichen von Überalterung in den Grundprinzipien der Unternehmenspolitik. (...) Diese Veränderungen sind niemals leicht durchzuführen. Gefestigte Zielsetzungen, tiefverwurzelte Gewohnheiten, psychologische Resistenz und verschiedene andere Hindernisse müssen oft überwunden werden. In vielen Fällen läßt sich die Marketing-Konzeption erst dann mit echten Erfolgeinführen, wenn schwierig durchzuführende und für alle Beteiligten schmerzhafte Neubesetzungsprogramme erfolgt sind." Doch gerade die Angst der Mitarbeiter vor solchen "Neubesetzungsprogrammen" kann wiederum zu einem Problem bei der Implementierung eines strategischen Marketings werden.
Aber der Widerstand der Mitarbeiter, und daran scheitern immerhin 30% aller Change Projekte, hat auch noch andere Ursachen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Relevanz von Marketing für Kulturbetriebe angesichts knapper werdender öffentlicher Gelder und definiert den Begriff des strategischen Marketings in diesem Kontext.
2. Implementierung eines strategischen Marketings: Es wird die theoretische Grundlage des strategischen Marketings sowie der Prozess seiner Implementierung als Change-Management-Aufgabe dargestellt.
3. Innerbetriebliche Probleme bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketings in einer Kultureinrichtung und mögliche Lösungsansätze: Dieses Hauptkapitel analysiert konkrete Barrieren in den Bereichen Unternehmensphilosophie, Organisation und Personal und schlägt Lösungsansätze vor.
3.1 Unternehmensphilosophie und Zielsetzung: Hier werden Probleme bei der Leitbildentwicklung sowie bei der Operationalisierung von Zielen in Non-Profit-Organisationen thematisiert.
3.2 Organisation: Dieses Kapitel untersucht die Auswirkungen der bestehenden Aufbauorganisation auf die Implementierung und diskutiert die Verankerung des Marketings in der Hierarchie.
3.3 Personal: Der Fokus liegt hier auf den Widerständen der Mitarbeiter, dem Bedarf an Qualifizierung und der Rolle der Führungskräfte bei Veränderungsprozessen.
4. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit gründlicher Analysen und eines geschlossenen Konzepts für den Erfolg.
5. Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen auf.
Schlüsselwörter
Kulturmarketing, Strategisches Marketing, Implementierung, Change Management, Kulturbetrieb, Non-Profit-Organisation, Unternehmensphilosophie, Zielsetzung, Organisationsstruktur, Personalführung, Widerstand, Wettbewerbsvorteile, Leitbild, interne Kommunikation, Marketingkonzept.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Schwierigkeiten, die auftreten, wenn eine Kultureinrichtung erstmals ein strategisches Marketing-Konzept in ihre bestehenden internen Abläufe integriert.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Unternehmensphilosophie, der Organisationsstruktur sowie der Rolle und den Reaktionen des Personals während des Veränderungsprozesses.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, innerbetriebliche Problemfelder bei der Implementierung zu identifizieren und konkrete Ansätze zu deren Überwindung aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Zusammenführung theoretischer Konzepte des Kulturmanagements und des Change Managements, ergänzt durch praktische Überlegungen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Implementierungsprozesse in drei kritischen Bereichen: Unternehmensphilosophie/Zielsetzung, Aufbauorganisation und die personelle Ebene, einschließlich der Widerstände.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Kulturmarketing, Change Management, Implementierung und Non-Profit-Organisationen charakterisiert.
Warum fällt Kultureinrichtungen die Implementierung von Marketing oft schwer?
Oft existieren verfestigte Strukturen und die Sorge, dass eine marktorientierte Ausrichtung den künstlerischen Qualitätsanspruch oder die Mission der Institution gefährden könnte.
Welche Rolle spielt das Personal bei diesem Prozess?
Das Personal ist ein zentraler Erfolgsfaktor; Widerstände aus Angst vor Veränderung oder fehlendes Know-how können den gesamten Implementierungsprozess zum Scheitern bringen.
Was sind laut der Autorin typische Barrieren in der Organisationsstruktur?
Probleme entstehen häufig durch unklare Kompetenzzuweisungen, starre Hierarchien und das Fehlen einer marketingorientierten Unternehmensführung.
Wie kann laut der Arbeit dem Widerstand der Mitarbeiter begegnet werden?
Durch Überzeugungsarbeit, die Einbindung der Führungskräfte, kontinuierliche Weiterbildung sowie die Schaffung einer Unternehmensidentität, die das Marketingkonzept mitträgt.
- Arbeit zitieren
- Sabine Wimmer (Autor:in), 2006, Innerbetriebliche Probleme bei der erstmaligen Implementierung eines strategischen Marketings in einer Kultureinrichtung und mögliche Lösungsansätze, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166920