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Untersuchungen zum Marxismus

Der dialektische Materialismus, die materielle Geschichtsauffassung und die politische Ökonomie

Title: Untersuchungen zum Marxismus

Term Paper , 2003 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dipl.-Betriebswirtin Karin Peters (Author)

Social Studies (General)

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Summary Excerpt Details

Die Begründer der marxistischen Staats-, Gesellschafts- und Wirtschaftstheorie sind Karl Marx (1818–1883) und Friedrich Engels (1820–1895). Karl Marx wurde 1818 als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts in Trier geboren. Er studierte zunächst auf Wunsch seines Vaters Rechtswissenschaften, dann Geschichte und Philosophie. Nach der Fertigstellung seiner Dissertation über griechische Naturphilosophie bei Demokrit und Epikur konnte Marx wegen seiner Zugehörigkeit zu den „linkshegelianischen Kritikern“ nicht auf eine akademische Laufbahn rechnen. Statt dessen übernahm er im Jahre 1842 die redaktionelle Leitung der liberalen „Rheinischen Zeitung“, und wurde so zum Publizisten. Durch seine Emigration 1843 nach Paris lernte Marx bekannte Sozialisten und Kommunisten kennen, und neben seiner Bekanntschaft mit Heinrich Heine kam es zum ersten engen Kontakt mit Friedrich Engels, aus dem sich eine lebenslange, enge Zusammenarbeit entwickelte.

Friedrich Engels, der enge Freund und Mitarbeiter von Marx, wurde 1820 als Sohn eines Textilfabrikanten in Barmen geboren. Auf Drängen seines Vaters brach er das Gymnasium vor dem Abitur ab und absolvierte statt dessen eine kaufmännische Ausbildung im elterlichen Betrieb. In seiner Freizeit begeisterte Engels sich jedoch schon früh für Literatur und Philosophie. Genau wie Karl Marx war auch er von der Philosophie Hegels beeindruckt, wohingegen Ludwig Feuerbach Engels Interesse am Sozialismus weckte. Während seines Aufenthaltes in der väterlichen Fabrik in Manchester Marx und Engels wirkten also zu einer Zeit, als sich die infolge der industriellen Revolution und des knallharten Kapitalismus herausgebildete Arbeiterschaft, von ihnen in ihren Schriften meist nur als „Proletariat“ bezeichnet, nicht mehr nur zu einer leidenden, sondern auch zu einer kämpfenden, gesellschaftlichen Klasse entwickelte. So seien hier nur die Aufstände der Seidenweber von Lyon, die schlesischen Weberaufstände (1844) und der Kampf der ersten politischen Arbeiterbewegung, der britischen Chartisten und soziale Reformen erwähnt . Vor diesem Hintergrund und in Verbindung mit philosophischen Ideen des 18. und 19. Jahrhunderts entstanden die neuen wissenschaftlichen Theorien von Marx und Engels.

Die folgende Arbeit untersucht nun den dialektischen Materialismus, die materialistische Geschichtsauffassung („Historischer Materialismus“), sowie die ökonomischen Lehren von Marx und Engels, und versucht die entsprechenden „Fachterminologien“ zu erläutern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Eine Kurzbiographie von Marx und Engels

2. Der dialektische Materialismus

2. 1 Der philosophische Materialismus

2.2 Die Dialektik und ihre Gesetze

3. Die materialistische Geschichtsauffassung

3.1 Grundgedanken

3.2 Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse – die Aufeinanderfolge der Gesellschaftsformationen

3.3. Basis und Überbau

3.4 Klassen und Klassenkampf

3.5 Der Staat

4. Die politische Ökonomie

4.1 Grundgedanken

4.2 Ware, Wert, Arbeit, Geld

4.3 Lohnarbeit, Mehrwert, Kapital, Profit

4.4 Die Akkumulation des Kapitals

4.5 Der tendenzielle Fall der Profitrate

5. Wissenschaftlicher Sozialismus und proletarische Revolution

6. Einige kritische Anmerkungen des Verfassers zu den Überlegungen von Marx und Engels

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit hat das Ziel, die zentralen theoretischen Säulen des Marxismus – den dialektischen Materialismus, die materialistische Geschichtsauffassung sowie die politische Ökonomie – fundiert darzustellen und die darin verwendeten Fachterminologien zu erläutern.

