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Reden schreiben

Vorbereitung für die Magisterklausur

Title: Reden schreiben

Essay , 2009 , 8 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Yvonne Rau (Author)

Rhetoric / Elocution / Oratory

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Summary Excerpt Details

Redenschreiben und Redenhalten ist für viele Menschen erst einmal ein eng miteinander zusammenhängendes Konstrukt. Hört ein ganz normaler Bürger zu Zeiten des Wahlkampfs zu Hause am Bildschirm die Rede eines Politikers, dann versteht er diese Rede als Werk dieses einen Politikers. Stillschweigend wird unterstellt ohne es auch nur einmal in Frage zu stellen, dass der Politiker seine Rede selbst verfasst und im Wahlkampf vorgetragen hat.

Wäre das so, stünden die Produktion und die Performanz wirklich eng miteinander in Verbindung, weil sie von ein und derselben Person für einen bestimmten Zweck eingesetzt werden würden.
[...]

Das Verhältnis zwischen Redenschreiber, den ich im Folgenden auch mit dem Ausdruck Sekundärorator bezeichnen möchte, und dem Redner und Auftraggeber in der Rolle als Primärorator scheint also auf den ersten Blick klar differenziert. Aber die Problematiken, Widerstände und Arbeitsschritte bei der fremdorientierten Produktion einer Rede sind komplexer als man denkt.

Ein Redenschreiber muss vieles leisten. Wie sieht also die Zusammenarbeit von Primär- und Sekundärorator in Theorie und Praxis aus? Im Folgenden will ich Überlegungen zu dieser Zusammenarbeit in Hinblick auf Probleme und Wechselwirkungen anbringen.
Hierbei möchte ich mich an den einzelnen Produktionsstadien, angefangen beim Briefing über den Schreibprozess bis hin zum Vortrag, orientieren und dabei beachten, welche Rolle jeweils der Primär- und der Sekundärorator hierbei spielen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Primär- und Sekundärorator

3. Produktionsablauf und Widerstände

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Spannungsfeld zwischen dem Redenschreiber (Sekundärorator) und dem Redner (Primärorator). Dabei wird analysiert, wie durch strategische Kalküle, rhetorische Produktionsstadien und die Berücksichtigung von situativen sowie kognitiven Widerständen eine erfolgreiche Rede konzipiert wird, die trotz Fremdautorschaft die individuelle Wirkung des Redners entfaltet.

  • Die Rolle des Redenschreibers als „Sekundärorator“
  • Rhetorische Produktionsstadien (Intellectio bis Elocutio)
  • Umgang mit situativen, medialen und kognitiven Widerständen
  • Die Bedeutung des „fact-sheet“ zur Vorbereitung des Redners
  • Strategien zur Überwindung von Entfremdungsfaktoren

Auszug aus dem Buch

Produktionsablauf und Widerstände:

Jetzt möchte ich erst einmal überlegen, wie der Planungsablauf für eine Rede organisiert sein könnte. Im Idealfall orientiert sich der Redenschreiber hier an den rhetorischen Produktionsstadien, also an der „intellectio“ (Was wird vorgetragen), „inventio“ (Wie wird es vorgetragen), „dispositio“ (In welcher Anordnung wird es vorgetragen), „elocutio“ (In welcher Sprache wird es vorgetragen) und aufgrund des Adressatenkalküls der „memoria“ (Was soll erinnert werden). Die „actio“ (Performanz) ist eigentlich Sache des Redners. In der Praxis scheinen Redenschreiber das auch zu tun, allerdings scheint es ihnen nicht bewusst zu sein, sondern sie werden dieses Aufbauprinzip wohl einfach generell und unbewusst verfolgen.

Als erstes, also in der „intellectio“, wird eben geklärt, was eigentlich das Thema der Rede sein wird. Es wird eine so genannte Setting-Analyse durchgeführt, in der die Situation, in der die Rede gehalten werden wird, genau definiert wird. Hier wird auch über mögliche situative Widerstände nachgedacht. Setting-Elemente können, der Ort und der Raum sein, indem eine Rede gehalten wird, die Dauer der Veranstaltung in deren Rahmen die Rede wichtig ist, die Vor- und Nachredner und der Anlass der Rede.

