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Die Katastrophe von Tschernobyl

Ein "medialer Erfolg" in der Ukraine?

Title: Die Katastrophe von Tschernobyl

Term Paper , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,9

Autor:in: Olesya Franiel (Author)

Communications - Media and Politics, Politic Communications

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Summary Excerpt Details

„Womit assoziiert man die Ukraine?“ – als Antwort auf diese Frage bekommt man in Deutschland meistens „Tschewchenko, Klitschko und Tschernobyl“ zu hören. Bei den ersten beiden ist alles klar – Sport. Was weißt man aber über Tschernobyl? Die meisten Menschen wissen, dass vor zwanzig Jahren eine große Katastrophe in der Ukraine stattgefunden hat und dass sie anscheinend schlimme Folgen für die Menschen hatte. Aber nur sehr wenige, auch in der Ukraine, wissen, was damals wirklich passiert ist. Nur wenige machen sich darüber Gedanken, wie das ukrainische Volk mit der Katastrophe zu Recht gekommen ist, was für Auswirkungen dieser GAU hatte und wie man heute mit den Folgen lebt.
Diese Arbeit besteht im Hauptteil aus zwei Kapiteln. Im ersten von beiden geht es um die ersten Tage nach dem GAU, im darauf folgendem darum, was in den letzten Jahren über Tschernobyl und dessen Auswirkungen in den ukrainischen Zeitungen berichtet wurde. Im Schlussteil wird ein Fazit gezogen, ob die Katastrophe vom Tschernobyl „medial erfolgreich“ war und warum.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Damalige Berichterstattung

2.2. Wie die Medien heute über Tschernobyl berichten

2.2.1. Ist Tschernobyl nicht mehr aktuell?

2.2.2. Wer war Schuld?

2.2.3. Die Einstellung des ukrainischen Volkes zur Katastrophe

2.2.4. Die Symbolwandlung

2.2.5. Die Folgen der Katastrophe

3. Fazit

War die Katastrophe von Tschernobyl „medial erfolgreich“?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, wie die Katastrophe von Tschernobyl medial in der Ukraine aufgearbeitet wurde und ob man aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht von einem „medialen Erfolg“ sprechen kann. Dabei wird analysiert, wie sich die Berichterstattung von der unmittelbaren Verschleierung nach dem GAU bis hin zur modernen Symbolik als „Tür zu Europa“ gewandelt hat.

  • Analyse der Informationspolitik und Pressezensur in der Sowjetunion unmittelbar nach 1986.
  • Untersuchung der aktuellen Medienberichterstattung und der Suche nach Schuldigen.
  • Betrachtung der sozialen und psychologischen Folgen für die ukrainische Bevölkerung.
  • Analyse der Wandlung von Tschernobyl als Symbol für das „Böse“ hin zum Symbol einer „neuen Zukunft“.

Auszug aus dem Buch

2.1. Damalige Berichterstattung

„Der 27. April 1986 war ein Sonntag. Viele Menschen verbrachten ihren freien Tag außerhalb Kiews, im Grünen. Überall herrschte Ruhe. Aber schon am Nachmittag war es schwer nach Hause zurück zu kommen. Die Buße fuhren nur alle 2 bis 3 Stunden. Aus Kiew, Richtung Norden fuhren hunderte Buße und militärische Fahrzeuge. Es gab aber keine offiziellen Meldungen. Am nächsten Tag wurde es noch schwerer die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Und die Gerüchte, dass etwas Schreckliches passiert war, wuchsen ebenfalls. Die Presse reagierte aber nicht, genau so wenig reagierten die Politiker. Am 1. Mai gingen die Menschen wie gewohnt zu der Parade anlässlich des Tags der Arbeit.

Das einzige was auffiel, war der genervte und unruhige Ministerpräsident der Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik auf der Tribune, der ständig auf die Uhr schaute.