  • Biografische Hintergründe von Karl Marx und Friedrich Engels
  • Grundprinzipien und Gesetze des dialektischen Materialismus
  • Strukturmodell von Basis und Überbau sowie Klassentheorie
  • Mechanismen der kapitalistischen Produktion, Akkumulation und Profitrate
  • Kritische Reflexion der marxistischen Thesen aus heutiger Sicht

Auszug aus dem Buch

2.2 Die Dialektik und ihre Gesetze

In der marxistischen Philosophie bilden Materialismus und Dialektik eine unlösbare Einheit. Für Marx und Engels ist dabei die Welt nicht ein Komplex von fertigen Dingen, sondern ein Komplex von Prozessen, eine ununterbrochene Veränderung des Werdens und Vergehens. Die Dialektik ist daher die Wissenschaft von den allgemeinen Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen der Natur, der Gesellschaft und des Denkens. Da alle Gegenstände und Erscheinungen in mehr oder weniger festen, wechselseitigen Beziehungen stehen, sind sie auch bestimmten Gesetzmäßigkeiten unterworfen. Engels, der die Dialektik auch als „Wissenschaft des Gesamtzusammenhanges“ bezeichnete, nennt in seinen Manuskripten zur „Dialektik der Natur“ drei Grundgesetze der Dialektik:

Gesetz der Widersprüche Den Kern der Dialektik bildet der Gedanke von den Widersprüchen, oder dem Kampf der Gegensätze. Triebkraft einer jeden Entwicklung und Bewegung sind demnach die allen Erscheinungen und Prozessen innewohnenden Widersprüche. Der Kampf dieser Gegensätze gibt den Anschub und führt zu einem Anschwellen der Widersprüche. Diese Widersprüche lösen sich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf, indem das Bisherige verschwindet und etwas Neues entsteht. Paradebeispiel für diese Gesetzmäßigkeit ist nach Marx der entstehende Klassenkampf zwischen Proletariat und den Kapitalisten, an dessen Ende nach Beseitigung der Gegensätze eine neue Gesellschaftsordnung stände.

Gesetz der Sprünge Sowohl quantitative als auch qualitative Merkmale unterscheiden Sachen und Gegebenheiten. Quantitative Merkmale beziehen sich auf erfassbare und messbare Grössen, wie z. B. Gewicht, Grösse oder Anzahl der Personen. Qualität dagegen ist nicht greifbar, sondern meint die Gesamtheit bestimmter Charakteristika. Das Gesetz der Sprünge besagt nun, dass sich ein Entwicklungsprozess durch das langsame Umschlagen quantitativer in qualitative Veränderungen und umgekehrt sprunghaft entwickelt. Veranschaulichen lässt sich dies ganz banal am Wechsel des Aggregatzustandes z. B. von Wasser ab einer bestimmten Temperatur oder der Tatsache, dass wenn bei der Erhitzung ein kritischer Punkt überschritten ist, Metall vom festen in den flüssigen Zustand übergeht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Eine Kurzbiographie von Marx und Engels: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über das Leben und Wirken von Marx und Engels im Kontext der industriellen Revolution und des aufkommenden Proletariats.

2. Der dialektische Materialismus: Hier werden die philosophischen Grundlagen dargelegt, wobei der Mensch als Teil eines dynamischen, durch Widersprüche vorangetriebenen Entwicklungsprozesses betrachtet wird.

2. 1 Der philosophische Materialismus: Dieser Abschnitt expliziert das Primat des materiellen Seins gegenüber dem Bewusstsein und ordnet Marx in die Tradition des Materialismus ein.

2.2 Die Dialektik und ihre Gesetze: Hier werden die drei Kernkonzepte – Widersprüche, Sprünge und Negation der Negation – als Motoren der Veränderung erläutert.

3. Die materialistische Geschichtsauffassung: Das Kapitel verknüpft die dialektische Weltsicht mit der menschlichen Geschichte und den ökonomischen Lebensbedingungen.

3.1 Grundgedanken: Es wird die Abhängigkeit ideeller Strukturen von materiellen Verhältnissen („Sein bestimmt das Bewusstsein“) herausgearbeitet.

3.2 Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse – die Aufeinanderfolge der Gesellschaftsformationen: Dieser Teil definiert die materiellen Produktionstätigkeiten als Basis gesellschaftlicher Entwicklung und erklärt den Konflikt zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen.

3.3. Basis und Überbau: Das Kapitel analysiert, wie ökonomische Strukturen (Basis) politische, juristische und religiöse Institutionen (Überbau) determinieren.

3.4 Klassen und Klassenkampf: Hier wird die Gesellschaft als Schauplatz von Interessenkonflikten zwischen Unterdrückern und Unterdrückten, speziell Bourgeoisie und Proletariat, definiert.

