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Das Konzept der Würde von Tieren in der Postmoderne

Eine kritische Würdigung von Nussbaums Konzept

Title: Das Konzept der Würde von Tieren in der Postmoderne

Seminar Paper , 2010 , 25 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Dr. Tobias Fritsch (Author)

Philosophy - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

Die Hausarbeit beschreibt das von Nussbaum ausgeführte Konzept der Würde und dessen Ausweitung bezogen auf Tiere. Dabei werden zunächst wichtige Begriffe in diesem Kontext definiert – z.B. die Menschenwürde, der Stoizismus und der Präferenzutilitarismus.

Innerhalb dieser Erweitung auf die Tierwelt, wird der bei Nussbaum vorgeschlagene Würdebegriff zunächst gegenüber anderen Konzeptionen von Würde abgegrenzt. Darauf aufbauend beschäftigt sich die Fragestellung primär mit den Fähigkeiten (engl. capabilities) von Tieren. Da Nussbaum die Definition von Würde über das Konzept der Fähigkeiten herleitet, gilt es dabei zu hinterfragen, ob eine Erklärung durch Fähigkeiten alleine hinreichend ist, um trennscharf zu argumentieren.

So beschreibt die Arbeit entlang der Leitfrage der Trennschärfe den Vergleich der kognitiven Fähigkeiten. Dabei wird unter anderem der Vergleich zwischen hochentwickelte Primaten aus dem Tierreich und geistig behinderten Menschen aufgebaut. Dieses Beispiel dient als Indikator für die Schwierigkeit in der Differenzierung solcher Randbereiche durch Nussbaums Würdekonzeption. Ab welchem Niveau von Fähigkeiten kann von Menschenwürde gesprochen werden und wie stark muss eine solche Konzeption auf Spezieszuordnungen zurückgreifen, um weiterhin konsistent zu bleiben?

Innerhalb des kritischen Diskurses wird die Würdekonzeption anhand dieses Beispiels gegenüber dem Präferenzutilitarismus, sowie dem Stoizismus unter dem Aspekt der Vagness und dem damit verbundenen Sorites-Paradoxon abgewogen. Die unterschiedlichen konzeptionellen Herangehensweisen werden dabei kritisch verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Abstrakt

1.2. Problemstellung

1.3. Aufbau der Hausarbeit

2. Hintergrund

2.1. Menschenwürde

2.2. Erweiterbarkeit des Würdebegriffs auf die Tierwelt

2.3. Vagness von Begriffen und das Sorites-Paradoxon

3. Konzepte der Menschenwürde

3.1. Stoizismus

3.2. Präferenzutilitarismus

3.3. Nussbaums Konzept

4. Kritischer Diskurs

5. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die kritische Auseinandersetzung mit Martha Nussbaums auf Fähigkeiten basierendem Würdekonzept, insbesondere im Hinblick auf dessen Erweiterbarkeit auf das Tierreich und die damit verbundenen konzeptionellen Limitationen.

  • Vergleichende Analyse philosophischer Würdekonzepte (Stoizismus, Präferenzutilitarismus, Nussbaum)
  • Untersuchung der Problematik der Vagness und des Sorites-Paradoxons in Begriffsdefinitionen
  • Diskussion der Grenzfälle zwischen geistig behinderten Menschen und hochentwickelten Tieren
  • Hinterfragung der logischen Konsistenz einer Erweiterung von Würde auf alle Spezies

Auszug aus dem Buch

3.3. Nussbaums Konzept

Die bisherigen Konzepte stellen Menschenwürde auf der Grundlage von moralischem Handeln, was wiederum auf einer Vernunftbegabung basiert, vor. Martha Nussbaum basiert ihr mit Armartya Sen entwickeltes Konzept hingegen auf potentiellen Fähigkeiten, die ein Mensch besitzt. Um den Umfang der Gesamttheorie zu verstehen, ist es in diesem Zusammenhang notwendig auf die Forschung im Rahmen der Globalisierung zu verweisen. In diesem Zusammenhang entstand bei Sen und Nussbaum das Konzept der Handlungsfreiheit, welches sich auf fünf einander ergänzende Fähigkeiten stützt.

Nussbaum baut ihr Würdekonzept entsprechend entlang der Theorie von Fähigkeiten auf. Einem Menschen kommt nach dieser Konzeption Würde durch das Potential von Fähigkeiten zu. Dabei ist ein Teil von Fähigkeiten die kognitive Struktur (also die besprochene Vernunftbegabtheit), ein anderer Teil wäre die Abstraktionsfähigkeit oder der emphatische Umgang. Dabei ist es für die Betrachtung von Würde irrelevant, ob es sich nur um grundlegende (also noch nicht ausgebildete) oder kombinierte (vorhandene und entwickelte) Fähigkeiten handelt.

