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Futuristische Elemente in Kurd Laßwitzs „Auf zwei Planeten“

Title: Futuristische Elemente in  Kurd Laßwitzs „Auf zwei Planeten“

Seminar Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Florian Kreier (Author)

German Studies - Modern German Literature

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Summary Excerpt Details

Kurd Laßwitz schildert in seinem Science-Fiction-Roman „Auf zwei Planeten“ den durch die Erforschung des Nordpols entstehenden Kontakt der Menschen mit Bewohnern des Planeten Mars. Den „Martianern“ wird dabei ein evolutionärer Vorsprung zugestanden, welcher sich vor allen Dingen in technischen und gesellschaftlich- sozialpolitischen Errungenschaften niederschlägt. Einige der fantastischen Spekulationen Laßwitz’ bezüglich dieses Vorsprungs an Entwicklung, werden in dieser Arbeit genauer analysiert, wobei der Schwerpunkt weniger auf dem technischen, als vielmehr auf dem historischen und gesellschaftlichen Aspekt liegt. Die Futurismen Laßwitzs werden nicht nur an Entwicklungen zum Anfang des 21.ten Jahrhunderts, sondern auch an den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen im Verlauf des Romans gespiegelt, hierzu werden zum Teil historische Rückblenden gegeben. Im Gegensatz zu der Auswahl geschilderter Unterschiede zwischen Mars- und Erdenkultur, finden sich jedoch auch kulturelle Gemeinsamkeiten. Hierzu sollen die Konsequenzen und Hintergründe einiger Analogien durchleuchtet werden, auch unter dem Aspekt möglicher bewusst eingeflechteter struktureller Determinanten Laßwitzs. Abschließend werden in einem knappen Fazit weitere mögliche Themen und Schwerpunkte augezeigt, sowie die Arbeitsweise des Autors kritisch betrachtet.

2. Technischer Futurismus
Als die drei Mitglieder der Forschungstruppe Torm, Grunthe und Saltner mit einem Heißluftballon den Nordpol ihres eigenen Planeten erkunden, entdecken sie eine Außenstation des Mars. Die Vorstellung, dass Bewohner anderer Planeten die Erde bevölkern ist nicht gerade untypisch für Science-Fiction-Romane dieser Zeit (Siehe z.B. „Der Marsspion“ oder andere). Auch die Möglichkeit durch das All zu segeln um unterschiedliche Planeten zu bereisen, wird unter anderem bereits 1725 vom französischen Philosoph und Autor Voltaire in seiner Kurzgeschichte „Micromégas“ geschildert. Der Kontakt zwischen Erden- und Marsbewohner findet sich ebenfalls auch in anderen Werken dieses Genres zur Zeit der Veröffentlichung. Trotzdem oder wie einige seiner Kollegen auch, schafft Laßwitz mittels semiwissenschaftlicher Spekulation ein besonderes spannendes Setting für seinen Roman. Einige dieser futuristischen Elemente der Geschichte werden im folgenden genauer betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Technischer Futurismus

2.1 Technischer Fortschritt

2.2 Solarenergie

2.3 Zukunft und Gegenwart

3. Gesellschaftlicher Futurismus

3.1 Zeitgeschichtliche Einordnung

3.2 Emanzipation

3.3 Sprache

3.4 Verhalten gegenüber anderen Kulturen

4. Privatleben und Innenwelt

4.1 Liebe

4.2 Ernährung

4.3 Numenheit

5. Politischer Futurismus

5.1 Gesellschaftlicher Utopismus

5.2 Wahlrecht

5.3 Staatliche Aufklärung

6. Deterministische Schranken

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert futuristische Elemente in Kurd Laßwitzs Roman „Auf zwei Planeten“ und untersucht, inwiefern die darin beschriebenen gesellschaftlichen, technischen und politischen Entwicklungen als Vorwegnahme oder Spiegelbild realer Entwicklungen interpretiert werden können.

  • Technische Visionen: Von Solarenergie bis zur Kommunikationstechnologie.
  • Soziale Strukturen: Emanzipation, Sprachwandel und zwischenkulturelle Ethik.
  • Politischer Utopismus: Gesellschaftliche Organisation und staatliche Bildungsmodelle.
  • Die Rolle der Numenheit als philosophisches Fundament der marsianischen Kultur.
  • Deterministische Grenzen: Das menschliche Element im Kontakt zwischen den Kulturen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Technischer Fortschritt

Science-Fiction-Autoren stehen in der Regel vor dem gleichen Problem: einer technischen Erklärung für bestimmte Gegebenheiten ihrer Geschichte, wie z.B. die Umsetzung der Raumfahrt (Antrieb, Raumschiff) oder dem Zurandekommen mit physikalischen Beschaffenheit anderer Planeten. Neben einer Vielzahl interessanter technischer Phantasmen Laßwitzes, stechen zwei Überlegungen hervor. Erstens die Entdeckung der Gravitation als „jene Kraft, welche die Bewegung der Gestirne im Weltall beherscht“ (S.73). Gravitation die „wie das Licht, die Wärme und die Elektrizität sich in Form von Wellenbewegung durch den Weltraum und die Körper fortpflanzt“ ist als Eigenschaft von Körpern zu verstehen – und „durchläuft den Raum mit einer Geschwindigkeit von dreihunderttausend Kilometer pro Sekunde".

