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Der bedingte Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf den geplanten Atomausstieg Deutschlands

Titel: Der bedingte Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf den geplanten Atomausstieg Deutschlands

Hausarbeit , 2010 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Haike Blinn (Autor:in)

Politik - Politisches System Deutschlands

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Atomkraft – nein danke?!
In den letzten Wochen bekam der Slogan „Atomkraft, nein danke!“ eine neue, wieder aktuelle Bedeutung. Die CDU Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel und die FDP mit Vizekanzler Guido Westerwelle haben entgegen des geplanten Atomausstiegs Deutschlands, der unter der SPD/Bündnis 90/ Die Grünen Koalition beschlossen wurde, einer Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken zugestimmt , trotz zahlreicher Proteste seitens der Atomkraftgegner und der Bevölkerung. Der Atomkonsens wurde durch die aktuelle CDU/FDP Regierung abgeändert. Der geplante Atomausstieg wurde also vertagt, die Abschaltung des letzten Atomkraftwerks ist für 2040 vorgesehen. Jedoch ganz kann Merkel den Protest nicht ignorieren, sie verlangt von den Atomkraftwerkbetreibern eine milliardenhohe Steuer, die für den Ausbau der erneuerbaren Energien genutzt werden soll . Welche Faktoren den Erfolg der Antiatomkraftbewegung beeinflussen, soll die nachfolgende Untersuchung zeigen, wobei besonderes Augenmerk auf den Einfluss der sozialen Bewegung und der Nichtregierungsorganisationen liegt. Es sollen Korrektiv- und Initiativfunktion sozialer Bewegungen erläutert werden, die in dieser Arbeit die theoretische Grundlage darstellen werden. Bevor nun die Antiatomkraftbewegung als soziale Bewegung beschrieben wird, soll ein kurzer historischer Abriss über die Kernenergie in Deutschland gegeben werden.

2. Die Geschichte der deutschen Atomenergiepolitik
Ursprünglich wurde die Kernenergie, der die Entdeckung der Kernspaltung durch Otto Hahn und Fritz Strassmann 1938 zugrunde liegt , ausschließlich durch das Militär genutzt . Hiroshima und Nagasaki (August 1945) sind Inbegriffe für die...

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Atomkraft – nein danke?!

2. Die Geschichte der deutschen Atomenergiepolitik

3. Die Korrektiv- und Inititativfunktion sozialer Bewegungen

4. Einflussfaktoren auf den Erfolg der Antiatomkraftbewegung

5. Greenpeace - Spektakuläre Aktionen als Motor der Antiatomkraftbewegung

6. Die Grünen und der politische Wandel – das Atomausstiegsgesetz

7. Fazit: Ein/Aus - So einfach ist der Atomausstieg?!

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den bedingten Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf den geplanten Atomausstieg in Deutschland unter besonderer Berücksichtigung der Rolle sozialer Bewegungen und Nichtregierungsorganisationen. Dabei wird analysiert, wie diese Akteure durch Korrektiv- und Initiativfunktionen versuchen, politische Entscheidungsprozesse zu beeinflussen.

  • Historische Entwicklung der deutschen Atomenergiepolitik
  • Theoretische Grundlagen von Korrektiv- und Initiativfunktionen sozialer Bewegungen
  • Analyse der Einflussfaktoren auf den Erfolg der Antiatomkraftbewegung
  • Rolle von Nichtregierungsorganisationen und Lobbyarbeit
  • Einfluss der Partei „Die Grünen“ auf den politischen Wandel

Auszug aus dem Buch

3. Die Korrektiv- und Initiativfunktion sozialer Bewegungen

Eine soziale Bewegung will durch Aktionen ihre Ziele in das öffentliche Bewusstsein rücken und damit die Öffentlichkeit mobilisieren, einen gesellschaftlichen, sozialen Wandel zu bewirken. Neue soziale Bewegungen haben folgende Aufgaben: sie stören das System, indem sie dieses hinterfragen, sie regen zum Nachdenken an, sie nehmen Partei, sie vertreten mitunter Minderheiteninteressen, sie stellen bestehende Machtverhältnisse in Frage, sie formulieren alternative Lebensstile und verändern Entscheidungen des Normalbetriebs. Die Antiatomkraftbewegung gehört zur Ökologiebewegung der 1970-er Jahre und hat ihren Ursprung in den Ostermärschen (Protest gegen Atomwaffen) der 1960-er Jahre und wird als neue soziale Bewegung angesehen. Die Charakteristika einer neuen sozialen Bewegung sind die Ausbildung komplexer Netzwerke, die räumlich und zeitlich begrenzt sind sowie der Wille zur Veränderung der politischen und sozialen Gegebenheiten.

