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Sir Joshua Reynolds: Selbstporträt mit der Büste Michelangelos

Titel: Sir Joshua Reynolds: Selbstporträt mit der Büste Michelangelos

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2001 , 56 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Claudia Nickel (Autor:in)

Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos:
Fragen an eine visuelle Chiffre und ihren soziokulturellen Kontext
Die ursprüngliche Hängung des wohl in den späten siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts entstandenen Werks Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos ist durch ein Gemälde von Singleton aus dem Jahr 1795 überliefert. Das Porträt hing an der Südwand der Assembly Hall des am 16. Oktober 1780 eingeweihten Somerset Houses, das unter der Leitung von William Chambers für die 1768 gegründete Royal Academy of Arts in den Jahren 1778 - 1780 geplant und errichtet wurde. Ob Reynolds dieses Werk als Auftragsarbeit für die Royal Academy schuf oder ob er es als ihr erster Präsident für die Einweihung des Neubaus stiftete, dazu schweigen die Quellen des Somerset Houses. Doch bietet die bildlich tradierte ursprüngliche Hängung und die damit erhaltene primäre Funktion des Bildnisses eine selten vorhandene Möglichkeit, das Selbstporträt nicht nur typologisch und ikonographisch, sondern auch nach dem soziokulturellen Kontext seiner Hängung zu befragen.
So skizziert die vorliegende Untersuchung zunächst die historische Entstehung des Selbstporträts und die Entwicklung der kunsthistorischen Fragestellungen an diese Gattung. Nach einer knappen Darstellung der Rezeptionsgeschichte von Reynolds Werk wird das Porträt selbst vorgestellt und typologisch und ikonographisch untersucht, um es kunsthistorisch einordnen zu können. Dann erfolgt eine Analyse des primären Funktionskontextes. Da Reynolds während seines Lebens 27 Selbstporträts gemalt hat, von denen noch drei weitere Selbstbildnisse außer dem Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos für eine öffentliche Hängung bestimmt waren, sollen auch die anderen Selbstporträts auf Gemeinsamkeiten hinsichtlich der Typologie untersucht werden. Zwei dieser Selbstbildnisse hängen in renommierten Kunstakademien. Sie künden - besonders in der prominenten Hängung in London – vom Ansehen eines Malers, der sich nicht nur durch seine Kunstwerke, sondern auch durch seine kunsttheoretischen Diskurse einen festen Platz in der Welt der bildenden Kunst erworben hat. Die Berücksichtigung dieses kunsttheoretischen Hintergrundes in dem Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos und die rezeptionsgeschichtliche Relevanz des Porträts sollen am Abschluss der Untersuchung stehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Das Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos: Fragen an eine visuelle Chiffre und ihren soziokulturellen Kontext

2. Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Selbstporträts

3. Forschungsgeschichte des Selbstporträts

4. Rezeptionsgeschichte von Reynolds’ Werk

5. Beschreibung von dem Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos

6. Analyse

6.1 Die Struktur des Bildes

6.2 Aufbau und Pose der Figur

6.3 Das Gewand

6.4 Die Kopfwendung

6.5 Kopf und Gesicht

6.6 Die Büste Michelangelos

6.7 Licht und Farbe

6.8 Der Kontext der Hängung

6.9 Das Selbstporträt als Ausdruck der Aemulatio

7. Das Selbstporträt Reynolds vor der Büste Michelangelos vor dem Hintergrund seiner anderen Selbstporträts

8. Das Selbstporträt und die Diskurse

9. Visuelle Chiffre der Kultur: Der Künstler als Knight of the Brush

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Selbstporträt von Sir Joshua Reynolds mit der Büste Michelangelos im Kontext seiner ursprünglichen Hängung und seiner kunsthistorischen Bedeutung. Ziel ist es, die spezifische ikonographische Funktion des Werkes zu entschlüsseln und zu analysieren, wie Reynolds darin Tradition, eigenen Genius und den Status des Künstlers als Intellektueller thematisiert.

  • Historische Entstehung und kunsttheoretischer Kontext
  • Ikonographische Analyse von Pose, Attributen und Komposition
  • Vergleich mit Reynolds’ anderen Selbstbildnissen und der Gattungstradition
  • Die Rolle der Büste Michelangelos als Ausdruck der Aemulatio

Auszug aus dem Buch

6. Analyse

Weder die Situation der vom Betrachter durch keine Barriere getrennten Figur noch ihre Relation zur Büste und zum Hintergrund sind perspektivisch eindeutig verankert. Doch spannen der rechte angewinkelte Arm, die zur vertikalen Mittelachse hin gedrehte Körpermitte und der ausgestreckte linke Arm einen Raum auf, der in den Bildgrund hineinführt. Dieser Raum wird durch die schräg zur vertikalen Mittelachse hin stehende Büste weiter geöffnet. Obwohl die von Figur - die aufrechte, in der Standachse fast vertikale Figur füllt die Hälfte links der Mittelachse - und Büste beanspruchten Malflächen von unterschiedlicher Ausdehnung sind, besetzen beide eine vertikal geteilte Bildhälfte. Nur der linke Arm der Figur schiebt sich in die rechte Hälfte hinüber. Die vertikale Mittelachse selbst bleibt - außer einer Barettspitze bis zur Höhe des linken Ellenbogens - dem Hintergrund vorbehalten. Sowohl Figur als auch Büste schneiden einen vertikalen Bildrand.

