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„Die Zähmung des Wilden Westens“: Landerschließung und Raumnutzung in den USA im 19. Jahrhundert

Titel: „Die Zähmung des Wilden Westens“: Landerschließung und Raumnutzung in den USA im 19. Jahrhundert

Hausarbeit , 2009 , 35 Seiten

Autor:in: Moritz Tonk (Autor:in)

Geschichte - Amerika

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit betrachtet aus umwelthistorischer Perspektive die Erschließung des "Wilden Westens" durch den weißen Siedler während des 19. Jahrhunderts beginnend mit den ersten Expeditionen bis zum groß angelegten Eisenbahnbau gegen Ende des Jahrhunderts. Dabei wird die These vertreten, dass durch die Erkundung mit anschließender rechteckiger Kartografie der Westen einerseits seinen Schrecken verlor, da er für den Menschen in kleine, geometrische Figuren zerlegt wurde und andererseits bedingte diese Einteilung die spätere Nutzung durch den jeweiligen Grundstücksbesitzer, da sich die Grundstücke nicht an natürlichen Gegebenheiten orientierten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I.1. Einleitung

2. Forschungsstand

3. Die Konzepte von Wildnis und Natur

4. Die Ausgangslage des Westens zu Beginn des 19. Jahrhunderts

II. Die Zähmung des Wilden Westens

A) Erforschung und Erschließung

1. Die Erforschung des Westens durch amerikanische Entdecker und Kartographie

2. Landerschließung

B) Die Nutzung des Westens

1. Besiedlung

2. Landwirtschaft

3. Eisenbahn

4. Bergbau

5. Holzindustrie

III. Die Gegenbewegung zur Nutzung des Westens

Die Nationalparks als andere Form der Nutzung

IV. Schluss

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Transformation und Nutzung des amerikanischen Westens im 19. Jahrhundert, wobei der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen menschlicher Erschließung, der Ausbeutung natürlicher Ressourcen und der aufkommenden Wahrnehmung der Wildnis als schützenswerte Natur liegt. Es wird analysiert, wie Konzepte von Wildnis und Natur das Handeln der Siedler und der Regierung beeinflussten und wie umgekehrt die physische Gestaltung des Landes durch Infrastruktur und Besiedlung die Umwelt transformierte.

  • Die Erforschung und kartographische Erschließung des Westens als Grundlage für die Landnahme.
  • Die Rolle des Rechtecksystems und der Landpolitik bei der „Zähmung“ des Raumes.
  • Die verschiedenen Formen der wirtschaftlichen Nutzung: Besiedlung, Landwirtschaft, Eisenbahn, Bergbau und Holzindustrie.
  • Der Konflikt zwischen industrieller Ausbeutung und der Etablierung erster Nationalparks.
  • Die dialektische Interaktion zwischen Mensch und Natur im 19. Jahrhundert.

Auszug aus dem Buch

Landerschließung

Nachdem das Land erkundet worden war, kam es zur Landerschließung. Ab 1812 war das General Land Office hierfür zuständig. Die rechtliche Grundlage war das Land Ordinance Gesetz von 1785. Damit existierte bereits ein wohl definiertes und ausgeklügeltes System zur Erfassung des Landes. Man bediente sich dabei Quadraten, die allesamt die gleiche Größe aufwiesen. Dazu wurde das Land zunächst in sechs Meilen Quadrate aufgeteilt. Danach wurden diese in eine Meile Sektionen unterteilt, welche dann wieder herum in vier 160 Morgen große Stücke gegliedert wurden. Als Väter dieses Systems sind Thomas Jefferson und Hugh Williams zu nennen. Es diente hauptsächlich zur einfachen und schnellen Vermessung des Landes und war gut geeignet für die Registrierung des neu erworbenen Gebietes im Westen. Der Hauptgrund dafür war: „[...] the conversion of outlying wilderness into saleable parcels of property. [...] Beyond their immediate value in the interest of sales, these records when now offered material for the use of map makers.“ Amerika bestand zum größten Teil aus unbewohnter „Wildnis“. Dadurch erfüllte es die vorherrschende Konzeption zu Wildnis und das Einteilen in rechteckige und gleichgroße Grundstücke war relativ einfach. Vermessen wurde dabei mit Messleine und Kompass. Dieses System blieb während des gesamten 19. Jahrhunderts in Gebrauch.

