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Die Bedeutung des amerikanischen Frontier–Mythos für das Apollo–Mondlandeprogramm während der Kennedy–Johnson–Ära der "New Frontier" 1961–1969

Title: Die Bedeutung des amerikanischen Frontier–Mythos für das Apollo–Mondlandeprogramm während der Kennedy–Johnson–Ära der "New Frontier" 1961–1969

Term Paper (Advanced seminar) , 1994 , 22 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Claudia Zimny (Author)

American Studies - Culture and Applied Geography

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Der Begriff der Frontier ist von immenser Bedeutung für die amerikanische Kultur und Landeskunde. Als rein statistischer Wert kennzeichnete die Frontier bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die Grenze der Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents durch die weißen Siedler. Dadurch galt sie zugleich als Grenze zwischen „Zivilisation“ und „Wildnis“ – und in ihrer kontinuierlichen Verlagerung nach Western als Beleg für das Voranschreiten eines Volkes auf dem Weg der Erfüllung seines göttlichen Auftrags (postuliert als Manifest Destiny), sich über den gesamten Kontinent auszubreiten.
Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich der Begriff der „Frontier“– nicht erst seit dem kosmischen Siedlertum von Star Trek – in der Rhetorik der Weltraumfahrt wieder findet. Bereits während des Präsidentschafts-Wahlkampfes 1960 beschrieb John F. Kennedy den Weltraum als "our great new frontier". Als Präsident trat er am 25. Mai 1961 vor den amerikanischen Kongress und hielt eine Rede, deren Kernsatz – "I believe that this nation should commit itself to achieving the goal, before this decade is out, of landing a man on the moon and returning him safely to earth." – den Anstoß zum “Apollo”-Mondlandeprogramm markierte.
Diese Arbeit untersucht, welche Bedeutung die Frontier–Metapher speziell für das Apollo-Programm hatte, welche politischen Zusammenhänge eine Rolle spielten, und was „Apollo“ im Rückblick war.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der historische Begriff der Frontier: die westliche Besiedlungsgrenze und ihre Bedeutung für die amerikanische Identität

2. Das Bild der New Frontier des Apollo-Programms

3. Der rationale Kontext: Prestige und Kalter Krieg

4. Was war Apollo im Rückblick?

5. Der Frontier-Mythos heute und ein kurzer Ausblick auf die Zukunft

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die symbolische und politische Bedeutung des amerikanischen Frontier-Mythos für das Apollo-Mondlandeprogramm der USA zwischen 1961 und 1969. Dabei wird analysiert, wie historische Konzepte zur Legitimation von Raumfahrtprojekten genutzt wurden, um nationale Identität zu stärken und politische Ziele im Kontext des Kalten Krieges zu erreichen.

  • Die historische Herleitung und kulturelle Bedeutung des Frontier-Begriffs.
  • Die Rolle der "New Frontier" als politisches Instrument während der Kennedy-Johnson-Ära.
  • Die Verzahnung von wissenschaftlichem Fortschritt, Prestige und dem Kalten Krieg.
  • Die sozio-ökonomischen Auswirkungen und die öffentliche Wahrnehmung der Raumfahrt.
  • Kritische Reflexion über den "amerikanischen technologischen Messianismus".

Auszug aus dem Buch

3. Der rationale Kontext: Prestige und Kalter Krieg

Die intensive Durchsetzung des Apollo-Programms ist nur vor dem Hintergrund des nach dem Zweiten Weltkrieg ausgebrochenen Kalten Krieges mit der damaligen Sowjetunion zu verstehen. Das Space Race, der von den USA proklamierte Wettlauf zum Mond, war in erster Linie ein Kampf zweier politischer Systeme; wer dieses Ziel zuerst erreichte, würde auch die überlegene Ideologie vertreten – einschließlich des ökonomischen Systems, des wissenschaftlichen Ausbildungswesens und der technischen Versiertheit.

In den fünfziger Jahren verlief dieser Wettlauf noch erstaunlich zurückhaltend: Obwohl Sputnik I am 4. Oktober 1957 für viele Amerikaner einem zweiten Pearl Harbor gleichkam, sah Eisenhower keinen Sinn in irgendwelchen Anstrengungen in der Raumfahrt; die "Space lobby" konzentrierte ihr Hauptaugenmerk auf die Entwicklung von Raketen zu Verteidigungszwecken. Selbst bei dem 1958 initiierten Mercury-Projekt mit dem Ziel, einem Menschen in die Erdumlaufbahn zu bringen, war man noch so sehr auf die Sicherheit der Astronauten bedacht, dass man am 31. Januar 1961 vorsichtshalber zunächst einen dressierten Schimpansen, "Mr. Ham" in den Orbit ließ. Mr. Ham kehrte wohlbehalten zurück, doch aufgrund einiger technischer Defekte wurde am 24. März aus Sicherheitsgründen noch ein unbemannter, perfekt verlaufender Testflug durchgeführt.

