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Elektronische Zahlungsmittel im Online-Handel

Titel: Elektronische Zahlungsmittel im Online-Handel

Studienarbeit , 2009 , 38 Seiten , Note: 1.0

Autor:in: Jens-Ulrich Harnitz (Autor:in)

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Online-Handel in Deutschland boomt.
Nach Zahlen des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels stieg der dortige Umsatz in 2008 um 15 Prozent gegenüber dem Jahr 2007 auf rund 19,3 Milliarden Euro. Die Zahl der Online-Käufer hat sich im gleichen Zeitraum von 29,37 auf 31,44 Millionen erhöht (vgl. [Scha08, 14]). Derartige wirtschaftliche Dimensionen sowie ein ungenügendes Angebot an Zahlungsverfahren als eine der häufigsten Ursachen für den Abbruch von Online-Käufen stellen die Bedeutsamkeit der Gestaltung von Bezahlvorgängen im Online-Handel klar heraus (vgl. [Sta+08, 72]). Doch gerade im Bereich der zugrundeliegenden Zahlungssysteme zeigt sich eine komplizierte Landschaft – geprägt von einer Reihe unterschiedlicher Ansätze, einer Vielzahl von Systemanbietern sowie undurchsichtigen Kriterien, die bei der Bewertung der Alternativen anzusetzen sind. Nachvollziehbar erscheint da der von NEUHAUS getätigte Ausspruch: „Wie der Taxonom vor den Organismen steht der Paymentforscher vor den Bezahlsystemen.“ [Neuh06]

Die vorliegende Arbeit setzt sich gemäß der in Anlage A.1 aufgeführten Aufgabenstellung mit elektronischen Zahlungsmitteln auseinander. Dabei stehen die auf dem deutschen Markt vertretenen Zahlungsarten bzw. -systeme im Mittelpunkt der Untersuchungen. Der begrenzte Umfang dieser Arbeit erlaubt jedoch nur eine eingeschränkte Betrachtungsweise, ein Anspruch auf Vollständigkeit wird dementsprechend nicht erhoben.

Im Anschluss an die Einleitung folgt in Kapitel 2 nach einer Definition von elektronischen Zahlungssystemen zunächst deren Kategorisierung, um dann abschließend auf die wichtigsten an die Systeme gestellten Anforderungen einzugehen.
Nach der Vermittlung dieser Grundlagen wird in Kapitel 3 auf Basis der zuvor vorgenommenen Systematisierung und unter Berücksichtigung der erläuterten Anforderungen eine Marktübersicht der Zahlungsmittel im deutschen Online-Handel gegeben.
Die Arbeit schließt mit einem Fazit, welches die einzelnen Untersuchungsergebnisse noch einmal zusammenfasst.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen elektronischer Zahlungssysteme

2.1 Definition

2.2 Kategorisierung von elektronischen Zahlungssystemen

2.3 Anforderungen an elektronische Zahlungssysteme

2.3.1 Sicherheit

2.3.2 Akzeptanz

2.3.3 Flexibilität

2.3.4 Kostengünstige Abwicklung

3 Marktübersicht der Zahlungsmittel im deutschen Online-Handel

3.1 Traditionelle Zahlungsmittel

3.2 E-Payment-Systeme

3.2.1 Verfahren über universelle Zahlungsplattformen

3.2.2 Verfahren über elektronische Geldbörsen

3.2.3 Wertkarten-basierte Verfahren

3.2.4 Verfahren über Online-Überweisung

3.2.5 Telefon-basierte Verfahren

3.2.6 Inkasso- und Billingverfahren

4 Fazit

Anhang

A.1 Umfrage zu wichtigsten Anforderungen an Zahlungsverfahren aus Händlersicht

A.2 Ablauf einer Zahlung per Nachnahme

A.3 Ablauf einer Zahlung per Lastschrift

A.4 Ablauf einer Zahlung per Kreditkarte

A.5 Umfrage zur Einsatzhäufigkeit von Zahlungsverfahren

A.6 Ablauf einer Zahlung per giropay

A.7 Umfrage zur Sicherheit von Zahlungsverfahren aus Verbrauchersicht

A.8 Umfrage zur Beliebtheit von Zahlungsverfahren bei Kunden aus Händlersicht

A.9 Umfrage zur Bewertung der Gebühren der Zahlungsverfahren aus Händlersicht

A.10 Umfrage zur Bewertung des Bearbeitungsaufwands der Zahlungsverfahren aus Händlersicht

Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Fallstudie untersucht elektronische Zahlungsmittel im deutschen Online-Handel mit dem Ziel, eine Marktübersicht zu erstellen und die verschiedenen Zahlungsarten anhand spezifischer Anforderungen zu bewerten.

  • Analyse von traditionellen versus E-Payment-Zahlungssystemen.
  • Untersuchung kritischer Anforderungen wie Sicherheit, Akzeptanz, Flexibilität und Kosten.
  • Vergleichende Darstellung der Anforderungserfüllung verschiedener Bezahlsysteme.
  • Evaluation von Händler- und Kundenperspektiven anhand empirischer Daten und Umfragen.
  • Identifikation von Trends und Erfolgsfaktoren für moderne Online-Zahlungsmittel.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Verfahren über elektronische Geldbörsen

Unter elektronischem Geld (E-Geld) wird jeder monetäre Wert verstanden, welcher auf einem Datenträger in einer Art elektronischen Geldbörse gespeichert und nicht nur von dem ausgebenden Institut als Zahlungsmittel angenommen wird. Magnetstreifenkarten, Chipkarten oder Rechner können dabei als Datenträger zugrunde liegen (vgl. [Webe02, 69]). Von dieser Definition ausgehend grenzen DANNENBERG und ULRICH die Zahlverfahren über elektronische Geldbörsen auf vorausbezahlte Konzepte ein, die entweder auf Chipkarten, so genannten Smart Cards, oder auf softwaregestützten Produkten basieren (vgl. [DaUl04, 138]).