Durch die Anwendung von Quadraten zur Erfassung und Vermessung des Landes mit Hilfe von Kompass und Messleine wurde das Land mit einem Schachbrettmuster überzogen. Hierbei beachtete es absolut keine natürlichen Gegebenheiten, wie den Verlauf von Flüssen, Bergen und orientierte sich nicht an natürlichen Landmarken. In der Konsequenz bedeutete dies, dass die Landparzellen in der Größe zwar konstant waren, aber nicht in der Qualität. Die strukturierte Erschließung des Landes in den Quadraten, beachtete folglich die geographischen Gegebenheiten nicht. So kam es, dass Grundstücke praktisch ohne natürliche Wasservorkommen waren oder Flüsse dreimal das Grundstück kreuzten. Nachdem die Einteilung erfolgt war, bot sich dem Betrachter ein riesiges Netz von Rechtecken und Quadraten, das die Landschaft überspannte und sie somit genau unterteilt und vermessen erschienen ließ.

Zusammenfassung der Kapitel

I.1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der Landerschließung und Raumnutzung im Westen der USA im 19. Jahrhundert ein und stellt die methodische Ausrichtung sowie die These der Arbeit vor.

2. Forschungsstand: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik, von Frederick Turners Frontierthese bis hin zu neueren umwelthistorischen Ansätzen.

3. Die Konzepte von Wildnis und Natur: Hier werden Wildnis und Natur als soziale Konstrukte definiert, die das Handeln der Menschen im Westen maßgeblich geprägt haben.

4. Die Ausgangslage des Westens zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Dieses Kapitel beschreibt die geographischen und klimatischen Bedingungen des amerikanischen Westens zu Beginn des untersuchten Zeitraums.

II. Die Zähmung des Wilden Westens: Dieser Hauptteil analysiert die systematische Erschließung und die nachfolgende vielfältige wirtschaftliche Nutzung des Raumes.

A) Erforschung und Erschließung: Hier werden die Rolle der Entdecker, der Kartographie und die praktische Umsetzung der Landvermessung thematisiert.

1. Die Erforschung des Westens durch amerikanische Entdecker und Kartographie: Das Kapitel behandelt die Expeditionen, insbesondere die von Lewis und Clark, und deren Zielsetzung zur Erschließung und Vermessung des neuen Territoriums.

2. Landerschließung: Hier liegt der Schwerpunkt auf dem General Land Office, dem Land Ordinance Gesetz und der Anwendung des rechteckigen Vermessungssystems.

B) Die Nutzung des Westens: Dieser Abschnitt widmet sich den verschiedenen Sektoren der wirtschaftlichen Ausbeutung und Besiedlung.

1. Besiedlung: Das Kapitel thematisiert die Massenmigration, die Rolle der Siedler und die gesetzlichen Rahmenbedingungen wie den Homestead Act.

2. Landwirtschaft: Es wird die Herausforderung der landwirtschaftlichen Nutzung unter den spezifischen klimatischen Bedingungen sowie die Anpassung durch Bewässerungssysteme beleuchtet.

3. Eisenbahn: Dieses Kapitel verdeutlicht die zentrale Bedeutung der Eisenbahn für die Verbindung des Westens mit dem Osten sowie für die wirtschaftliche Entwicklung.

4. Bergbau: Hier wird die Rolle des Goldrausches und des allgemeinen Bergbaus für die Besiedlung und die Zähmung der Region analysiert.

