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Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss

Titel: Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss

Diplomarbeit , 2011 , 57 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sebastian Krißgau (Autor:in)

BWL - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Nach einem etwa 18-monatigen Gesetzgebungsprozess ist am 29. Mai 2009 das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts (Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz – BilMoG) in Kraft getreten. Seit der Einführung des Bilanzrichtliniengesetzes (BiRiLiG) im Jahre 1985 stellt dies die größte Reform des deutschen Bilanzrechts dar. Nicht zuletzt durch die Finanzmarktkrise, welche auch den Zeitplan des BilMoG um ein Jahr verschob, sind die Veränderungen nicht mehr ganz so weitreichend wie diese noch im Referentenentwurf angedacht waren. Gleichwohl blieb kaum ein Paragraph des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuches (HGB) verschont. Auch die inhaltlichen Auswirkungen der Änderungen sind gravierend. Nicht nur das sich die Auslegung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ändert, sondern auch mit der Möglichkeit zur Aufstellung einer Einheitsbilanz, wird durch die Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit, eine wichtige Erleichterung, besonders für kleine und mittelgroße Unternehmen, stark eingeschränkt.

Die Ziele, welche durch das BilMoG verfolgt werden sind sehr vielfältig. Eines dieser Ziele ist sicherlich das HGB zu entschlacken. Die Abschaffung unzeitgemäßer Wahlrechte soll zu realistischen Wertansätzen führen, die ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Abbild der Vermögens,- Finanz- und Ertragslage ermöglichen. Auch eine enorme Kostenentlastung für kleine und mittlere Unternehmen, welche sich aus Deregulierungsmaßnahmen ergeben soll, darf nicht außer Acht gelassen werden. Ein weiteres und sicherlich eines der wichtigsten Ziele ist es, den Unternehmen mit dem BilMoG eine vollwertige und gleichzeitig einfachere und kostengünstigere Alternative zu den internationalen Rechnungslegungsstandard zu bieten. Dadurch soll eine Vergleichbarkeit deutscher Jahresabschlüsse mit den Abschlüssen ausländischer Unternehmen ermöglicht werden. Trotz, oder vielleicht gerade durch die Beibehaltung der HGB-Eckpfeiler soll es möglich sein auch langfristig neben den IFRS bestehen zu blei-ben.

Für die rund 99 % der Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des HGB erstellen wird die Bilanzierung durch BilMoG zwar nicht wesentlich einfacher, jedoch erhalten die externen Adressaten einen aussagefähigeren Jahresabschluss. Auch ist darauf zu achten, dass die Stärkung der Informationsfunktion der handelsrechtlichen Abschlüsse nicht zu Lasten des Gläubigerschutzes und des Vorsichtsprinzips geht .

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Änderungen durch das BilMoG

2.1 Deregulierungsmaßnahmen

2.1.1 Befreiung von der handelsrechtlichen Pflicht zur Buchführung, Aufstellung von Inventaren und Bilanzierung

2.1.2 Anpassung der Größenklassen

2.2 Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit

2.3 Ausweitung des Stetigkeitsgrundsatzes

2.4 Währungsumrechnung

2.5 Kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft

2.5.1 Definition

2.5.2 Erweiteter Jahresabschluss

2.6 Verrechnungsverbot

2.7 Wirtschaftliche Zurechnung

3 Darstellung der Änderungen und Auswirkungen auf den Einzelabschluss

3.1 Anlagevermögen

3.1.1 Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände

3.1.2 Forschungs- und Entwicklungskosten

3.1.3 Derivativer Geschäfts- oder Firmenwert

3.1.4 Außerplanmäßige Abschreibung

3.2 Umlaufvermögen

3.2.1 Herstellungskosten

3.2.2 Verbrauchsfolgeverfahren

3.2.3 Außerplanmäßige Abschreibung

3.3 Eigenkapital

3.3.1 Ausstehende Einlagen

3.3.2 Eigene Anteile

3.2.3 Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligten Unternehmen

3.4 Rückstellungen

3.4.1 Pensionsrückstellungen

3.4.2 Aufwandsrückstellungen

3.4.3 Bewertung sonstiger Rückstellungen

3.5 Verbindlichkeiten

3.6 Latente Steuern

3.6.1 Bilanzorientiertes Konzept

3.6.2 Aktive und Passive latente Steuern

3.6.3 Bewertung latenter Steuern

3.6.4 Ausweis

3.6.5 Beispiel

3.7 Rechnungsabgrenzungsposten

3.8 Sonstige Änderungen

3.8.1 Ingangsetzungs- und Erweiterungsaufwendungen

3.8.2 Sonderposten mit Rücklageanteil

3.8.3 Bildung von Bewertungseinheiten

3.8.4 Bewertung von Handelspapieren

3.9 Anhang

3.10 Lagebericht

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die grundlegenden Reformen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) und untersucht deren konkrete Auswirkungen auf die Erstellung von Einzelabschlüssen deutscher Unternehmen, insbesondere unter Berücksichtigung der Mittelstandsrelevanz.