Das Grundprinzip, auf welchem die Konzepte basieren, bleibt jedoch gleich. So hat ein Nutzer bei einer Bank zunächst reales Geld gegen E-Geld in Form virtueller Geldeinheiten einzutauschen. Das E-Geld wird von der Bank verschlüsselt, zertifiziert und mit einer Art Seriennummer versehen in eine virtuelle Geldbörse des Kunden (Wallet) geladen. Bei einem Einkauf in einem Online-Shop, der diese Zahlungsform akzeptiert, überträgt der Nutzer mittels spezieller Software den vereinbarten Geldbetrag aus seinem Wallet zum Händler. Dieser lässt die Echtheit bzw. Gültigkeit des Geldes in der Folge von der Bank prüfen. Nachdem die Prüfung erfolgreich abgeschlossen ist, wird der virtuelle Geldbetrag auf dem Konto des Händlers gutgeschrieben. Abschließend können die Beträge bei der Bank gesammelt gegen reales Geld eingetauscht werden (vgl. [Lass06, 518]).

Die Bezahlung mittels elektronischer Geldbörsen hat bisher kaum eine Verbreitung erfahren. Das in Deutschland bekannteste Smart Card-Projekt und repräsentativ für den Ansatz der elektronischen Geldbörsen ist die GeldKarte. Ihre Funktionalitäten sind in die ec-Karte der deutschen Kreditwirtschaft integriert (vgl. [DaUl04, 148]). Ziel dieses Projektes ist es, Kleingeldzahlungen sowohl in der realen als auch – seit 1999 – in der virtuellen Welt vereinfacht abzuwickeln.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die boomende Welt des Online-Handels in Deutschland ein und verdeutlicht die Notwendigkeit, Bezahlvorgänge effizient zu gestalten.

2 Grundlagen elektronischer Zahlungssysteme: Dieses Kapitel definiert elektronische Zahlungssysteme, kategorisiert sie nach verschiedenen Ansätzen und erläutert die zentralen Anforderungen wie Sicherheit und Akzeptanz.

3 Marktübersicht der Zahlungsmittel im deutschen Online-Handel: Dieser Teil bietet eine detaillierte Analyse traditioneller Zahlungsarten sowie moderner E-Payment-Systeme, von Zahlungsplattformen bis hin zu Inkasso- und Billingverfahren.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen und bewertet die Anforderungserfüllung der verschiedenen Zahlungsmittel unter Berücksichtigung der gegensätzlichen Interessen von Händlern und Kunden.

Schlüsselwörter

Online-Handel, E-Payment, Zahlungssysteme, Sicherheit, Akzeptanz, Flexibilität, PayPal, GeldKarte, Online-Überweisung, Micropayment, Macropayment, Zahlungsabwicklung, E-Commerce, Zahlungsgarantie, Internet-Bezahldienst

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Landschaft elektronischer Zahlungsmittel im deutschen Online-Handel, analysiert deren Funktionsweisen und bewertet sie hinsichtlich spezifischer ökonomischer und technischer Kriterien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kategorisierung von Bezahlsystemen, die Analyse der Anforderungen von Händlern und Kunden sowie eine Marktübersicht existierender E-Payment-Verfahren.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, einen strukturierten Überblick über verfügbare Online-Zahlungsmittel zu geben und deren Stärken sowie Schwächen bei der Erfüllung relevanter Anforderungen wie Sicherheit und Kosten darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Kategorisierung von Zahlungssystemen, ergänzt durch die Auswertung vorhandener Studien und Umfragedaten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bezahlsysteme und eine umfassende Marktanalyse von traditionellen Zahlungsarten bis hin zu innovativen E-Payment-Lösungen wie E-Wallets und Online-Überweisungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Online-Handel, E-Payment, Sicherheit, Akzeptanz, Flexibilität und verschiedene spezifische Anbieter wie PayPal oder die GeldKarte charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der GeldKarte?

Die GeldKarte wird als repräsentatives Smart-Card-Projekt kritisch bewertet, da sie trotz technischer Ambitionen aufgrund umständlicher Handhabung und mangelnder Verbreitung weit von einem universellen Einsatz entfernt ist.

Welches Fazit zieht die Arbeit zur Verbreitung moderner Bezahlsysteme?

Der Autor stellt fest, dass sich trotz technischer Überlegenheit vieler E-Payment-Systeme traditionelle Zahlungsmittel aufgrund der hohen Kundenakzeptanz und der verbreiteten Gewohnheiten weiterhin als dominierend erweisen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Elektronische Zahlungsmittel im Online-Handel
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Institut für Wirtschaftsinformatik)
Note
1.0
Autor
Jens-Ulrich Harnitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
38
Katalognummer
V163686
ISBN (Buch)
9783640782864
ISBN (eBook)
9783640782918
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Elektronische Zahlungsmittel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jens-Ulrich Harnitz (Autor:in), 2009, Elektronische Zahlungsmittel im Online-Handel, München, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163686
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Leseprobe aus  38  Seiten
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