Im späteren Lehrerberuf muss man darauf vorbereitet sein auch Kinder zu unterrichten, deren Muttersprach nicht Deutsch ist. Wichtig hierbei ist zu wissen wie man den Kindern möglichst leicht die deutsche Sprache vermitteln kann. Ein Bezug zur Muttersprache stellt hier eine wesentliche Bedeutung dar und kann schneller zu positiven Ergebnissen führen. In dieser Ausarbeitung geht es speziell um die Gegenüberstellung der russischen Sprache mit der Deutschen bezogen auf das Substantiv. Im ersten Teil wird das Substantiv im Deutschen und im zweiten Teil das Substantiv im Russischen dargestellt. Beim Vergleich, dem dritten Teil dieser Arbeit, habe ich mich auf die Pluralbildung beschränkt, da ein weiterführender Vergleich, bezogen auf den Kasus und das Genus, den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.
Inhaltsverzeichnis
1. Das Substantiv im Deutschen
1.1.Definition
1.2.Das Substantiv als Nomen
1.3.Genus, Numerus und Kasus
1.3.1. Genus
1.3.2. Numerus
1.3.3. Kasus
2. Das Substantiv im Russischen
2.1.Groß- und Kleinschreibung
2.2.Genus des Substantivs
2.2.1. Unterteilung in natürliches und grammatisches Geschlecht
2.3.Numerus des Substantivs
2.4.Kasus des Substantivs
2.4.1. Belebte und unbelebte Substantive
2.5.Deklinationstypen
2.5.1. Substantive des 1. Deklinationstyps
2.5.2. Substantive des 2. Deklinationstyps
2.5.3. Substantive des 3. Deklinationstyps
2.5.4. Ausnahmen
3. Die Pluralbildung im Vergleich
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt auf einen sprachvergleichenden Überblick zwischen dem Deutschen und dem Russischen ab, wobei der Fokus auf den morphologischen Eigenschaften des Substantivs liegt. Zentral ist die Untersuchung der Kategorien Genus, Numerus und Kasus sowie deren spezifische Realisierungsformen in beiden Sprachen, um Lehrkräften Grundlagen für die Vermittlung der deutschen Sprache an Kinder mit russischer Muttersprache bereitzustellen.
- Grammatische Kategorien des Substantivs im Deutschen
- Strukturelle Merkmale des Substantivs im Russischen
- Vergleichende Analyse der Pluralbildung
- Deklinationstypen und Kasusverwendung
- Umgang mit Homonymen und Polysemie im Vergleich
Auszug aus dem Buch
1.3.2. Numerus
Das Deutsche hat zwei Numeri: Singular (Einzahl) und Plural (Mehrzahl):
- ein, der Mann -> mehrere, viele, alle, die Männer
- eine, die Frau -> mehrere, viele, alle, die Frauen
- ein, das Kind -> mehrere, viele, alle, die Kinder
Der Singular des Nomens wird nicht durch eine eigene Form ausgedrückt. Der Plural des Nomens wird im Deutschen durch verschiedene formale Mittel ausgedrückt:
1. Pluralsuffix: -e, -n, -en, -er, -s
- Tag/Tage, Feder/Federn, Glut/Gluten, Feld/Felder, Radio/Radios
2. Umlaut: a, o, u, au wird zu ä, ö, ü, äu
- Garten/Gärten, Tochter/Töchter, Bruder/Brüder
3. Pluralsuffix und Umlaut:
- Stab/Stäbe, Not/Nöte, Turm/Türme, Haus/Häuser
4. keine Markierung
- Gebirge, Rudel, Messer
5. Besondere Markierung bei Fremdwörtern
- Thema/Themata, Album/Alben, Lexikon/Lexika, Kaktus/Kakteen
Einige Nomen haben mehr als eine Form der Pluralbildung, die regional oder fachsprachlich bedingt sein kann:
Zusammenfassung der Kapitel
1. Das Substantiv im Deutschen: Dieses Kapitel definiert das Substantiv als Wortart und erläutert die grammatischen Kategorien Genus, Numerus und Kasus innerhalb der deutschen Sprache.
2. Das Substantiv im Russischen: Hier werden die morphologischen Besonderheiten des russischen Substantivs dargestellt, inklusive der Deklinationstypen und der Unterscheidung zwischen belebten und unbelebten Nomen.
3. Die Pluralbildung im Vergleich: Dieses Kapitel stellt die Pluralbildungen beider Sprachen gegenüber und analysiert Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede in der formalen Ausprägung bei verschiedenen Wortgruppen.
Schlüsselwörter
Substantiv, Deutsch, Russisch, Sprachvergleich, Grammatik, Genus, Numerus, Kasus, Pluralbildung, Deklination, Morphologie, Sprachunterricht, Homonyme, Nominalphrase, Fremdwörter
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit einem sprachvergleichenden Überblick über das Substantiv in der deutschen und russischen Sprache.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die morphologischen Kategorien Genus, Numerus und Kasus sowie die Pluralbildung in beiden Sprachen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lehrkräften hilfreiche linguistische Grundlagen für die Vermittlung der deutschen Sprache an Kinder mit russischer Muttersprache an die Hand zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode des kontrastiven Sprachvergleichs, um die Strukturen beider Sprachen systematisch gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Substantiv-Grammatik im Deutschen, gefolgt von einer entsprechenden Analyse des Russischen und einem direkten Vergleich der Pluralbildung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Sprachvergleich, Deklination, Genus, Kasus, Pluralbildung und Morphologie charakterisiert.
Warum wird im russischen Teil zwischen belebten und unbelebten Substantiven unterschieden?
Diese Unterscheidung ist im Russischen essenziell, da sie sich direkt auf die Bildung des Genitivs und Akkusativs im Singular und Plural auswirkt.
Wie unterscheidet sich die Genus-Zuweisung im Russischen vom Deutschen?
Im Russischen ist das grammatische Geschlecht primär an der Endung im Nominativ Singular erkennbar, da die Sprache über keine Artikel verfügt.
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- Olga Hock (Author), 2010, Das Substantiv im Russischen und im Deutschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164106