Tage vergingen, niemand wusste genau, was passiert war. Die wenigen, die etwas erfuhren, unternahmen etwas, um die eigenen Familien zu retten. Erst am 14. Mai, als schon viele Kinder radioaktiv verstrahlt und das ganze Land beunruhigt war, erschien der Generalsekretär der KPdSU, M. S. Gorbatschow auf den Fernsehschirmen und behauptete, dass es überhaupt keinen Grund zur Beunruhigung gäbe. Heute fragt man sich was es war – eine Fehleinschätzung der Situation oder eine bewusste Verheimlichung der Tatsachen?“ (Gladun 1996, S. 182 -194; übersetzt durch die Verfasserin).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Verfasserin motiviert ihre Arbeit durch ihre eigene Erfahrung als Zeitzeugin und ihr Studium der Kommunikationswissenschaft, um die mediale Aufarbeitung des GAUs in ihrem Heimatland zu hinterfragen.

2. Hauptteil: Dieses Kapitel analysiert zunächst das Schweigen und die Zensur der sowjetischen Medien in den Tagen nach der Katastrophe und untersucht anschließend die heutige Berichterstattung, Schuldzuweisungen und die Wandlung Tschernobyls zum politischen Symbol.

3. Fazit: Das Fazit kommt zu dem Schluss, dass die Katastrophe medial keinen Erfolg hatte, da sie anfangs gezielt verschleiert wurde und bis heute von Desinteresse, Korruption und der Verdrängung der tatsächlichen gesundheitlichen Folgen geprägt ist.

Schlüsselwörter

Tschernobyl, Ukraine, Medien, Berichterstattung, Sowjetunion, Gorbatschow, Zensur, Atomkraftwerk, GAU, Katastrophe, Symbolwandlung, Radioaktivität, Evakuierung, soziale Folgen, Korruption.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der medialen Darstellung der Tschernobyl-Katastrophe in der Ukraine und der Frage, wie sich die öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung über fast zwei Jahrzehnte hinweg verändert hat.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Zentrale Felder sind die staatliche Informationspolitik, die Rolle der Medien bei der Sinnstiftung von Katastrophen, die psychologischen Folgen für die Bevölkerung sowie die Instrumentalisierung des Themas durch Politik und Medien.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Forschungsfrage lautet, ob die Katastrophe von Tschernobyl in der Ukraine „medial erfolgreich“ war, gemessen an der Intensität und Art der medialen Präsenz.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?

Es wurde eine inhaltsanalytische Betrachtung von ukrainischen Zeitungsberichten und Archivmaterial aus den Jahren 1995 bis 2005 durchgeführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in zwei Abschnitte: die Analyse der damaligen Berichterstattung (Zeit der Zensur) und die heutige mediale Aufarbeitung, inklusive der symbolischen Umdeutung der Katastrophe im Zuge der Reaktorschließung.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Mediale Inszenierung, Tschernobyl, Sowjetische Informationspolitik, Symbolische Kommunikation und Soziale Folgen der Katastrophe.

Warum wird Tschernobyl heute oft als Symbol für eine „neue Zukunft“ bezeichnet?

Die ukrainische Regierung nutzte die Schließung des Reaktors im Jahr 2000 medial, um das Land als modern und europäisch orientiert zu präsentieren, was zu einer symbolischen Umdeutung von der „Katastrophe“ zum „Zeichen der Zukunft“ führte.

Welche Rolle spielten Gerüchte unmittelbar nach dem Reaktorunglück?

Aufgrund der strengen Pressezensur und des Mangels an offiziellen Informationen bildeten Gerüchte die primäre Informationsquelle für die Bevölkerung, was für viele Menschen überlebenswichtig war, da offizielle Warnungen ausblieben.

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Details

Title
Die Katastrophe von Tschernobyl
Subtitle
Ein "medialer Erfolg" in der Ukraine?
College
University of Duisburg-Essen
Course
Der „Sinn“ von Katastrophen. Formen ihrer medialen Narrativierung und Mythisierung
Grade
1,9
Author
Olesya Franiel (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V165056
ISBN (eBook)
9783640805181
ISBN (Book)
9783640805273
Language
German
Tags
medialer Diskurs Symbolwandlung Katastrophe Gau Berichterstattung Pressemeldungen Sowjet Thema GAU
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Olesya Franiel (Author), 2006, Die Katastrophe von Tschernobyl , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165056
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