Im Rahmen des Proseminars „Geschlechterverhältnisse und Demokratie“ beschäftigte
ich mich in dem von mir gehaltenen Referat am 2.12.2004 mit dem Aspekt
„Politische Partizipation“ anhand eines Auszuges der Quelle „Geschlechterdemokratie
im europäischen Kontext.“ Die Verfasserin des Artikels „Die Konzepte der
Europäischen Union zur Förderung der politischen Beteiligung von Frauen“ ist
Dr. rer. soc. Beate Hoecker, Lehrbeauftragte an der Universität Hannover am
Institut für Politische Wissenschaft.
Die Schwerpunkte meines Referates und der vorliegenden Ausarbeitung beziehen
sich neben einer kurzen Einleitung auf Empfehlungen, Maßnahmen und Perspektiven
zu geschlechtsdemokratischen Ansätzen auf europäischer Ebene.
Die systematische Vorgehensweise innerhalb der Hausarbeit mit der schriftlichen
Ausarbeitung der oben genannten Unterpunkte wird deutlich herausgestellt; mit dem
Verweis auf die aktuelle Lage und den darauf folgenden Vorschlägen für zukünftiges
Handeln wird die zeitlich korrekte Reihenfolge der Themenschwerpunkte beachtet
(Verweis auf Gegenwärtiges und Zukünftiges).
Abgeschlossen wird die Hausarbeit durch ein persönliches Statement und der
damit verbundenen Reflexion über die Thematik.
Inhaltsverzeichnis
1) Einführung zur Thematik
2) Einleitung
3) Empfehlungen für verstärkte Mitbestimmung in Europa
4) Konkrete Maßnahmen
5) Perspektiven für die Zukunft
6) „Abschließende Worte“
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der politischen Partizipation von Frauen in der Europäischen Union auseinander. Ziel ist es, unter Einbeziehung theoretischer Konzepte sowie empirischer Daten die bestehenden Defizite in der geschlechterdemokratischen Ausgestaltung der Politik zu analysieren und Wege für eine verstärkte Mitbestimmung aufzuzeigen.
- Analyse des politischen Status Quo von Frauen in der EU
- Bewertung rechtlicher Rahmenbedingungen und Richtlinien zur Gleichstellung
- Diskussion der Bedeutung von „doing gender“ in politischen Entscheidungsprozessen
- Herausforderungen bei der Umsetzung faktischer Gleichstellung in Parlamenten
- Strategien zur Förderung der aktiven politischen Partizipation von Frauen
Auszug aus dem Buch
3) Empfehlungen für verstärkte Mitbestimmung in Europa
Zunächst lässt sich einleitend anfügen, dass die Vorstellung von Konzepten und Verbesserungsvorschlägen zu dieser Thematik das primäre Anliegen der Geschlechterdemokratie in den Staaten der Europäischen Union ist. (Mit der persönlichen Anmerkung, dies natürlich in den Nicht – EU – Staaten und auch in Ländern der anderen Kontinente zu verfolgen, dort jedoch wie in Afrika oder im Nahen Osten die Mitbestimmungsmöglichkeiten auf politischer Ebene für Frauen teilweise auf rechtlicher Ebene noch nicht konstituiert sind und dieser Aspekt erst einmal verwirklicht werden muss.)
Seit Mitte der 90er Jahre geschah ein sich zuvor entwickelnder Prozess des „Umdenkens“ innerhalb der EU: Man kam zu der Einsicht, dass bei einem geringen Frauenanteil in den Parlamenten die demokratische Entwicklung insgesamt in Europa und der Globalisierungsprozess in der EU und auch weltweit behindert und verzögert wird. 1994 formulierte man mit dem „Ziel der ausgewogenen Mitwirkung von Frauen und Männern am Entscheidungsprozess“ eine konkrete politische Handhabung und theoretisch fundierte Richtlinie.
