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Änderungen in Vergütungssystemen von Banken nach der Finanzmarktkrise

Deutschland & die Schweiz

Title: Änderungen in Vergütungssystemen von Banken nach der Finanzmarktkrise

Seminar Paper , 2010 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefan Walther (Author)

Business economics - Industrial Management

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Summary Excerpt Details

Vor gut zwei Jahren erreichte die Finanzmarktkrise mit der Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers einen ersten Höhepunkt. Eine Commerzbank-Studie schätzt den durch die Krise ausgelösten Rückgang der Weltwirtschaft auf rund 4,2 Billionen US-Dollar bis Ende 2009. Die Autoren unterstellten bei ihrer Analyse, dass die Volkswirtschaften ohne die Folgen der Krise mit dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gewachsen wären. Hinzu kommen die Abschreibungen der Banken und beispielsweise Wertverluste der besonders betroffenen Immobilienmärkte von Großbritannien und den USA.

Früh wurden falsche Leistungsanreize in Form von erfolgsabhängiger Vergütung als eine Ursache, zumindest aber als Katalysator, für die Finanzmarktkrise identifiziert. Demnach veranlassten die "exzessiven Bonuszahlungen" Bankmitarbeiter dazu, kurzfristige Erfolgsziele durch die Inkaufnahme übermäßiger Risiken zu erreichen. Zu selten, so die Argumentation der Kritiker, standen nachhaltiges Wirtschaften und die langfristigen Konsequenzen im Mittelpunkt. Kaum verwundern kann es daher, dass die Reform der Vergütungssysteme in den Fokus von Politik und Aufsichtsbehörden gerückt ist.

Zahlreiche neue internationale und nationale Vorschriften wurden in der Zwischenzeit erarbeitet oder stehen kurz vor ihrer Umsetzung. Die Banken reagieren differenziert auf die Regulierungsbemühungen. Einige europäische Institute haben auf freiwilliger Basis oder im Rahmen von Selbstverpflichtungserklärungen bereits 2009 ihre Vergütungssysteme angepasst. Andere Banken überarbeiten ihre Modelle noch. Ähnlich heterogen ist die Regelungsvielfalt in den europäischen und außereuropäischen Staaten. Sie reicht von Passivität bis zu einer deutlich restriktiveren Auslegung der internationalen Guidelines.

Das Ziel der Arbeit ist es daher, sowohl einen Überblick über den aktuellen Stand der Regu-lierung zu erarbeiten, als auch deren Auswirkungen auf die Bankpraxis anhand von konkreten Beispielen zu analysieren. Die Ausführungen konzentrieren sich auf Deutschland und die Schweiz. Ferner wird im Rahmen einer tiefergehenden Analyse die neue Vergütungspraxis in der Commerzbank betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen variabler Vergütungssysteme

2.1 Die Prinzipal-Agent-Theorie als Ausgangspunkt variabler Vergütung

2.2 Ausgestaltung und Zielsetzung variabler Vergütungssysteme

3. Vergütungssysteme als Krisenverursacher

3.1 Variable Vergütung und die Finanzmarktkrise

3.2 Aktuelle Diskussionsansätze und Regulierungsbemühungen

4. Auswirkungen auf die Vergütungspraxis

4.1 Deutschland am Beispiel der Commerzbank

4.2 Die Schweiz am Beispiel der UBS und der Credit Suisse

5. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen erfolgsabhängigen Vergütungssystemen in Banken und der Entstehung der Finanzmarktkrise. Dabei wird untersucht, wie nationale und internationale Regulierungsinitiativen die Gestaltung von Bonussystemen beeinflussen und welche konkreten Anpassungen die Commerzbank, die UBS sowie die Credit Suisse in ihrer Vergütungspraxis vorgenommen haben.

  • Grundlagen der Prinzipal-Agent-Theorie im Bankkontext
  • Bonuszahlungen als Katalysatoren für exzessive Risikobereitschaft
  • Regulatorische Anforderungen der BaFin und FINMA
  • Vergleich der Vergütungsmodelle im deutsch-schweizerischen Vergleich
  • Einfluss der Nachhaltigkeitskriterien auf die Vergütungspraxis

Auszug aus dem Buch

3.1 Variable Vergütung und die Finanzmarktkrise

Fast Konsens herrscht darüber, dass die bisher eingesetzten Vergütungsmodelle entweder die falschen Anreize gesetzt oder die Institute zumindest ungeeignete, oft zu kurzfristige Kennzahlen mit den Erfolgsprämien verknüpft haben. Infolgedessen hat sich die Entwicklung der Boni in einigen Geschäftsfeldern verselbstständigt und konnte kaum noch als angemessen, also risikoadäquat, bezeichnet werden.

