Der Untersuchungsgegenstand dieser Hausarbeit ist der fünfte Brief „Oenone an Paris“ der ovidischen Heroides. Im Vordergrund der Betrachtung sollen die Gefühle der Hauptfigur Oenone zu ihrem früheren Geliebten Paris stehen. Es soll unter anderem festgestellt werden, ob sich diese im Briefverlauf verändern oder konstant bleiben.
Es wurde dieser Brief ausgewählt, da die Liebesbeziehung zwischen Oenone und Paris, eine Jugendliebe, kaum bekannt ist im Gegensatz zu seinen späteren Liebschaften, wie zum Beispiel mit Helena.
Für ein besseres, umfangreicheres Verständnis des Briefes wird vor Beginn der Interpretation eine kurze Einführung in das Werk Heroides gegeben, dem auch dieser fünfte Brief „Oenone an Paris“ entnommen ist, und zudem knapp der Autor Ovid im Verhältnis zu diesem eingeordnet. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird der mythologische Hintergrund zu diesem Brief erschlossen werden, sodass der Zusammenhang von den Geschehnissen mit diesem Brief deutlich wird. Eine sehr kurze Wiedergabe des Briefinhalts soll einen ersten Überblick über den Inhalt geben. Im Anschluss hieran beginnt die eigentliche Interpretation des Briefes unter der oben bereits genannten Fragestellung, sodass der Inhalt des Briefes ausführlicher deutlich wird.
Der Interpretationsteil wird fein untergliedert, damit abschnittsweise die Gefühle Oenones betrachtet werden können.
Inhaltsverzeichnis
- EINLEITUNG
- KNAPPE INFORMATIONEN ZUM WERK „HEROIDES“ UND SEINEM AUTOR
- FÜNFTER BRIEF, OENONE AN PARIS' DER OVIDISCHEN HEROIDES
- MYTHOLOGISCHER HINTERGRUND
- KNAPPE INHALTSZUSAMMENFASSUNG DES BRIEFES
- INTERPRETATION DES FÜNFTEN BRIEFES
- Oenones Gefühle für Paris
- Ausgangssituation (V. 1-8)
- Erinnerungen an gemeinsame Zeiten (V. 9-32)
- Abschied (V. 41-57)
- Zorn und Hass (V. 58-76)
- Erste Selbst(an)preisung Oenones (V. 77-90)
- Abwertung Helenas (V. 91-130)
- Zweite Selbst(an)preisung Oenones (V. 130-150)
- Appell an Paris (V. 151-158)
- Oenones Gefühle für Paris
- SCHLUSSBEMERKUNG
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem fünften Brief der ovidischen Heroides, „Oenone an Paris“. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen die Gefühle der Hauptfigur Oenone für ihren ehemaligen Geliebten Paris und deren eventuelle Veränderung im Verlauf des Briefes. Die Analyse des Briefes soll Einblicke in die Beziehung zwischen Oenone und Paris gewähren, die in der ovidischen Überlieferung anders dargestellt wird als die späteren Liebesbeziehungen des Paris.
- Die Darstellung der Liebesbeziehung zwischen Oenone und Paris
- Die Entwicklung von Oenones Gefühlen für Paris
- Ovids Interpretation der mythischen Figur des Paris
- Die Rolle der Frau im Kontext der römischen Liebeselegie
- Die Form des inneren Monologs in den Heroides
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik und den Untersuchungsgegenstand der Arbeit ein. Sie stellt den fünften Brief „Oenone an Paris“ in den Kontext der ovidischen Heroides und skizziert die methodische Vorgehensweise. Im zweiten Kapitel werden die „Heroides“ und ihr Autor Ovid knapp vorgestellt. Die Heroides werden als fiktive Briefe mythologischer Frauenfiguren an ihre abwesenden Männer oder Geliebten beschrieben, während Ovids Lebenslauf und sein Verhältnis zu diesem Werk beleuchtet werden. Das dritte Kapitel widmet sich dem fünften Brief „Oenone an Paris“. Zunächst wird der mythologische Hintergrund der Liebesgeschichte zwischen Oenone und Paris dargelegt, bevor eine knappe Inhaltszusammenfassung des Briefes gegeben wird. Im Anschluss daran beginnt die Interpretation des Briefes, die sich auf die Gefühlswelt Oenones konzentriert. Die Interpretation gliedert sich in mehrere Abschnitte, die jeweils einen bestimmten Aspekt der Gefühle Oenones für Paris beleuchten.
Schlüsselwörter
Die Arbeit widmet sich dem Werk „Heroides“ von Ovid und dessen fünften Brief, „Oenone an Paris“. Zu den zentralen Begriffen der Arbeit gehören die Liebesbeziehung zwischen Oenone und Paris, Ovids Interpretation des mythischen Stoffes, die Darstellung von Emotionen, die Form des inneren Monologs und die Rolle der Frau in der römischen Literatur.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es im fünften Brief der "Heroides" von Ovid?
Der Brief "Oenone an Paris" thematisiert die Klage der Nymphe Oenone, die von ihrem Geliebten Paris für Helena verlassen wurde.
Wie entwickeln sich Oenones Gefühle im Verlauf des Briefes?
Die Gefühle wandeln sich von wehmütigen Erinnerungen an die gemeinsame Jugendzeit über tiefen Schmerz und Zorn bis hin zu Hass auf die Rivalin Helena.
Was ist das Besondere an der Beziehung zwischen Oenone und Paris?
Es handelt sich um eine "Jugendliebe" aus der Zeit, als Paris noch als Hirte auf dem Berg Ida lebte, bevor er durch das Urteil der Göttinnen Weltruhm erlangte.
Was sind die "Heroides" für eine literarische Gattung?
Die Heroides sind eine Sammlung fiktiver Briefe mythologischer Frauenfiguren, die Ovid in der Form der römischen Liebeselegie verfasst hat.
Welche Rolle spielt Helena in Oenones Brief?
Oenone wertet Helena massiv ab, bezeichnet sie als Ehebrecherin und stellt ihre eigene Treue und göttliche Herkunft als überlegen dar.
- Quote paper
- B.A. Ann-Christin Graé (Author), 2009, Interpretation des fünften Briefes 'Oenone an Paris' der ovidischen Heroides , Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/164000