Der Aspekt der gleichberechtigten Mitwirkung muss als ein unbedingter Bestandteil eines demokratischen Staates verstanden und in der Praxis dementsprechend ausgeführt werden. Nur durch die gleichermaßen verteilte und ausgewogene politische Zusammenarbeit von Frauen und Männern können produktive und höherwertige Entscheidungen getroffen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1) Einführung zur Thematik: Die Einführung erläutert den Anlass der Arbeit, ein Proseminar zum Thema Geschlechterverhältnisse und Demokratie, und skizziert den strukturellen Aufbau sowie die Vorgehensweise.
2) Einleitung: Dieses Kapitel thematisiert die aktuelle Unterrepräsentanz von Frauen in Spitzenpositionen europäischer Politik trotz rechtlicher Gleichstellungsgrundlagen.
3) Empfehlungen für verstärkte Mitbestimmung in Europa: Hier werden die Notwendigkeit des gesellschaftlichen Umdenkens und die historischen Bemühungen der EU zur Erhöhung des Frauenanteils in Entscheidungsprozessen dargelegt.
4) Konkrete Maßnahmen: Das Kapitel behandelt den von der EU-Kommission erstellten Maßnahmenkatalog zur Förderung der politischen Teilhabe von Frauen durch Forschung und gezielte Quotenregelungen.
5) Perspektiven für die Zukunft: Hier wird die Bedeutung der soziologischen Betrachtung von Geschlecht („doing gender“) hervorgehoben und ein Ausblick auf notwendige strukturelle Änderungen gegeben.
6) „Abschließende Worte“: Das abschließende Kapitel reflektiert den Lernprozess und formuliert Forderungen an die Politik, wie etwa verstärkte öffentliche Informationskampagnen zur Mobilisierung von Frauen.
Schlüsselwörter
Geschlechterdemokratie, politische Partizipation, Europäische Union, Frauenanteil, Gleichstellung, Mitbestimmung, Parlament, Empowerment, doing gender, Demokratiedefizit, politische Teilhabe, Frauenpolitik, Entscheidungsprozesse, Gleichberechtigung, soziale Ungleichheit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Repräsentation von Frauen in politischen Spitzenämtern innerhalb der Europäischen Union und analysiert die Diskrepanz zwischen rechtlicher Gleichstellung und faktischer politischer Teilhabe.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Die zentralen Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen für Frauen in der Politik, der Prozess des gesellschaftlichen Umdenkens in Europa sowie notwendige Maßnahmen zur Steigerung der politischen Partizipation.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die Gründe für das politische Defizit bei der Vertretung von Frauen zu identifizieren und konstruktive Empfehlungen für eine ausgewogene politische Mitwirkung von Frauen und Männern zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine systematische Literaturanalyse, die Auswertung politischer Grundsatzdokumente der EU sowie die Anwendung soziologischer Konzepte zur Geschlechtertheorie.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Bestandsaufnahme der aktuellen politischen Lage, den von der EU initiierten Maßnahmenpaketen sowie den zukünftigen Anforderungen an Politik und Gesellschaft zur Förderung der Gleichberechtigung.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Geschlechterdemokratie, Partizipation, politische Gleichstellung und die soziologische Perspektive des „doing gender“ geprägt.
Wie bewertet der Autor das Konzept des „doing gender“ für die politische Praxis?
Das Konzept wird als fundamentaler Hintergrund angesehen, um zu verstehen, dass Geschlecht keine biologische Konstante ist, sondern ein im sozialen und kommunikativen Prozess permanent neu ausgehandelter Faktor, der bei politischen Reformen berücksichtigt werden muss.
Welche Rolle spielen öffentliche Kampagnen laut der Schlussfolgerung?
Die Schlussfolgerung betont, dass staatlich gelenkte Informationskampagnen durch Rundfunk, Fernsehen und Printmedien essenziell sind, um Frauen aktiv zur Teilhabe an politischen Prozessen zu ermutigen und bestehende Blockaden aufzubrechen.
- Quote paper
- Boris Meder (Author), 2005, Geschlechterverhältnisse im europäischen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165303