3.5 Der Staat: Der Staat wird als Herrschaftsinstrument einer Klasse zur Sicherung ökonomischer Interessen und Machtverhältnisse interpretiert.

4. Die politische Ökonomie: Dieses Kapitel widmet sich der Analyse der kapitalistischen Wirtschaftsweise, insbesondere der Wertbildung und Ausbeutung.

4.1 Grundgedanken: Eine Definition der politischen Ökonomie als Wissenschaft von Produktions-, Tausch- und Verteilungsbedingungen wird gegeben.

4.2 Ware, Wert, Arbeit, Geld: Der Abschnitt klärt die Begriffe Gebrauchswert und Tauschwert sowie die Rolle von Arbeit und Geld im Warenkreislauf.

4.3 Lohnarbeit, Mehrwert, Kapital, Profit: Hier wird der Prozess der Mehrwertschöpfung durch unbezahlte Mehrarbeit erklärt, die zur Kapitalbildung führt.

4.4 Die Akkumulation des Kapitals: Dieser Teil beleuchtet den Wettbewerbsdruck und die Konzentration des Kapitals, die zu sozialer Polarisierung führen.

4.5 Der tendenzielle Fall der Profitrate: Das Kapitel beschreibt das Gesetz, nach dem die Profitrate langfristig sinkt und den Kapitalismus in krisenhafte Zustände führt.

5. Wissenschaftlicher Sozialismus und proletarische Revolution: Hier wird die Transformation zur klassenlosen Gesellschaft durch die proletarische Revolution als notwendige Folge der kapitalistischen Entwicklung skizziert.

6. Einige kritische Anmerkungen des Verfassers zu den Überlegungen von Marx und Engels: Der Autor hinterfragt die Thesen im Kontext der historischen Entwicklung des 20. Jahrhunderts und der Entstehung moderner Sozialstaaten.

Schlüsselwörter

Marxismus, Dialektischer Materialismus, Historischer Materialismus, Klassenkampf, Proletariat, Bourgeoisie, Mehrwert, Kapital, Profitrate, Produktionsverhältnisse, Basis und Überbau, Politische Ökonomie, Revolution, Entfremdung, Klassengesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine strukturierte Einführung in die zentralen Theorien von Karl Marx und Friedrich Engels, insbesondere im Hinblick auf Philosophie, Geschichtsauffassung und Ökonomie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf dem dialektischen Materialismus, der Analyse der kapitalistischen Produktionsweise und der Theorie der gesellschaftlichen Revolution.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die fundierte Erläuterung der marxistischen Fachterminologie und der theoretischen Grundlagen, die das Werk von Marx und Engels prägen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse der marxistischen Theoriebildung, ergänzt durch eine kritische Reflexion des Verfassers.

Was wird im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil analysiert die drei Säulen: das dialektische Weltbild, die historische Entwicklung durch Klassenkämpfe und die ökonomische Ausbeutung durch Mehrwertschöpfung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Dialektik, Materialismus, Mehrwert, Klassenkampf, Kapitalakkumulation und Proletariat.

Wie definiert Marx den Widerspruch im Kontext der Dialektik?

Widersprüche werden als Kampf von Gegensätzen verstanden, der als Triebkraft für jede gesellschaftliche und natürliche Entwicklung dient.

Warum hält der Verfasser die marxistischen Thesen heute für teils überholt?

Der Autor argumentiert, dass die Realität der sozialen Absicherung, des Dienstleistungssektors und der gewachsenen Mittelschichten der historischen Polarisierungsthese von Marx widerspricht.

Welche Rolle spielt das Geld im marxistischen Wirtschaftssystem?

Geld fungiert als allgemeines Äquivalent und notwendige Bedingung für die kapitalistische Produktionsweise, dient jedoch auch dazu, die sozialen Zusammenhänge des Arbeitsprozesses zu verschleiern.

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Details

Title
Untersuchungen zum Marxismus
Subtitle
Der dialektische Materialismus, die materielle Geschichtsauffassung und die politische Ökonomie
College
University of applied sciences, Bremen
Grade
1,7
Author
Dipl.-Betriebswirtin Karin Peters (Author)
Publication Year
2003
Pages
18
Catalog Number
V164059
ISBN (eBook)
9783640792290
ISBN (Book)
9783640792498
Language
German
Tags
Untersuchungen Marxismus Materialismus Geschichtsauffassung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Betriebswirtin Karin Peters (Author), 2003, Untersuchungen zum Marxismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164059
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