Ebenso wie Körper nicht magnetisch, wärmedurchlässig oder durchsichtig sein können, gibt es Körper, die Gravitationswellen nicht absorbieren (bzw. fast nicht). Diese Körper sind werden nicht von anderen angezogen, sind schwerelos, was Laßwitz „diabarisch“ nennt. Mit Raumschiffen aus dem diabarischen Stoff „Stellit“ ist es den Martianern möglich, sich schwerelos im Weltall zu bewegen. Die Fortbewegung erfolgt in diesem mehr oder weniger schwerelosen Zustand über die gesteuerte Nutzung der Planetenkräfte und mittels Richtbomben aus „Repulsit“ – flüssigem Weltäther – mit dem Geschwindigkeiten bis über Lichtgeschwindigkeit erzielt werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Science-Fiction-Elemente bei Laßwitz und Definition des Fokus auf historische und gesellschaftliche Aspekte statt rein technischer Beschreibungen.

2. Technischer Futurismus: Untersuchung der technologischen Konzepte des Romans, wie Gravitationskontrolle, Kommunikation per Lichtstrahl und die Nutzung von Solarenergie im Vergleich zur modernen Welt.

3. Gesellschaftlicher Futurismus: Analyse der sozialen Fortschritte der Martier, einschließlich ihres Umgangs mit Emanzipation, der Entwicklung einer funktionalen Sprache und ihrem respektvollen Verhalten gegenüber fremden Kulturen.

4. Privatleben und Innenwelt: Betrachtung des marsianischen Familienmodells, der Ernährung mittels künstlicher Nährstoffe und des philosophischen Begriffs der „Numenheit“ als Ausdruck individueller Freiheit.

5. Politischer Futurismus: Erörterung der marsianischen Staatsordnung, des Wahlsystems basierend auf Bildung sowie staatlicher Aufklärungsmaßnahmen durch Umschulung von Kasernen.

6. Deterministische Schranken: Analyse der Grenzen des Fortschritts, wobei auch kulturell hochentwickelte Gesellschaften instinktiven Ängsten und Vorurteilen gegenüber dem „Anderen“ unterliegen können.

7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Leistung des Autors, futuristische Konzepte in eine fesselnde Erzählung zu integrieren, sowie Ausblick auf weitere Forschungspotenziale.

Schlüsselwörter

Kurd Laßwitz, Auf zwei Planeten, Science-Fiction, Futurismus, Numenheit, Mars, technische Visionen, gesellschaftlicher Wandel, Emanzipation, Solarenergie, Literaturanalyse, Utopie, Weltstaat, politische Bildung, Determinismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die futuristischen Visionen im Science-Fiction-Roman „Auf zwei Planeten“ von Kurd Laßwitz und vergleicht diese mit historischen Gegebenheiten sowie der modernen Lebenswirklichkeit.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Die Schwerpunkte liegen auf technologischen Innovationen, gesellschaftlichen Strukturen, politischen Ordnungssystemen und der ethischen Entwicklung der marsianischen Zivilisation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die „Futurismen“ des Romans zu analysieren und aufzuzeigen, wie Laßwitz politische und soziale Analogien nutzt, um die Zustände seiner Zeit zu reflektieren und zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die den Primärtext mit historischen Rückblenden und soziologischen Begriffen (wie etwa „Kulturation“) vergleicht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische, gesellschaftliche, private und politische Aspekte der marsianischen Kultur sowie eine Reflexion über die deterministischen Schranken menschlichen Verhaltens.

Welche Begriffe beschreiben die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten über Begriffe wie Literaturanalyse, Utopieforschung, Fortschrittsglaube, marsianische Gesellschaftslehre und Laßwitzs literarisches Werk definieren.

Wie unterscheidet sich die Ernährung der Martier von der irdischen?

Die Martier bevorzugen eine effiziente Nährstoffaufnahme durch chemische Cocktails statt gemeinsamer Mahlzeiten, was den Verzicht auf urzeitliche, „tierische“ Rituale symbolisiert.

Welche Bedeutung hat der Begriff „Numenheit“ für die Martier?

Die Numenheit beschreibt die freie Selbstbestimmung des Einzelnen und die Achtung der Persönlichkeitsentfaltung, welche selbst das Handeln der marsianischen Führung begrenzt.

Wie bewertet der Autor die politische Utopie des marsianischen Wahlsystems?

Laßwitz verknüpft das Wahlrecht mit der Pflicht zur Information, was als visionärer Vorgriff auf moderne Debatten über Politikverdrossenheit und die Bedeutung von Medienkompetenz interpretiert wird.

Warum entstehen im Roman trotz hoher ethischer Standards faschistische Strömungen auf dem Mars?

Der Autor zeigt, dass Angst vor dem Unbekannten und die „Wir-gegen-die-Anderen“-Logik auch bei einer hochentwickelten Zivilisation zu Rückfällen in krisentypische, antiliberale Verhaltensmuster führen können.

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Details

Title
Futuristische Elemente in Kurd Laßwitzs „Auf zwei Planeten“
College
LMU Munich
Course
„Der Mann im Mond – Raumfahrtsphantasien um 1900“
Grade
1,0
Author
Florian Kreier (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V163729
ISBN (eBook)
9783640792214
ISBN (Book)
9783640792399
Language
German
Tags
Science-Fiction Auf zwei Planeten Kurd Laßwitz Futurismus Raumfahrt Mondfahrt Jahrhundertwende Utopismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Kreier (Author), 2009, Futuristische Elemente in Kurd Laßwitzs „Auf zwei Planeten“, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163729
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