Behinderten Menschen kommt, basierend auf der Argumentation eines gleichgroßen Potentials an Fähigkeiten, exakt dasselbe Maß an Würde wie gesunden Menschen zu. Handlung nach diesem Konzept kann immer nur mit der Rücksicht auf die Wahrung der Fähigkeitsräume anderer Subjekte erfolgen, was dem Ansatz von Kant ähnelt und die Perspektive der Umwelt mit einbezieht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die philosophische Diskussion der Würde ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.

2. Hintergrund: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Menschenwürde historisch, diskutiert die Erweiterbarkeit auf Tiere und führt das Sorites-Paradoxon als Werkzeug zur Problemanalyse ein.

3. Konzepte der Menschenwürde: Hier werden der Stoizismus, der Präferenzutilitarismus und Nussbaums Capability-Ansatz als drei maßgebliche Modelle detailliert vorgestellt und gegenübergestellt.

4. Kritischer Diskurs: Das Kapitel hinterfragt kritisch die logische Konsistenz von Nussbaums Konzept, insbesondere hinsichtlich der Vagness des Begriffs der Fähigkeiten bei Tieren und Menschen.

5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Rekapitulation der Ergebnisse und einem Ausblick auf notwendige konzeptionelle Schärfungen des untersuchten Modells.

Schlüsselwörter

Würde, Menschenwürde, Nussbaum, Stoizismus, Präferenzutilitarismus, Fähigkeiten, Capability Approach, Tierethik, Vagness, Sorites-Paradoxon, Vernunftbegabung, Tierreich, Philosophie, Moral, Ethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Konzept der Würde im Kontext der Postmoderne und analysiert kritisch Martha Nussbaums Ansatz, der Würde von Lebewesen auf Basis von Fähigkeiten definiert.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die philosophische Definition von Würde, die ethische Abgrenzung zwischen Mensch und Tier sowie die logische Problematik unscharfer Begriffe in moralischen Theorien.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, die Grenzen und konzeptionellen Schwächen von Nussbaums Capability-Ansatz aufzuzeigen, insbesondere wenn dieser auf das Tierreich übertragen wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine komparative und analytische Methode, bei der verschiedene ethische Theorien gegenübergestellt und durch logische Paradoxien (Sorites-Paradoxon) auf ihre Konsistenz geprüft werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des theoretischen Hintergrunds, die Analyse der drei Würdemodelle (Stoizismus, Präferenzutilitarismus, Nussbaum) und eine kritische Diskussion dieser Ansätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit maßgeblich?

Neben dem zentralen Begriff der Würde sind insbesondere die Fähigkeiten (capabilities), die Vagness und der Capability Approach der theoretische Kern der Analyse.

Warum spielt das Sorites-Paradoxon eine zentrale Rolle?

Es dient dazu zu verdeutlichen, dass bei einer rein auf Fähigkeiten basierenden Definition von Würde die Grenze zwischen Wesen mit und ohne Würde logisch nicht eindeutig zu ziehen ist.

Welches spezifische Problem besteht bei Nussbaums Ansatz für behinderte Menschen?

Kritiker führen an, dass die Operationalisierung von Würde an Fähigkeiten problematisch ist, wenn bei geistig schwerbehinderten Menschen kognitive Fähigkeiten permanent unterhalb eines gewissen Niveaus bleiben.

Wie verhält sich Nussbaums Modell zu Tieren?

Nussbaum versucht, auch Tieren Würde zuzusprechen, gerät dabei jedoch in den logischen Widerspruch, dass nach ihrem Modell der Induktion prinzipiell auch sehr einfachen Lebewesen wie Bakterien ein Grad an Würde zugesprochen werden müsste.

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Details

Title
Das Konzept der Würde von Tieren in der Postmoderne
Subtitle
Eine kritische Würdigung von Nussbaums Konzept
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Dr. Tobias Fritsch (Author)
Publication Year
2010
Pages
25
Catalog Number
V163756
ISBN (eBook)
9783640782949
ISBN (Book)
9783640783175
Language
German
Tags
Würde Menschenwürde Nussbaum Kant Würde von Tieren Capabilities Fähigkeiten Grenzen des Würdekonzepts Aristoteles
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dr. Tobias Fritsch (Author), 2010, Das Konzept der Würde von Tieren in der Postmoderne, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163756
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