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Cannae - Vorbereitung und Verlauf der Schlacht von Cannae

Title: Cannae - Vorbereitung und Verlauf der Schlacht von Cannae

Bachelor Thesis , 2010 , 29 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: André Miething (Author)

World History - Early and Ancient History

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Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Feldherrn? Glaubt man dem alten deutschen Sprichwort, dass ein guter Feldherr so gut wie eine halbe Armee ist, dann war der Karthager Hannibal Barkas ein guter Feldherr. Denn obwohl die Aussage des deutschen Sprichwortes nicht sonderlich realistisch erscheint, gelang es Hannibal mit seiner Armee während des Zweiten Punischen Krieges im Jahr 216 v. Chr. anscheinend tatsächlich die doppelte Armeestärke der Römer auf der Hochebene Apuliens mit dem Namen Cannae vernichtend zu schlagen. Diese Niederlage ging als eine der schwersten römischen Niederlagen in die Geschichte ein, denn schätzungsweise 65 % der römischen Soldaten überlebten diese Schlacht nicht. Wenn man bedenkt, dass sich die Verluste bei klassischen Schlachten auf ungefähr 5% beliefen, dann kann man bei einer Armeestärke von über 80.000 Legionären erahnen, wie blutig die Schlacht von Cannae verlaufen sein muss.
So ist es kein Wunder, dass der römische Geschichtsschreiber Livius, der von ca. 59 v. Chr. bis 17 n. Chr. lebte, den Zweiten Punischen Krieg in seinem Werk als „bellum maxime omnium memorabile quae unquam gesta sint“ - „den denkwürdigsten aller Kriege, die je geführt worden sind“ bezeichnete, denn Roms Schicksal war nach der Schlacht sprichwörtlich auf Messers Schneide.

Doch wie war es dem karthagischen Feldherrn Hannibal gelungen, die Römer mit der doppelten Armeestärke nicht nur zu besiegen, sondern vernichtend zu schlagen? Ziel dieser Arbeit ist es, genau diese entscheidenden Gründe für Hannibals überragenden Sieg bzw. für die katastrophale Niederlage Roms zu thematisieren und zu untersuchen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Allgemeine Einleitung

1.2 Die Quellenlage zur Schlacht von Cannae

2. Historischer Kontext

3. Die Schlacht von Cannae

3.1 Die Vorbereitung zur Schlacht

3.2 Der Schlachtverlauf

3.3 Das Ergebnis

4. Die drei entscheidenden Gründe für die vernichtende Niederlage

4.1 Das Wirken der schweren karthagischen Reiterei

4.2 Das Standhalten des karthagischen Zentrums

4.3 Das Versagen der römischen Militärführung

4.3.1 Die römische Schlachtaufstellung

4.2.2 Die Fehlentscheidungen der Konsuln während der Schlacht

4.2.3 Das Versagen der römischen Führung nach der Einkesselung

5. Die Auswirkungen der Schlacht von Cannae

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die militärischen und strategischen Faktoren, die zur katastrophalen Niederlage der römischen Armee in der Schlacht von Cannae im Jahr 216 v. Chr. führten, und analysiert dabei insbesondere das Versagen der römischen Führung sowie Hannibals Taktik.

  • Analyse der antiken Quellenlage zur Schlacht
  • Historischer Kontext des Zweiten Punischen Krieges
  • Taktische Durchführung der Umfassungsschlacht durch Hannibal
  • Kritische Untersuchung der römischen Fehlentscheidungen
  • Langfristige militärische Auswirkungen der Schlacht

Auszug aus dem Buch

4.2 Das Standhalten des karthagischen Zentrums

Neben dem Wirken der schweren karthagischen Kavallerie war vor allem das Standhalten des karthagischen Zentrums schlachtentscheidend. Meiner Meinung nach war das Standhalten der gallischen und iberischen Infanteristen sogar noch bedeutsamer als das Wirken der Reiterei, denn Hannibals Plan der Einkesselung konnte nur funktionieren, solange das Zentrum nicht von den Römern durchbrochen wurde. Die Reiterei hätte also durchaus schnell agieren können, aber wenn das Zentrum nicht gehalten hätte, wäre Hannibals Idee des Rückenangriffs ineffizienter gewesen oder womöglich sogar gescheitert. Da Varro allerdings versuchte, mit aller Macht durch dieses Zentrum durchzubrechen, muss der Druck der siegesgewissen Römer äußerst stark gewesen sein. So ist es nicht verwunderlich, dass der Großteil der karthagischen Verluste aus diesem Bereich kommt: Während wie bereits oben erwähnt 4.000 Kelten getötet wurden, sind von den Iberern und Libyern zusammen „lediglich“ 1.500 in der Schlacht gefallen.

