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Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal (Zentralmongolei)

Title: Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal (Zentralmongolei)

Thesis (M.A.) , 2010 , 148 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christina Michel (Author)

Archaeology

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Summary Excerpt Details

Das Tal des Orkhon, mit 1124 km einer der längsten Flüsse der Mongolei, verfügt über ein dichtes Netz archäologischer Fundstellen aller Quellengattungen von der Altsteinzeit bis zur frühen Moderne. Darüber hinaus war vor allem das mittlere Orkhontal, das beim Austritt des Orkhon aus dem Khangai-Gebirge beginnt und am Zusammenfluss mit dem Tamir nordwestlich des Sees Ugii in das untere Orkhontal übergeht, während verschiedener historischer Epochen (Xiongnu, Gök-Türken, Uighuren, Mongolen) das Zentrum großer Steppenreiche. Es wird vermutet, dass sich das Tal aufgrund günstiger naturräumlicher Voraussetzungen im Verlauf der Jahrhunderte im Sinne einer „ritual landscape“ zum traditionellen Kernbereich aufeinander folgender nomadischer Großreiche entwickelt hat.

Das Orkhon-Tal steht seit den ersten Forschungsreisen europäischer Gelehrter in die Mongolei im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Vor allem die türkzeitlichen Orkhon- Inschriften von Khöschöö Tsaidam sowie die archäologisch langjährig erforschte altmongolische Hauptstadt Karakorum wurden dabei schwerpunktmäßig untersucht. Noch nicht im Fokus der Forschung standen hingegen Wallanlagen im mittleren Orkhontal, von denen sich eine Vielzahl nördlich der ehemaligen uighurischen Hauptstadt Khar Balgas konzentrieren. Funktion und Alter dieser Anlagen, die teilweise Kantenlängen von bis zu 300 Meter aufweisen, sind unbekannt.
Im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts „Geoarchäologie in der Steppe: Zur Rekonstruktion von Kulturlandschaften im Orkhon-Tal, Zentrale Mongolei“ konnten im September 2008 einige ausgesuchte Wallanlagen im mittleren Orkhontal durch Luftbilder lokalisiert und mittels DGPS (Differentielles Globales Positionierungs System) vermessen werden. Mit dieser Arbeit soll nun eine erste Katalogisierung und Beschreibung der Anlagen erfolgen. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht eine Sichtbarkeitsanalyse. Die heute im Gelände nur schwer, auf Luftbildern jedoch ausnehmend gut zu identifizierenden Wallanlagen sollen auf ihre Sichtbarkeit untereinander und ihre Sichtlinie nach Khar Balgas sowie von exponierten Standorten hin untersucht werden.

Die zentralen Forschungsfragen lauten daher:
• Weisen die Anlagen in ihrer Form und Lage im Gelände Regelhaftigkeiten auf?
• Befinden sich die ausgewählten Wallanlagen in Sichtnähe zueinander?
• Welche Gebiete sind von den ausgewählten Anlagen sichtbar?
• Von welchen Punkten aus sind die Anlagen sichtbar oder einsehbar?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Forschungsgeschichte und Quellenlage

