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Kontrolle durch konkrete Zahlen

Verwendung der GfK-Daten zur Konzentrationskontrolle des privaten Rundfunks in Deutschland

Title: Kontrolle durch konkrete Zahlen

Term Paper , 2010 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Gesa Biermann (Author)

Communications - Methods and Research Logic

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Summary Excerpt Details

Meinungsfreiheit ist in Deutschland ein Grundrecht (Art. 5 Abs. 1 GG); die Meinungsvielfalt wird aus dem Grundsatz der Meinungsfreiheit heraus abgeleitet. „Das BVerfG hat in ständiger Rechtssprechung vor allem diese Meinungsbildungsaufgabe von Presse- und Rundfunk als bedroht angesehen, sollte die Aufgabe der Unterrichtung in die Hände Weniger geraten” (Peifer, 2005, S. 11). Selbst wenn mit dem dualen Rundfunksystem die Grundversorgung zur unabhängigen Meinungsbildung der Gesellschaft durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gesichert ist, besteht auch an den privaten Rundfunk weiterhin ein Anspruch an Vielfalt. Diese Arbeit soll einen Überblick über die gesetzlichen Vorschriften zur Konzentrationskontrolle im privaten Rundfunk in Deutschland geben. Im speziellen soll auf den Aspekt der Zahlen zum Zuschaueranteil der
Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), die eine wesentliche Rolle bei der Konzentrationskontrolle spielen, eingegangen werden. Zentrale Fragestellung dabei ist: Kann die GfK die Zuschaueranteile für die Fernsehsender in Deutschland adäquat ermitteln? Kapitel 2 schafft die Grundlage für die weitere Diskussion; hierbei wird der Mechanismus von Konzentration erläutert. Darauf folgend wird auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Konzentrationskontrolle in
Deutschland eingegangen. Der Fokus liegt auf dem Rundfunkstaatsvertrag (RStV); das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) kann im Rahmen dieser Arbeit nur bedingt auf seine Funktionsweise bei der Medienkonzentrationskontrolle untersucht werden. Der RStV gibt einen spezifischen Zuschaueranteil vor, der von den Medienunternehmen nicht überschritten werden darf. Woher kommen jedoch die Zahlen die zur Konzentrationskontrolle genutzt werden? Kapitel 3
diskutiert die zentralen Fragen dieser Arbeit: Die GfK als Forschungsinstitut wird vorgestellt, Untersuchungsanlage der Fernsehforschung, Panel und Messtechnik werden auf Repräsentativität, Reliabilität und Validität überprüft. Herausgestellt werden soll zudem in Kapitel 4 inwieweit die
ermittelten Zahlen zur Konzentrationskontrolle geeignet sind. Dies stellt eine aktuelle Diskussion dar, die, besonders seit dem Fall Springer/ProSiebenSat.1 in 2006, wieder aufgelebt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Konzentrationskontrolle im privaten Rundfunk

2.1 Formen der Konzentration

2.2 Vorteile der Konzentration

2.3 Notwendigkeit der Kontrolle

2.4 Konzentrationskontrolle durch Wirtschafts- und Medienrecht

2.4.1 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB)

2.4.2 Rundfunkstaatsvertrag (RStV)

3. GfK-Fernsehforschung

3.1 Organisation

3.2 Methodik

3.2.1 Panel und Repräsentativität

3.2.2 Messtechnik und Reliabilität

3.2.3 Validität

4. Problematik der GfK-Zahlen für die Konzentrationskontrolle

4.1 Probleme durch die Untersuchungsanlage der GfK

4.2 Probleme bei der Berechnung des Zuschaueranteils aus den GfK-Zahlen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwieweit die von der GfK ermittelten Zuschaueranteile eine adäquate Datengrundlage für die gesetzliche Konzentrationskontrolle des privaten Rundfunks in Deutschland bilden.

  • Mechanismen und Formen der Medienkonzentration
  • Rechtliche Grundlagen der Konzentrationskontrolle (RStV und GWB)
  • Methodische Gütekriterien der GfK-Fernsehforschung (Repräsentativität, Reliabilität, Validität)
  • Kritische Analyse der Untersuchungsanlage und Berechnungsmodelle für Zuschaueranteile

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Messtechnik und Reliabilität

Die Panelhaushalte werden mit einem ,GfK-Meter’ ausgestattet, „einem in der Schweiz entwickelten Messgerät, das für bis zu acht Personen pro Haushalt die Fernsehnutzung mit Hilfe eines Mikrocomputers, und zwar über die Fernbedienung, erfasst” (Plake, 2004, S. 189).

Die Personen in den Haushalten sind aufgefordert, immer dann, wenn sie fernsehen, auf einer besonderen Fernbedienung die ihnen zugeordnete Personentaste zu drücken und sich so anzumelden bzw. sich beim verlassen des Fernsehraums oder bei der Beendigung der Fernsehnutzung wieder abzumelden (Bentele, et al., 2003, S. 108).

Um die genutzten Kanäle reliabel zu ermitteln, ersetzt der GfK-Meter die Tuner der angeschlossenen Endgeräte, „die Programme werden nicht mehr über den Fernseher oder Videorecorder empfangen, sondern gewissermaßen über das Messgerät selbst” (Karstens & Schütte, 2004, S. 340). Seit 1995 wird die Messtechnik des TC XL eingesetzt, welches alle in Deutschland empfangbaren Sender (rund 2.500) sekundengenau erfasst (AGF, k.A. b, „Messtechnik TC XL”).

