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Zur Shop-Startseite › Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Die Struktur des Wissens

Bertrand Russells "Wissen, Irrtum und Wahrscheinlichkeit" lt. Kap. XIII seiner Abhandlung "Probleme der Philosophie".

Titel: Die Struktur des Wissens

Hausarbeit , 2010 , 23 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: B.A. Silvia Schmitz-Görtler (Autor:in)

Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie können wir wissen, was wahr oder falsch ist? Dieser Frage widmet Bertrand Russel ein eigenes Kapitel in einer ersten einfachen Auseinandersetzung mit der Erkenntnistheorie Problems of Philosophy (1912, dt. Probleme der Philosophie). Hierin bezeichnet Russell als eine der Hauptaufgaben der Philosophie das Ordnen und Organisieren von Wissen mit dem Ziel des Ausschlusses von Zweifeln. Diesen frühen philosophischen Standpunkt bezeichnet er selbst als analytischen Realismus. Realismus versteht sich im Sinne von nichtmentalen unabhängigen Enitäten, unabhängig vom erkennenden Subjekt, aus denen sich die Welt zusammensetzt. Das Subjekt tritt in erkenntnismäßige Relationen zu den Gegenständen der Welt. Der Akt der Erkenntnis verändert diese Relationen nicht, denn diese sind extern. Analytisch ist Russells Realismus dadurch, dass das Komplexe in Abhängigkeit zum Einfachen steht und nicht umgekehrt. Ein Objekt bleibt unverändert, ob als Teil eines komplexen Objekts oder nicht. Ob wir Teile oder Ausschnitte der Welt erkennen, das Objekt bleibt unverändert, eine Verfälschung ist nicht möglich. Russell sieht hinter den vagen und unbestimmten Alltagserscheinungen eine höhere, genau bestimmtere und präzisere Welt, deren Gegenstände und Relationen ebenso genau und präzise bestimmt werden können. Die Welt ist für den frühen Russell eine logische Welt. Diese hat eine logische Struktur, die allerdings erst durch die logische Analyse gefunden werden muss, denn an der Oberfläche liegen Vagheit und Unbestimmtheit. Erst im Laufe seiner späteren Arbeit verabschiedet sich Russell allmählich von seinem logischen Weltbild, indem er eingesteht, dass die logische Struktur der Welt allererst durch große begriffliche Anstrengungen erfordernde Analysen herausgearbeitet werden muss, um schließlich sehr viel später einzusehen, dass sich Vagheit und Unbestimmtheit in der Erkenntnis der wirklichen Welt nicht verbannen lassen.
Die vorliegende Hausarbeit Die Struktur des Wissens in Bertrand Russells Wissen, Irrtum und Wahrscheinlichkeitsglaube lt. Kapitel XIII der erkenntnistheoretischen Abhandlung Probleme der Philosophie folgt der logischen Analyse Russells auf dem Weg zu seiner komplexen Theorie des Wissens, die ein logisches Wissensideal impliziert, das Russell als absolute Grenze, die niemals erreichbar ist, logisch konstruiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kapitel XIII im erkenntnistheoretischen Gesamtduktus der Probleme der Philosophie

3. Wissen als …

3.1 …das Wissen der Wahrheit

3.1.1 Abgeleitetes Wissen

3.1.2 Intuitives Wissen

3.2 … das Wissen von Dingen

3.2.1 Wissen durch Beschreibung

3.2.2 Wissen durch Bekanntschaft

4. Wissen, Irrtum, Wahrscheinlichkeitsglaube

4.1 Das Wissen

4.2 Irrtum und Wahrscheinlichkeitsglaube

5. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Struktur des Wissens in Bertrand Russells erkenntnistheoretischer Abhandlung "Probleme der Philosophie", wobei der Fokus insbesondere auf der Analyse von Kapitel XIII liegt. Das zentrale Ziel ist es, Russells Systematik des Wissens zu entschlüsseln, die Unterscheidung zwischen "Wissen von Dingen" und "Wissen von Wahrheiten" nachzuvollziehen und zu prüfen, wie Russell innerhalb seines analytischen Realismus mit den Konzepten von Irrtum, Evidenz und Wahrscheinlichkeitsglaube verfährt.