2.1. Forschungsgeschichte

2.2. Zur Quellenlage

3. Naturräumlicher Überblick

3.1. Das Untersuchungsgebiet

3.2. Klima

3.2.1. Sommer

3.2.2. Winter

3.2.3. Frühling und Herbst

3.3. Klimaveränderungen

3.3.1. Paläoklima

3.3.2. Aktuelle Klimaveränderungen

3.4. Geologie und Geomorphologie

3.4.1 Geologie

3.4.2 Geomorphologie

3.5. Hydrogeographie

3.6. Böden

3.7. Vegetation

4. Entwicklung des Siedlungsraums Orkhontal

5. Methoden

5.1. Geländeaufnahmen mit dem DGPS

5.2. Beschreibung der Anlagen

5.3. Auswertung von Kartenmaterial und Luftbildern

5.4. Bearbeitung der Daten mit ArcGIS

5.5. Viewshed- Analysis in ArcMAP

6. Ergebnisse der Standortaufnahme

6.1. Lage im Gelände

6.2. Struktur und Aufbau der Anlagen

6.2.1. Form

6.2.2. Maße und Flächeninhalte der Anlagen

6.2.3. Umfassung

6.2.4. Innenbebauung

6.2.5. Zugang

6.2.6. Ausrichtung der Anlagen

6.3. Funde und chronologische Einordnung

7. Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalyse

7.1. Sichtbereiche von Anlage 1

7.2. Sichtbereiche von Anlage 2

7.3. Sichtbereiche von Anlage 3

7.4. Sichtbereiche von Anlage 4

7.5. Sichtbereiche von Anlage 5

7.6. Sichtbereiche von Anlage 6

7.7. Sichtbereiche von Anlage 7

7.8. Sichtbereiche der Zitadelle von Khar Balgas

7.9. Sichtbereiche exponierter Punkte auf die Anlagen

7.10. Ergebnisse der Verschneidung von Sichtbereichen

8. Kulturgeographisch-archäologische Interpretation und Diskussion

8.1. Zur Lage im Gelände

8.2. Zu Struktur und Aufbau der Anlagen

8.3. Zu Funden und chronologischer Einordnung

8.4. Zur Deutung und Funktion der Anlagen

8.5. Zur Nachnutzung

8.6. Zur Sichtbarkeit

8.7. Zu Verbindungen nach Khar Balgas

8.8. Zu Siedlungstraditionen und Machtzentren

8.9. Zur Legitimation der Herrschaft- das Orkhontal als Geschichtsraum

9. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal, um deren unbekannte Funktion und Chronologie durch eine Kombination aus DGPS-Vermessung, Luftbildauswertung und Sichtbarkeitsanalysen zu erschließen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf Regelhaftigkeiten in Form und Lage, Sichtbeziehungen zwischen den Anlagen untereinander sowie deren Sichtverbindung zur ehemaligen uighurischen Hauptstadt Khar Balgas.

  • Archäologische Bestandsaufnahme von Wallanlagen im mittleren Orkhontal
  • Methodische Anwendung von GIS und Sichtbarkeitsanalysen
  • Analyse der landschaftlichen Einbettung und Standortwahl
  • Kulturgeographische Interpretation und Diskussion der Befunde
  • Untersuchung von Sichtbeziehungen als Indikator für Funktionalität

Auszug aus dem Buch

6.2.1. Form

Ein Charakteristikum der untersuchten Wallanlagen ist unter anderem, dass sie keinen streng rechteckigen oder quadratischen Grundriss haben sondern dass ihre Seitenlängen unregelmäßig angelegt sind. Prinzipiell weisen die Anlagen unterschiedliche Formen auf (Abbildung 19). Die Grundformen der untersuchten Wallanlagen können dabei grob in quadratische und rechteckige unterteilt werden. Die Anlagen 1, 3 (ohne Annex), 6 und 7 erinnern am ehesten an Quadrate. Auch „Wall 300“ könnte, bei gedanklicher Weiterführung der südlichen Bank eine annähernd rechteckige Form aufweisen. Denkt man sich bei Anlage 5 die fehlende Ecke dazu, weist sie, ebenso wie Anlage 2 eine eher rechteckige Form auf. Anlage 4 hat mit ihren sich zur südwestlichen Seite hin verengenden Längsseiten eine beinahe trapozoide Form.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Bedeutung des Orkhontals als Zentrum nomadischer Steppenreiche und begründet die Notwendigkeit der Katalogisierung und Sichtbarkeitsanalyse der bislang wenig erforschten Wallanlagen.

2. Forschungsgeschichte und Quellenlage: Dieses Kapitel gibt einen historischen Überblick über die archäologische Forschung im Orkhon-Tal und bewertet die vorliegende Quellenlage, die durch Sprachbarrieren und eine Konzentration auf monumentale Stelen erschwert wird.

3. Naturräumlicher Überblick: Es werden die geographischen, klimatischen, geologischen und vegetationskundlichen Rahmenbedingungen des Untersuchungsgebietes detailliert dargelegt.