Als am 12. April 1961 der Russe Yuri Gargarin als erster Mensch in den Orbit flog, konnte Alan Shepard, der am 5. Mai als erster Amerikaner ins All folgen würde – und sich schon darüber geärgert hatte, bloß "die zweite Geige hinter einem Schimpansen spielen zu dürfen", nur verbittert feststellen, dass er schon zumindest drei Wochen eher "dort oben" hätte gewesen sein können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der historische Begriff der Frontier: die westliche Besiedlungsgrenze und ihre Bedeutung für die amerikanische Identität: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Frontier-Begriffs und dessen zentrale Rolle für die US-amerikanische Kultur und Identitätsbildung.

2. Das Bild der New Frontier des Apollo-Programms: Das Kapitel analysiert, wie das Apollo-Programm von Kennedy als moderne "New Frontier" instrumentalisiert wurde, um den Pioniergeist der Nation neu zu beleben.

3. Der rationale Kontext: Prestige und Kalter Krieg: Hier wird der politische Rahmen des Wettlaufs zum Mond (Space Race) beschrieben, der primär als ideologischer Systemkonflikt zwischen den USA und der Sowjetunion betrachtet wird.

4. Was war Apollo im Rückblick?: Das Kapitel wirft eine kritische Rückschau auf die wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen des Programms sowie auf die Priorisierung von Prestige gegenüber anderen sozialen Aufgaben.

5. Der Frontier-Mythos heute und ein kurzer Ausblick auf die Zukunft: Abschließend wird diskutiert, wie der Frontier-Mythos in der heutigen Raumfahrt fortlebt und welche Bedeutung Kooperationen für zukünftige Mars-Missionen gewinnen könnten.

Schlüsselwörter

Apollo-Programm, Frontier-Mythos, Space Race, Kalter Krieg, New Frontier, Manifest Destiny, Mondlandung, NASA, amerikanische Identität, Raumfahrtgeschichte, Prestige, Pioniergeist, Technologie, Weltraum, John F. Kennedy.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit analysiert, wie der historische amerikanische "Frontier-Mythos" genutzt wurde, um das Apollo-Mondlandeprogramm der USA in den 1960er Jahren politisch und gesellschaftlich zu legitimieren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit behandelt die historische Herleitung des Frontier-Begriffs, die politische Rhetorik der "New Frontier", den ideologischen Wettlauf (Space Race) gegen die Sowjetunion und die kritische Reflektion über den wahren Zweck des Mondprogramms.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, inwieweit das Apollo-Programm als Fortsetzung einer kulturellen Tradition gesehen wurde und ob es primär wissenschaftlichen oder rein machtpolitischen Zwecken diente.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin verwendet eine historisch-analytische Methode, bei der sie US-amerikanische Geschichtskonzepte und politische Rhetorik mit zeitgenössischen Dokumenten und Sekundärliteratur verknüpft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die historische Bedeutung der Frontier, das von Kennedy proklamierte Weltraumprogramm, der rationale Kontext des Kalten Krieges und die rückblickende Bewertung des Projekts durch kritische Stimmen detailliert untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Apollo-Programm, Frontier-Mythos, Space Race, Kalter Krieg, Manifest Destiny und nationale Identität.

Inwiefern spielte der Wettlauf mit der UdSSR eine Rolle für den Erfolg von Apollo?

Der Wettlauf (Space Race) war das treibende Element; die Angst, technologisch hinter die Sowjetunion zurückzufallen, ermöglichte erst die massive finanzielle Förderung durch den Kongress.

Warum wird der Begriff "Manifest Destiny" im Zusammenhang mit der Mondlandung angeführt?

Der Begriff beschreibt den Glauben an eine göttliche Bestimmung der USA zur Expansion; die Eroberung des Weltraums wurde als moderne, logische Fortsetzung dieses missionarischen Auftrags interpretiert.

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Details

Title
Die Bedeutung des amerikanischen Frontier–Mythos für das Apollo–Mondlandeprogramm während der Kennedy–Johnson–Ära der "New Frontier" 1961–1969
College
University of Duisburg-Essen  (Anglistik/Amerikanistik)
Course
Hauptseminar Landeskunde: "The American West: History and Culture"
Grade
1,5
Author
Claudia Zimny (Author)
Publication Year
1994
Pages
22
Catalog Number
V163777
ISBN (eBook)
9783640782994
ISBN (Book)
9783640783090
Language
German
Tags
Frontier Mondlandung Manifest Destiny
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Zimny (Author), 1994, Die Bedeutung des amerikanischen Frontier–Mythos für das Apollo–Mondlandeprogramm während der Kennedy–Johnson–Ära der "New Frontier" 1961–1969, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163777
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