  • Analytischer Realismus und die Struktur des Wissens
  • Die Differenzierung zwischen Bekanntschaft und Beschreibung
  • Die erkenntnistheoretische Rolle von Evidenz und Intuition
  • Das Spannungsfeld zwischen Wissen, Irrtum und Wahrscheinlichkeitsglaube
  • Kritische Würdigung der russellschen Wissenskonstruktion

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Abgeleitetes Wissen

Abgeleitetes Wissen bei Russell ist ein rationales Wissen in der Tradition nach Descartes, allerdings ohne Übernahme des methodischen Zweifels, mit einer eigenen Schwerpunktsetzung auf die neue Logik, verbunden mit der Russellschen Zielsetzung der Zweifelsfreiheit und präziser Bestimmtheit nach dem Vorbild der Mathematik als Leitwissenschaft, mit axiomatischem Charakter. Ausgangspunkt des Wissens ist ein Teilwissen, das mit anderen geteilt wird.

(1) „Unser abgeleitetes Wissen um Wahrheiten besteht aus allem, was wir aus evidenten Wahrheiten mit Hilfe der evidenten Prinzipien der Deduktion ableiten können“

Und:

(2) „Abgeleitetes Wissen ist das, was gültig aus intuitiv gewußten Prämissen abgeleitet wird.“

Im direkten Vergleich beider Aussagen über das abgeleitete Wissen ergibt sich bereits eine erste Problematik. (1) impliziert nicht die Notwendigkeit einer Deduktion, „kann abgeleitet werden“ zeigt lediglich eine unverbindliche Möglichkeit, die in (2) als nachfolgende Aussage weiterhin unterlegt ist. Russell weicht hier auf eine kausale Verbindung von Überzeugungen aus. Dies macht er am Beispiel des Zeitungslesens in Kapitel XIII deutlich, indem er es für absurd hält, dass ein Zeitungsleser, der die Meldung über den Tod des Königs liest, nicht weiß, dass die Zeitung dies meldet. Die logischen Verknüpfungen werden immer wieder nur angesprochen, ohne explizit herausgestellt zu werden, stattdessen bezieht er sich auf „psychologische Inferenzen“ und bleibt hypothetisch.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung und den analytischen Realismus von Bertrand Russell ein und umreißt das Ziel der Arbeit, die Wissensstruktur in "Probleme der Philosophie" zu analysieren.

2. Kapitel XIII im erkenntnistheoretischen Gesamtduktus der Probleme der Philosophie: Das Kapitel bietet eine systematische Einbettung von Kapitel XIII in das Gesamtwerk und erläutert die russellschen Grundbegriffe wie Erscheinung, Materie und die Entwicklung seines Erkenntnismodells.

3. Wissen als …: Hier wird der zentrale Zweig der Russellschen Wissensorganisation untersucht, der zwischen Wissen der Wahrheit und Wissen von Dingen differenziert.

3.1 …das Wissen der Wahrheit: Dieses Kapitel expliziert die Unterteilung der Wahrheit in intuitives und abgeleitetes Wissen sowie deren wechselseitige Abhängigkeit innerhalb des Systems.

3.1.1 Abgeleitetes Wissen: Die Analyse konzentriert sich auf die rationale, auf Deduktion basierende Form des Wissens und beleuchtet die Problematik der russellschen Argumentation zwischen logischer Strenge und psychologischen Inferenzen.

3.1.2 Intuitives Wissen: Hier steht das unmittelbare, empirische Wissen im Vordergrund, das als Grundlage für Evidenz dient und eine zentrale Rolle in Russells Theorie einnimmt.

3.2 … das Wissen von Dingen: Dieser Abschnitt behandelt die durch Bekanntschaft (acquaintance) vermittelte Form des Wissens, die das Fundament für die gesamte Struktur bildet.

3.2.1 Wissen durch Beschreibung: Es wird analysiert, wie wir Wissen über Dinge erlangen, die uns nicht unmittelbar durch Bekanntschaft zugänglich sind, und welche Rolle dies für das überindividuelle Wissen spielt.