4. Entwicklung des Siedlungsraums Orkhontal: Der Abschnitt beleuchtet die historische Entwicklung des Orkhontals als Siedlungs- und Machtzentrum vom Paläolithikum bis zur Mongolenzeit.

5. Methoden: Hier werden die wissenschaftlichen Methoden erläutert, insbesondere der Einsatz von DGPS zur Vermessung sowie der Einsatz von ArcGIS für die Sichtbarkeitsanalysen.

6. Ergebnisse der Standortaufnahme: Dieses Kapitel präsentiert die physischen Ergebnisse der Geländeaufnahmen, inklusive Lage, Struktur, Aufbau, Maße und chronologischer Einordnung der sieben untersuchten Anlagen.

7. Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalyse: Die Resultate der mittels GIS durchgeführten Sichtbarkeitsanalysen für jede der sieben Anlagen werden hier visualisiert und ausgewertet.

8. Kulturgeographisch-archäologische Interpretation und Diskussion: Die gewonnenen Erkenntnisse werden interpretiert, wobei insbesondere die funktionale Deutung der Anlagen und ihre Rolle als mögliche "Beobachtungsposten" diskutiert werden.

9. Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und formuliert Empfehlungen für weiterführende Forschungsschritte.

Schlüsselwörter

Orkhontal, Zentralmongolei, Wallanlagen, Steppenarchäologie, Sichtbarkeitsanalyse, DGPS, GIS, Geoarchäologie, Karakorum, Khar Balgas, Xiongnu, Türkenzeit, Siedlungsforschung, prähistorische Archäologie, Kulturlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht Wallanlagen im mittleren Orkhontal, deren Alter und Funktion bisher ungeklärt waren, unter Einsatz moderner Vermessungs- und Analysemethoden.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Neben der archäologischen Katalogisierung der Anlagen bilden die räumliche Analyse der Standortwahl sowie die Untersuchung der Sichtbeziehungen im Gelände die Kernbereiche.

Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit fragt nach Regelhaftigkeiten in der Form und Lage der Anlagen, nach deren Sichtweite untereinander sowie nach ihrer Sichtlinie zu bedeutenden Machtzentren wie Khar Balgas.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden DGPS-Geländeaufnahmen, die Auswertung von Luftbildern und ein GIS-basiertes "Viewshed-Tool" (Sichtbarkeitsanalyse) angewendet.

Was behandelt der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in die Standortaufnahme, die Ergebnisse der Sichtbarkeitsanalysen sowie eine kulturgeographisch-archäologische Interpretation der Befunde im historischen Kontext.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Orkhontal, Wallanlagen, Sichtbarkeitsanalyse, GIS, Steppenarchäologie und Siedlungsforschung.

Warum spielt die Sichtbarkeitsanalyse eine so große Rolle für die Arbeit?

Das Orkhontal bietet mit seiner geringen Vegetationsbedeckung ideale Voraussetzungen für diese Methode, um die (strategische) Funktion der Anlagen als mögliche Beobachtungsposten zu prüfen.

Welche Bedeutung kommt der ehemaligen Hauptstadt Khar Balgas zu?

Sie dient als Referenzpunkt für die Sichtbarkeitsanalysen, da eine historische Verbindung der Wallanlagen zu diesem Machtzentrum durch Sichtlinien untersucht werden soll.

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Details

Title
Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal (Zentralmongolei)
College
Free University of Berlin  (Institut für Prähistorische Archäologie)
Course
Prähistorische Archäologie und Geographie
Grade
1,3
Author
Christina Michel (Author)
Publication Year
2010
Pages
148
Catalog Number
V166880
ISBN (eBook)
9783640832477
ISBN (Book)
9783640832811
Language
German
Tags
Geoarchäologie Viewshed- Analysis Sichtlinien Siedlungsraum Orkhontal Verschneidung von Sichtbereichen Sichtbarkeit Siedlungstraditionen Machtzentren Legitimation der Herrschaft Xiongnu Mongolen Steppe Khar Balgas Gök- Türken Karakorum Uighuren
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christina Michel (Author), 2010, Standorteigenschaften von Wallanlagen im mittleren Orkhontal (Zentralmongolei), Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166880
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