Der Dominanz der Vertikalen entgegen konstituiert sich als breite horizontale Basis über dem unteren Bildrand zum einen die pyramidal aufgebaute Figur in unverkürzter Darstellung der rechten Körperseite vom Niveau des Oberschenkels bis zur Taillenhöhe, zum anderen die Angabe des reich verzierten Tisches, auf welchem die linke Hand ruht. Sowohl das Standmotiv des Malers als auch die Standsituation des Tisches sind dem Betrachter entzogen. Figur und Büste sind in Untersicht gegeben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Das Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos: Fragen an eine visuelle Chiffre und ihren soziokulturellen Kontext: Einleitung in die Fragestellung und den historischen Ort des Werkes in der Royal Academy.

2. Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des Selbstporträts: Historischer Überblick über die Entwicklung des Selbstbildnisses von der Antike bis zur Renaissance.

3. Forschungsgeschichte des Selbstporträts: Betrachtung des Wandels kunsthistorischer Perspektiven auf die Gattung des Selbstporträts im 20. Jahrhundert.

4. Rezeptionsgeschichte von Reynolds’ Werk: Darstellung der wechselhaften Wertschätzung von Reynolds’ Schaffen von seinem Tod bis ins späte 20. Jahrhundert.

5. Beschreibung von dem Selbstporträt Reynolds mit der Büste Michelangelos: Detaillierte formale und motivische Beschreibung des untersuchten Gemäldes.

6. Analyse: Tiefgehende Untersuchung der bildnerischen Elemente, der Komposition, der Ikonographie und des Kontexts.

7. Das Selbstporträt Reynolds vor der Büste Michelangelos vor dem Hintergrund seiner anderen Selbstporträts: Vergleich mit Reynolds’ Gesamtwerk an Selbstbildnissen zur Einordnung spezifischer Merkmale.

8. Das Selbstporträt und die Diskurse: Analyse der theoretischen Schriften Reynolds in Bezug auf das Selbstverständnis des Künstlers.

9. Visuelle Chiffre der Kultur: Der Künstler als Knight of the Brush: Zusammenfassende Deutung des Künstlers als homo eruditus und der Bedeutung der Aemulatio.

Schlüsselwörter

Sir Joshua Reynolds, Selbstporträt, Michelangelo, Royal Academy, Aemulatio, Künstlerbildnis, Ikonographie, Kunsttheorie, Renaissance, Virtuosi, Disegno, Historienmalerei, Repräsentation, Bildanalyse, 18. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht ein spezifisches Selbstporträt von Sir Joshua Reynolds, um dessen Bedeutung im Kontext der Kunstgeschichte und der Royal Academy zu erschließen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die Ikonographie des Selbstbildnisses, die künstlerische Auseinandersetzung mit Vorbildern (Aemulatio) und die soziale Rolle des Malers im 18. Jahrhundert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Porträt Reynolds mit der Büste Michelangelos nicht nur stilistisch, sondern als intellektuelles Programm und Ausdruck des Selbstverständnisses als „Künstlergelehrter“ zu deuten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine methodische Analyse angewandt, die formale Bildbeschreibung, ikonographische Untersuchung, historischen Kontextualisierung und kunsttheoretische Diskursanalyse kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine genaue Bildbeschreibung, eine systematische Analyse der Bildelemente sowie einen Vergleich mit anderen Selbstporträts des Künstlers und der Gattungstradition.

Welche Schlüsselbegriffe sind charakteristisch für diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Aemulatio, Disegno, Akademie, Künstlergenie, Virtuosi und der intellektuelle Anspruch des Malers.

Warum ist die Büste Michelangelos so bedeutsam für das Bild?

Sie dient Reynolds als Paradigma für den künstlerischen Genius und als Instrument, um seine eigene Malerei in die Tradition der großen Meister des Cinquecento zu stellen.

Wie unterscheidet sich Reynolds’ Selbstporträt von zeitgenössischen Darstellungen?

Durch den Verzicht auf traditionelle Würdeformeln und die bewusste Wahl des akademischen Habits positioniert sich Reynolds als intellektuelles Gegenüber zur neuen gesellschaftlichen Elite.

Ende der Leseprobe aus 56 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Sir Joshua Reynolds: Selbstporträt mit der Büste Michelangelos
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Kunstgeschiche)
Veranstaltung
Das Porträt bis 1800
Note
1,0
Autor
Claudia Nickel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2001
Seiten
56
Katalognummer
V164253
ISBN (eBook)
9783640804382
ISBN (Buch)
9783640804658
Sprache
Deutsch
Schlagworte
porträt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Nickel (Autor:in), 2001, Sir Joshua Reynolds: Selbstporträt mit der Büste Michelangelos, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164253
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Leseprobe aus  56  Seiten
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