3.2.2 Wissen durch Bekanntschaft: Das Kapitel erläutert die Bedeutung der direkten Bewusstwerdung für die Struktur des Wissens und ihre Funktion als unbezweifelbare Basis.

4. Wissen, Irrtum, Wahrscheinlichkeitsglaube: In diesem Kapitel erfolgt die kritische Prüfung des Russellschen Schemas unter Einbeziehung des Problems der Begründbarkeit und der Rolle des Irrtums.

4.1 Das Wissen: Es wird dargelegt, warum Russell einen wahren Glauben nicht mit Wissen gleichsetzt und welche Bedingungen für eine epistemische Rechtfertigung erfüllt sein müssen.

4.2 Irrtum und Wahrscheinlichkeitsglaube: Der Abschnitt diskutiert den Bereich zwischen Wissen und Irrtum und analysiert, wie Wahrscheinlichkeitsglaube als Annäherung an Wissen fungiert.

5. Schluss: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Russellschen Theorie, ihrer Komplexität und ihrer Anschlussfähigkeit an aktuelle erkenntnistheoretische Debatten.

Schlüsselwörter

Bertrand Russell, Erkenntnistheorie, Wissen, Analytischer Realismus, Wahrheit, Bekanntschaft, Beschreibung, Evidenz, Intuition, Irrtum, Wahrscheinlichkeitsglaube, Deduktion, Sinnesdaten, Korrespondenztheorie, Erkenntnisstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die erkenntnistheoretische Struktur von Bertrand Russells Buch "Probleme der Philosophie", insbesondere die in Kapitel XIII entwickelte Theorie, wie wir Wissen erlangen und wie dieses zu ordnen ist.

Welche sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Unterscheidung zwischen Wissen durch Bekanntschaft und Wissen durch Beschreibung, das Verhältnis von Evidenz zu Wahrheit sowie die Rolle von Wahrscheinlichkeitsglauben.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die systematische Rekonstruktion von Russells Wissensbegriff und die Prüfung, ob sein System der logischen Analyse der Welt standhält, wenn man Irrtum und Wahrscheinlichkeit einbezieht.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-analytische Methode, um die Argumentationsstruktur von Russell zu dekonstruieren, zu prüfen und in den Kontext der Erkenntnistheorie einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Wissensarten (Wissen von Wahrheiten, Wissen von Dingen) sowie eine kritische Prüfung des Wissensbegriffs unter Berücksichtigung von Irrtum und Wahrscheinlichkeitsglauben.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Analytischer Realismus, Korrespondenztheorie, intuitive Erkenntnis, Evidenz und das sogenannte "Problem der Materie".

Wie unterscheidet Russell zwischen "Wissen durch Bekanntschaft" und "Wissen durch Beschreibung"?

Bekanntschaft ist die direkte, unmittelbare Bewusstwerdung von Sinnesdaten oder eigenen Gefühlen, während Wissen durch Beschreibung indirektes Wissen über Dinge ist, die wir nicht selbst wahrnehmen, sondern über logische Konstrukte erschließen.

Warum hält Russell das Induktionsprinzip für problematisch?

Russell stellt fest, dass das Induktionsprinzip zwar für wissenschaftliche Schlussfolgerungen unverzichtbar ist, aber nicht allein durch empirische Erfahrung bewiesen werden kann, weshalb es als eine Art "evidente" Voraussetzung gilt.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Struktur des Wissens
Untertitel
Bertrand Russells "Wissen, Irrtum und Wahrscheinlichkeit" lt. Kap. XIII seiner Abhandlung "Probleme der Philosophie".
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Philosophie)
Note
2,0
Autor
B.A. Silvia Schmitz-Görtler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2010
Seiten
23
Katalognummer
V165613
ISBN (Buch)
9783640814169
ISBN (eBook)
9783640814312
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erkenntnistheorie analytische Philosophie Russell Bertrand Russell Wissen Wissen durch Bekanntschaft Wissen durch Beschreibung Probleme der Philosophie Irrtum Wahrscheinlichkeit psychologischer Schluss Shilling Shoker Erkenntnisformen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. Silvia Schmitz-Görtler (Autor:in), 2010, Die Struktur des Wissens, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165613
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Leseprobe aus  23  Seiten
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