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Für eine bodenlose Philosophie

Philosophiephilosophie - Bildung - Technik

Title: Für eine bodenlose Philosophie

Anthology , 2010 , 83 Pages

Autor:in: Tobias Prüwer (Author)

Philosophy - Miscellaneous

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Summary Excerpt Details

»Für eine bodenlose Philosophie« – diese Forderung mag den einen als Zumutung anmuten, andere mögen sie als Spielerei abtun und dritte schlichtweg rätselhaft finden. Für eine Philosophie ohne Netz und doppelten Boden zu streiten bedeutet, sich der Abgründigkeit des Daseins bewusst zu sein und einen Relationalismus zu pflegen, der um die jeweilige historische und situative Kontextualisierung von Wahrheiten weiß. Ein bodenloses Philosophieren verzichtet auf Letztbegründungen und den Verweis finaler, unverbrüchlicher Wahrheiten, steht für das Recht auf Ein- und Widerspruch sowie das vehemente Ausüben von Kritik. Einer so verstandenen Philosophie geht es um Übersicht, Einsicht und Orientierung. Sie leuchtet verbreitete, scheinbar fraglos plausible Denkmuster und -bilder aus, deutet sie und rückt sie im Zweifelsfall zurecht, hinterfragt Legitimationen und deckt Widersprüche auf. Diesem Ziel sind die hier versammelten, zum Teil unveröffentlichten Aufsätze verpflichtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorspiel

Vorspiel

Philosophiephilosophie

Vom Daß der Welt: Wittgenstein und Heidegger zu den Formen menschlichen Seins

Adjusting a Picture

Für eine bodenlose Philosophie? Leszek Kolakowski – eine Interpretationsskizze

Bildung

Das Primat der Ausbildung – Vom Schwinden universitärer Bildung

Fragen nach der Universität

Kultur ist Zeitverschwendung. Na und!

Technik

Nur eine Frage der Technik? Ein Blindflug im sozio-technischen Raum

Kybernetik und Demokratie: In Bildern gefangen

Naturbetrachtungen

Nachspiel

Ach hätt’ ich doch ein Tintenfaß!

Zielsetzung & Themen

Das vorliegende Werk untersucht die Grundlagen und kritischen Potenziale der zeitgenössischen Philosophie sowie deren Wechselwirkungen mit den Feldern Bildung und Technik. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, wie eine Philosophie ohne "Netz und doppelten Boden" in einer historischen Umbruchssituation Orientierung bieten kann, ohne dabei in totalisierende Dogmen oder rein instrumentelle Vernunft zu verfallen.

  • Kritische Analyse philosophischer Selbstverständnisse und Methoden.
  • Untersuchung der Transformation von Bildung unter dem Diktat der Verwertbarkeit.
  • Philosophische Auseinandersetzung mit der Technik als prägender Weltsicht.
  • Reflexion über das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft in Zeiten totalisierender Kontrollsysteme.

Auszug aus dem Buch

Vom Dass der Welt – Wittgenstein und Heidegger zu den Formen menschlichen Seins

Seit Platon und Aristoteles gilt als Quelle der Philosophie das Staunen darüber, dass überhaupt etwas ist und nicht vielmehr nichts, über »das Wunder aller Wunder: daß Seiendes ist.« (WM 47) Schien dieses Wundernehmen aus dem Gesichtsfeld der traditionellen Philosophie gerückt zu sein, so gehen Martin Heidegger und Ludwig Wittgenstein zurück und nehmen abermals beim Staunen Anfang. Einsehend, dass sinnvolles Fragen nach dem Dass-Sein der Welt nicht möglich und die Seinsfundierung abgänglich ist, verbleiben beide im Beschreiben der conditio humana, den Formen unseres Seins.

Die Frage um Früh- und Spätwerk vermeidend, werden grundlegende Züge als sich gleich bleibend unterstellt, um zwei wirkungsmächtige Philosophen des Zwanzigsten Jahrhunderts in der Gemeinsamkeit ihres Denkens zu skizzieren. Die Parallelen im Denken beider sind sicher nicht augenscheinlich. Wurde Wittgenstein besonders durch die (anglophone) analytische Philosophie vereinnahmt, die in Heidegger ihr ärgstes Gegenbild sah, so war letzterer insbesondere für Existenzialismus und Hermeneutik impulsgebend. Ist Heideggers Fundamentalontologie (später Seinsgeschichte) ein systematischer Entwurf, so übt sich Wittgenstein durch aphoristisch anmutende Gedankenspiele in Sprachkritik.

Die Ähnlichkeit beider Positionen zeigt sich in der doppelten kritischen Stoßrichtung beider Philosophen gegen idealistische Metaphysik einerseits und psychologisierenden Materialismus auf der anderen Seite. Wie sich noch zeigen wird, werden diese beiden Ansätze dem Vorwurf der Verdinglichung ausgesetzt. Weder Heidegger noch Wittgenstein versuchen sich in der Konstruktion. Beide verbleiben in der Beschreibung, in der methodischen Absage an Versuche der philosophischen Erklärung, deren Möglichkeit nur Chimäre ist. Der deskriptive Ansatz weist die Beziehung zur Transzendentalphilosophie auf; dieser beschreibt Bedingungen der Möglichkeit von Phänomenen existentieller, jener von sprachlicher Natur. Heidegger wendet die Frage nach dem Sinn von Sein in das Fragen nach den Möglichkeitsbedingungen eines Wesens, das sich jene stellt. Indem die Frage auf den Fragenden zurückgeworfen wird, beschreibt er die Vorraussetzungen täglichen Handelns und Verstehens, der Möglichkeit eines Verhaltens zu sich und der Rede darüber. Ebenso führen die Betrachtungen Wittgensteins in die alltägliche Lebenspraxis. Das Terrain der Idealsprachen verlassend, verortet er seine Analyse in den situativen Sprachgebrauch, dorthin, wo sich das Phänomen Sprache zeigt und stattfindet.