5. Holzindustrie: Das Kapitel untersucht die Abholzung als bedeutenden Industriezweig und deren Abhängigkeit von der Eisenbahninfrastruktur.

III. Die Gegenbewegung zur Nutzung des Westens: Dieser Teil betrachtet die Entstehung einer Gegenbewegung, die im Schutz der Natur durch Nationalparks mündete.

Die Nationalparks als andere Form der Nutzung: Hier wird der Wandel von der Ausbeutung zur Erholungsnutzung sowie die Kehrseite dieser Entwicklung für die indianische Bevölkerung diskutiert.

IV. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die dialektische Interaktion zwischen Mensch und Natur.

Schlüsselwörter

Wilder Westen, Landerschließung, Umweltgeschichte, Besiedlung, Landwirtschaft, Eisenbahn, Bergbau, Holzindustrie, Nationalparks, Naturverständnis, Wildnis, Rechtecksystem, Ressourcen, Transformation, USA 19. Jahrhundert

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Erschließung und Nutzung des amerikanischen Westens im 19. Jahrhundert als Prozess der Transformation der Wildnis in einen durch europäische Besiedlungsmuster geprägten Raum.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die staatlich gelenkte Erschließung, die Ausbeutung natürlicher Ressourcen durch verschiedene Industrien und das wandelnde Konzept von Wildnis und Natur.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Frage zu beantworten, inwieweit der Mensch den „Wilden Westen“ zähmte und wie diese „Zähmung“ die Umwelt und das Verständnis von Natur nachhaltig veränderte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die umwelthistorische Methode, welche die Interdependenz der Mensch-Natur-Beziehung als binäres bzw. reziprokes System betrachtet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erschließung (Kartographie und Vermessung) sowie die praktische Nutzung durch Besiedlung, Landwirtschaft, Eisenbahn, Bergbau und Holzindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Landerschließung“, „Umweltgeschichte“, „Rechtecksystem“, „Ressourcenausbeutung“ und „Nationalparks“ charakterisiert.

Warum war das Rechtecksystem für die US-Regierung so wichtig?

Es diente zur schnellen, systematischen und rechtlich abgesicherten Unterteilung des Landes, um die „amorphe Wildnis“ in rational verwaltbare Grundstücke für den Verkauf und die Besiedlung umzuwandeln.

Wie reagierte die Natur auf die „Zähmung“ durch den Menschen?

Die Natur reagierte oft auf die menschlichen Eingriffe, etwa durch Erosion, Bodenversalzung, Schädlingsplagen oder extreme Wetterbedingungen, wodurch die Siedler gezwungen waren, ihre Methoden anzupassen.

Welche Rolle spielte der Goldrausch für die Erschließung des Westens?

Der Goldrausch fungierte als Katalysator, da er vormals „uninteressante“ Regionen ökonomisch aufwertete, massive Investitionen und Zuzug auslöste und den Eisenbahnbau beschleunigte.

Inwiefern ist die Gründung der Nationalparks ein Paradoxon?

Die Nationalparks sollten die „unberührte“ Natur bewahren, erforderten jedoch menschliche Eingriffe (z.B. Ansiedlung von Wild, Bau von Infrastruktur) und die Vertreibung der dort lebenden indigenen Bevölkerung, um dem Konstrukt einer „unbewohnten Wildnis“ zu entsprechen.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Die Zähmung des Wilden Westens“: Landerschließung und Raumnutzung in den USA im 19. Jahrhundert
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Autor
Moritz Tonk (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
35
Katalognummer
V165740
ISBN (Buch)
9783640815234
ISBN (eBook)
9783640815548
Sprache
Deutsch
Schlagworte
USA 19. Jahrhundert Wilder Westen Umweltgeschichte
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Moritz Tonk (Autor:in), 2009, „Die Zähmung des Wilden Westens“: Landerschließung und Raumnutzung in den USA im 19. Jahrhundert, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165740
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Leseprobe aus  35  Seiten
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