Erfasst wird das An- und Abschalten des Fernsehgeräts, der Kanal, die Person, ob es sich um ein laufendes Programm oder eine Aufzeichnung handelt, und die Nutzung von Videotext (Karstens, Schütte, 2005, S. 340). Am 1. Juli 2009 wurde die Messtechnik von TC XL auf TC Score umgestellt, welches zusätzlich die Nutzung zeitversetzten Sehens über digitale Aufzeichnungsgeräte wie Festplatten- und DVD-Recorder ermittelt (AGF, 2009c, S.1). Einer Sendung werden nach TC Score die Leistung nach Echtzeit und die Nutzung zu einer späteren Zeit angerechnet; dabei ist die Zeit zwischen Ausstrahlungszeitpunkt und zeitversetzter Nutzung auf drei Tage beschränkt, um den Gesamtleistungswert endgültig ermitteln zu können (Engel & Müller, 2008, S. 415). Die AGF verfolgt das Motto ,Follow the Content’ (Erfassung des Inhalts unabhängig vom Endgerät, Nutzungszeitpunkt oder Verbreitungsweg); die Umstellung auf das neue Währungssystem mit TC Score, ist ein erster Schritt hin zur Verwirklichung dieser Strategie (AGF, 2009c, S. 1).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Problem der Medienkonzentration, stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Eignung der GfK-Daten und skizziert den Aufbau der Untersuchung.

2. Konzentrationskontrolle im privaten Rundfunk: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen Formen der Konzentration sowie die gesetzlichen Kontrollmechanismen, insbesondere den Rundfunkstaatsvertrag (RStV).

3. GfK-Fernsehforschung: Hier wird die Organisation und Methodik der GfK-Panelstudie vorgestellt und anhand der Gütekriterien Repräsentativität, Reliabilität und Validität bewertet.

4. Problematik der GfK-Zahlen für die Konzentrationskontrolle: Das Kapitel analysiert kritisch die Schwachstellen der Untersuchungsanlage und die methodischen Herausforderungen bei der Berechnung von Zuschaueranteilen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die GfK-Daten zwar methodisch fundiert sind, aber als alleinige Basis für die Konzentrationskontrolle angesichts der komplexen Medienlandschaft kritisch hinterfragt werden müssen.

Schlüsselwörter

Medienkonzentration, Rundfunkstaatsvertrag, GfK, Zuschaueranteil, Fernsehforschung, Meinungsmacht, Medienpluralismus, Panel, Repräsentativität, Reliabilität, Validität, AGF, Konzentrationskontrolle, Medienrecht, Einschaltquote

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Eignung quantitativer Zuschauerdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) für die gesetzlich vorgeschriebene Konzentrationskontrolle im privaten deutschen Rundfunk.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretische Begründung der Konzentrationskontrolle, die rechtlichen Vorgaben durch den Rundfunkstaatsvertrag sowie die methodische Qualität und Validität der TV-Messung durch die GfK.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist zu klären, ob die von der GfK ermittelten Zuschaueranteile ausreichen, um die „vorherrschende Meinungsmacht“ von Medienunternehmen adäquat zu bemessen und zu begrenzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die auf Basis medienökonomischer und kommunikationswissenschaftlicher Quellen die Gütekriterien der GfK-Forschung kritisch bewertet.

Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Konzentration, eine Vorstellung der GfK-Messmethoden (Panel, Technik, Validität) und eine kritische Auseinandersetzung mit den Problemen der Datenerhebung und -berechnung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit fokussiert auf die Begriffe Medienkonzentration, Zuschaueranteilsmodell, Meinungsmacht, GfK-Fernsehforschung und Rundfunkstaatsvertrag.

Warum ist das Zuschaueranteilsmodell laut der Arbeit so umstritten?

Das Modell wird kritisiert, weil es rein quantitativ ist, qualitative Aspekte der Rezeption ignoriert und die Bedeutung der Nutzungsdauer für die tatsächliche Beeinflussung der Meinungsbildung fragwürdig erscheinen lässt.

Welche Rolle spielt das Beispiel Springer/ProSiebenSat.1?

Der Fall verdeutlicht die Schwierigkeiten der KEK bei der praktischen Anwendung von Schwellenwerten, insbesondere wenn es um die Erfassung komplexer crossmedialer Verflechtungen geht.

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Details

Title
Kontrolle durch konkrete Zahlen
Subtitle
Verwendung der GfK-Daten zur Konzentrationskontrolle des privaten Rundfunks in Deutschland
College
LMU Munich  (IFKW)
Course
Medienlehre
Grade
1,0
Author
Gesa Biermann (Author)
Publication Year
2010
Pages
18
Catalog Number
V164778
ISBN (Book)
9783640799428
ISBN (eBook)
9783640799756
Language
German
Tags
Konzentrationskontrolle privater Rundfunk Rundfunk Deutschland Rundfunk GfK Rundfunkkontrole Rundfunkkonzentration Medienrecht Fernsehforschung Rundfunkstaatsvertrag Zuschaueranteil
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gesa Biermann (Author), 2010, Kontrolle durch konkrete Zahlen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164778
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