Zusammenfassung der Kapitel

Vom Daß der Welt: Wittgenstein und Heidegger zu den Formen menschlichen Seins: Dieses Kapitel vergleicht die Ansätze von Wittgenstein und Heidegger hinsichtlich ihrer deskriptiven Philosophie und ihrem Umgang mit den Bedingungen menschlichen Seins.

Adjusting a Picture: Eine Untersuchung von Wittgensteins philosophischer Therapie, die darauf abzielt, durch die Klärung von Sprachspielen Missverständnisse in der Philosophie zu heilen.

Für eine bodenlose Philosophie? Leszek Kolakowski – eine Interpretationsskizze: Das Kapitel beleuchtet Kolakowskis skeptische und prozedurale Philosophie, die den Wert des Widerspruchs und die Abwesenheit von Letztbegründungen betont.

Das Primat der Ausbildung – Vom Schwinden universitärer Bildung: Eine Kritik an der ökonomischen Instrumentalisierung von Bildung, die eine Ausbildung zur reinen Brauchbarkeit gegen ein offenes, individuelles Bildungsideal stellt.

Fragen nach der Universität: Dieses Kapitel thematisiert die Krise der Universität in Zeiten von Bologna-Reformen und fordert eine Rückbesinnung auf den Freiraum für Denken und Kritik.

Kultur ist Zeitverschwendung. Na und!: Ein leidenschaftliches Plädoyer für Kultur als unzweckmäßiges, aber essenzielles Element, das sich gegen das Diktat von Effizienz und Verwertbarkeit stellt.

Nur eine Frage der Technik? Ein Blindflug im sozio-technischen Raum: Eine Untersuchung des Technikbegriffs, der als eine durch das Soziale konfigurierte Weltsicht entlarvt wird.

Kybernetik und Demokratie: In Bildern gefangen: Das Kapitel analysiert, wie kybernetische Modelle als Maschinenmetaphern das Verständnis von Gesellschaft und Politik verengen und zur Politiksimulation beitragen.

Naturbetrachtungen: Eine kritische Reflexion des Naturbegriffs, der als kulturelles Konstrukt identifiziert wird, das oft zur Legitimation von Herrschaftsverhältnissen dient.

Ach hätt’ ich doch ein Tintenfaß!: Eine metaphorische Auseinandersetzung mit Kafkas "In der Strafkolonie", die als Sinnbild für eine Apparatur der modernen Regelinskription und Überwachung dient.

Schlüsselwörter

Philosophie, Kritik, Bildung, Technik, Kybernetik, Demokratie, Natur, Sprachspiele, Existenzialismus, Wissensmanagement, Instrumentalisierung, Kultur, conditio humana, Machtsituation, Subjektivierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit widmet sich der kritischen Untersuchung philosophischer Denkansätze in Bezug auf ihre Relevanz für Bildung, Technik und gesellschaftliche Organisation.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Schwerpunkte sind die Philosophiephilosophie, das Spannungsfeld zwischen Ausbildung und Bildung sowie die Auseinandersetzung mit Technik und Natur als gesellschaftliche Machtinstrumente.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, eine "bodenlose" und kritische Philosophie zu fördern, die sich nicht auf Letztbegründungen stützt, sondern als methodische Übung der Unterscheidung und Orientierung dient.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt vorwiegend hermeneutische und dekonstruktive Ansätze, um dominierende Denkmuster, Sprachbilder und ideologische Instrumentalisierungen aufzudecken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie Denker wie Wittgenstein, Heidegger und Kolakowski die Grundlagen unseres Denkens hinterfragen und wie sich diese Erkenntnisse auf aktuelle Debatten in Universität, Politik und Gesellschaft anwenden lassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Philosophie, Kritik, Bildung, Technik, Kybernetik, Demokratie, Natur, Macht, Diskurs und gesellschaftliche Transformation.

Wie bewertet der Autor die aktuellen Hochschulreformen?

Der Autor sieht in den Reformen (wie BA-MA) eine gefährliche Ökonomisierung, die den universitären Anspruch auf freie Bildung zugunsten einer modularen "Erziehung zur Brauchbarkeit" aufgibt.

Warum ist das Konzept der "Kybernetik" in der Politik kritisch zu sehen?

Der Autor kritisiert die Kybernetik als ein Denkparadigma, das Politik als reinen, optimierbaren Regelkreislauf betrachtet, was die notwendige Aushandlung von Interessen und zivilen Ungehorsam als Systemstörung diskreditiert.

Welche Rolle spielt der Kafka-Bezug im Nachspiel?

Kafka dient als Metapher für eine moderne Apparatur der ständigen (Selbst-)Überwachung und Einschreibung, in der der Mensch zum funktionellen Teil eines repressiven Systems degradiert wird.

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Details

Title
Für eine bodenlose Philosophie
Subtitle
Philosophiephilosophie - Bildung - Technik
Author
Tobias Prüwer (Author)
Publication Year
2010
Pages
83
Catalog Number
V163677
ISBN (eBook)
9783640785230
ISBN (Book)
9783640785414
Language
German
Tags
Bildungsphilosophie Technikphilosophie Metaphilosophie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Prüwer (Author), 2010, Für eine bodenlose Philosophie, Munich, GRIN Verlag, https://www.hausarbeiten.de/document/163677
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