Initiativfunktion sozialer Bewegung bedeutet, dass bisher noch nicht vorhandene Themen von sozialen Bewegungen auf die politische Agenda gesetzt werden. Aufgrund zunehmender Proteste der Bevölkerung gegen Atomenergie sah sich Adenauer gezwungen 1961 die Atomenergie auf die politische Tagesordnung zu setzen und verabschiedete so das Atomgesetz. Daher kann hier von einer Initiativfunktion sozialer Bewegung gesprochen werden, die durch die Atomenergiegegner ins Rollen gebracht wurde.

Korrektivfunktion sozialer Bewegung dagegen bedeutet die Änderung der Einstellung der etablierten Politik zu einem bestimmten Thema, die durch soziale Bewegungen angestoßen wurden. In diesem Fall ist es die Gründung der Partei „die Grünen“, die 1980 aus der Antiatomkraftbewegung heraus entstand. Die Bevölkerung befürwortete das Parteiprogramm der Grünen, so dass es die Grünen nach kurzer Zeit schafften, 1983 in den Bundestag als erste Umweltpartei zu kommen. Durch das Reaktorunglück im russischen Tschernobyl 1986 reagierte Helmut Kohl, indem er das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (kurz: BMU) gründete. 2002 schafften es die Grünen die Regierung mit zu stellen und konnten so zusammen mit der SPD das Atomausstiegsgesetz verabschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Atomkraft – nein danke?!: Einführung in die aktuelle Debatte um Laufzeitverlängerungen und Zielsetzung der Arbeit.

2. Die Geschichte der deutschen Atomenergiepolitik: Historischer Abriss über die vier Phasen der deutschen Atomgeschichte von 1955 bis zum Atomkonsens 2000.

3. Die Korrektiv- und Inititativfunktion sozialer Bewegungen: Theoretische Einordnung der Antiatomkraftbewegung als neue soziale Bewegung mit Fokus auf ihre systemverändernde Wirkung.

4. Einflussfaktoren auf den Erfolg der Antiatomkraftbewegung: Untersuchung verschiedener Faktoren wie NRO-Aktivitäten, Gesetzgebung, industrielle Interessen und öffentliche Meinung.

5. Greenpeace - Spektakuläre Aktionen als Motor der Antiatomkraftbewegung: Analyse der Rolle von Greenpeace als medienwirksamer Akteur und deren Arbeitsweise als Lobbyorganisation.

6. Die Grünen und der politische Wandel – das Atomausstiegsgesetz: Darstellung des Einflusses der Grünen auf den Regierungswechsel und das Zustandekommen des Atomausstiegsgesetzes.

7. Fazit: Ein/Aus - So einfach ist der Atomausstieg?!: Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion über den Erfolg der Bewegung im Kontext der aktuellen politischen Lage.

Schlüsselwörter

Antiatomkraftbewegung, Atomenergie, Atomausstieg, Soziale Bewegung, Initiativfunktion, Korrektivfunktion, Nichtregierungsorganisationen, Greenpeace, Lobbyismus, Die Grünen, Atomkonsens, Kernkraft, Umweltpolitik, Politischer Wandel, Laufzeitverlängerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf die deutsche Atomenergiepolitik und deren Beitrag zum geplanten Atomausstieg.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Kernenergie, den theoretischen Funktionen sozialer Bewegungen und der Wirkung von NROs im politischen Prozess.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu zeigen, inwiefern die Bewegung durch Initiativ- und Korrektivfunktionen die politische Agenda erfolgreich beeinflussen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die historische Fakten mit theoretischen Konzepten sozialer Bewegungen verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Einflussfaktoren auf den Erfolg der Bewegung, die medienwirksame Arbeit von Greenpeace und der Wandel durch die Beteiligung der Grünen an der Regierung detailliert betrachtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Antiatomkraftbewegung, Initiativfunktion, Korrektivfunktion, Atomausstieg und Lobbyismus.

Welche Rolle spielt die Partei „Die Grünen“ in der Argumentation?

Die Grünen werden als das Ergebnis der Korrektivfunktion der Bewegung dargestellt, welche den notwendigen politischen Wandel hin zum Atomausstiegsgesetz 2002 maßgeblich herbeigeführt hat.

Wie bewertet die Autorin den Erfolg der Bewegung?

Sie spricht von einem „erfolgreichen Scheitern“, da die Bewegung zwar politisch nicht immer ihre Ziele erreichte, aber die Problematik dauerhaft im Bewusstsein der Entscheidungsträger und der Öffentlichkeit verankerte.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der bedingte Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf den geplanten Atomausstieg Deutschlands
Hochschule
Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau
Note
2,3
Autor
Haike Blinn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
22
Katalognummer
V166734
ISBN (eBook)
9783640832293
ISBN (Buch)
9783640832989
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einfluss antiatomkraftbewegung atomausstieg deutschlands
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Haike Blinn (Autor:in), 2010, Der bedingte Einfluss der Antiatomkraftbewegung auf den geplanten Atomausstieg Deutschlands, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166734
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  22  Seiten
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