Der Ort oder Raum für die Rede ist insofern wichtig, als dass er für bestimmte äußere Gegebenheiten, für den Klang der Rednerstimme, für die Sicht des Publikums auf den Redner, also schlicht für die Atmosphäre, eine beeinflussende Rolle spielt. Bei einem großen, kahlen Raum, einer Kirche zum Beispiel, wird die Stimme des Redners vermutlich widerhallen. Deshalb ist hier der Einsatz kürzerer Sätze empfehlenswert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die grundlegende Problematik ein, dass Reden heute oft von Ghostwritern verfasst werden, während der Redner die volle Verantwortung übernimmt.

2. Primär- und Sekundärorator: Hier wird das Rollenverhältnis zwischen dem Auftraggeber (Primärorator) und dem professionellen Redenschreiber (Sekundärorator) definiert und die Notwendigkeit der Anpassung an den Stil des Redners erläutert.

3. Produktionsablauf und Widerstände: Dieser Abschnitt erläutert die Anwendung klassischer rhetorischer Produktionsstadien in der modernen Praxis und analysiert diverse Einflussfaktoren und Widerstände, die bei der Textplanung berücksichtigt werden müssen.

4. Schluss: Das Fazit fasst die zentrale Aufgabe des Redenschreibers zusammen, den Redner durch strategische Vorbereitung und intertextuelle Planung zur beabsichtigten Wirkung zu verhelfen.

Schlüsselwörter

Redenschreiben, Sekundärorator, Primärorator, Rhetorik, Ghostwriter, Produktionsstadien, Rhetorische Kalküle, Setting-Analyse, Widerstände, Medialisierung, Kommunikation, Sprechsprache, Performanz, Textproduktion, Wissensvermittlung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die professionelle Tätigkeit des Redenschreibens und das Spannungsverhältnis zwischen dem Verfasser einer Rede (Sekundärorator) und der Person, die sie vorträgt (Primärorator).

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen die rhetorischen Produktionsstadien, die notwendige Kooperation zwischen Redner und Schreiber sowie die Bewältigung unterschiedlicher Widerstände bei der Textkonzeption.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, wie ein Redenschreiber strategisch vorgehen muss, um die kommunikative Absicht eines anderen erfolgreich in eine Rede zu übersetzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine theoretische Analyse auf Basis klassischer rhetorischer Kategorien, kombiniert mit praktischen Erkenntnissen über aktuelle Kommunikationsprozesse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rollenverteilung von Primär- und Sekundärorator sowie die detaillierte Untersuchung der Produktionsschritte (Intellectio bis Elocutio) unter Berücksichtigung situativer und kognitiver Widerstände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Redenschreiben, Sekundärorator, rhetorische Kalküle, Setting-Analyse und Medialisierung.

Was genau ist ein „fact-sheet“ in diesem Kontext?

Es handelt sich um ein unterstützendes Dokument für den Redner, das ihn über potenzielle Widerstände, Widersprüche und benötigte Gegenargumente informiert, um spontan auf Situationen reagieren zu können.

Warum wird zwischen Sprech- und Schriftsprache unterschieden?

Da die Rede für den mündlichen Vortrag bestimmt ist, muss der Redenschreiber darauf achten, dass der Text natürlich klingt und die spezifischen Artikulationsmerkmale des Redners berücksichtigt.

Was bedeutet „Präsenzentfremdung“?

Der Begriff beschreibt den Umstand, dass neben dem anwesenden Publikum auch die mediale Präsenz durch Kameras und Mikrofone für den Redner eine entscheidende Rolle spielt, die strategisch einkalkuliert werden muss.

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Details

Title
Reden schreiben
Subtitle
Vorbereitung für die Magisterklausur
College
University of Tubingen  (Institut für Allgemeine Rhetorik)
Course
Redenschreiben
Grade
1,3
Author
Yvonne Rau (Author)
Publication Year
2009
Pages
8
Catalog Number
V165095
ISBN (eBook)
9783640809561
ISBN (Book)
9783656483168
Language
German
Tags
Rhetorik Redenschreiben Produktionsstadien
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yvonne Rau (Author), 2009, Reden schreiben, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165095
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