Das Entscheidende bei der Schlacht war also das Standhalten des Schlachtzentrums. Umso verwunderlicher erscheint es allerdings im Nachhinein, dass Hannibal an dieser Stelle nicht seine treue afrikanische Phalanx, sondern die gallischen und iberischen Infanteristen aufstellte. Die Quellen geben darauf keine Antwort. Hans Delbrück erklärt diese Merkwürdigkeit jedoch mit dem Schonen „ […] der Allergetreusten, die den Kern des antirömischen Heeres bilden sollten.“ Persönlich kann ich dieser Begründung nur schwer zustimmen, da bei einem Zusammenbruch des Zentrums die Römer nicht eingekesselt worden wären und der „Kern des antirömischen Heeres“ diese Schlacht vermutlich nicht überlebt hätte. Zwar vermischte Hannibal die weniger zuverlässigen Gallier mit den Iberern und übernahm persönlich die Spitze des Zentrums, aber Hannibal müssen noch andere Gründe bewegt haben, diese gefährliche Stelle nicht den Libyern anzuvertrauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Schlacht von Cannae und Darlegung der zentralen Forschungsfrage sowie der Quellenkritik.

2. Historischer Kontext: Erläuterung der politischen und militärischen Vorgeschichte zwischen Karthago und Rom vor dem Ausbruch der entscheidenden Schlacht.

3. Die Schlacht von Cannae: Detaillierte Darstellung der militärischen Aufstellung, des Schlachtverlaufs und der unmittelbaren Ergebnisse des Aufeinandertreffens.

4. Die drei entscheidenden Gründe für die vernichtende Niederlage: Analyse der taktischen Schlüsselfaktoren, insbesondere der Kavallerieoperationen, der Zentrumstaktik und der römischen Führungsfehler.

5. Die Auswirkungen der Schlacht von Cannae: Untersuchung der unmittelbaren psychologischen und strategischen Folgen für Rom und Karthago nach der Niederlage.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung von Hannibals Leistung als Feldherr und der Gesamtschuld der römischen Führung an der Niederlage.

Schlüsselwörter

Schlacht von Cannae, Hannibal Barkas, Zweiter Punischer Krieg, Römische Republik, Karthago, Militärtaktik, Einkesselung, Varro, Paullus, Reiterei, Infanterie, Historische Analyse, Militärgeschichte, Antike, Umfassungsschlacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Arbeit befasst sich mit der Schlacht von Cannae (216 v. Chr.) und analysiert, warum Hannibal die numerisch überlegene römische Armee vernichtend schlagen konnte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die taktische Kriegsführung im Altertum, die Auswertung antiker historischer Quellen sowie die Analyse militärischer Fehlentscheidungen der römischen Konsuln.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen Gründe für den römischen Untergang bei Cannae zu identifizieren und dabei insbesondere Hannibals militärisches Geschick in Relation zum Führungsversagen der Römer zu setzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quellenkritischen Analyse der antiken Geschichtsschreiber (Livius und Polybios) unter Hinzuziehung moderner militärhistorischer Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des historischen Kontextes, den detaillierten Schlachtverlauf sowie die Analyse der drei entscheidenden Faktoren: der Reiterei, dem Standhalten des Zentrums und der römischen Führungsfehler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Cannae, Hannibal, Umfassungsschlacht, Militärtaktik und Römische Republik charakterisiert.

Welche Rolle spielte der Konsul Varro bei der Niederlage?

Der Autor argumentiert, dass Varro durch eine taktisch ungeeignete, zu dichte Schlachtaufstellung und die spätere Flucht maßgeblich zum Debakel beitrug.

Warum konnte die römische Armee nicht aus dem Kessel ausbrechen?

Laut dem Autor war dies auf die starre, unflexible römische Manipeltaktik sowie auf ein komplettes Versagen der Führung bei der Koordination der Truppen innerhalb der Einkesselung zurückzuführen.

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Details

Title
Cannae - Vorbereitung und Verlauf der Schlacht von Cannae
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Grade
1,7
Author
André Miething (Author)
Publication Year
2010
Pages
29
Catalog Number
V166696
ISBN (eBook)
9783640828494
ISBN (Book)
9783640829002
Language
German
Tags
Cannae Hannibal Römer Niederlage Karthago 2. Punischer Krieg Punische Kriege Barkas
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Miething (Author), 2010, Cannae - Vorbereitung und Verlauf der Schlacht von Cannae, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166696
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