Als ein Treiber für das Entstehen der Fehlanreize gilt die unwirksame Beteiligung an einem möglichen Misserfolg. Für die Betroffenen konnte es rational sein, die eigene Vergütung durch das Eingehen zu großer Risiken zu erhöhen. Ein weiteres Risiko für die Banken besteht in der Unterlassung notwendiger Investitionen, um mit ebendiesen nicht die nächsten Quartalszahlen zu belasten. Diese Gefahr betrifft freilich eher die nachhaltige Entwicklung einzelner Institute und stellt noch kein Risiko für die Finanzbranche an sich dar. Neben dieser Manipulation der Erfolgskennzahlen durch das Management kann sich die Bank auch in Abhängigkeit einzelner Mitarbeiter oder Mitarbeitergruppen begeben. So musste etwa die Commerzbank Millionenbeträge aufwenden, um Mitarbeiter zu halten, die zwar im Vorfeld enorme Verluste verursacht haben, jedoch die einzigen waren, die die komplexen Derivate in den Büchern des Institutes noch beherrschten. Nur dadurch konnte der weitere Schaden reduziert werden. Auch die Vergabe derartiger Halteboni entkoppelte die variable Vergütung letztlich von der individuellen Leistung und dem dadurch entstandenen Erfolgsbeitrag.

Die Bedeutung der Bonisysteme als Katalysatoren für die Krise in der Finanzbranche wird weiterhin durch eine unter Führungskräften durchgeführte Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) deutlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Rolle der Finanzmarktkrise und die Identifizierung falscher Leistungsanreize als Katalysatoren für exzessive Risikobereitschaft, wobei das Ziel der Arbeit darin besteht, den Regulierungsstand und dessen praktische Umsetzung zu analysieren.

2. Theoretische Grundlagen variabler Vergütungssysteme: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipal-Agent-Theorie als wissenschaftliche Basis sowie die allgemeine Ausgestaltung und Funktion von variablen Vergütungsmodellen in Banken.

3. Vergütungssysteme als Krisenverursacher: Hier wird der Zusammenhang zwischen Bonussystemen und der Finanzmarktkrise untersucht und ein Überblick über internationale und nationale regulatorische Gegenmaßnahmen gegeben.

4. Auswirkungen auf die Vergütungspraxis: Anhand konkreter Beispiele der Commerzbank, UBS und Credit Suisse wird der Implementierungsstand neuer Vergütungsstandards in der Bankpraxis aufgezeigt.

5. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Regulierung zusammen und betont, dass Vergütungssysteme auch zukünftig kontinuierlich an Marktentwicklungen angepasst werden müssen.

Schlüsselwörter

Finanzmarktkrise, Vergütungssysteme, Banken, Prinzipal-Agent-Theorie, Bonuszahlungen, Regulierung, BaFin, FINMA, InstitutsVergV, Risikomanagement, Commerzbank, UBS, Credit Suisse, Nachhaltigkeit, Anreizsysteme.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Veränderungen in Vergütungssystemen von Banken als Reaktion auf die Finanzmarktkrise mit Fokus auf Deutschland und die Schweiz.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen leistungsabhängiger Entlohnung, die regulatorische Aufarbeitung der Krise und die praktische Umsetzung neuer Vergütungsstandards in Großbanken.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist ein Überblick über den aktuellen Stand der Bankenregulierung bezüglich Vergütungssystemen sowie die Analyse der Auswirkungen dieser neuen Regeln auf die Bankpraxis.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einer fallbasierten Analyse zur praktischen Implementierung neuer Vergütungsmodelle bei ausgewählten Kreditinstituten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung über die Prinzipal-Agent-Theorie, die Darstellung der Krise als Folge von Fehlanreizen und die detaillierte Untersuchung der Regulierungssituation in Deutschland und der Schweiz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Finanzmarktkrise, Vergütungssysteme, Risikomanagement und Bankenregulierung definiert.

Wie unterscheidet sich die Vergütungspraxis der untersuchten Banken nach der Krise?

Die Institute haben verstärkt Malus-Regelungen, längere Sperrfristen und Nachhaltigkeitskriterien eingeführt, wobei die Commerzbank beispielsweise die Kundenzufriedenheit als neues Zielkriterium etabliert hat.

Warum ist die Regulierung laut Autor trotz der Fortschritte kritisch zu betrachten?

Der Autor weist darauf hin, dass eine zu schnelle und oft lückenhafte regulatorische Umsetzung zu massivem Verwaltungsaufwand bei den Banken führt und in internationalen Vergleichen Wettbewerbsnachteile erzeugen kann.

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Details

Title
Änderungen in Vergütungssystemen von Banken nach der Finanzmarktkrise
Subtitle
Deutschland & die Schweiz
College
University of Potsdam  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Finanzierung und Banken)
Course
Hauptseminar Banking & Finance
Grade
1,0
Author
Stefan Walther (Author)
Publication Year
2010
Pages
26
Catalog Number
V165024
ISBN (eBook)
9783640802975
ISBN (Book)
9783640803118
Language
German
Tags
Boni Finanzmarktkrise Regulierung Banken Deutschland Schweiz Vergütung Prämien Variable Vergütung BaFin FINMA Prinzipal-Agent-Theorie Leistungsanreize Commerzbank UBS; Credit Suisse Motivation Wettbewerb Krisenverursacher Vergütungssysteme FSB CRD III CEBS MaRisk KWG SoFFin Institutsvergütungsverordnung Financial Stability Board Deutscher Corporate Governance Kodex Finanzbranche Finanzinstitute Finanzindustrie Anreiz Vergütungsmodelle Managergehälter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefan Walther (Author), 2010, Änderungen in Vergütungssystemen von Banken nach der Finanzmarktkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/165024
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