  • Modernisierung des deutschen Bilanzrechts und Annäherung an internationale Standards
  • Deregulierungsmaßnahmen und Anhebung von Größenklassen zur Entlastung des Mittelstands
  • Analyse der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für Vermögensgegenstände, Rückstellungen und Eigenkapital
  • Wirkungsanalyse der Abschaffung der umgekehrten Maßgeblichkeit und der Einführung latenter Steuern

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Forschungs- und Entwicklungskosten

Eine weitere Änderung, die sich im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände ergibt, ist die Aktivierungsfähigkeit von Forschungs- und Entwicklungskosten. Zunächst die Definitionen nach § 255 Abs. 2a S. 2-3 HGB:

Forschung: „Eigenständige und planmäßige Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen oder Erfahrungen allgemeiner Art, über deren technische Verwertbarkeit und wissenschaftliche Erfolgsaussichten keine Aussagen gemacht werden können.“

Entwicklung: „Anwendung von Forschungsergebnissen oder von anderem Wissen für die Neuentwicklung von Gütern oder Verfahren oder die Weiterentwicklung von Gütern oder Verfahren mittels wesentlicher Änderungen.“

Kosten während der Forschungsphase sind also solche, die Aktivitäten betreffen um neue Erkenntnisse zu erlangen, die zur Suche nach alternativen Materialien, Produkten, Verfahren, usw. aufgewendet werden. Demgegenüber sind Kosten der Entwicklungsphase solche, die die aus der Forschungsphase gewonnenen Erkenntnisse für die Neu- bzw. Weiterentwicklung von Materialien, Produkten, Verfahren usw. anfallen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das BilMoG ein, beleuchtet den historischen Kontext der Gesetzgebung und erläutert die primären Ziele der Reform sowie den Aufbau der Arbeit.

2 Allgemeine Änderungen durch das BilMoG: Hier werden grundlegende Reformaspekte wie Deregulierungsmaßnahmen, die neue Behandlung der Maßgeblichkeit, Währungsumrechnung und die erweiterte Berichterstattung für kapitalmarktorientierte Gesellschaften dargestellt.

3 Darstellung der Änderungen und Auswirkungen auf den Einzelabschluss: Dieses Hauptkapitel analysiert detailliert die bilanzielle Behandlung von Anlage- und Umlaufvermögen, Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten sowie komplexen Bereichen wie latenten Steuern und Bewertungseinheiten.

4 Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel resümiert die Reform, bewertet das Erreichen der Ziele und wagt einen Ausblick auf die Bedeutung des BilMoG als "Spagat zwischen Tradition und Moderne".

Schlüsselwörter

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Einzelabschluss, Handelsgesetzbuch, HGB, Rechnungslegung, Bewertung, Rückstellungen, Latente Steuern, Aktivierungswahlrecht, Mittelstand, Eigenkapital, Bilanzpolitik, Maßgeblichkeit, Unternehmensführung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den wesentlichen Änderungen, die das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) für die Erstellung von Einzelabschlüssen nach deutschem Handelsrecht mit sich gebracht hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themenfelder umfassen die Deregulierung für kleine Unternehmen, die Reform der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften sowie die neuen Anforderungen an Anhang und Lagebericht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Auswirkungen der durch das BilMoG eingeführten Änderungen auf die Praxis der Bilanzierung darzustellen und zu bewerten, inwiefern eine Kostenentlastung und eine Verbesserung der Informationsfunktion erreicht wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse unter Einbeziehung von Gesetzestexten, Regierungsentwürfen, Fachkommentaren und aktuellen wissenschaftlichen Beiträgen zum Bilanzrecht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Änderungen bei Anlage- und Umlaufvermögen, die bilanziellen Auswirkungen beim Eigenkapital und bei Rückstellungen sowie die Komplexität der neuen latenten Steuern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie BilMoG, HGB, Rechnungslegung, Bewertung, latente Steuern und Mittelstand charakterisiert.

Wie wirkt sich der Wegfall der umgekehrten Maßgeblichkeit konkret aus?

Der Wegfall ermöglicht die Abkopplung steuerlicher Bilanzpolitik von handelsrechtlichen Ansätzen, was Unternehmen mehr Freiheit bei steuerlichen Wahlrechten gibt, aber zu komplexeren Anforderungen bei der Bilanzierung führt.

Welche Bedeutung haben Bewertungseinheiten nach § 254 HGB?

Bewertungseinheiten ermöglichen es, Grund- und Sicherungsgeschäfte als Einheit darzustellen, wodurch unrealisierte Verluste im Abschluss vermieden werden können, sofern diese durch gegenläufige Sicherungsinstrumente abgesichert sind.

Welche Rolle spielt der Anhang nach der Reform?

Der Anhang gewinnt durch das BilMoG massiv an Bedeutung, da er nun detaillierte Angaben zu Verbindlichkeiten, außerbilanziellen Geschäften und weiteren Sachverhalten enthalten muss, die für eine transparente Unternehmensdarstellung entscheidend sind.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss
Hochschule
Private Fachhochschule Göttingen
Note
1,7
Autor
Sebastian Krißgau (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
57
Katalognummer
V166643
ISBN (eBook)
9783640828425
ISBN (Buch)
9783640828739
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz BilMoG HGB Steuern Latente Steuern Rückstellungen Herstellungskosten Derivative Goodwill Einzelabschluss Handelsgesetzbich Jahresabschluss Bilanz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sebastian Krißgau (Autor:in), 2011, Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG). Wesentliche Änderungen im Einzelabschluss, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/166643
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Leseprobe aus  57  Seiten
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